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Bush als erster US-Präsident nach Albanien

Erstellt von Bajgorali, 01.06.2007, 12:39 Uhr · 58 Antworten · 2.482 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    11.090
    Zitat Zitat von ccccSerbiancccc Beitrag anzeigen
    Wieso wohl wollen die USA eine schnelle unabhängigkeit für Kosovo?

    hmm....

    zum beispiel wegen dem.....

    "Serbien begrüßt die Verzögerung in der Hoffnung, dass frustrierte Kosovaren so zu Gewalt provoziert werden, was Europas Widerstand gegen eine Unabhängigkeit verstärken und Serbiens Bestreben, den Staus Quo zu wahren, oder, als letzten Ausweg, den Kosovo zu teilen, den Rücken stärken würde."


    ---------------------------------------------------------------------------------------------
    Kosovo: Europas Handlungsfähigkeit steht auf dem Spiel
    von Morton Abramowitz, ehemaliger Präsident der Carnegie-Stiftung für internationalen Frieden

    Russland will verhindern, dass der Kosovo, wie von den Vereinten Nationen empfohlen, unter EU-Aufsicht unabhängig wird. Insgeheim sind viele EU-Länder bereit, dem russischen Druck nachzugeben. Das aber wäre fatal.

    Als Jugoslawien 1991 auseinanderfiel, gab der damalige EU-Ratspräsident Jacques Poos seine berühmte, mittlerweile aber verspottete Erklärung ab: “Dies ist die Stunde Europas... nicht die Stunde der Amerikaner.” Was die EU aus der Katastrophe der darauffolgenden vier Jahre ihres Krisenmangements auf dem Balkan, wird jetzt durch einen weiteren wichtigen Wendepunkt und eine potenzielle Krise auf die Probe gestellt – wann und wie Kosovo unabhängig werden soll. Europas Rolle wird einmal mehr den Ausschlag geben können.

    Die Entscheidung über Kosovo mag zwar nicht die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Konflikts im großen Maßstab beinhalten, sie wirft jedoch ernste Fragen über Europas Beziehungen zu Russland und den Vereinigten Staaten sowie für die Stabilität auf dem gesamten Balkan auf. Während auch die USA großes Interesse am Ergebnis haben, haben verschiedene EU-Länder offenkundig noch bedeutendere Interessen an der Region, und vielleicht werden sie dieses Mal eine angemessene Führungsrolle übernehmen.

    Mindestens für die nächsten zwei Monate wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen Entwurf für die Zukunft des Kosovo debattieren, der durch den UN-Sondergesandten und ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari während eines Jahres der “Verhandlungen” zwischen den Regierungen in Belgrad und Pristina mühevoll erarbeitet wurde. Der Plan sieht “überwachte Unabhängigkeit” für Kosovo vor, maximalen Schutz für serbische und andere Minderheiten, alles unter Aufsicht der EU. Ahtisaaris Vorschlag ist eine Bestätigung, dass zwischen den Parteinen keine Einigung möglich ist und dass es keine konstruktive Alternative zur Unabhängigkeit für den Kosovo gibt.

    Die EU hat sich gemeinsam mit den USA geschlossen hinter Ahtisaaris Vorschlag gestellt. Mehrere europäische Länder – Spanien, Griechenland, Italien, Zypern, Rumänien, die Slowakei und Österreich – stehen aber individuell der Unabhängigkeit skeptisch oder ablehnend gegenüber, was Europas Entschlossenheit ernsthaft in Frage stellt.

    Unterdessen führt der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica eine unermüdliche und bemerkenswert effektive diplomatische Kampagne, in der er sowohl Ahtisaari als auch dessen Vorschlag verunglimpft. Er hat die Position vieler in Europa und andernorts gestärkt, die der Infragestellung der territorialen Integrität eines Landes skeptisch gegenüber stehen oder vorgeben, nach wie vor an eine Verhandlungslösung zu glauben.

    Mehr Besorgnis erregt die gegenwärtige Unsicherheit, ob ein wankendes Europa sich gegen Russland behaupten wird, auf das Serbien angewiesen ist, um die Souveränität über Kosovo beizubehalten. Bisher hat der Kreml entschieden erklärt, dass er ausschließlich eine einvernehmliche Einigung beider Parteien akzeptieren wird und somit Serbiens Position de facto zu seiner eigenen gemacht.

    Während Russland sich die Möglichkeit eines Vetos offen hält, besteht seine aktuelle Strategie darin, eine Entscheidung des Sicherheitsrats so lange wie möglich hinauszuzögern, indem es zur Entsendung einer neuen Untersuchungskommission in den Kosovo anregt, nach der höchstwahrscheinlich mit erneutem Nachdruck die Forderung der Aushandlung einer Einigung folgen wird. Serbien begrüßt die Verzögerung in der Hoffnung, dass frustrierte Kosovaren so zu Gewalt provoziert werden, was Europas Widerstand gegen eine Unabhängigkeit verstärken und Serbiens Bestreben, den Staus Quo zu wahren, oder, als letzten Ausweg, den Kosovo zu teilen, den Rücken stärken würde.

    Einige europäische Länder glauben offenbar, dass sie einen Konsens der EU zur Unterstützung von Ahtisaaris Plan aufrechterhalten, die russische Verzögerungstaktik jedoch mit der Begründung zulassen können, dass ein Aufschub nicht unvernünftig ist und sich durch zusätzliche Verhandlungen eventuell etwas Besseres ergeben könnte. Indem sie eine solche Haltung einnehmen, stellen sie sich jedoch gegen ihren eigenen Sondergesandten und könnten durchaus die Gewalt provozieren, die sie erklärtermaßen verabscheuen.

    Die Geschichte bietet wenig Trost. Europas Handhabung der Beziehungen zu Serbien in der Vergangenheit hat Serbiens Kompromisslosigkeit lediglich gefördert. Anstatt wiederholt klarzustellen, dass die Unabhängigkeit des Kosovo eine unverzichtbare Voraussetzung für die – für Serbiens Modernisierung und die Stabilität auf dem Balkan so wichtige – Mitgliedschaft in der EU ist, loben Führungsköpfe der EU wie Javier Solana Kostunica als große demokratische Führungspersönlichkeit. Sie haben Montenegros Führungsriege unablässig aber erfolglos gedrängt, in einer dysfunktionalen Union mit Serbien zu bleiben, Kostunicas dubioses Referendum aus dem Jahr 2006 über eine neue Verfassung geduldet, die Kosovo als unveräußerlichen Teil Serbiens verankert und die Forderungen an Serbien nach Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag abgeschwächt.

    Die Realisierung von Ahtisaaris Vorschlag ist angesichts der Unwägbarkeiten jeder Debatte bei den Vereinten Nationen auf die Solidarität und Beharrlichkeit der EU angewiesen. Zusammen mit den Amerikanern müssen sie Einfluss auf nichtständige Mitglieder des Sicherheitsrats wie Indonesien und Südafrika ausüben und Russland überzeugen kein Veto einzulegen, sondern sich zu enthalten.

    Viele glauben, dass Russland seine Beziehungen zu Europa und den USA nicht aufs Spiel setzen und sich letzten Endes enthalten wird, wenn westliche Länder standhaft bleiben. Russland scheint allerdings in einer gaullistischen Stimmung zu sein und es gibt andere ungeklärte Fragen, die für Spannungen mit den USA und Europa sorgen. Putins Russland ist nicht Jelzins Russland, in dem der Westen russische Belange einfach beiseite schieben konnte. Europa ist an vielen Fronten verwundbar, insbesondere angesichts seiner Abhängigkeit von russischer Energie, während Amerikas geschwächte Präsidentschaft den Einfluss der USA auf Russland verringert hat.

    Wenn Russland tatsächlich ein Veto gegen Ahtisaaris Plan einlegt, wird die Fassade der Einigkeit der EU vermutlich Risse bekommen und viele europäische Länder werden weder bereit sein, sich auf die Seite der USA zu stellen und einen unabhängigen Kosovo ohne den Segen der UN anzuerkennen, noch die vorgesehene Aufsichtsfunktion der EU mitzutragen. So würde eine neue und turbulente Ära auf dem Balkan anbrechen, wobei mehr als der Kosovo auf dem Spiel stehen würde. Sollten sich die Vereinten Nationen und das westliche Bündnis als derart handlungsunfähig erweisen, könnte die Region sogar weiteren politischen Machenschaften Russlands zum Opfer fallen.

  2. #32
    Avatar von skenderbegi

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    Daumen runter

    Zitat Zitat von ccccSerbiancccc Beitrag anzeigen
    Wieso wohl wollen die USA eine schnelle unabhängigkeit für Kosovo?

    hmm....

    oder weil die serbische politik in der vergangenheit seit 1912 der albanischen bevölkerung keine möglichkeiten bieten konnte und kann um ein würdiges leben zu führen....

    oder weil es serbische stimmen gibt die mit dem kampf drohen....

    Krusevac - Hunderte ehemaliger serbischer Kämpfer haben sich am Samstag in der südserbischen Stadt Krusevac versammelt, um eine paramilitärische Einheit für das Kosovo zu gründen. Obwohl dies in Serbien verboten ist, war zunächst keine Reaktion seitens der Regierung und der Behörden zu erkennen. Viele Veteranen trugen Abzeichen der teilweise berüchtigten paramilitärischen Einheiten aus den Balkankriegen der 90er Jahre. «Wir werden das Kosovo niemals aufgeben, wir werden kämpfen», sagte einer der Organisatoren des Treffens, Andrej Milic.

    Das Treffen in Krusevac ist Ausdruck des zunehmenden Nationalismus in Serbien bezüglich der Kosovo-Frage. Der Vorschlag des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari, dem Kosovo und seiner albanischen Mehrheit eine international überwachte Souveränität zu geben, wird von den meisten Serben abgelehnt.

    Die neue paramilitärische Truppe soll nach dem Fürsten Lazar benannt werden, der 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die osmanischen Truppen verlor. Krusevac war Lazars Hauptstadt.


    http://www.net-tribune.de/article/050507-89.php
    __________________

  3. #33
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von illyrian_eagle Beitrag anzeigen
    Weil sie wie alle Menschen genervt sind.................

    ............................
    aber nein man muss immer wieder den gleichen scheiß kauen.
    Richtig! Es nervt Alle!

  4. #34
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von Zeljko Beitrag anzeigen
    Du scheinst ziemlich dämlich zu sein.
    Bush besucht Albanien und nicht das Kosovo, wieso sollte er also mit Kosovaren sprechen wenn er Albanien besucht ?
    Ausserdem war Bush schon im Kosovo (2001) und hat sich mit Kosovo-Politikern getroffen. Zudem Surroi mit Bush als Führungs-Mitglied des kosovarischen Verhandlungsteams gesprochen hat. Aber Lupo ist nunmal Lupo.

    PS: Grad im albanischen Fernsehen: Bush geht minutenlang in die Menschenmenge und schüttelt die Hände..eine Frau küsst ihn..

    Was er sich anderso nicht traut, traut er sich in Albanien.:iconbiggrin:

  5. #35
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Braveheart Beitrag anzeigen
    Zudem Surroi mit Bush als Führungs-Mitglied des kosovarischen Verhandlungsteams gesprochen hat.
    Habe ich doch ausdrücklich geschrieben. Aber mit niemanden der Kosovo Regierung hat er sich getroffen, nur mit Surroi, der ziemlich machtlos ist.

  6. #36
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von lupo-de-mare Beitrag anzeigen
    Habe ich doch ausdrücklich geschrieben. Aber mit niemanden der Kosovo Regierung hat er sich getroffen, nur mit Surroi, der ziemlich machtlos ist.
    Das kosovarische Status-Verhandlungsteam aus Vertretern von Regierungsparteien und Oppositionsparteien steht in diesen Fragen über der Regierung bzw. hat die Weisungs- und Entscheidungskompetenz legitimiert durch das Parlament diese Verhandlungen zu führen.

  7. #37
    Grasdackel
    Da waren auch andere in Tirana.
    Auch unser Sanader.


  8. #38
    Grasdackel
    Am Nachmittag traf Bush auch mit den Ministerpräsidenten Kroatiens und Mazedoniens, Ivo Sanader und Nikola Gruevski, zusammen. Die USA, Albanien, Kroatien und Mazedonien sind seit 2004 in der so genannten Adria-Gruppe verbunden. Ein Schwerpunkt ist die militärische Zusammenarbeit. Nach dem rund achtstündigen Aufenthalt in Albanien wollte Bush zur letzten Station seiner Europareise nach Bulgarien weiterfliegen.

  9. #39
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von PriZrenChick Beitrag anzeigen
    sag du's mir?
    Kosovo ist bekannt für ihre Rohstoffe.. da will Amerika natürlich früher Profit davon machen... Und ich glaube nicht das wenn es immer rausgezögert wird, das die Politiker davon genervt sind, dann können sie ja lenger Ferien machen...

  10. #40
    Lucky Luke
    Hübsches Bild vom Besuch in Albanien:


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