Warum werden solche Verbrecher wie Bush und Rice nicht auch verhaftet, da wie bewiesen Beide unschuldige Leute entführen lassen und zugleich werden ja etliche auch zu Tode gefoltert vom CIA.

Balkanesen werden verhaftet, aber Bush und Co. eben nicht! Und das soll Freiheits bringen sein. Milosovic, Ramuz Haradinaj, sitzen u.a. wegen solchen Verbrechen im Gefängnis, aber Bush und Rice nicht.

Und das der CIA ein Dumpfbacken Verein ist, weiss sowieso jeder.

Beide erhalten also genaue Berichte, über die CIA Entführungen und auch vieler Unschuldiger.

Kriminelle beherrschen also die Amerikanische Regierung, welche vor den üblesten Verbrechen nicht halt machen.

Andere sind für solche Entführungen und dann mit Todes Folge, u.a. verhaftet worden und stehen heute in Den Haag vor dem ITCY.

Verwechslungs-Drama

"Unschuldiger Kerl in der Salzgrube"

Die CIA-Anweisung, den irrtümlich von den USA verschleppten Deutschen el-Masri freizulassen, wurde offenbar lange ignoriert.
Von Nicolas Richter



Dem US-Geheimdienst CIA ist schon seit Jahren kein Erfolg mehr vergönnt. Nach den Pannen vor dem 11.September 2001 und vor dem Irak-Krieg gerät die Agentur nun auch wegen der Praktiken im Anti-Terror-Kampf in Bedrängnis. Besonders umstritten sind die renditions, also die Verschleppung von Verdächtigen in Staaten, wo Folter selbstverständlich zu Vernehmungen gehört. Zum peinlichsten aller bekannten Fälle entwickelt sich die Geschichte des irrtümlich nach Afghanistan verschleppten Deutschen Khaled el-Masri. Nach Recherchen des US-Senders NBC offenbart der Fall el-Masri nicht nur Schlamperei der US-Agenten – er belegt auch, dass die Spitze der US-Regierung in die Verschleppungspraxis eingeweiht war.

Nach Darstellung von NBC lag der ursprüngliche Fehler bei den Behörden in Mazedonien, die el-Masri bei einer Auslandsreise nach Skopje festgehalten hatten. Sie hielten ihn für verdächtig, weil sein Name dem eines Al-Qaida-Anhängers entsprach. Die Amerikaner schickten ein Entführungsteam nach Skopje und brachten el-Masri Ende Januar 2004 in ein afghanisches Gefängnis, das sie „Salt Pit“ nannten – Salzgrube. Im Februar bekamen die Agenten in Kabul Zweifel daran, dass sie den Richtigen gefangen hatten und schickten el-Masris Pass in die CIA-Zentrale.

Im März stellten die Experten fest, dass der Pass entgegen dem Verdacht der Mazedonier echt war. Mitte April schließlich wurde der damalige CIA-Chef George Tenet von dem Fehlgriff unterrichtet. Nach Regierungsquellen, die NBC zitiert, sagte er: „Ihr habt einen unschuldigen Kerl in der Salzgrube?“ Tenet habe die Anweisung gegeben, el-Masri frei zu lassen. Im Mai erfuhr angeblich auch Condoleezza Rice, die damalige Sicherheitsberaterin von Präsident George W. Bush, von der Panne. Auch sie soll die sofortige Freilassung angeordnet haben. Nachdem sich zwei Wochen lang nichts tat, wiederholte sie ihre Anweisung. Ende Mai wurde el-Masri schließlich zurück nach Europa geflogen.

Der aus dem Libanon stammende Deutsche hatte der Süddeutschen Zeitung im Januar von seiner Zeit in dem afghanischen Gefängnis erzählt. Abgesehen von unzumutbaren Haftbedingungen habe er darunter gelitten, dass er Monate lang nicht wusste, was ihm vorgeworfen wurde. Darüber habe es auch unter den Amerikanern Streit gegeben. Dass zwischen der Anordnung Tenets, ihn freizulassen, und der tatsächlichen Freilassung noch einmal sechs Wochen vergingen, lag laut NBC daran, dass die Agenten über einen Ausweg grübelten.

Der Fernsehbericht legt auch nahe, dass das Weiße Haus regelmäßig über das Verschleppungs-Programm informiert wurde. Bush soll es generell genehmigt haben, angeblich aber unter der Bedingung, dass nicht gefoltert wird. Mehrere Entführungsopfer haben allerdings von schweren Misshandlungen erzählt.

(SZ vom 23./24.04.2005)

http://www.sueddeutsche.de/,trt2m1/a...kel/887/51836/