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Wer sind die Bunjewatzen?

Erstellt von Albanesi, 08.03.2005, 21:43 Uhr · 20 Antworten · 2.767 Aufrufe

  1. #1

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    Wer sind die Bunjewatzen?

    Die Bunjewatzen, serbokroat. Bunjevci, sind Südslawen überwiegend römisch-katholischer Konfession. Sie leben vornehmlich in der Vojvodina im nördlichen Serbien und in Ungarn, und sprechen die serbokroatische Sprache.

    Die Herkunft der Bunjewatzen ist bis heute nicht genau geklärt, was dazu führt, dass kroatische wie auch serbische Ethnologen versuchen, die Bunjewatzen für die Kroaten beziehungsweise Serben einzunehmen. Andere meinen, die Bunjewatzen stammen von römisch-katholischen Albanern, die sich im 18. Jahrhundert in der Vojvodina und Südungarn angesiedelt haben und mit den Jahren slawisiert wurden. Viele Bunjewatzen wiederum betrachten sich als Nachkommen von südslawischen Gruppen, die weder Kroaten noch Serben waren. In der Regel gelten die Bunjewatzen durch ihre gemeinsame römisch-katholische Konfession als mit den Kroaten eng verwandt. Die meisten Bunjewatzen wollen jedoch als eine eigene Volksgruppe anerkannt werden.

  2. #2

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    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,680646,00.html

    Eigenständiges Volk oder doch Kroaten?


    – Bunjewatzen gespalten nach Forderung, als nationale Minderheit anerkannt zu werden

    Köln, 19.11.2002, DW-radio / Serbisch


    Die Landsmannschaft der Bunjewatzen aus Subotica hat gefordert, dass die Bunjewatzen in Serbien als nationale Minderheit anerkannt werden. Indessen herrscht unter den Bunjewatzen noch Uneinigkeit darüber, ob sie tatsächlich ein eigenständiges Volk oder ob sie lediglich als Teil eines anderen Volkes anzusehen sind. Aus Novi Sad berichtet Dinko Gruhonjic.


    Die Landsmannschaft der Bunjewatzen aus Subotica hat gefordert, dass die Bunjewatzen in Serbien als nationale Minderheit anerkannt werden. Den direkten Anlass dafür, diese bereits in der Vergangenheit geäußerte Forderung zu wiederholen, gab, dass im ersten Entwurf für die Vojvodina-Verfassung die Bunjewatzen überhaupt nicht erwähnt werden. Der stellvertretende Vorsitzende der Landsmannschaft der Bunjewatzen Blasko Gabric sagte DW-radio, die Bunjewatzen hätten sämtliche Merkmale eines Volkes: "Die Bunjewatzen verfügen über sämtliche Attribute eines Volkes. Ausgehend von einer eigenen Tracht, über Sprache, Liedgut und so weiter erfüllen wir alle Kriterien, außer dass wir nie eine eigene Führungspersönlichkeit hatten und nie erwogen haben, einen bunjewatzischen Staat zu gründen".


    Franjo Vujkov, Vorsitzender des Kroatischen Volksbundes in Subotica vertritt dagegen die Ansicht, dass die Bunjewatzen kein eigenes Volk sind. Dabei spricht er ihnen keineswegs das Recht auf eine eigene Identität ab: "Sie fallen unter die Kroaten. Es ist aber ihr gutes Recht, sich nicht als Kroaten zu deklarieren. Hinsichtlich der nationalen Minderheiten wissen sie, welche Standardkriterien für Minderheiten gelten. Dies sind: sie müssen ein Herkunftsland und ein Herkunftsvolk haben. Bedauerlicherweise verfügen sie nicht darüber".


    Der Vorsitzende der Landsmannschaft der Bunjewatzen Karlo Blesic sagte, das Herkunftsland der Bunjewatzen sei Serbien und Jugoslawien. Er fügte ferner hinzu, "es gibt im Exekutivrat der Autonomen Provinz Vojvodina eine Tafel mit einer Inschrift, auf der explizit steht: wir Völker Serbiens - Serben, Bunjewatzen und die Übrigen. Diese Tafel hängt bis zum heutigen Tage dort".


    Der Vorsitzende des Ausschusses für interethnische Beziehungen des Vojvodina-Parlaments Kalman Kuntic sagte, Serbien könne die Bunjewatzen als nationale Minderheit anerkennen. Allerdings zöge dies noch weitere Aufgaben nach sich, die die Bunjewatzen ihm zufolge jedoch nicht erfüllen können, "darunter fiele die Standardisierung der Sprache, der Aufbau eigener Institutionen und so weiter. Dies stellt für eine so kleine Gemeinschaft ein großes, vielleicht sogar unlösbares Problem dar".


    Den Angaben unserer Gesprächspartner aus der bunjewatzischen Landsmannschaft zufolge lebten im Jahre 1938 allein in Subotica 68 000 Bunjewatzen. Ihren Schätzungen nach leben dort auch heute nicht weniger Bunjewatzen. Im Zweiten Jugoslawien (in der Sozialistischen Föderativen Republik, die dem Königreich Jugoslawien folgte – MD) hätten 400 000 Bunjewatzen gelebt - die meisten in der Vojvodina, der Herzegowina, Dalmatien und in Lika. Den Bunjewatzen sei viele Jahre das Recht abgesprochen worden, sich als solche zu deklarieren. Daher seien viele assimiliert worden. "Bunjewatz" sei jedoch kein Spitzname, sondern der Name eines Volkes. Die Landsmannschaft wertet jedoch den Versuch, sie zu Kroaten oder Serben zu zählen, als Versuch, sie gewaltsam zu assimilieren.


    Andererseits ist im bunjewatzischen Kulturzentrum in Subotica zu hören, dass die Bunjewatzen eigentlich Kroaten sind. Nach all diesen Aussagen scheint es, dass sich die Bunjewatzen zunächst über ihre einige Identität einigen sollten. Dies wird kein einfacher Prozess. Denn auch unter ihnen selbst gibt es viele Unstimmigkeiten und unterschiedliche Strömungen, die die Herkunft und die nationale Zugehörigkeit der Bunjewatzen unterschiedlich interpretieren. (md)

  3. #3

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    "Die nationalistischen Übergriffe erzeugen Spannungen und destabilisieren Serbien"


    – Vorsitzende des Helsinki-Komitees Serbiens kommentiert gegen kroatische Minderheit gerichtete Vorfälle

    Bonn, 14.1.2004, DW-RADIO/Kroatisch, Bahri Cani


    Hrtovci [Ortschaft in der Südwest-Vojvodina] war 1992 ein Synonym für direkte Drohungen und die Aussiedlung der Kroaten aus der Vojvodina. Vertreter der Serbischen Radikalen Partei von Vojislav Seselj legten verschiedene Listen an, wie die Bevölkerung aufgeteilt werden sollte, sie verängstigten die Ortsansässigen und drohten ihnen offen. In Hrtovci sind trotzdem noch einige Kroaten geblieben. In Kukujevac [Ortschaft in der Südwest-Vojvodina] dagegen nicht. Dort machten Kroaten vor dem Krieg in Kroatien 1991 mehr als 90 Prozent der Bevölkerung aus.


    Die Vorsitzende des Helsinki-Komitees für Menschenrechte in Serbien, Sonja Biserko, behauptet, die Ergebnisse der letzten Wahlen, bei denen die Radikalen die meisten Parlamentssitze erhielten, stellen einen weiteren Beweis für die Radikalisierung und Stärkung des Nationalismus in Serbien dar. "Diese Wahlen sind ein Indikator für die zunehmende Radikalisierung Serbiens und zwar dahingehend, dass sie gegen Reformen und alles sind, was proklamiertes Ziel der vorherigen Regierung war", so Biserko.


    In der neuen Legislaturperiode des serbischen Parlaments wird keine Minderheit vertreten sein, weil die Minderheitenparteien nicht die notwendige Fünf-Prozenthürde erreicht haben. Das Helsinki-Komitee hat mitgeteilt, dass am orthodoxen Heiligabend (6.1.) eine Büste von Matija Gubec (Anführer eines kroatischen Bauernaufstandes im 16. Jahrhundert – MD) in Subotica niedergerissen wurde und zuvor wurden in Novi Sad massenweise katholische Friedhöfe zerstört. Sonja Biserko erklärte, diese gegen Kroaten in der Vojvodina gerichteten Angriffe könnten gewertet werden "als ein Zeichen für die kroatische Minderheit, die hier sowieso ganz still ist wegen all der Dinge, die seit Kriegsbeginn 1991 bis 1995 vorgefallen sind". Von 1991 bis 1995 sind 30 000 Einwohner katholischer Konfession ausgewandert. Teils weil Druck ausgeübt wurde, teils wegen der so genannten stillen Vereinbarung zum Völkertausch (Die kroatischstämmige Bevölkerung aus Serbien sollte nach Kroatien und die serbische aus Kroatien nach Serbien – MD). Dieses Zeichen ist jedoch Sonja Biserko zufolge paradox, weil aus Kroatien seit der neuen Regierung von Ministerpräsident Ivo Sanader ein neuer Wind weht. "Dieses in Serbien durch die Zerstörung von Gräbern und Denkmälern gesetzte Zeichen geschieht zu einer Zeit, wenn in Kroatien neue Trends gesetzt werden. Denn Ivo Sanader wohnte beispielsweise dem serbischen Weihnachtsfest [in Zagreb] bei", so Biserko. Eine Radikalisierung habe es bereits früher gegeben, nach den Wahlen sei sie nur eindeutiger erkennbar.


    Der wahrscheinlichste Kandidat für das Amt des künftigen Ministerpräsidenten Serbiens Vojislav Kostunica erklärte kürzlich gegenüber kroatischen Medien, "Entschuldigungen für Kriegsverbrechen sind unnötig, weil es Verbrechen auf allen Seiten gegeben hat". "Ich glaube, die Erklärung von Vojislav Kostuncia stimmt mit seinen Positionen überein. Denn er gehört zu dem Typ des Nationalisten, der allen Nachbarn feindlich gesonnen ist, der sich aktiv an der Schaffung eines Groß-Serbien beteiligte und davon nicht ablässt", so Biserko.


    Die Vorsitzende des Helsinki-Komitees sagte, einzelne Gruppen und Institutionen bestünden weiterhin darauf, einen ethnisch-serbischen Staat zu gründen. Auf die Frage, um welche Kreise es sich handle, erklärte Biserko: "Die Armee, die Serbische Akademie für Wissenschaft und Künste, die Serbisch-Orthodoxe Kirche und gewisse intellektuelle Kreise. Ich glaube aber nicht, dass sie ihre Ziele tatsächlich verwirklichen werden". Für die Vojvodina ist die Frage, ob ein ethnisch-serbischer Staat gegründet wird, von enormer Bedeutung, weil etwa 35 Prozent der Gesamtbevölkerung Angehörige nationaler Minderheiten sind. Biserko befürchtet trotzdem, dass "in jedem Fall Spannungen geschaffen und Serbien destabilisiert wird. Und dies ist nicht gut in Anbetracht des ihm bevorstehenden Weges".


    Hinsichtlich der Lage der Kroaten und der Beziehungen ihres Herkunftslandes ihnen gegenüber meint Biserko, sie "haben bislang keinerlei Unterstützung von Kroatien erhalten". "Darüber hinaus wird dies schweigend hingenommen, wie es in den 1990-ern eine Art stillschweigendes Abkommen über einen Bevölkerungstausch gab. Daher sind damals viele gegangen, allerdings hat in den vergangenen Jahren die Emigration aufgehört", so Biserko. (...) (md)

  4. #4

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    http://amor.rz.hu-berlin.de/~h0920cyt/EGCD.html

    Clementiner:
    Untergruppe der -> Albaner.

    http://amor.rz.hu-berlin.de/~h0920cyt/EGAB.html

    Christliche A., die -> Clementiner, wanderten 1734 nach Syrmien (Hrtovci und Nikinci) ein.

  5. #5

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    Leck mich. Die Kroaten sagen sie währen Kroaten. Die Binjevci sagen selber sie sind sebrische Katholiken, so einafch.Und nur was die sagen zählt.

  6. #6
    Avatar von Veliki_Dzon

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    Leck mich. Die Kroaten sagen sie währen Kroaten. Die Binjevci sagen selber sie sind sebrische Katholiken, so einafch.Und nur was die sagen zählt.
    A vidi govnara...

    meine mutter ist auch Bunjevka iz Subotica und sie sagt, wie alle anderen auch die ich kenne, dass sie Kroatin ist


    ein kleiner Cetnik wie du will mir sagen das meine mutter keine kroatin ist?

  7. #7

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    Und alle Bunjevcxi die ich kenne sagen imma: Wir werden als Kroaten gefphrtz. Sind wir aber nicht. Eher sind wir Serben. Also Maul.

    P.S.
    Deine Mama ist keine Kroatin.

  8. #8
    Adriano
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Und alle Bunjevcxi die ich kenne sagen imma: Wir werden als Kroaten gefphrtz. Sind wir aber nicht. Eher sind wir Serben. Also Maul.

    P.S.
    Deine Mama ist keine Kroatin.
    Kurac er wird wohl selber wissen was seine Mama ist.

  9. #9

    Registriert seit
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    Ja. Bunjevkina ^^ Hat er doch gesagt.

  10. #10
    Adriano
    Und als solche ist sie Kroatin - sagt sie und er

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