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Bundeswehr in Bosnien

Erstellt von BosnaHR, 09.12.2009, 18:45 Uhr · 5 Antworten · 1.805 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von BosnaHR

    Registriert seit
    28.12.2008
    Beiträge
    9.941

    Bundeswehr in Bosnien

    Auch 14 Jahre nach dem Ende des Krieges ist die Bundeswehr noch in Bosnien präsent. Ihre Aufgabe: Die Lage beobachten und rechtzeitig gewalttätige Zwischenfälle verhindern. Denn die Menschen in Bosnien sind zwar kriegsmüde. Aber die Politiker zündeln weiter.

    Von Andreas Meyer-Feist, ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa
    Es ist eine unauffällige Arbeit der wenigen noch verbliebenen Bundeswehrsoldaten in Bosnien: Sie sind in kleinen Teams in Privatwohnungen untergebracht. Sie halten Kontakt zur Bevölkerung und sollen bei der Lösung alltäglicher Konflikte helfen. Für die deutschen Soldaten ist es mehr eine psychologische als eine militärische Mission. Sie sollen frühzeitig erkennen, ob sich die Sicherheitslage verschlechtert, und sie sollen verhindern, dass der Konflikt zwischen Bosniaken, Serben und Kroaten wieder akut wird: "Das Land schaukelt ja immer. Man weiß nie, was kommt", sagt ein Soldat. In den vergangenen Monaten war es ruhig.

    "Bosnien hat sich überhaupt nicht bewegt"

    Die Menschen, die mit den Bundeswehrsoldaten sprechen, haben 14 Jahre nach dem Ende des Bosnienkriegs keine Angst mehr vor neuer Gewalt. Heute sind die Probleme politischer Natur: Die Volksgruppen haben sich noch nicht auf eine funktionierende gemeinsame Verwaltung des Landes verständigt. Die Bevölkerung spürt die Blockade: "Die Politiker hier sind eine Katastrophe, sie haben nur nationalistische Ideen im Kopf", schimpft ein Geschäftsmann in Sarajewo. "Es ist nicht die Frage, ob es für uns besser oder schlechter geworden ist. Bosnien hat sich in den vergangenen Jahren überhaupt nicht bewegt", sagt die Chefredakteurin der bosnischen Zeitung Oslobodejne, Vildana Selimbegovic: "Vor allem die bosnischen Serben blockieren alles, was Bosnien näher an die EU bringen könnte."

    Doch bei diesen politischen Problemen können Soldaten nicht helfen. Auch deshalb gab es schon vor zwei Jahren einen EU-Beschluss zur drastischen Truppenrückzug aus Bosnien. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Bundeswehreinsatz ist jetzt zwar verlängert worden, aber nur noch mit wenigen Soldaten.

    Warten auf die Verfassungsreform


    Im Dezember 2004 hatte die NATO die Aufgabe zur Stabilisierung Bosniens an die EU abgetreten. Die EUFOR wurde daraufhin als Nachfolgern der NATO-geführten SFOR zur Friedenssicherung eingesetzt. Deutschland war zusammen mit Italien lange Zeit der größte Truppensteller in Bosnien.
    Der weitere Verbleib der Soldaten hängt vom Reformprozess im Land ab. Bisher gab es keinen Durchbruch bei den Gesprächen über eine Verfassungsreform. Für den internationalen Bosnien-Beauftragten Valentin Inzko ist dies aber die Voraussetzung für politische und militärische Stabilität in Bosnien: "Die Serben wollen keine gemeinsame Regierung haben, die Bosniaken wollen mehr Staat. Diese beiden Konzepte zu vereinen, wird lange dauern. Es fehlt noch der politische Wille."

    "Die Leute wollen keinen neuen Krieg"


    Damir Kapicic, Politikwissenschaftler in Sarajewo, glaubt nicht mehr an einen neuen Bürgerkrieg in Bosnien, auch wenn die politische Krise andauert: "Die Leute wollen keinen neuen Krieg. Das gilt für alle Seiten. Es könnte aber zu mehr gewalttätigen Zwischenfällen kommen." Auch für diesen Fall sind die Bundeswehrsoldaten gerüstet. Ein vollständiger Abzug ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die Sicherheitslage in Bosnien nachhaltig stabilisiert hat.
    Bundeswehr in Bosnien: "Man weiß nie, was kommt" | tagesschau.de

  2. #2
    Avatar von vitez

    Registriert seit
    05.12.2009
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    185
    wundert mich gar net....

  3. #3
    Avatar von Serbian Eagle

    Registriert seit
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    15.715
    Toll dafür müssen wir Steuern zahlen. ich kotz gleich

  4. #4

    Registriert seit
    03.12.2009
    Beiträge
    1.166
    Auch 14 Jahre nach dem Ende des Krieges ist die Bundeswehr noch in Bosnien präsent. Ihre Aufgabe: Die Lage beobachten und rechtzeitig gewalttätige Zwischenfälle verhindern. Denn die Menschen in Bosnien sind zwar kriegsmüde. Aber die Politiker zündeln weiter.

    Von Andreas Meyer-Feist, ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa
    Es ist eine unauffällige Arbeit der wenigen noch verbliebenen Bundeswehrsoldaten in Bosnien: Sie sind in kleinen Teams in Privatwohnungen untergebracht. Sie halten Kontakt zur Bevölkerung und sollen bei der Lösung alltäglicher Konflikte helfen. Für die deutschen Soldaten ist es mehr eine psychologische als eine militärische Mission. Sie sollen frühzeitig erkennen, ob sich die Sicherheitslage verschlechtert, und sie sollen verhindern, dass der Konflikt zwischen Bosniaken, Serben und Kroaten wieder akut wird: "Das Land schaukelt ja immer. Man weiß nie, was kommt", sagt ein Soldat. In den vergangenen Monaten war es ruhig.

    "Bosnien hat sich überhaupt nicht bewegt"

    Die Menschen, die mit den Bundeswehrsoldaten sprechen, haben 14 Jahre nach dem Ende des Bosnienkriegs keine Angst mehr vor neuer Gewalt. Heute sind die Probleme politischer Natur: Die Volksgruppen haben sich noch nicht auf eine funktionierende gemeinsame Verwaltung des Landes verständigt. Die Bevölkerung spürt die Blockade: "Die Politiker hier sind eine Katastrophe, sie haben nur nationalistische Ideen im Kopf", schimpft ein Geschäftsmann in Sarajewo. "Es ist nicht die Frage, ob es für uns besser oder schlechter geworden ist. Bosnien hat sich in den vergangenen Jahren überhaupt nicht bewegt", sagt die Chefredakteurin der bosnischen Zeitung Oslobodejne, Vildana Selimbegovic: "Vor allem die bosnischen Serben blockieren alles, was Bosnien näher an die EU bringen könnte."

    Doch bei diesen politischen Problemen können Soldaten nicht helfen. Auch deshalb gab es schon vor zwei Jahren einen EU-Beschluss zur drastischen Truppenrückzug aus Bosnien. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Bundeswehreinsatz ist jetzt zwar verlängert worden, aber nur noch mit wenigen Soldaten.

    Warten auf die Verfassungsreform


    Im Dezember 2004 hatte die NATO die Aufgabe zur Stabilisierung Bosniens an die EU abgetreten. Die EUFOR wurde daraufhin als Nachfolgern der NATO-geführten SFOR zur Friedenssicherung eingesetzt. Deutschland war zusammen mit Italien lange Zeit der größte Truppensteller in Bosnien.
    Der weitere Verbleib der Soldaten hängt vom Reformprozess im Land ab. Bisher gab es keinen Durchbruch bei den Gesprächen über eine Verfassungsreform. Für den internationalen Bosnien-Beauftragten Valentin Inzko ist dies aber die Voraussetzung für politische und militärische Stabilität in Bosnien: "Die Serben wollen keine gemeinsame Regierung haben, die Bosniaken wollen mehr Staat. Diese beiden Konzepte zu vereinen, wird lange dauern. Es fehlt noch der politische Wille."

    "Die Leute wollen keinen neuen Krieg"


    Damir Kapicic, Politikwissenschaftler in Sarajewo, glaubt nicht mehr an einen neuen Bürgerkrieg in Bosnien, auch wenn die politische Krise andauert: "Die Leute wollen keinen neuen Krieg. Das gilt für alle Seiten. Es könnte aber zu mehr gewalttätigen Zwischenfällen kommen." Auch für diesen Fall sind die Bundeswehrsoldaten gerüstet. Ein vollständiger Abzug ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die Sicherheitslage in Bosnien nachhaltig stabilisiert hat.

    das ist ja wieder mal typisch, die meinung der kroaten wird hier garnicht erwähnt/gefragt! man spricht immer nur von serben und bosniaken!!! da soll sich ja auch keiner wundern wenn dieser Staat nicht funktioniert!!!

  5. #5
    Avatar von vitez

    Registriert seit
    05.12.2009
    Beiträge
    185
    Ein vollständiger Abzug ist wohl erst zu erwarten, wenn sich die Sicherheitslage in Bosnien nachhaltig stabilisiert hat.
    ...und noch in 100 jahren erzählen sich bundeswehrsoldaten wie sie sich in ihren standorten in bih gelanweilt haben^^

  6. #6
    Posavac
    Scheiß Politiker, ich hasse Krieg...

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