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Del Pontes Kampf gegen Gummiwände

Erstellt von TigerS, 18.02.2009, 21:40 Uhr · 18 Antworten · 761 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von TigerS

    Registriert seit
    04.11.2005
    Beiträge
    7.474

    Del Pontes Kampf gegen Gummiwände

    Del Pontes Kampf gegen Gummiwände


    Uneingelöste Versprechen

    Dabei wurde die Geduld der Chefanklägerin auf eine harte Probe gestellt. Sie wurde in ihrer Arbeit immer wieder behindert. Den Worten der Politiker folgten meist keine Taten. Zusagen wurden nicht eingehalten. Der einzige serbische Politiker, der bereit war, bei der Kooperation mit dem Tribunal auch Risiken auf sich zu nehmen, war – wie Del Ponte betont – der im März 2003 ermordete Regierungschef Zoran Djindjic. Er liess den langjährigen serbischen Machthaber Slobodan Milosevic im Jahre 2001 festnehmen und nach Den Haag überstellen. Aber auch von westlichen Politikern fühlte sich die Chefanklägerin oft im Stich gelassen. Diese stellten immer wieder politische und taktische Erwägungen über die Notwendigkeit einer konsequenten strafrechtlichen Ahndung von Kriegsverbrechen. Die meiste Zeit hat Del Ponte nach ihren eigenen Worten damit verbracht, den Westen dazu zu bewegen, Druck auf Staaten wie Serbien und Kroatien auszuüben.
    Inzwischen befinden sich mit Ausnahme von Ratko Mladic und Goran Hadzic alle vom Tribunal Gesuchten in Den Haag. Das ist in erster Linie das Verdienst Del Pontes. Ausschlaggebend dafür war jedoch nicht die Einsicht der Politiker auf dem Balkan in die Notwendigkeit der Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit, sondern der Druck der EU, die eine weitere Integration Kroatiens und Serbiens von der vollständigen Kooperation mit dem Uno-Tribunal abhängig machte. Den Haag ist zudem noch immer der einzige Ort, an dem in umfassender Weise die Kriege im ehemaligen Jugoslawien juristisch aufgearbeitet werden. Auch das ist ein Verdienst Del Pontes.
    Auf sehr grosse Widerstände stiess das Tribunal nach der Darstellung der Chefanklägerin bei den Ermittlungen gegen die Befreiungsarmee Kosovo (UCK). Del Ponte bezeichnet sie als die frustrierendsten. Zeugen wurden systematisch eingeschüchtert, einige umgebracht. Es herrschte ein Klima der Angst. Dokumente über die Kommandostruktur der UCK wurden nicht ausgehändigt. Aber auch die Uno-Verwaltung (Unmik) in Pristina habe nur ungenügend mit dem Tribunal zusammengearbeitet, lautet Del Pontes Hauptvorwurf. So hat sich der damalige Unmik-Chef Sören Jessen-Petersen gar offen auf die Seite des im März 2005 angeklagten damaligen Regierungschefs und früheren UCK-Kommandanten Ramush Haradinaj gestellt. In einer Stellungnahme bezeichnete er den Angeklagten als seinen Partner und Freund. Er war nicht der einzige «Internationale» in Pristina, der Haradinaj als einen Garanten für die friedliche Entwicklung Kosovos betrachtete.
    Gegen den Willen Del Pontes wurde Haradinaj, der sich dem Tribunal gestellt hatte, bis zum Prozessbeginn auf freien Fuss gesetzt. Er kehrte nach Kosovo zurück und durfte sich sogar – als Einziger aller Angeklagten – wieder politisch betätigen. Grundlage für diesen Entscheid der Haager Strafkammer war ein Bericht der Unmik. Das Tribunal sprach Haradinaj im April 2008 aus Mangel an Beweisen frei. Die Verärgerung der Serben ist verständlich. Der Vorwurf, es werde mit zweierlei Ellen gemessen, ist im Fall Haradinaj keineswegs unberechtigt. Zweifellos hat auch die UCK in Kosovo Kriegsverbrechen an Serben begangen. Doch keiner ihrer Kommandanten ist dafür vom Uno-Tribunal zur Rechenschaft gezogen worden.






    Del Pontes Kampf gegen Gummiwnde (International, NZZ Online)






    ist nur ein ausschnitt ausm bericht Lohnt sich zu lesen .








    gruß

  2. #2

    Registriert seit
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    20.935
    Berichte über Organhandel





    C. Sr. Das Haager Uno-Tribunal hat laut den Memoiren Del Pontes Informationen erhalten, wonach Kosovo-Albaner im Sommer 1999 Serben nach Albanien entführt, ihnen Organe entnommen und sie dann getötet hätten. Die Rede ist von 100 bis 300 verschleppten Personen. Als Quelle nennt Del Ponte «glaubwürdige Journalisten», bei denen es sich um Kosovo-Albaner handeln soll. Diese hätten von einem gelben Haus in der Nähe der nordalbanischen Stadt Burrel berichtet, in dem ein Zimmer in einen provisorischen Operationssaal umgewandelt worden sei. Dort hätten Ärzte den Gefangenen Organe entnommen, die dann über den Flughafen von Tirana ins Ausland gebracht und verkauft worden seien.
    Ermittler des Uno-Tribunals untersuchten Monate später das gelbe Haus, das in der Zwischenzeit weiss gestrichen worden war. Auf dem Gelände wurden, wie Del Ponte schreibt, Spritzen, Gaze und Infusionsbeutel sichergestellt. Doch habe man keine Leichen gefunden. In einem Raum seien Blutspritzer an den Wänden und auf dem Boden entdeckt worden. Die Ermittler hätten allerdings nicht mehr feststellen können, ob das Blut von Menschen stamme. Auch hätten die Journalisten ihre Quellen nicht preisgeben wollen. Das Uno-Tribunal sei aus all diesen Gründen zum Schluss gekommen, dass es zwar Indizien, aber nicht genügend Beweise gebe, um die Ermittlungen fortzusetzen. Es liege an den Behörden Kosovos, den Berichten weiter nachzugehen und, falls erforderlich, auch Anklage zu erheben. An einer Aufarbeitung der von UCK-Rebellen an Kosovo-Serben begangenen Verbrechen hat Pristina allerdings überhaupt kein Interesse.



    Fällt mir auch gerade auf, Thaci hat sich dazu gar nicht geäußert

  3. #3
    Grasdackel
    Das muß man nicht lesen um zu wissen dass die eine dumme Fotze ist.

  4. #4
    Avatar von meko

    Registriert seit
    15.05.2007
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    10.778
    Zitat Zitat von Babbiges Gutzele Beitrag anzeigen
    Das muß man nicht lesen um zu wissen dass die eine dumme Fotze ist.
    jetzt hast du viele freunde,...
    sie werden sich um dich scharren wie die fliegen um den dreck

  5. #5

    Registriert seit
    14.03.2008
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    5.790
    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    jetzt hast du viele freunde,...
    sie werden sich um dich scharren wie die fliegen um den dreck
    Ha ha...


    ------
    Kriegsverbrecher ins Gefängnis. Tut mir Leid wenn sie nur rumspekuliert aber nichts (absolut gar nichts (!)) in der Hand hat.

  6. #6

    Registriert seit
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    271
    Danke für die Hinweise.
    ...Auf dem Gelände wurden, wie Del Ponte schreibt, Spritzen, Gaze und Infusionsbeutel sichergestellt. Doch habe man keine Leichen gefunden. In einem Raum seien Blutspritzer an den Wänden und auf dem Boden entdeckt worden....
    Was will man da machen? Das kann doch ebenso gut notfallmedizinische Maßnahmen gewesen sein.

    ...Die Rede ist von 100 bis 300 verschleppten Personen...
    Die müssen schlußendlich irgendwo geblieben sein, wobei 100-300 irgendwie eine sehr seltsame Schätzung ist.
    Im Prinzip hätte doch daraufhin nach Massengräber gesucht werden müssen.

    ...An einer Aufarbeitung der von UCK-Rebellen an Kosovo-Serben begangenen Verbrechen hat Pristina allerdings überhaupt kein Interesse...

    Das gilt jedoch für ausnahmslos ALLE Beteiligten des/der Kriege!!!!

    Wie heißt es noch so schön sinngemäß...nur der, der frei von Schuld, werfe den ersten Stein!

  7. #7
    Avatar von Pelinkovac

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    10.01.2009
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    1.791

  8. #8

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    5.790
    Ausserdem finde ich dass sich hier einige eine Organ-Wegnahme zu leicht vorstellen. Es geht nicht nur darum das Organ zu entfernen sondern entfernen, kühlen, Blutgruppe, etc..etc.. und für das ganze brauchts Spitzenärzte/ Chirurge und eine Menge High-Tech.

    Edit: Wenn es wirklich so sein sollte wäre sie schon lange Tod. Ich würds einigen zutrauen..

  9. #9
    Avatar von meko

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    10.778
    Zitat Zitat von samira72 Beitrag anzeigen
    Danke für die Hinweise.
    ...Auf dem Gelände wurden, wie Del Ponte schreibt, Spritzen, Gaze und Infusionsbeutel sichergestellt. Doch habe man keine Leichen gefunden. In einem Raum seien Blutspritzer an den Wänden und auf dem Boden entdeckt worden....
    Was will man da machen? Das kann doch ebenso gut notfallmedizinische Maßnahmen gewesen sein.

    ...Die Rede ist von 100 bis 300 verschleppten Personen...
    Die müssen schlußendlich irgendwo geblieben sein, wobei 100-300 irgendwie eine sehr seltsame Schätzung ist.
    Im Prinzip hätte doch daraufhin nach Massengräber gesucht werden müssen.

    ...An einer Aufarbeitung der von UCK-Rebellen an Kosovo-Serben begangenen Verbrechen hat Pristina allerdings überhaupt kein Interesse...

    Das gilt jedoch für ausnahmslos ALLE Beteiligten des/der Kriege!!!!

    Wie heißt es noch so schön sinngemäß...nur der, der frei von Schuld, werfe den ersten Stein!

    vllt. haben die nur onkel doktor gespielt.

  10. #10

    Registriert seit
    18.03.2008
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    20.935
    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    vllt. haben die nur onkel doktor gespielt.
    Lustig, nicht wahr meko

    Nächstes mal wenn ich dich rumheulen höre, dass sich jemand über bosnjakische Opfer lustig macht, verweise ich dich auf diesen Kommentar

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