Kroatischer Ex-General Gotovina ziehe "von Kloster zu Kloster" - Jahrestag des Massakers kann "nicht würdig" beangen werden

Potsdam - Zehn Jahre nach dem Massaker von Srebrenica erhöht die Chefanklägerin des Haager Tribunals, Carla del Ponte, den Druck auf Serbien, den als Kriegsverbrecher angeklagte ehemaligen bosnisch-serbischen Militärchef Ratko Mladic auszuliefern. Die internationale Gemeinschaft könne den Jahrestag des Massakers "nicht würdig begehen, so lange der Hauptschuldige nicht hinter Schloss und Riegel sitzt", sagte Del Ponte dem deutschen Magazin für politische Kultur Cicero (Juli-Ausgabe).


Schutz vom Militär

Mladic werde in Serbien von ehemaligen Militärs beschützt. "Die Regierung in Belgrad gibt inzwischen zu, dass er sich im Land aufhält", sagte Del Ponte. Sie hoffe, dass Mladic vor dem 11. Juli, dem Jahrestag des Massakers, in Den Haag sei. Alles andere wäre eine "Schande".

Auch den serbischen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic habe man lange Zeit nicht festnehmen wollen. "Heute scheint der Wille vorhanden zu sein, aber man weiß nicht mehr, wo er ist", bedauerte die UN-Chefanklägerin. Es gebe Informationen, dass ihn die orthodoxe Kirche beschützt.

Der gesuchte ehemalige kroatische General Ante Gotovina stütze sich auf ein ganzes Netz katholischer Fluchthelfer. "Angeblich zieht er von Kloster zu Kloster", sagte Del Ponte, die hofft, ihre Arbeit in Den Haag bis zum Jahr 2010 abschließen zu können: "Aber das hängt davon ab, wann Mladic und Karadzic endlich verurteilt werden können." Das Urteil gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic solle im Jahr 2006 fallen.

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Mladic sollte man endlich ausliefern oder er sollte nach RS gehen so das SCG keine Nachteile mehr wegen ihm hat.
Govnovina sollte man ebenfalls schnell schnappen und in ein Loch stecken wo er hingehört.