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"Che Guevara lebt - in Transnistrien"

Erstellt von Schiptar, 12.12.2005, 23:51 Uhr · 91 Antworten · 4.038 Aufrufe

  1. #51

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    Vielleicht, ist aber auch ne ausnahme.....naja. Jetzt können sich ausser Russland alle aussuchen ob sie von Russia oder Good Old Europe abhängig sein wollen!

  2. #52
    Avatar von Vasile

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Zitat Zitat von LaLa
    Die ehemaligen Sovjet Republiken haben sich allesamt ins eigene Fleisch geschnitten. ^^
    Nicht alle, für die baltischen Republiken war's ganz gut so.
    Die baltischen Republiken wurden aus dem Ausland gut unterstützt. Es sind katholische und protestantische Staaten. Die anderen - Orthodoxen und Muslime - nicht.

  3. #53
    Avatar von Vasile

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    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Vielleicht, ist aber auch ne ausnahme.....naja. Jetzt können sich ausser Russland alle aussuchen ob sie von Russia oder Good Old Europe abhängig sein wollen!
    Oder besser gesagt: entweder sind sie unabhängig oder leben weiterhin unter der russischen Sohle. 8)

  4. #54

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    Zitat Zitat von Vasile
    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Vielleicht, ist aber auch ne ausnahme.....naja. Jetzt können sich ausser Russland alle aussuchen ob sie von Russia oder Good Old Europe abhängig sein wollen!
    Oder besser gesagt: entweder sind sie unabhängig oder leben weiterhin unter der russischen Sohle. 8)
    8)

  5. #55
    Avatar von Schiptar

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    28. Jänner 2006

    Kaum Fortschritte bei Gesprächen über Transnistrien

    Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Moldau, Dnjestr-Republik, Russland und Ukraine Ende Februar

    Chisinau - In der Republik Moldau zeichnet sich weiter keine Einigung über eine Lösung für die abtrünnige Dnjestr-Republik (Transnistrien) ab. Jüngste Gespräche zwischen Moldawien und der selbst ernannten Republik Dnjestr seien am Freitag ohne entscheidende Erfolge zu Ende gegangen, sagten Verhandlungsteilnehmer.

    "Die Positionen beider Seiten sind weit voneinander entfernt. Diese Runde hat keine Annäherung gebracht", sagte William Hill, Chef der Delegation der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die OSZE leitet die Verhandlungen. "Wenn die politische Führung beider Seiten etwas politischen Willen zeigen würde, könnte im Gegensatz zu anderen Krisenherden sehr schnell eine Vereinbarung getroffen werden", sagte Hill. Im konkreten Fall ging es um freien Warenverkehr. Die Dnjestr-Region wird von Moldawien und der ebenfalls angrenzenden Ukraine beschuldigt, in Schmuggelgeschäfte verwickelt zu sein.

    Neue Gespräche Ende Februar

    Neue Gespräche sind für Ende Februar angesetzt. Daran sollen auch Russland und die Ukraine teilnehmen, die Europäische Union (EU) und die USA sollen die Verhandlungen beobachten.

    Moldau, dessen Einwohner zu 65 Prozent ethnische Rumänen sind, entstand aus großen Teilen Bessarabiens, das 1940 durch den Hitler-Stalin-Pakt von Rumänien abgetrennt und der Sowjetunion zugeschlagen worden war. Stalin gliederte der neu geschaffenen Sowjetrepublik Moldawien das linke Dnjestr-Ufer mit mehrheitlich russischer und ukrainischer Bevölkerung an.

    Beim Zerfall der Sowjetunion erklärte Moldau seine Souveränität. Führer der slawischen Mehrheitsbevölkerung Transnistriens, die den Anschluss an Rumänien befürchteten, riefen daraufhin die "Dnjestr-Republik" aus. Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Separatisten mit Hunderten von Toten waren 1992 durch einen Waffenstillstand beendet worden. Die ehemalige sowjetische 14. Armee hatte sich im Bürgerkrieg auf die Seite der slawischen Minderheit gestellt. Trotz des Versprechens, das Gebiet zu verlassen, sind russische Truppen bis heute dort stationiert. (APA/Reuters)

    Der Standard

  6. #56
    Avatar von Schiptar

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    Thanx, Parti! :wink:


  7. #57
    Avatar von Kosova_Kid

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    Re: "Che Guevara lebt - in Transnistrien"

    Zitat Zitat von Schiptar
    Mal was aus einer wenig beachteten Nachbarregion des Balkans:

    Che Guevara lebt - in Transnistrien

    Von Anika Zeller, Tiraspol

    Kleinkrieg im Pseudo-Staat Transnistrien: Eine linientreue Jugendorganisation liefert sich einen heftigen Schlagabtausch mit der OSZE-Mission. Ziel der Jung-Stalinisten: die Unabhängigkeit von der Republik Moldau. Ihr Vorbild: Che Guevara.

    Trist und grau ist es in Tiraspol und das nicht nur im November. Nur vereinzelt ein Werbeplakat, kaum Geschäfte, nicht einmal ein Coca-Cola-Emblem ist auszumachen. Der einzig markante Farbtupfer ist das große Wappen auf dem Suworow-Platz. Rot leuchtet der Stern über Hammer und Sichel. Blau fließen darunter die Wellen des Dnjestr. Und im Zentrum von allem strahlt goldgelb die Sonne.

    Nicht zufällig ist die "Farbe der Sonne" auch das Symbol von Proryw, der neuen Jugendbewegung hier am Ort. Gelb sind die Flaggen und gelb sind die Halstücher, wenn ihre Anhänger durch die transnistrische Hauptstadt marschieren. "Wir werden auch Kinder der Sonne genannt", erzählt Aljona Arschinowa, die Direktorin der Korporation.

    Transnistrien ist ein Pseudo-Staat, der von keinem Land der Welt anerkannt ist. Offiziell gehört der schmale Landstreifen zur Republik Moldau. Inoffiziell haben sich hier staatliche Strukturen verfestigt, mit (fast) allem, was dazu gehört. Eigene Währung, eigene Flagge, eigene Briefmarken - und auf allem obligatorisch Hammer und Sichel. Nicht ohne Grund gilt die Region als "Museum der Sowjetunion".

    "Che Guevara lebt!"

    Das Hauptquartier von Proryw liegt an der "Straße des 25. Oktober". Links davon der Oberste Sowjet, rechts der Rat der Volksdeputierten. Proryw im Zentrum transnistrischer Macht - auch das kein Zufall. Die neue Jugend steht eisern hinter Präsident Igor Smirnow, der sein Regime unter anderem durch den Schmuggel von Waffen, Zigaretten, Öl und Alkohol am Leben hält.

    Zur Ikone der Bewegung hat sie aber nicht ihn, sondern einen anderen Mann gemacht: Che Guevara. Schwarz prangt seine Silhouette auf den gelben Flaggen. Das Vereinsblatt titelt: "Che Guevara lebt!"

    Außerdem ist er Namenspate einer neuen "Hochschule", die Proryw mitbegründet hat. Die Che-Guevara-Schule ist eine Kaderschmiede für die künftige Elite des Landes. Parallel zum Studium an der Universität sollen Jugendliche hier sogenannte "Polit- und Informationstechnologien" lernen. Wie organisiere ich eine Demo? Wie halte ich eine Rede? Wie schreibe ich ein Flugblatt?

    Die Gründung der Schule geht auf das Konto von Dmitrij Soin. Er ist auch der strategische Kopf hinter Proryw. In den moldauischen Zeitungen wird Soin als "Mörder" beschimpft. Mindestens zwei Menschen soll er getötet haben. Auch Interpol sucht ihn deswegen.

    Im Kreis seiner Proryw-Jünger spielt das keine Rolle. Ihre Blicke zeugen von tiefer Verehrung. Das Vereinsorgan preist ihn als allwissenden Soziologie-Guru. Der 36-Jährige versteht es meisterhaft, sich als smarter Typ zu verkaufen. Ein süffisantes Lächeln umspielt seine Lippen. Die braun gewellten Haare sind zum Zopf gebunden. Vertraut legt er Gesprächspartnern die Hand auf den Arm.

    Angst, dass die Jugend davonläuft

    Soin ist einer von ganz oben, genauer: vom transnistrischen Staatssicherheitsdienst. Ebenso wie die Administration von Präsident Smirnow pumpt dieser jede Menge Rubel in die linientreue Anhängerschaft. "Die haben Angst, dass ihnen auf Dauer die Jugend davonläuft", meint Gottfried Hanne, stellvertretender Leiter der moldauischen OSZE-Mission.

    Proryw bedeutet "Durchbruch". Das Profil der Truppe ist damit klar definiert. Durchbrochen werden soll die weltweite Isolation - Ziel ist die Anerkennung Transnistriens als eigener Staat. Das aber ist aus Sicht der internationalen Gemeinschaft derzeit völlig ausgeschlossen und steht auch in den laufenden Verhandlungen der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) nicht zur Diskussion. "In denen soll geklärt werden, unter welchen Bedingungen das Gebiet in den moldauischen Staat reintegriert werden kann", so Hanne.

    Seit 13 Jahren ist die OSZE aktiv in die Verhandlungen zur Lösung des Konflikts am Dnjestr eingebunden. Auslöser der Mission war der blutige Bürgerkrieg zwischen transnistrischen Separatisten und der moldauischen Zentralregierung, bei dem 1992 mehr als tausend Menschen gestorben sind. Das Sonderterritorium Transnistrien hatte sich am 2. September 1990 widerrechtlich noch als Teil der Sowjetunion gegründet. Seit 1995 hat die OSZE, die einen Frieden garantieren soll, auch ein Büro in Tiraspol. Es ist die einzige offizielle Präsenz des Westens in ganz Transnistrien - kein Wunder, dass Proryw gerade hier gern demonstriert.

    "Doppelte Standards"

    So wie am 27. September. Es ist ein sonniger Herbstmorgen, als sich rund 250 Jugendliche vor dem Eingang versammeln. Sie schwenken die Fahnen und rufen "Hill - geh nach Hause!" Adressat ist William Hill, der Chef der moldauischen OSZE-Mission. Von einem Kranwagen lässt sich schließlich ein Demonstrant in die Höhe fahren. Er reißt die weiß-blaue OSZE-Flagge aus der Halterung. Hinein steckt er die gelb-schwarze von Proryw. Die Menge jubelt.

    Grund für den Protest gegen die OSZE sind laut Soin ihre "doppelten Standards". Die moldauische Parlamentswahl vom vergangenen März habe sie als "demokratisch" anerkannt. Die im Dezember bevorstehende Parlamentswahl in Transnistrien dagegen diffamiere sie schon im Vorfeld als "antidemokratisch".

    Demonstrationen von Proryw sind für die OSZE nichts Neues. Der Vorfall vom 27. September aber hatte eine neue Dimension. "Überraschend war, dass die transnistrische Miliz der Aktion tatenlos zugeschaut hat", sagt Claus Neukirch, der OSZE-Pressesprecher in der Moldau. Eine Schließung des Tiraspoler Büros hält er aber nicht für sinnvoll: "Das würde ja bedeuten, dass Proryw etwas erreicht hätte."

    Inzwischen hängt die OSZE-Flagge wieder - doch der Kleinkrieg geht weiter. Am 10. November erschien auf der Internetseite "Lenta.PMR" eine unmissverständliche Drohung. Mit Blick auf die Flaggenaktion hieß es hier: "Die erste Warnung hat anscheinend keine Wirkung gezeigt. Warten wir die zweite ab..."

    Die OSZE zweifelt nicht daran, dass Proryw dahinter steckt. Tags darauf verurteilt sie die "Hassrede" als "demagogisch und abscheulich". Die angedrohte Antwort darauf steht noch aus.

    Eines hat Proryw auf jeden Fall erreicht: Die Organisation wird ernst genommen. "Eine Gefahr für den laufenden Verhandlungsprozess", sieht Hanne zwar nicht in ihr. Aber er gibt zu: "Eine derart indoktrinierte Jugend ist ein Faktor, der die Konfliktlösung erschwert." Hanne trägt eine gelbe Krawatte. Es ist die Farbe der Flagge von Proryw - nicht mehr als ein dummer Zufall.

    ---

    SPIEGEL ONLINE - 12. Dezember 2005, 18:38 URL: http://www.spiegel.de/politik/auslan...389143,00.html
    ich glaub bei dem nachnamen hat die noch nicht viel sonne gesehen

  8. #58
    Avatar von Vasile

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    :!: :!: :!:


    Für solche die endlich was taugliches über Transnistrien erfahren möchten habe ich einen Text in drei Sprachen:

    Englisch:
    http://www.aiarad.ro/forum/download.php?id=50

    Russisch:
    http://www.aiarad.ro/forum/download.php?id=54

    Rumänisch:
    http://www.aiarad.ro/forum/download.php?id=25

  9. #59
    Avatar von Schiptar

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    06. März 2006

    Zuspitzung um Grenzkonflikt der Dnjestr-Republik
    Chaotische Zustände an den Übergängen: Hunderte Kleinhändler von ukrainischer Seite zurückgewiesen


    Chisinau/Moskau - Im Separatistenkonflikt um die von Moskau unterstützte Dnjestr-Republik haben die prowestlichen Führungen in Moldawien und der Ukraine die Grenzkontrollen drastisch verschärft. An den Übergängen zwischen der Ukraine und dem von Moldawien abtrünnigen Dnjestr-Gebiet herrschten am Montag chaotische Zustände. Hunderte Kleinhändler wurden von der ukrainischen Seite zurückgewiesen, wie die Agentur Infotag meldete. Die Regierung in Kiew lässt seit Anfang März in Absprache mit der moldawischen Führung strenge Grenzkontrollen durchführen, um den Schmuggelverkehr mit der Dnjestr-Republik zu unterbinden.

    Mit Unterstützung der Europäischen Union wollen die Regierungen in Chisinau und Kiew die autoritäre Führung des zwischen ihnen liegenden Dnjestr-Gebiets zu neuen Verhandlungen über eine Wiedervereinigung mit Moldawien zwingen. Seit Monatsbeginn dürfen nur noch Waren von der Dnjestr-Republik in die Ukraine exportiert werden, die ein Zertifikat der moldawischen Regierung tragen. Schwer bewaffnete ukrainische Soldaten kontrollierten die Grenzübergänge. Seit Dezember 2005 helfen Zoll- und Grenzbeamte aus EU-Staaten ihren einheimischen Kollegen dabei, die bisher völlig offene Grenze zwischen der Ukraine und der Dnjestr-Republik zu kontrollieren.

    Die autoritäre Führung der Dnjestr-Republik kritisierte die verschärften Kontrollen als Erpressung und warnte vor einer "sozialen Katastrophe" angesichts des unterbundenen Handels. Sicherheitskräfte des international nicht anerkannten Gebietes beschlagnahmten am Montag drei moldawische Güterzüge auf ihrem Territorium, die auf dem Weg in die Ukraine waren.

    Das überwiegend von Russen und Ukrainern besiedelte Dnjestr-Gebiet hatte sich 1992 in einem Bürgerkrieg mit hunderten Toten von Moldawien abgespalten. Die moldawische Regierung wirft der Führung in Tiraspol seitdem vor, sich durch den Schmuggel von Waffen und Drogen zu finanzieren. Russland hält gegen internationale Abmachungen noch mehr als 1000 Soldaten in der Dnjestr-Republik stationiert. (APA/dpa)

    Der Standard

  10. #60
    Avatar von Vasile

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