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"Clinton ließ die serbische Armee nach Srebrenica"

Erstellt von MaxMNE, 01.05.2011, 20:07 Uhr · 260 Antworten · 15.064 Aufrufe

  1. #241
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von Bezolovno Beitrag anzeigen
    Hätte Srebrenica nicht statt gefunden; hätte auch die Oluja nicht statt gefunden, oder sie wäre zumindest brutal zurück geschlagen worden.
    Die Oluja hat nichts mit Srebrenica zu tun und haette sowieso stattgefunden.
    Die Krajina-Serben waren schon laengst von Belgrad verkauft.

  2. #242

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    Offtopic: Sie wurden m.E. auch in einem Deal Tudjman-Karadzic verkauft.


    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Auch Franjo Tudjman ist bewusst in einen Krieg gegangen.....
    Ja. Später wollte er aber dann Frieden. Flugblätter und Fernsehansprachen kurz vor der Oluja in denen Tudjman die Serben bat zu bleiben, blieben unbeachtet. Tudjman hat sich Anfangs immer wieder für eine Reform Jugoslawiens ausgesprochen, ohne Erfolg.

    Was also für Karadzic gilt (Alles wird geglaubt was er sagt), sollte doch auch für Tudjman gelten, oder ?

  3. #243

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    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man darüber diskutieren ob man da gleich mit krieg reagieren muss. Man hatte davor aber schon 2 Jahre verhandelt und Alija izetbegovic hat sich in der Zeit als kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner erwiesen. es war offensichtlich das er auf Zeit spielt um dann irgendwie seine Maximalforderungen durchzusetzen.
    ....
    Bei einer obeflächlichen Betrachtung mag dies sogar stimmen. Dann nämlich, wenn man alles von Karadzic als wahrhaft interpretiert und eben so die Qualifikation Karadzics im Hinblick auf Izetbegovic 1:1 übernimmt. Schaut man sich aber mal eine solche Verhandlungsrunde mal genauer an, bleibt von "Izetbegovic war kein vertrauenswürdiger Partner" nicht mehr viel übrig.

    Auf Initiative der SDA sollte am 22.12.1991 noch einmal über eine Kantonisierung BiH´s verhandelt werden. Grundsätzlich lehnte diese eine Kantonisierung nicht ab. Im Wissen um das Konfliktpotential des bosnischen Flickenteppichs bestand diese auf eine Kantonisierung auch nach historischen, wirtschaftlichen und geografischen Gesichtspunkten. In diesen Verhandlungen bestanden die Serben auf 30 bosniche Gemeinden, in denen gemäss Zensus von 1991 die Serben keine Bevölkerungsmehrheit stellten. Von dieser Position wichen sie nicht ab und stellten die Kroaten (Stjepan Kljujic) und Moslems (Alija Izetbegovic) vor die Wahl:

    Entweder Annahme der serbischen Forderungen, oder Krieg

    Die Verhandlungen endeten nach nicht einmal knapp 2 Tagen ohne Resultat. Übereinstimmend bestätigen Stjepan Kljujic und Izetbegovic die Haltung der Serben unter Karadzic: "Entweder Annahme der serbischen Vorschläge, oder Krieg". Das Karadzic so kompromisslos verhandeln konnte, begründet sich in der Tatsache das der serbische Militärplan "RAM" abgeschlossen war und sich die Serben so auch mit Waffengewalt jene Territorien sichern die sie wollten. Als Kriegsbeginner dazustehen war aber nicht populär. Also musste man so verhandeln das es am Ende so aussieht, das andere den Krieg gewollt haben. Hier beginnt der Mythos vom "Aufgezwungenen Krieg".

    Soviel zum Thema "Karadzic verhandelt". Izetbegovic will man hier zum Strick machen, der er Forderungen von Karadzic, praktisch mit der Pistole an der Schläfe, nicht erfüllt hat.

    Es gibt einige solcher Beispiele für Karadzics "Friedensbereitschaft"...

  4. #244
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Bei einer obeflächlichen Betrachtung mag dies sogar stimmen. Dann nämlich, wenn man alles von Karadzic als wahrhaft interpretiert und eben so die Qualifikation Karadzics im Hinblick auf Izetbegovic 1:1 übernimmt. Schaut man sich aber mal eine solche Verhandlungsrunde mal genauer an, bleibt von "Izetbegovic war kein vertrauenswürdiger Partner" nicht mehr viel übrig.

    Auf Initiative der SDA sollte am 22.12.1991 noch einmal über eine Kantonisierung BiH´s verhandelt werden. Grundsätzlich lehnte diese eine Kantonisierung nicht ab. Im Wissen um das Konfliktpotential des bosnischen Flickenteppichs bestand diese auf eine Kantonisierung auch nach historischen, wirtschaftlichen und geografischen Gesichtspunkten. In diesen Verhandlungen bestanden die Serben auf 30 bosniche Gemeinden, in denen gemäss Zensus von 1991 die Serben keine Bevölkerungsmehrheit stellten. Von dieser Position wichen sie nicht ab und stellten die Kroaten (Stjepan Kljujic) und Moslems (Alija Izetbegovic) vor die Wahl:

    Entweder Annahme der serbischen Forderungen, oder Krieg

    Die Verhandlungen endeten nach nicht einmal knapp 2 Tagen ohne Resultat. Übereinstimmend bestätigen Stjepan Kljujic und Izetbegovic die Haltung der Serben unter Karadzic: "Entweder Annahme der serbischen Vorschläge, oder Krieg". Das Karadzic so kompromisslos verhandeln konnte, begründet sich in der Tatsache das der serbische Militärplan "RAM" abgeschlossen war und sich die Serben so auch mit Waffengewalt jene Territorien sichern die sie wollten. Als Kriegsbeginner dazustehen war aber nicht populär. Also musste man so verhandeln das es am Ende so aussieht, das andere den Krieg gewollt haben. Hier beginnt der Mythos vom "Aufgezwungenen Krieg".

    Soviel zum Thema "Karadzic verhandelt". Izetbegovic will man hier zum Strick machen, der er Forderungen von Karadzic, praktisch mit der Pistole an der Schläfe, nicht erfüllt hat.

    Es gibt einige solcher Beispiele für Karadzics "Friedensbereitschaft"...
    Deine Quelle:
    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...267758F?hosts=
    Bitte immer mit angeben.

  5. #245

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    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    Deine Quelle:
    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...267758F?hosts=
    Bitte immer mit angeben.
    Hallo Grobar,

    ich habe in meiner Feststellung keine komplette Cut & Paste Orgie verwendet. Das Datum und die Aussage Kljujics hatte ich noch im Hinterstübchen. Natürlich haette ich eine Quelle auf Anfrage geliefert, diese wäre aber dann richtigerweise: Kljuic/ICTY 26.6.2006: 3953.

    „The Serbs wanted territories even in areas where they amounted to only 5 per cent of the population. So one can see from this that they never seriously wanted there to be a new administrative structure of Bosnia and Herzegovina created through cantonisation but, rather, used proposals for cantonisation to express their territorial ambitions

    Natürlich werden wir hier in den kommenden Tagen erfahren dass das alles natürlich nicht stimmen kann, weil der Rasho ja immer Frieden wollte....

  6. #246

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    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Auch Franjo Tudjman ist bewusst in einen Krieg gegangen.....
    Der sowieso aber alle sind sie Opfer einer Aggression Serbiens das unter dem Deckmantel Jugoslawiens handelte. Zar nisi znala?


    Und noch mal zum IGH Urteil und Serbiens Verantwortung.
    In dem Prozess sollte geklärt werden ob Jugoslawien Rechtsnachfolger Serbien für den Völkermord in Srebrenica verantwortlich ist.
    Das Urteil sagt "Nein".

    Nichts anderes hab ich je behauptet und deswegen kann man mir da keine Verzerrung des Urteils anlasten.

    Das das Gericht eine indirekte Verantwortung feststellt ändert nichts an dem Urteil und auch nichts daran das die Klage BiHs abgewiesen wurde.
    Serbien kann trotz indirekter Verantwortung nicht Verantwortlich gemacht werden. Und Punkt.

  7. #247

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    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Hi Kiko,
    wenn du genau hinschaust kommen wir wieder zu dem Thema, denn die unterlassene Hilfeleistung Serbiens stellt zwangsläufig die Frage nach der unterlassenen Hilfeleistung der SDA und Izetbegovic.

    Sprich siehe die Aussage von Meholjic. Die vom UN Bericht und Mustafic gestützt wird.

    Und was hinzukommt ist das keiner der damals anwesenden Deligierten die Meholjic als Zeugen benennt, seiner Aussage öffentlich wiedersprechen.

    Auch Mitglieder des Veteranen Verbandes Srebrenica unterstützen Meholjic.
    Da Du wieder freigeschaltet wurdest, kann ich dir Fragen nun erneut formulieren.

    a.) Welche Zwangsläufigkeit ergibt sich im Hinblick auf die unterlassene Hilfeleistung Serbiens auf Izetbegovic ?

    b.) Welche Hilfeleistung hat Izetbegovic im Falle Srebrenica unterlassen ?

  8. #248

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    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Der sowieso aber alle sind sie Opfer einer Aggression Serbiens das unter dem Deckmantel Jugoslawiens handelte. Zar nisi znala?


    Und noch mal zum IGH Urteil und Serbiens Verantwortung.
    In dem Prozess sollte geklärt werden ob Jugoslawien Rechtsnachfolger Serbien für den Völkermord in Srebrenica verantwortlich ist.
    Das Urteil sagt "Nein".

    Nichts anderes hab ich je behauptet und deswegen kann man mir da keine Verzerrung des Urteils anlasten.

    Das das Gericht eine indirekte Verantwortung feststellt ändert nichts an dem Urteil und auch nichts daran das die Klage BiHs abgewiesen wurde.
    Serbien kann trotz indirekter Verantwortung nicht Verantwortlich gemacht werden. Und Punkt.
    Und das IGH-Urteil besagt, dass die Unabhängigkeitserklärung der Kosovos nicht illegal sei und trotzden akzeptierst du das Urteil nicht^^

  9. #249

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Bei einer obeflächlichen Betrachtung mag dies sogar stimmen. Dann nämlich, wenn man alles von Karadzic als wahrhaft interpretiert und eben so die Qualifikation Karadzics im Hinblick auf Izetbegovic 1:1 übernimmt. Schaut man sich aber mal eine solche Verhandlungsrunde mal genauer an, bleibt von "Izetbegovic war kein vertrauenswürdiger Partner" nicht mehr viel übrig.

    Auf Initiative der SDA sollte am 22.12.1991 noch einmal über eine Kantonisierung BiH´s verhandelt werden. Grundsätzlich lehnte diese eine Kantonisierung nicht ab. Im Wissen um das Konfliktpotential des bosnischen Flickenteppichs bestand diese auf eine Kantonisierung auch nach historischen, wirtschaftlichen und geografischen Gesichtspunkten. In diesen Verhandlungen bestanden die Serben auf 30 bosniche Gemeinden, in denen gemäss Zensus von 1991 die Serben keine Bevölkerungsmehrheit stellten. Von dieser Position wichen sie nicht ab und stellten die Kroaten (Stjepan Kljujic) und Moslems (Alija Izetbegovic) vor die Wahl:

    Entweder Annahme der serbischen Forderungen, oder Krieg

    Die Verhandlungen endeten nach nicht einmal knapp 2 Tagen ohne Resultat. Übereinstimmend bestätigen Stjepan Kljujic und Izetbegovic die Haltung der Serben unter Karadzic: "Entweder Annahme der serbischen Vorschläge, oder Krieg". Das Karadzic so kompromisslos verhandeln konnte, begründet sich in der Tatsache das der serbische Militärplan "RAM" abgeschlossen war und sich die Serben so auch mit Waffengewalt jene Territorien sichern die sie wollten. Als Kriegsbeginner dazustehen war aber nicht populär. Also musste man so verhandeln das es am Ende so aussieht, das andere den Krieg gewollt haben. Hier beginnt der Mythos vom "Aufgezwungenen Krieg".

    Soviel zum Thema "Karadzic verhandelt". Izetbegovic will man hier zum Strick machen, der er Forderungen von Karadzic, praktisch mit der Pistole an der Schläfe, nicht erfüllt hat.

    Es gibt einige solcher Beispiele für Karadzics "Friedensbereitschaft"...
    Fakt ist das die serbische Führung BiHs am 17. Februar 1992 in Lissabon dem Cutielero Plan, der ein unabhängigen BiH vorsah, zustimmte.
    Damit wich man ganz klar von den Maximalforderungen ab.
    Der Cutiero-Plan sah weithin vor das die von dir erwähnten 30 bosnischen Gemeinden im Zuge der Verhandlungen über die Verfassungsänderung zur Kantonisierung BiHs im einzelnen geklärt werden sollten.

    Die bosniakische Führung machte von Anfang eine Anti-Haltung gegenüber der Kantonisierung nach ethnischen Prinzipien und stimmte nur auf Druck der EU Vermittler zu um die Anerkennung der Unabhängigkeit zu erreichen.

    Genau das wollte die serbische Seite aber verhindern bevor man sich nicht auf die Verfassungsänderung verbindlich geeinigt hat. Und vor dem Hintergrund wurde immer wieder mit Krieg gedroht falls es zur Unabhängigkeit ohne Einigung kommt.
    Denn das war das einzige Argument dem die EU und alle anderen Nachgeben wollten.
    Der Hinweis das eine einseitige Unabhängigkeitserklärung gegen die BiH Verfassung verstiess hat da niemanden interessiert was man an der Anerkennung Kroatiens sah das in Bezug auf die konstitutiven Völker ähnlich gebunden war.

    Das möchte man gerne unter den Tisch fallen lassen gelle?

  10. #250

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    Zitat Zitat von Karl der Kuehne Beitrag anzeigen
    Und das IGH-Urteil besagt, dass die Unabhängigkeitserklärung der Kosovos nicht illegal sei und trotzden akzeptierst du das Urteil nicht^^
    Nun das kannst du nicht wissen oder?
    Also ich hab nicht vor noch eine parallel Diskussion in diesem Thread zu starten.
    Du darfst dir aber gerne dieses Interview durchlesen.

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