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Desinteresse auf dem Balkan

Erstellt von Krešimir, 05.07.2009, 00:38 Uhr · 53 Antworten · 2.147 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Krešimir

    Registriert seit
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    Desinteresse auf dem Balkan

    Gefährliches Desinteresse

    Auf dem Balkan gärt es, weil die EU ihre Versprechen für Annäherung und Beitritt nicht hält


    Mit seinem Rückzug aus der Politik hat der kroatische Ministerpräsident die Öffentlichkeit auf dem Balkan überrascht und verunsichert. Ivo Sanader stand nicht nur wegen der schlechten Wirtschaftslage seines Landes mit dem Rücken zur Wand. Aber Gründe für die Amtsniederlegung muss man auch in Brüssel suchen. Seit Monaten blockiert das Nachbarland und EU-Neuling Slowenien die Beitrittsverhandlungen Kroatiens. Eine absurd anmutende Auseinandersetzung um einen 25 Kilometer langen Küstenabschnitt in der Adriabucht von Piran und andere Grenzstreitigkeiten werden von der slowenischen Seite missbraucht, um Zagreb zu erpressen.

    Und wie verhält sich die EU? Man appelliert an die beiden Länder, diesen Konflikt bilateral zu lösen, obwohl dies ohne Druck von außen unmöglich erscheint. Als im Frühjahr die Regierung in Ljubljana auch die Nato-Mitgliedschaft Kroatiens blockieren wollte, brauchte es nur ein Machtwort der Amerikaner und Slowenien musste seine Obstruktionspolitik einstellen. Auf ein Machtwort aus Brüssel wartet Kroatien hingegen vergebens. Mit ihrer passiven Politik untergräbt die EU ihre Glaubwürdigkeit in Kroatien und in den anderen Balkanländern. Wenn das slowenische Beispiel Schule macht, dann werden sich die Republiken des früheren Jugoslawien in Zukunft gegenseitig den Weg in die EU sperren. Die Folge wären zwar nicht neue Kriege auf dem Balkan, aber es droht eine gefährliche Stagnation.

    Schon jetzt glauben immer mehr Menschen in der Region, dass die EU-Integration ein leeres Versprechen bleibt. Die EU hatte allen Balkanländern mit ihren lediglich 30 Millionen Bürgern vor genau sechs Jahren auf ihrem Gipfel in Thessaloniki eine Beitrittsperspektive angeboten. Das Versprechen hatte in Südosteuropa durchaus positive Auswirkungen. Endlich wurden Reformen in Angriff genommen, Politiker nahmen Abschied von der rückwärtsgewandten Rhetorik, die nationalistischen Hardliner verloren an Einfluss.

    Seitdem Brüssel eine Denkpause bei der Erweiterung eingelegt hat, melden sich nun Populisten wie Milorad Dodik mit schrillen Tönen zurück. Der Ministerpräsident der serbischen Teilrepublik in Bosnien-Herzegowina droht mit der Teilung des fragilen Landes und fordert die Politiker in Belgrad auf, die Aufspaltung des Kosovo durchzusetzen. Solange die EU gegen solche Provokateure nicht einschreitet, wird der Balkan im Stillstand verharren.

    Deutliche Worte müsste die EU auch gegenüber Griechenland finden. Die Regierung in Athen hat wegen Streits um den Staatsnamen den Nato-Beitritt Mazedoniens verhindert und blockiert auch die weitere EU-Integration des winzigen Nachbarn. Schließlich sollte die EU auch den prowestlichen Demokraten von Präsident Boris Tadic in Serbien zu verstehen geben, dass ein EU-Beitritt unrealistisch ist, wenn sich das Land mit der Unabhängigkeit des Kosovo nicht abfindet. Es liegt weder im Interesse der EU noch der Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, wenn Brüssel - nach Zypern - einen neuen Konflikt importiert.

    Mit ihrer frühen Intervention im Beinahe-Bürgerkrieg zwischen albanischen Rebellen und mazedonischen Sicherheitskräften im Jahr 2001 hat die EU bewiesen, dass sie durchaus in der Lage ist, kleine und große Katastrophen auf dem Balkan abzuwenden. Die Zeit für eine aktive EU-Politik ist nicht üppig bemessen. Denn ohne eine klare Beitrittsperspektive ist keiner dieser Staaten handlungsfähig und souverän. Die Finanzkrise trifft die ohnehin strukturschwache Region. Ein wichtiges Signal wäre zum Beispiel die Aufhebung der Visumpflicht für alle und nicht nur für einige der südosteuropäischen Staaten. Bleibt die EU weiterhin untätig, könnte die Lage auf der balkanischen Großbaustelle außer Kontrolle geraten. Der Rücktritt des kroatischen Premiers ist ein Weckruf.

    Quelle:
    Auf dem Balkan gärt es, weil die EU ihre Versprechen für Annäherung und Beitritt nicht hält - Gefährliches Desinteresse - Nachrichten - sueddeutsche.de


  2. #2
    Avatar von Krešimir

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    3.863
    Die EU hält ihre versprechen nicht und
    das ist ein Zeichen für die Unfähigkeit der
    Europäischen Union.

  3. #3

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    4.099
    Heiße Luft

  4. #4

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    6.967

    Idee

    Ist ja auch kein Wunder.....wir streiten noch im 21- Jahrhundert miteinander über Grenzen etc.etc. und dann wollen wir in die Eu...wo es kein Grenzen mehr gibt....das passt eben nicht zusammen...

    Und wir sind sowieso keine West-Europäer..dass ist Tatsache. Wir sind andere Völker..wir haben mit den West- Europäern( eigentliche Europäer) nicht viel am Hut..auch wenn wir auch Europäer sind...

    Wenn ihr glaubt, dass uns die Europäer als ihresgleichen jemals akzeptieren werden, seid ihr einfach blind...wir sollten selbständig unsere Länder aufbauen und uns nicht Geld oder was auch immer von der Eu pumpen etc.etc.etc.etc... dass würde uns nur abhängiger machen.

    Scheiss auf die EU...Selbstbestimmung...und Demokratie für jedes einzelne Land und jedes einzelne Volk...und dazu muss man keinem komischen EU Klub beitretten, der uns dann nur rumschubsen würde.!!!

  5. #5
    Avatar von Krešimir

    Registriert seit
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    3.863
    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    Ist ja auch kein Wunder.....wir streiten noch im 21- Jahrhundert miteinander über Grenzen etc.etc. und dann wollen wir in die Eu...wo es kein Grenzen mehr gibt....das passt eben nicht zusammen...

    Und wir sind sowieso keine West-Europäer..dass ist Tatsache. Wir sind andere Völker..wir haben mit den West- Europäern( eigentliche Europäer) nicht viel am Hut..auch wenn wir auch Europäer sind...

    Wenn ihr glaubt, dass uns die Europäer als ihresgleichen jemals akzeptieren werden, seid ihr einfach blind...wir sollten selbständig unsere Länder aufbauen und uns nicht Geld oder was auch immer von der Eu pumpen etc.etc.etc.etc... dass würde uns nur abhängiger machen.

    Scheiss auf die EU...Selbstbestimmung...und Demokratie für jedes einzelne Land und jedes einzelne Volk...und dazu muss man keinem komischen EU Klub beitretten, der uns dann nur rumschubsen würde.!!!
    Bin ganz deiner Meinung

  6. #6
    Emir
    Ich bleib dabei EU = Bullshit!

  7. #7
    Avatar von Yugovich

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    Scheiss auf die EU...Selbstbestimmung...und Demokratie für jedes einzelne Land und jedes einzelne Volk...und dazu muss man keinem komischen EU Klub beitretten, der uns dann nur rumschubsen würde.!!!
    Volle Zustimmung von mir.

    Die EU in ihrer jetzigen Form ist sowieso ein Auslaufmodell. Wartet nur mal ab was passiert wenn die Wirtschaftskrise weiter voranschreitet. Da wird die EU alle ihre Kräfte nur noch darauf verwenden müssen ein Auseinanderbrechen derselben zu verhindern.

    Wer soll da noch Interesse an ein paar zurückgebliebenen Balkanvölkern haben, die so dumm waren zu versuchen sich gegenseitig zu töten nachdem man über Jahrzente friedlich miteinander gelebt hatte?

    Das schon alleine ist Grund genug für die Verachtung der Westeuropäer gegenüber den Südslawen.

  8. #8

    Registriert seit
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    20.935
    "...brauchte es nur ein Machtwort der Amerikaner und Slowenien musste seine Obstruktionspolitik einstellen. Auf ein Machtwort aus Brüssel wartet Kroatien hingegen vergebens..."

    So tief sind wir also gesunken, wir warten auf Machtwörter von anderen Staaten, anstatt selbst die Töne anzugeben... *Kopfschüttel*

    Schande, so etwas ist doch genau das gewesen, was wir immer verhindern wollten und jetzt das

  9. #9
    Avatar von Balkanpower

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    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    Ist ja auch kein Wunder.....wir streiten noch im 21- Jahrhundert miteinander über Grenzen etc.etc. und dann wollen wir in die Eu...wo es kein Grenzen mehr gibt....das passt eben nicht zusammen...

    Und wir sind sowieso keine West-Europäer..dass ist Tatsache. Wir sind andere Völker..wir haben mit den West- Europäern( eigentliche Europäer) nicht viel am Hut..auch wenn wir auch Europäer sind...

    Wenn ihr glaubt, dass uns die Europäer als ihresgleichen jemals akzeptieren werden, seid ihr einfach blind...wir sollten selbständig unsere Länder aufbauen und uns nicht Geld oder was auch immer von der Eu pumpen etc.etc.etc.etc... dass würde uns nur abhängiger machen.

    Scheiss auf die EU...Selbstbestimmung...und Demokratie für jedes einzelne Land und jedes einzelne Volk...und dazu muss man keinem komischen EU Klub beitretten, der uns dann nur rumschubsen würde.!!!
    Stimmt bis auf das wir die wahren Europäer sind!!!
    Wir sind"Hellenen,Illyrer,Thraker,Walachen etc,etc.." die ersten Europäer.

  10. #10
    Emir
    Ein Beispiel der EU .. Um in die EU zu kommen müssen staatliche Sachen wie die Telekom privatisiert werden. Ein kleines Beispiel ist Kroatien ... Strand, Telekom, Fernsehn ....

    Was hat der Staat davon?

    Es gibt positives und negatives. Schweiz hat da nicht mitgespielt und trotzdem können die machen was die wollen ...

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