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Demokratur der USA

Erstellt von Zurich, 09.06.2009, 14:31 Uhr · 24 Antworten · 960 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
    Beiträge
    18.089
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Es gibt ja noch sowas wie einen Senat, das amerikanische Parlament, der sog. US Congress.
    Jedem US-Bürger ist ein Congress-Abgeordneter zugewiesen, der Gesetzesänderungen vorschlagen und vornehmen kann. Ihn muss man anschreiben, wenn man einen Vorschlag hat oder mit einem Gesetz unzufrieden ist.

    Daneben gibt es noch die Gouverneure einzelner Bundesstaaten, die teilweise mehr Machtbefugnisse in ihrem Staat haben, als der Präsident selber. Diese wurden ebenfalls demokratisch gewählt und herrschen nicht wie ein Diktator, dass sie auf die einzelnen Landes-Congresse angewiesen sind.

    Das was die Schweiz macht ist auf so große Staaten wie die USA überhaupt nicht übertragbar, das nennt man dann nicht Demokratie, sondern Bürokratie.
    Was spielt die grösse eines Landes für eine Rolle für welche Art von Demokratie man sich in der Verfassung entscheiden soll??? Das ist doch egal, wie gross ein Land ist und wie viele Einwohner es hat. Dirkete Demokratie funktioniert doch immer. Höre das zum ersten Mal. Kannst du das bitte etwas genauer erläutern, wieso das bei grossen Staaten nicht gehen soll???

  2. #22
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
    21.05.2009
    Beiträge
    5.112
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Was spielt die grösse eines Landes für eine Rolle für welche Art von Demokratie man sich in der Verfassung entscheiden soll??? Das ist doch egal, wie gross ein Land ist und wie viele Einwohner es hat. Dirkete Demokratie funktioniert doch immer. Höre das zum ersten Mal. Kannst du das bitte etwas genauer erläutern, wieso das bei grossen Staaten nicht gehen soll???
    Demokratie hat extrem viele Schwächen. Eine davon hast du selber aufgezählt.

    Die größte Schwäche der Demokratie ist die unbestreitbare Tatsache, dass nur wenn die Mehrheit sich einig über eine Sache ist, diese Sache eben noch lange nicht richtig ist.

    Die andere Schwäche ist, dass wie du bereits sagtest, die Leute über Dinge abstimmen müssen zu denen sie überhaupt keine Meinung haben, weil sie nichts darüber wissen und sich auch nicht informieren wollen.

    Die Bürger hätten dann aber die Pflicht sich zu informieren um sich wirklich das Recht zu wählen zu verdienen.
    Wenn Leute wählen dürfen, die sich mit einer Thematik nicht auskennen, dann kann das erste Problem der Demokratie noch viel größer werden und wirklich oft auftreten.

    Aber wer könnte die Bürger dazu bringen sich über eine Thematik zu informieren?
    Wird dem Staat diese Aufgabe überlassen, dann bestimmt er ganz direkt die Meinung seiner Bürger und es herrscht eine Diktatur, die dem Volk erzählt was bei seiner Entscheidung passiert und einfach behaupten kann, diese Wahl wäre schlechter als die andere. Die Bürger wissen es ja nicht besser.
    Überlässt man dies privaten Gesellschaften, dann entsteht ein Propagandakrieg. Wer seine Meinung besser verkaufen kann, der setzt sich durch. Denn das Volk macht sich, wie bereits erwähnt, keine Mühe sich selbst zu informieren.

    In der Schweiz ist es deshalb auch so, dass überhaupt nicht alle Gesetze durch eine Volksabstimmung durchgesetzt werden. Nur ein Teil wurde dafür bestimmt, der Rest wird anders entschieden.

    In Deutschland entscheidet hauptsächlich der Bundestag. Und der wird direkt vom Volk gewählt. Jeder Wahlkreis stellt mind. einen Bundestagsabgeordneten. Der demokratisch in diesem Wahlkreis vom Volk gewählt wurde und im Bundestag der Sprecher seines Wahlkreises ist. Er ist nun der einzige, der sich über die Gesetzesthemen informieren muss und wird auch dafür bezahlt. Er macht es beruflich und ist moralisch dazu verpflichtet.

    Ich möchte dir noch ein aktuelles Beispiel geben.

    Das Referendum in Irland zum Vertrag von Lissabon. Dieser Vertrag ist eine reine bürokratische Maßnahme um die Entscheidung innerhalb der EU zu vereinfachen. In Irland sollte das Volk darüber abstimmen. Fakt ist, dass kaum ein Bürger in der Lage ist so einen Vertrag zu verstehen und es auch viel Arbeit und Zeit kosten würde, die sich aber kaum ein Bürger machen will.
    Die Bürger haben bei der Entscheidung ihrer Wahl überhaupt nicht über den Vertrag nachgedacht, stattdessen wollten die meisten einfach nur ihre Regierung abstrafen, die für den Vertrag und die Opposition war eben dagegen.

    Was glaubst du wieviel eine demokratische Wahl in den USA kostet? Allein der Aufwand um die Wahlzettel zu drucken und zu verteilen ist gewaltig. Hinzu käme Aufklärungsmaterial und -Arbeit, denn ohne ist eine Wahl sinnlos und man könnte besser würfeln.

  3. #23
    Ghostbrace
    Demokratie bedeutet nicht Volksherrschaft. Demos=Volk, Kratos=Macht, d.h. die Macht liegt bei dem Volk, nicht die Regierung/Herrschaft, das würde auch gar nicht gehen. Die Macht übt das Volk alle paar Jahre aus, indem sie Politiker in die Regierung wählt oder eben nicht, und die regieren/herrschen dann.

    Soweit ich weiss ist die Wahlbeteiligung in der Schweiz einer der niedrigsten der gesamten demokratischen Welt, Frauen dürfen erst seit den 70ern wählen, so eine Musterdemokratie ist die Schweiz also gar nicht.

  4. #24

    Registriert seit
    18.03.2008
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    Gibts ein tolles Video...


  5. #25
    kaurin
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Demokratur? .... Guckst du hier => Demokratur ? Wikipedia


    Ich denke, dass die USA gar keine richtige Demokratie sind, auch wenn sie sich als grösste Demokratie der Welt ansehen. Hier in der Schweiz, da herrscht Demokratie. Da herrscht das Volk. Demos-kratia (griech: volks-herrschaft). Hier finden 4 Mal im Jahr Volksabstimmungen statt. Initiativen und Referenden. Wenn die Politiker oder die im Parlament mal was falsches tun, kann das Volk jederzeit die "Notbremse" ziehen und ihnen einen Denkzettel verpassen.

    In den USA geht das nicht. Dort ist zwar der Präsident demokratisch gewählt (doch das ist es dann auch), aber ER herrscht während seiner langen Amtszeit wie ein Monarch.
    Der Begriff "mächtigster Mann der Welt" wird nicht in Verbrindung gebracht, dass die USA die Supermacht sind, sondern weil in den USA von allen westlichen bzw. demokratischen Ländern der Präsident dort die grösste Macht hat, an Platz 2 folgt Frankreich bzw. der französische Präsident.

    Keine Ahnung... aber für mich ist das nicht VOLKSHERRSCHAFT (Demokratie). Was ist das für eine Volksherrschaft, wenn sich das Volk zwischen Herrscher A und Herrscher B entscheiden muss???

    Darum bleibe ich bei meiner Meinung... Wahre Demokratie sehe ich hier in der Schweiz. Ich kann hier richtig fühlen, wie ich mitentscheiden und mitbestimmen kann (nicht nur wählen, sonden wirklich mitentscheiden). In den USA sehe ich eher so was wie ne "Demokratur".
    Man hat's ja während der Bush-Ära gsehen. 2/3 der Amerikaner regten sich über ihn auf, doch sie konnten nichts tun. Der Typ machte, was er wollte. Suuuuper Demokratie!!!

    PS: Das alles hat absolut nichts mit Obama zu tun (ich mag ihn) sondern eher was mit der amerikanischen Verfassung.

    Was denkt ihr darüber?
    Immer das selbe mit euch Kommunisten.

    In einer Demokratie regiert nicht das Volk. Schon gar nicht das ganze Volk.

    In einer demokratie wählt man eine Regierung, welche ihre Ziele und Absichten im Vorwahl Programm verrät. Diese, welche die Mehrheit der Stimmen hat regiert dann.

    "Man hat's ja während der Bush-Ära gsehen. 2/3 der Amerikaner regten sich über ihn auf"

    Die Wähler sind die Hauptschachstelle der Demokratie!

    Den die wenigsten Informieren sich über die Partei/Person die sie wählen wirklich. Nur wenige Informieren über Alternativen und noch wenigere sind selber politisch/sozial/ gesellschaftlich aktiv.

    Die Wähler geben den Politikern zu viel macht, weil sie sich nicht selber informieren und eigentlich wollen das einer für sie die Ziele setzt und durchsetzt obwohl egentlich der Wähler für sich seine Ziele setzen sollte und nur jemanden wählen sollte der diese durchsetzt.

    Da aber es nicht so ist, passen sich die Politiker an und nutzen es aus. Ihr würdet es in ihren Positionen auch tun, am Anfang würdet ihr vielleicht was versuchen aber ihr würdet schnell merken das es nichts bringt, da es die meisten Wähler nicht mal merken würden. Es ist leichter sich vor die Kamera zu setzten und geschichten zu erzählen.

    Deutschland hat ein löbliches System. Hier gibt es viele Organisationen (Politische und andere) wo man was bewirken kan... wenn man denn möchte.

    Die Demokratie bietet die Chance was zu bewirken mehr als jedes andere Modell doch sie ist eben von den Wählern abhängig. Je weniger der Wähler aber Interesse zeigt desto breiter machen sich die schon eingesessenen/ gewählten Politiker.

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