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Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

Erstellt von Rehana, 24.03.2006, 02:49 Uhr · 43 Antworten · 1.509 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Denny

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    1.558
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat Zitat von Denny
    Zitat Zitat von aj-she
    Zitat Zitat von Deki
    Milosevic? Dabei hat Tudjman und die UCK Terroristen mit dem verbrechen angefangen.

    Das steht alles im www.islam.de :wink:
    Wenn Milosevic dieses Abkommen in Dayton nicht unterschriben hätte währe es nie zum stilstand des Kriges gekommen.
    Milosevic sollte schon vor dem Krieg ein Bündnis unterschreiben das aber von Tudjman nicht aktzeptirt worden wahr. in disem Abkommen hätte die zerspaltung ohne Krig verlaufen können.
    Noch mal zur Info er wurde vergiftet warum hätte er sich umbringrn sollen alle Anklagepunkte wahren widerlegt worden.
    Zu diesem Text sag ich nur Propaganda und Verfaster Text durch selbst has.
    genau wegen solchen Mediensprecher wurde Slobodan zum Sündenbock gemacht.

    such mal die Medienkommentäre über die UCK von euren Helden. Die Terrotisten des Balkans und stell das so gross hinein wenn dus nicht machst mach ich es.
    BIst du eigentlich noch ganz im KOpf? oder haste in die Steckdose gelangt dass so einen Schaden hast?

    Willst du aller ernstes Milosevics TAten leugnen?
    WIllst du allerernstes behaupten Milo wäre entlassen worden?

    Lol, du hast aber schöne Träume, woher hast du den die? ich will auch meine Träume mit der realität verwechseln, dan wird ich zum Bing KIng und würde die Welt regieren!
    Ja du hast recht ich habes selber gesehn wie Milosevic durch Bosnien und Kosovo mit dem Maschinengewehr gerant ist er kler mir nicht wie der Jugoslavische Krig begonnen hat. Und die UCK ist zuerst auf die Serbische Polizei los gegangen du soltest mal ein Buch öffnen für das sind sie da!!!!

  2. #12
    Rehana
    Ar****

    Ana farhan
























    KOSOVA 4 EVER

  3. #13
    Avatar von Denny

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  4. #14
    Avatar von Legija1389

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    Zitat Zitat von aj-she
    Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde"
    Slobodan Milosevic ist tot. Er ist tot unter Umständen, die ich nur beklagen kann. Denn der Freitod in einer Zelle des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag wird die serbische Märtyrer-Mythologie anheizen und anfeuern. Immer dann, wenn Menschen von denen ein Volk noch nicht weiß, ob sie nur Verbrecher oder auch Helden sind, im Gefängnis unter so merkwürdigen Umständen sterben oder sich selbst das Leben nehmen, wird ein national- theologisches Martyrologium aufgemacht. Verschwörungstheorien und Dolchstoßlegenden werden in Belgrad und Serbien wachsen und sprießen und sie werden auf diesem für Märtyrer und falsche Helden leider immer noch sehr fruchtbaren Boden gedeihen.

    Das ist natürlich eine Schlappe des Haager Gerichtshofes, auch für die verantwortliche Carla da Ponte. Alle geben jetzt Erklärungen ab zu Fragen, die nicht gestellt werden. Die einzige Frage, die Carla del Ponte beantworten sollte, aber auch der deutsche Außenminister Frank Steinmeier war die Frage: Wie konnte sich Milosevic so freihändig einfach umbringen? War das Gefängnis nicht rings um die Uhr bewacht und kontrolliert? Zumal der serbische Krajna Führer Babic schon bekannt wurde durch einen Selbstmord in der Haager Zelle eine Woche zuvor.

    Dennoch muss ich auch sagen, welche Probleme ich mit diesem Milosevic hatte und warum ich nicht in der Lage bin, auch nur eine Träne jetzt zu vergießen. Dieser Sohn eines orthodoxen Priesters aus Montenegro Svetozar Milosevic war immer unter der zwingenden Last, Weltgeschichte machen zu müssen, Verbrechen auf Verbrechen zu häufen, um durch die Zahl der Verbrechen diesen Platz zu erobern. Sein Vater hatte 1962 Selbstmord begangen. Seine Mutter Stanislava Koljensic war – wie es in den Biographien heißt – bis zu ihrem Freitod 1973 eine aktive Kommunistin. Milosevic kommt aus einer durch Freitod beider Eltern geprägten Familie.
    Er wollte wohl alles durch Leistungen kompensieren, später durch megakriminelle Leistungen. Den Machtkampf nach Titos Tod nahm er planmäßig auf. Er ergriff die Chance, den Kommunismus durch einen wütenden und völkermörderischen Nationalismus auszuwechseln. Aber nur um seine Ego-Mission auszuweiten. Niemand in Serbien fiel ihm in den Arm. Es wurde in Europa ein Krieg nach dem anderen von diesem Milosevic vom Zaun gebrochen. Hunderttausende von Menschen wurden verfolgt und vertrieben, zigtausende bosnische Frauen vergewaltigt, ein Los, mit dem diese Frauen bis heute zu tun haben. Die Welt und Europa versuchten durch hohnlachend von Milosevic akzeptierte Protokoll-Besuche bei ihm auf dem Regierungssitz in Belgrad bei ihm Eindruck zu schinden. Vergeblich. Alle Drohungen und Ultimaten wurden von ihm als das durchschaut, was sie waren: Papiertiger-Gewäsch. Die Europäer waren nicht bereit, dem Kriegsverbrecher klar zu sagen: Bis hierher und nicht weiter.

    Slobodan Milosevic hat noch mal, hoffentlich als letzter in Europa, die nationalistische Mythologie-Karte gespielt. Die Serben auf dem Balkan über alle anderen Nationen: Er, Milosevic, wollte Großserbien von der Voivodina über die Krajna bis zum Orchid See begründen und als Herrscher aller Serben und der drumherumliegenden Sklavennationen sein Bild in der Geschichte schärfen.

    Ich selbst habe damals 1992f. lange gezögert, mit der eigenen Organisation Cap Anamur auf dem Balkan tätig zu werden. Wir haben uns dann unter dem gewaltigen Eindruck der schrecklichen Vertreibungs- und Vergewaltigungsorgien, der mörderischen Banden, die Milosevic losschicken ließ, zu einer mehrjährigen Arbeit auf dem Balkan entschlossen. Die letzten Unterteufel dieser Mörderbanden laufen immer noch auf dem Balkan frei herum: Ratko Mladic und Radovan Karadzic.
    Über acht ganze Jahre hat uns Slobodan Milosevic geklaut und weggenommen von einer viel wichtigeren Arbeit. Wir waren Verschworene der Welt-Gerechtigkeit, einer Arbeit, die die Weltarmut von über 2 Milliarden Menschen verringern sollte, in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens. Wir hatten doch nichts mit Jugoslawien oder Kroatien am Hut. Das war das Land, in das Hunderttausende deutschen Touristen pünktlich im Sommer zogen, um sich an Slivovitz, dem wunderbaren Pflaumenschnaps und der herrlich wilden Landschaft und der Sevdalinka Musik zu erfreuen.
    Dieser Milosevic hat mit seiner dämonischen Energie die Welt in ihrer Bewegung aufgehalten. Ohne ihn wären wir in dieser Welt Anfang des 21. Jahrhunderts schon viel weiter.
    Der etwas verketzerte UNO Generalsekretär Boutros Boutros Ghali – der ja aus der Dritten Welt stammte, aus Ägypten - hat das in einigen damals missverständlichen Erklärungen, auch in Sarajevo, gesagt. Das Elend von Millionen von Menschen in der 3. Welt ist viel schlimmer als in Bosnien und auf dem Balkan.

    Das nehme ich dem Slobodan Milosevic persönlich übel. Und dass er nicht einmal das Angebot der Amerikaner damals honoriert hat, als er völlig unerlaubt als Friedensfürst nach Dayton eingeladen wurde und gleichberechtigt neben dem bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic und Franjo Tudjman die Dayton Akte unterschreiben durfte. Nein, das war der größte Fehler. Solche dämonischen, Macht-gierigen Führer sind nie saturiert, nie gesättigt. Dann musste er drei Jahre später noch einmal sein Mütchen an den Albanern im Kosovo kühlen. Das war dann noch der schreckliche Höhepunkt der Menschheitsverbrechen. „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen im Bosnien“, so gellt es mir in den Ohren, als wir 1993 unterwegs waren von Prishtina nach Peja, um dort die Folgen einer Lehrer-Schüler Demonstration zu erleben. An dem schrecklichen Checkpoint hinter Kosovo Polje wurden nicht wir zwei Deutschen (Peter Sartorius von der Süddeutschen Zeitung und ich) mit unseren wertvollen Pässen herausgeholt, sondern der zitternde Lehrer, der stramm stehen musste, dem ein serbischer Uniformierter das in das Gesicht brüllte, so dass ich es bis heute höre: „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen in Bosnien!“

    Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich. Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde!


    Rupert Neudeck

    www.islam.de
    Milosevic ist kein verbrecher 8)
    er ist ein held
    seine seele ruhe in frieden


  5. #15
    Avatar von Legija1389

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    Zitat Zitat von aj-she
    Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde"
    Slobodan Milosevic ist tot. Er ist tot unter Umständen, die ich nur beklagen kann. Denn der Freitod in einer Zelle des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag wird die serbische Märtyrer-Mythologie anheizen und anfeuern. Immer dann, wenn Menschen von denen ein Volk noch nicht weiß, ob sie nur Verbrecher oder auch Helden sind, im Gefängnis unter so merkwürdigen Umständen sterben oder sich selbst das Leben nehmen, wird ein national- theologisches Martyrologium aufgemacht. Verschwörungstheorien und Dolchstoßlegenden werden in Belgrad und Serbien wachsen und sprießen und sie werden auf diesem für Märtyrer und falsche Helden leider immer noch sehr fruchtbaren Boden gedeihen.

    Das ist natürlich eine Schlappe des Haager Gerichtshofes, auch für die verantwortliche Carla da Ponte. Alle geben jetzt Erklärungen ab zu Fragen, die nicht gestellt werden. Die einzige Frage, die Carla del Ponte beantworten sollte, aber auch der deutsche Außenminister Frank Steinmeier war die Frage: Wie konnte sich Milosevic so freihändig einfach umbringen? War das Gefängnis nicht rings um die Uhr bewacht und kontrolliert? Zumal der serbische Krajna Führer Babic schon bekannt wurde durch einen Selbstmord in der Haager Zelle eine Woche zuvor.

    Dennoch muss ich auch sagen, welche Probleme ich mit diesem Milosevic hatte und warum ich nicht in der Lage bin, auch nur eine Träne jetzt zu vergießen. Dieser Sohn eines orthodoxen Priesters aus Montenegro Svetozar Milosevic war immer unter der zwingenden Last, Weltgeschichte machen zu müssen, Verbrechen auf Verbrechen zu häufen, um durch die Zahl der Verbrechen diesen Platz zu erobern. Sein Vater hatte 1962 Selbstmord begangen. Seine Mutter Stanislava Koljensic war – wie es in den Biographien heißt – bis zu ihrem Freitod 1973 eine aktive Kommunistin. Milosevic kommt aus einer durch Freitod beider Eltern geprägten Familie.
    Er wollte wohl alles durch Leistungen kompensieren, später durch megakriminelle Leistungen. Den Machtkampf nach Titos Tod nahm er planmäßig auf. Er ergriff die Chance, den Kommunismus durch einen wütenden und völkermörderischen Nationalismus auszuwechseln. Aber nur um seine Ego-Mission auszuweiten. Niemand in Serbien fiel ihm in den Arm. Es wurde in Europa ein Krieg nach dem anderen von diesem Milosevic vom Zaun gebrochen. Hunderttausende von Menschen wurden verfolgt und vertrieben, zigtausende bosnische Frauen vergewaltigt, ein Los, mit dem diese Frauen bis heute zu tun haben. Die Welt und Europa versuchten durch hohnlachend von Milosevic akzeptierte Protokoll-Besuche bei ihm auf dem Regierungssitz in Belgrad bei ihm Eindruck zu schinden. Vergeblich. Alle Drohungen und Ultimaten wurden von ihm als das durchschaut, was sie waren: Papiertiger-Gewäsch. Die Europäer waren nicht bereit, dem Kriegsverbrecher klar zu sagen: Bis hierher und nicht weiter.

    Slobodan Milosevic hat noch mal, hoffentlich als letzter in Europa, die nationalistische Mythologie-Karte gespielt. Die Serben auf dem Balkan über alle anderen Nationen: Er, Milosevic, wollte Großserbien von der Voivodina über die Krajna bis zum Orchid See begründen und als Herrscher aller Serben und der drumherumliegenden Sklavennationen sein Bild in der Geschichte schärfen.

    Ich selbst habe damals 1992f. lange gezögert, mit der eigenen Organisation Cap Anamur auf dem Balkan tätig zu werden. Wir haben uns dann unter dem gewaltigen Eindruck der schrecklichen Vertreibungs- und Vergewaltigungsorgien, der mörderischen Banden, die Milosevic losschicken ließ, zu einer mehrjährigen Arbeit auf dem Balkan entschlossen. Die letzten Unterteufel dieser Mörderbanden laufen immer noch auf dem Balkan frei herum: Ratko Mladic und Radovan Karadzic.
    Über acht ganze Jahre hat uns Slobodan Milosevic geklaut und weggenommen von einer viel wichtigeren Arbeit. Wir waren Verschworene der Welt-Gerechtigkeit, einer Arbeit, die die Weltarmut von über 2 Milliarden Menschen verringern sollte, in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens. Wir hatten doch nichts mit Jugoslawien oder Kroatien am Hut. Das war das Land, in das Hunderttausende deutschen Touristen pünktlich im Sommer zogen, um sich an Slivovitz, dem wunderbaren Pflaumenschnaps und der herrlich wilden Landschaft und der Sevdalinka Musik zu erfreuen.
    Dieser Milosevic hat mit seiner dämonischen Energie die Welt in ihrer Bewegung aufgehalten. Ohne ihn wären wir in dieser Welt Anfang des 21. Jahrhunderts schon viel weiter.
    Der etwas verketzerte UNO Generalsekretär Boutros Boutros Ghali – der ja aus der Dritten Welt stammte, aus Ägypten - hat das in einigen damals missverständlichen Erklärungen, auch in Sarajevo, gesagt. Das Elend von Millionen von Menschen in der 3. Welt ist viel schlimmer als in Bosnien und auf dem Balkan.

    Das nehme ich dem Slobodan Milosevic persönlich übel. Und dass er nicht einmal das Angebot der Amerikaner damals honoriert hat, als er völlig unerlaubt als Friedensfürst nach Dayton eingeladen wurde und gleichberechtigt neben dem bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic und Franjo Tudjman die Dayton Akte unterschreiben durfte. Nein, das war der größte Fehler. Solche dämonischen, Macht-gierigen Führer sind nie saturiert, nie gesättigt. Dann musste er drei Jahre später noch einmal sein Mütchen an den Albanern im Kosovo kühlen. Das war dann noch der schreckliche Höhepunkt der Menschheitsverbrechen. „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen im Bosnien“, so gellt es mir in den Ohren, als wir 1993 unterwegs waren von Prishtina nach Peja, um dort die Folgen einer Lehrer-Schüler Demonstration zu erleben. An dem schrecklichen Checkpoint hinter Kosovo Polje wurden nicht wir zwei Deutschen (Peter Sartorius von der Süddeutschen Zeitung und ich) mit unseren wertvollen Pässen herausgeholt, sondern der zitternde Lehrer, der stramm stehen musste, dem ein serbischer Uniformierter das in das Gesicht brüllte, so dass ich es bis heute höre: „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen in Bosnien!“

    Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich. Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde!


    Rupert Neudeck

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    Milosevic ist kein verbrecher 8)
    er ist ein held
    seine seele ruhe in frieden


  6. #16
    Avatar von Legija1389

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    Zitat Zitat von aj-she
    Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde"
    Slobodan Milosevic ist tot. Er ist tot unter Umständen, die ich nur beklagen kann. Denn der Freitod in einer Zelle des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag wird die serbische Märtyrer-Mythologie anheizen und anfeuern. Immer dann, wenn Menschen von denen ein Volk noch nicht weiß, ob sie nur Verbrecher oder auch Helden sind, im Gefängnis unter so merkwürdigen Umständen sterben oder sich selbst das Leben nehmen, wird ein national- theologisches Martyrologium aufgemacht. Verschwörungstheorien und Dolchstoßlegenden werden in Belgrad und Serbien wachsen und sprießen und sie werden auf diesem für Märtyrer und falsche Helden leider immer noch sehr fruchtbaren Boden gedeihen.

    Das ist natürlich eine Schlappe des Haager Gerichtshofes, auch für die verantwortliche Carla da Ponte. Alle geben jetzt Erklärungen ab zu Fragen, die nicht gestellt werden. Die einzige Frage, die Carla del Ponte beantworten sollte, aber auch der deutsche Außenminister Frank Steinmeier war die Frage: Wie konnte sich Milosevic so freihändig einfach umbringen? War das Gefängnis nicht rings um die Uhr bewacht und kontrolliert? Zumal der serbische Krajna Führer Babic schon bekannt wurde durch einen Selbstmord in der Haager Zelle eine Woche zuvor.

    Dennoch muss ich auch sagen, welche Probleme ich mit diesem Milosevic hatte und warum ich nicht in der Lage bin, auch nur eine Träne jetzt zu vergießen. Dieser Sohn eines orthodoxen Priesters aus Montenegro Svetozar Milosevic war immer unter der zwingenden Last, Weltgeschichte machen zu müssen, Verbrechen auf Verbrechen zu häufen, um durch die Zahl der Verbrechen diesen Platz zu erobern. Sein Vater hatte 1962 Selbstmord begangen. Seine Mutter Stanislava Koljensic war – wie es in den Biographien heißt – bis zu ihrem Freitod 1973 eine aktive Kommunistin. Milosevic kommt aus einer durch Freitod beider Eltern geprägten Familie.
    Er wollte wohl alles durch Leistungen kompensieren, später durch megakriminelle Leistungen. Den Machtkampf nach Titos Tod nahm er planmäßig auf. Er ergriff die Chance, den Kommunismus durch einen wütenden und völkermörderischen Nationalismus auszuwechseln. Aber nur um seine Ego-Mission auszuweiten. Niemand in Serbien fiel ihm in den Arm. Es wurde in Europa ein Krieg nach dem anderen von diesem Milosevic vom Zaun gebrochen. Hunderttausende von Menschen wurden verfolgt und vertrieben, zigtausende bosnische Frauen vergewaltigt, ein Los, mit dem diese Frauen bis heute zu tun haben. Die Welt und Europa versuchten durch hohnlachend von Milosevic akzeptierte Protokoll-Besuche bei ihm auf dem Regierungssitz in Belgrad bei ihm Eindruck zu schinden. Vergeblich. Alle Drohungen und Ultimaten wurden von ihm als das durchschaut, was sie waren: Papiertiger-Gewäsch. Die Europäer waren nicht bereit, dem Kriegsverbrecher klar zu sagen: Bis hierher und nicht weiter.

    Slobodan Milosevic hat noch mal, hoffentlich als letzter in Europa, die nationalistische Mythologie-Karte gespielt. Die Serben auf dem Balkan über alle anderen Nationen: Er, Milosevic, wollte Großserbien von der Voivodina über die Krajna bis zum Orchid See begründen und als Herrscher aller Serben und der drumherumliegenden Sklavennationen sein Bild in der Geschichte schärfen.

    Ich selbst habe damals 1992f. lange gezögert, mit der eigenen Organisation Cap Anamur auf dem Balkan tätig zu werden. Wir haben uns dann unter dem gewaltigen Eindruck der schrecklichen Vertreibungs- und Vergewaltigungsorgien, der mörderischen Banden, die Milosevic losschicken ließ, zu einer mehrjährigen Arbeit auf dem Balkan entschlossen. Die letzten Unterteufel dieser Mörderbanden laufen immer noch auf dem Balkan frei herum: Ratko Mladic und Radovan Karadzic.
    Über acht ganze Jahre hat uns Slobodan Milosevic geklaut und weggenommen von einer viel wichtigeren Arbeit. Wir waren Verschworene der Welt-Gerechtigkeit, einer Arbeit, die die Weltarmut von über 2 Milliarden Menschen verringern sollte, in den Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens. Wir hatten doch nichts mit Jugoslawien oder Kroatien am Hut. Das war das Land, in das Hunderttausende deutschen Touristen pünktlich im Sommer zogen, um sich an Slivovitz, dem wunderbaren Pflaumenschnaps und der herrlich wilden Landschaft und der Sevdalinka Musik zu erfreuen.
    Dieser Milosevic hat mit seiner dämonischen Energie die Welt in ihrer Bewegung aufgehalten. Ohne ihn wären wir in dieser Welt Anfang des 21. Jahrhunderts schon viel weiter.
    Der etwas verketzerte UNO Generalsekretär Boutros Boutros Ghali – der ja aus der Dritten Welt stammte, aus Ägypten - hat das in einigen damals missverständlichen Erklärungen, auch in Sarajevo, gesagt. Das Elend von Millionen von Menschen in der 3. Welt ist viel schlimmer als in Bosnien und auf dem Balkan.

    Das nehme ich dem Slobodan Milosevic persönlich übel. Und dass er nicht einmal das Angebot der Amerikaner damals honoriert hat, als er völlig unerlaubt als Friedensfürst nach Dayton eingeladen wurde und gleichberechtigt neben dem bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic und Franjo Tudjman die Dayton Akte unterschreiben durfte. Nein, das war der größte Fehler. Solche dämonischen, Macht-gierigen Führer sind nie saturiert, nie gesättigt. Dann musste er drei Jahre später noch einmal sein Mütchen an den Albanern im Kosovo kühlen. Das war dann noch der schreckliche Höhepunkt der Menschheitsverbrechen. „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen im Bosnien“, so gellt es mir in den Ohren, als wir 1993 unterwegs waren von Prishtina nach Peja, um dort die Folgen einer Lehrer-Schüler Demonstration zu erleben. An dem schrecklichen Checkpoint hinter Kosovo Polje wurden nicht wir zwei Deutschen (Peter Sartorius von der Süddeutschen Zeitung und ich) mit unseren wertvollen Pässen herausgeholt, sondern der zitternde Lehrer, der stramm stehen musste, dem ein serbischer Uniformierter das in das Gesicht brüllte, so dass ich es bis heute höre: „Wir werden es mit Euch schlimmer treiben als mit den Muslimen in Bosnien!“

    Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich. Verbrechen über Verbrechen, ein Gebirge an Verbrechen. Vielleicht musst Du Dich vor dem rechtfertigen, der für uns Menschen immer noch den letzten Trost darstellt: Vor Gott, dem Allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde!


    Rupert Neudeck

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    Milosevic ist kein verbrecher 8)
    er ist ein held
    seine seele ruhe in frieden


  7. #17
    Avatar von Denny

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    Der Held von Den Haag
    Slobodan Milosevic hat sich nur dem Tod gebeugt. Der ehemalige Präsident Serbiens und Jugoslawiens zerbrach an einer mörderischen Gerichtsmaschinerie
    Von Werner Pirker


    Der Prozeß gegen Slobodan Milosevic vor dem illegalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist zu Ende gegangen. Die Todesstrafe wurde ohne Gerichtsurteil vollzogen. Der ehemalige Präsident Serbiens und Jugoslawiens starb geistig und moralisch ungebrochen. Er zerbrach an der physischen Gewalt, der er von einer mörderischen Gerichtsmaschinerie ausgesetzt wurde.

    In der Person des Verstorbenen verdichtete sich die Tragödie Jugoslawiens. Geboren am 20. August 1941 im serbischen Pozaravac, betrat Slobodan Milosevic, der als ausgebildeter Jurist zuvor in der Wirtschaft tätig gewesen war, die politische Bühne zu einem Zeitpunkt, als sich der jugoslawische Vielvölkerstaat bereits in einem Zustand der inneren Zersetzung befand. Das System der sozialistischen Selbstverwaltung, das eine verselbständigte Managerschicht hervorgebracht hatte, drängte, indem es sich zunehmend der Marktlogik unterwarf, zur Selbstauflösung. Die jugoslawische Staatsidee, die auf dem nationalen Pluralismus gründete, war in Widerspruch zu sich selbst geraten. Der Gesamtstaat erodierte, der entwickelte Norden strebte nach Separatlösungen. Das Zentrum war von Befehlsempfängern des Internationalen Währungsfonds besetzt. Die »marktwirtschaftlichen Reformen« folgten damals schon den fundamentalen Glaubenssätzen des Neoliberalismus. Das Gesellschaftseigentum geriet unter das Diktat der Privatisierung.

    Milosevic selbst war ein Geschöpf der inneren Widersprüche des jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus. Auch er war von der Idee einer Transformation des Systems in Richtung Marktwirtschaft und Parteienpluralismus beherrscht. Die Umgestaltung Serbiens zur bürgerlich-demokratischen Rechtsstaatlichkeit vollzog sich unter seiner Führung. Doch er hielt auch an den jugoslawischen Grundwerten – Unabhängigkeit, Blockfreiheit und soziale Gerechtigkeit – fest. Er bot dem internationalen Finanzkapital die Stirn, als er IWF-Kredite, die als Startkapital für die neoliberale Durchdringung gedacht waren, zur Bezahlung von ausstehenden Gehältern für Lehrer und Militärangehörige zweckentfremdete.

    Slobodan Milosevic ist am aktivsten gegen den Nihilismus der jugoslawischen Staatsführung aufgetreten. Als er erkannte, daß die jugoslawische Staatlichkeit nur mehr die Summe ihrer Republiken darstellte, warf er die serbische Frage auf. Serbien war die einzige jugoslawische Teilrepublik, die nicht die Souveränität über ihr ganzes Territorium ausübte. Diesen verfassungsrechtlich absurden Zustand – die Vojvodina und das Kosovo waren als autonome Gebiete nicht Subjekte Serbiens, sondern der Föderation –, galt es aufzuheben. Milosevic sah in der Wiederherstellung der Autorität Serbiens über seine Gebiete eine Grundvoraussetzung für die Neufundierung der gesamtstaatliche Autorität über die Republiken. Er verwarf Titos falsche These, daß ein starkes Jugoslawien ein schwaches Serbien erfordere und stellte die Bestrebungen der serbischen Volksbewegung nach nationaler Gleichberechtigung ins Zentrum einer Erneuerungsstrategie für Jugoslawien. Der von der serbischen Parteiführung losgetretenen »antibürokratischen Revolution« lag aber auch eine spontane Tendenz zur Verteidigung der Errungenschaften der sozialistischen Selbstverwaltung zugrunde. Indem Milosevic der serbischen nationalen Emanzipation den Weg bereitete, untergrub er gleichzeitig die Möglichkeit der Formierung einer übernationalen Bewegung zur Verteidigung Jugoslawiens. Denn außerhalb Serbiens und Montenegros wurden die Dauermeetings in Belgrad als chauvinistische Manifestationen mit dem Ziel einer dauerhaften serbischen Hegemonie wahrgenommen. Die vielbeschworene »Einheit und Brüderlichkeit der Völker Jugoslawiens« löste sich auf. Dem Sozialismus auf dem Balkan war ein gewaltsamer Tod beschieden.

    Die Ursache für den Bürgerkrieg lag in der völkerrechtswidrigen, vom Westen, allen voran Deutschland, beförderten Sezession. Der Austritt Kroatiens und Bosniens aus dem Vielvölkerstaat erfolgte gegen den Willen der Serben in diesen beiden Republiken. Sie bestanden auf ihrem legitimen Recht auf nationale Selbstbestimmung. Im Ergebnis dieses Krieges hat Kroatien serbische Gebiete mit Gewalt annektiert. Das Massenmorden in Bosnien endete mit dem »Frieden von Dayton«, der ohne die konstruktive Rolle, die Slobodan Milosevic bei den Verhandlungen einnahm, nie möglich geworden wäre.

    Den letzten Akt der antijugoslawischen Aggression schrieben die Bombenkrieger der NATO. Serbiens tragisches Schicksal vollzog sich ein weiteres Mal auf dem Amselfeld. Jugoslawien verlor den Krieg – und Milosevic verlor die Wahlen. Seine Auslieferung nach Den Haag erfolgte unter Bruch der jugoslawischen Verfassung. Vor einem Gericht, das er nie anerkannt hatte, wuchs Milosevic vom Angeklagten zum Ankläger. Er hat den serbischen Mythos vom Sieg in der tiefsten Niederlage fortgeschrieben. So wie Georgi Dimitroff vor den Nazirichtern zum »Helden von Leipzig« wurde, wird Slobodan Milosevic früher oder später als der »Held von Den Haag« in den Geschichtsbüchern Eingang finden.

  8. #18

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    [quote="Legija1389"]

    Milosevic ist kein verbrecher 8)
    er ist ein held
    seine seele ruhe in frieden

    [quote]


    Wusste gar nicht das man neuerdings eine Person welcher ein Massenmörder, psychopat, betrüger und ein krinmineler ist und zusätzlich veranwwortig das Serbien auf Platz 5 der armsten Länder steht, die Serbisceh NAtional BAnk keine Garantie mehr über das Geld geben kann, als Held betrachtet wird? ..... zum glück leb ich in einer anderen Welt

  9. #19
    Avatar von TigerS

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    Re: Dafür bist Du, Slobodan Milosevic, verantwortlich"

    [quote="Revolut"][quote="Legija1389"]

    Milosevic ist kein verbrecher 8)
    er ist ein held
    seine seele ruhe in frieden



    Wusste gar nicht das man neuerdings eine Person welcher ein Massenmörder, psychopat, betrüger und ein krinmineler ist und zusätzlich veranwwortig das Serbien auf Platz 5 der armsten Länder steht, die Serbisceh NAtional BAnk keine Garantie mehr über das Geld geben kann, als Held betrachtet wird? ..... zum glück leb ich in einer anderen Welt
    wenigsten nicht so arm wie albanien 8)

  10. #20

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    Zitat Zitat von "Denny
    Ja du hast recht ich habes selber gesehn wie Milosevic durch Bosnien und Kosovo mit dem Maschinengewehr gerant ist er kler mir nicht wie der Jugoslavische Krig begonnen hat. Und die UCK ist zuerst auf die Serbische Polizei los gegangen du soltest mal ein Buch öffnen für das sind sie da!!!!
    Ja du hast ja sehr viel Ahnung, du lebtest ja in Kosova und du bist ja Albaner, deine Familie lebt ja auch in Kosova und natürlich schreiben die Mörder in Zeitungen: JUHE noch einen gekillt, weil er einfach anderen Nationalität oder andere Religion angehört....ja mein held, du hast voll Ahnung, voll.

    Kennst du etwa deinen eigenen Staat nicht??????

    Milo war der President, und du willst mir also sagen das Milo nix davon gewusst hatt? ja, bei euch Serben ist ja alles möglich, morgen steht in der Zeitung dass die Erde flach ist und schenkt dem noch glauben.

    Mit deinen JUNGEWELT wuellen musst du gar nicht erst kommen, der einzige Reporter der da was schreibt ist Elsässer, fragst dich jetzt oh woher kennt der den? Dieser Journalist, trifft sich ca. 1 mal in 3 MOnaten in Serbien mit radikalen Nationalistischen Gangs und ist ein sympatisant der Cetniks, also willst du jetzt allerernstes ein journalistisch Niveuvollen Bericht zeigen? Geh und schmier deine propaganda deinen Leuten in die Fresse, und vergiss das Motto dazu nicht: WIR SIND DIE OPFER DER WELT!!! WIR SAGEN IMMER DIE WAHRHEIT, ALLE ANDEREN LÜGEN!!

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