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Del Ponte:Ich muss Mladic haben! Die ewige Suche nach Karadz

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 18.02.2006, 02:40 Uhr · 8 Antworten · 981 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Del Ponte:Ich muss Mladic haben! Die ewige Suche nach Karadz

    Chefanklägerin Carla Del Ponte fordert im STANDARD-Interview von Österreich mehr Engagment - Für Aussetzung der EU-Verhandlungen mit Serbien

    Chefanklägerin Carla Del Ponte fordert von der EU, die Verhandlungen mit Serbien auszusetzen: "Ich habe am Beispiel Kroatien gesehen, dass das wirkt, wenn eine Sanktion droht. Somit erlaube ich mir, das Gleiche vorzuschlagen in Zusammenhang mit Belgrad."Zur Person
    Die Schweizer Juristin Carla Del Ponte wurde im August 1999 von UN-Generalsekretär Kofi Annan zur Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrecher-Tribunals für das frühere Jugoslawien in Den Haag ernannt. Die 59-Jährige gilt als "Eiserne Lady des Rechts". Sie ist eine begeisterte Sportwagenfahrerin mit Rennlizenz und Mitglied der Schweizer FDP. (afs)


    Die Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals, Carla Del Ponte, fordert von der EU, die Verhandlungen mit Serbien auszusetzen. Im Gespräch mit Alexandra Föderl-Schmid schildert sie, wie sie Kroatiens General Ante Gotovina auf die Spur kam.


    Standard: Erwarten Sie von der EU, dass die Verhandlungen über das Assoziierungs- und Stabilisierungsabkommen mit Serbien ausgesetzt werden, um den Druck zu erhöhen, mit Ihnen zu kooperieren?

    Del Ponte: Ich habe am Beispiel Kroatien gesehen, dass das wirkt, wenn eine Sanktion droht. Somit erlaube ich mir, das Gleiche vorzuschlagen in Zusammenhang mit Belgrad. Ich finde es unglaublich wichtig, dass diese Drohung ausgesprochen wird: Wenn man Mladic nicht nach Den Haag bringt, werden wir die Verhandlungen aussetzen. Ich bin beinahe sicher, dass sie dann Mladic liefern werden, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Bis Ende Februar muss ich Mladic haben, sonst habe ich keine Zeit, ihn rechtzeitig für den Srebrenica-Prozess im Juli vorzubereiten.

    Standard: Dann müssten die Außenminister beim nächsten Treffen über die Aussetzung der Verhandlungen entscheiden?

    Del Ponte: Ja, am 27. Februar sollten sie entscheiden. Alle Außenminister müssen einstimmig eine Entscheidung treffen. Wenn wir diesen Moment verpassen, kommen wir an ihn vielleicht gar nicht mehr heran.

    Standard: Was erwarten Sie in dem Zusammenhang vom derzeitigen EU-Vorsitzland Österreich, das sich besonders für den Westbalkan einsetzt?

    Del Ponte: Ich war erstaunt. Wir haben zu Jahresbeginn entschieden, wir gehen nach Brüssel, um um Unterstützung für unsere Anliegen wie die Festnahme von Mladic zu bitten. Dann haben wir entschieden, wir müssen nach Paris, Rom, Berlin, Brüssel und Wien. Erstaunlicherweise kam keine Antwort aus Wien. Inzwischen war ich in allen anderen Hauptstädten, und am Dienstagabend hat mir mein Berater gesagt, Wien ist unmöglich. Deshalb habe ich am Mittwoch den österreichischen Botschafter gesprochen und ihm meine Beschwerde übermittelt. Nächste Woche soll es dann mit einem Termin bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Außenministerin Ursula Plassnik klappen.

    Standard: Wie wichtig ist dieser Druck der EU?

    Del Ponte: Dieser Druck ist absolut lebensnotwendig, damit wir unsere Arbeit fertig machen können. Es gibt noch immer sechs Angeklagte, die auf der Flucht sind. Der UN-Sicherheitsrat hat aber gesagt, 2008 müsst ihr mit den Prozessen in erster Instanz fertig sein. Wir können nichts erreichen, wenn wir die Unterstützung der EU nicht haben.

    Standard: Wissen Sie, dass sich Mladic in Serbien aufhält?

    Del Ponte: Alle Informationen besagen, dass sich Mladic in Serbien aufhält. Belgrad hat mir das auch bestätigt.

    Standard: Gibt es diese Informationen auch von Karadzic?

    Del Ponte: Aus Indizien wissen wir, dass er in der Region ist, aber nicht wo genau. Hier ist das große Problem die Republika Srpska. Einige Personen in den Institutionen, der Präsident und andere, unterstützen Karadzic noch immer. In der Republika Srpska sucht niemand Karadzic, eher im Gegenteil. In der Bevölkerung wird er als Held gesehen. Er weiß nach zehn Jahren, wie er sich verstecken kann. Die Information, die wir haben, ist auch, dass er von der orthodoxen Kirche geschützt wird und sich vielleicht in einem Kloster versteckt.

    Standard: Zu Kroatien: Sie haben, noch bevor General Ante Gotovina im Dezember festgenommen wurde, im Oktober gesagt, Kroatien würde voll kooperieren und damit den Weg für die EU-Beitrittsverhandlungen frei gemacht. Tage davor haben Sie das bestritten, warum der Wandel?

    Del Ponte: Einige Tage bevor ich zu dem Außenministertreffen in Luxemburg im Oktober erschien, hatten wir Gotovina lokalisiert. Dank der Kroaten. Ich wusste, dass er sich auf den Kanarischen Inseln aufhält dank einer Telefonüberwachung. Das war der ausschlaggebende Punkt für mich zu sagen, Kroatien kooperiert voll. Natürlich konnte ich zum damaligen Zeitpunkt keine Details nennen, denn wir hatten ihn noch nicht.

    Standard: Hat es politischen Druck gegeben?

    Del Ponte: Nein. Wir hatten nur Gotovina noch nicht verhaftet. Wir haben immer gesagt, volle Kooperation heißt entweder Auslieferung von Gotovina, oder die Kroaten sagen uns genau, wo er ist. Die zweite Bedingung war erfüllt.

    Standard: Sie haben im Oktober auch zur Kooperation Serbiens eine positive Einschätzung abgegeben. Warum?

    Del Ponte: Ich habe nie gesagt, dass sie voll kooperieren. Ich habe gesagt, dass sie im April einige Angeklagte ausgeliefert haben und dass ich doch erwarte, dass sie mehr tun. Der Oktober war noch nahe beim April. Wir hatten damals noch nicht solche Schwierigkeiten wie jetzt etwa beim Zugang zu Archiven. Eine Zeit lang haben sie Unterlagen geschickt, darauf haben wir positiv reagiert, aber plötzlich gab es den Rückschritt, und jetzt gibt es große Probleme beim Archivzugang.

    Standard: Läuft Ihnen beim Prozess gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic nicht die Zeit davon?

    Del Ponte: Es braucht Zeit, aber es geht weiter. Es gibt nur an drei Tagen pro Woche Verhandlungen, nur fünf Stunden am Tag, weil er von Zeit zu Zeit krank ist. Im April sind wir mit der Verteidigung fertig, wir erwarten das Urteil vor Weihnachten. Hauptsache, dass wir zu einem Ende kommen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2347698


    Da hast du ja noch 10 Tage zeit Kurve Del Ponte,aber hat sie nicht schon 17263 mal gesagt ich brauche Mlaic unbedingt bis zu diesen Datum oder Ende diesen und diesen Monats. Die macht sich lächerlich.

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Die ewige Suche nach Karadzic
    Belgrad begegnet seiner Vergangenheit nicht gern
    Von Andrej Ivanji aus Belgrad

    Als EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Donnerstag im Belgrader Parlament über die "greifbare" europäische Zukunft Serbien-Montenegros sprach, die von der Zusammenarbeit mit dem UN-Tribunal abhängig ist, standen dreißig Abgeordnete der ultranationalistischen "Serbischen Radikalen Partei" (SRS) demonstrativ auf.

    Alle trugen sie weiße T-Shirts mit einem Foto des Parteipräsidenten Vojislav Seselj, dem wegen Kriegsverbrechen der Prozess in Den Haag gemacht wird. Die SRS protestierte: Seselj würde seit drei Jahren "illegal" im Gefängnis des "politischen" Tribunals festgehalten. Die SRS ist mit über dreißig Prozent die stärkste Partei in Serbien.

    Zusammenarbeit mit dem Tribunal

    Diese Show der Radikalen bringt die Problematik der Zusammenarbeit Serbiens mit dem Tribunal auf den Punkt. Belgrad betrachtet die Erfüllung der Forderungen des Tribunals als einen peinlichen, aufgezwungenen Handel, der den EU-Integrationsprozess ermöglichen soll, aber nicht als Möglichkeit, die Vergangenheit zu bewältigen und Verbrecher zu bestrafen.

    Anstatt Kriegsverbrecher zu verhaften, wurden sie überredet, "sich für das Vaterland zu opfern" und freiwillig zu stellen. Denn andernfalls würden die Sozialisten von Slobodan Milosevic der Minderheitsregierung von Premier Vojislav Kostunica die parlamentarische Unterstützung entziehen. Kostunica gehört allerdings selbst zu den heftigsten Kritikern das Tribunals.

    Belgrad brauchte Jahre um das Kriegsarchiv zur Verfügung zu stellen. Die halbherzigen Fahndungsaktionen nach General Ratko Mladic haben bisher nichts gebracht. Und die unzähligen erfolglosen Aktionen der internationalen Truppen in Bosnien auf der ewigen Suche nach Radovan Karadzic wirken lächerlich. Einmal wurde Karadzic als Mönch verkleidet in serbisch-orthodoxen Klöstern vermutet, ein anderes mal bei seiner Mutter in Montenegro. Wieder einmal rief ihn seine Gattin schluchzend vor laufenden Fernsehkameras auf, sich zu stellen. Einstweilen werden die Werke des Psychiaters und Dichters in Serbien regelmäßig veröffentlicht.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2347741

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Serbischer Verteidigungsminister: Mladic soll sich stellen oder sich das Leben nehmen

    Wenn die Gesuchten nicht bald gefasst werden, will Zoran Stankovic in einem "angemessenen Zeitraum" zurücktreten

    Belgrad - Der Verteidigungsminister von Serbien-Montenegro hat sein Verbleiben im Amt mit der Ergreifung des wegen mutmaßlichen Kriegsverbrechen gesuchten Generals Ratko Mladic verknüpft. Wenn Mladic und fünf weitere vom UNO-Tribunal in Den Haag gesuchte Serben nicht bald gefasst würden, werde er in einem "angemessenen Zeitraum" zurücktreten, sagte Zoran Stankovic am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AP in Belgrad.

    Der Minister forderte den einstigen Militärbefehlshaber der bosnischen Serben erneut auf, sich endlich zu stellen oder "sich das Leben zu nehmen". "Ich bin der Meinung, ein Mann, der bestimmter Verbrechen schuldig ist, sollte eine Entscheidung über sich selbst treffen."

    Ernsthaft gefahndet

    Dem Verteidigungsminister zufolge wird jetzt in seinem Land ernsthaft nach Mladic gefahndet, nachdem dies in der Vergangenheit noch nicht der Fall gewesen sei. Serbien-Montenegro stehe vor einer kritischen Situation, wenn Mladic nicht an das Haager Tribunal überstellt werde, sagte Stankovic. Der serbische Militärgeheimdienst habe in jüngster Zeit mehr als 50 Personen identifiziert, die Mladic geholfen hätten, sich in den vergangenen zehn Jahren seiner Verhaftung zu entziehen. Serbien steht unter wachsendem Druck, Mladic aufzuspüren und dem UNO-Tribunal zu überstellen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2348209

  4. #4
    jugo-jebe-dugo
    Außenministerium: Treffen mit Del Ponte geplant
    Sprecher: Von Verweigerung der Kooperation könne "keine Rede sein"

    Wien - Nach dem STANDARD-Interview mit der Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Carla Del Ponte, in dem sie scharfe Kritik an Österreich geübt hatte, gab nun das österreichische Außenministerium an, dass es ein Treffen Schüssels oder Plassniks mit Del Ponte geben soll. Derzeit werde noch nach einem Termin gesucht, sagte der stellvertretende Sprecher des Außenministeriums, Georg Schnetzer, gegenüber der APA. Del Ponte sei schon für den heutigen Freitag einen Termin mit Schüssel in Brüssel vorgeschlagen worden, den die Schweizer Juristin jedoch aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen hätte können.

    "Keine Rede"

    Von einer Verweigerung der Kooperation Wiens mit dem UNO-Tribunal könne "keine Rede sein", sagte nun der Außenministeriums-Sprecher Schnetzer. Die Zusammenarbeit Serbien-Montenegros mit dem Haager Gericht sei "selbstverständlich eine Bedingung für weitere Verhandlungen mit der EU". Dies habe auch Belgrad selbst anerkannt. Bezüglich der von Del Ponte geforderten Aussetzung der Verhandlungen über das Assoziierungs- und Stabilisierungsabkommen erinnerte Schnetzer daran, dass hierfür ein einstimmiger Beschluss aller EU-Außenminister notwendig sei.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2348120

  5. #5

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    Istina i pravda na nasoj su straniii jer general ratko srpsku bosnu braniii!

    Nece Ratko nikad da se preda njega narod pravoslavni neda!

    Radovane promjeni strazare imaa srba koji vole paree 8) 8) 8) 8)

  6. #6

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    Man rückt den Penner doch raus, ist ja nur zu eurem Wohle.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Taulant
    Man rückt den Penner doch raus, ist ja nur zu eurem Wohle.
    Dann steckt doch auch Thaqi Haradinaj und die restlichen UCKler in den haag wollt ihr das? NEIN!

    genauso ists bei mladic und karadzic

  8. #8
    Avatar von ETHNICALBANIA

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    28.12.2005
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    578
    Zitat Zitat von Krajisnik-Benkovac
    Zitat Zitat von Taulant
    Man rückt den Penner doch raus, ist ja nur zu eurem Wohle.
    Dann steckt doch auch Thaqi Haradinaj und die restlichen UCKler in den haag wollt ihr das? NEIN!

    genauso ists bei mladic und karadzic

    Wie heisst die serbische zeitung nochmal Svet oder Cvet???

  9. #9
    Avatar von Kosova_Kid

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    Zitat Zitat von Krajisnik-Benkovac
    Zitat Zitat von Taulant
    Man rückt den Penner doch raus, ist ja nur zu eurem Wohle.
    Dann steckt doch auch Thaqi Haradinaj und die restlichen UCKler in den haag wollt ihr das? NEIN!

    genauso ists bei mladic und karadzic
    thaqi braucht nich nach den haag kommen weil er nichts gemacht hat!
    Haradinaj wird eh freigesprochen wie alle andere auch(außer einer)

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