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Droht jetzt ein Putsch: Unruhen in Griechenland rufen Militär auf den Plan

Erstellt von Poliorketes, 28.09.2013, 21:44 Uhr · 20 Antworten · 1.246 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Poliorketes

    Registriert seit
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    Droht jetzt ein Putsch: Unruhen in Griechenland rufen Militär auf den Plan

    Ich weiß nicht wie verlässlich diese quelle ist aber naja. http://www.deutsch-tuerkische-nachri...-auf-den-plan/


    "Die Unruhen in Griechenland haben nun erstmals das Militär auf den Plan gerufen: Die Gewerkschaft der Reservisten der Spezial-Streitkräfte fordert eine Regierung der nationalen Einheit sowie die sofortige Konfiszierung des Vermögens von deutschen Unternehmen. Die Reservisten haben die Bevölkerung zu einer Groß-Demo am Samstag aufgerufen. Premier Samaras spricht von einem Putsch-Versuch. Die Lage ist brandgefährlich.


    In Griechenland spitzt sich die Lage offenbar dramatisch zu. In einem Aufruf derGewerkschaft der Reservisten der Spezial-Streitkräfte fordern die Militärs den Rücktritt des Staatspräsidenten und der Regierung. Es solle eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden. Die Steuern für Familien mit einem Einkommen von unter 25.000 Euro sollen ausgesetzt werden. Der Oberste Gerichtshof solle jene einem Prozess zuführen, die für das „katastrophale Memorandum“ verantwortlich seien, das Griechenland mit der EU geschlossen hat. Die gesamtenVermögen von deutsche Unternehmen seien zu beschlagnahmen, als Reparations-Zahlungen die Kriegsschuld der Deutschen. Illegale Einwanderer sollen in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden, wie dies in anderen EU-Staaten praktiziert werde.

    Premier Antonis Samaras und die griechischen Regierung gerieten über die Aktion geradezu in Panik: Samaras berief eine Krisen-Sitzung ein und sagte, es handele sich um einen „Putsch-Versuch“. Ein Regierungssprecher sagte: „Das muss uns sehr besorgen. Die überwältigende Mehrheit der Armee-Führung steht treu zu Demokratie. Die wenigen, die das nicht tun, müssen mit Konsequenzen rechnen.“
    Anlass der jüngst schweren Unruhen ist die Ermordung eines Künstlers durch einen Rechtsradikalen. Samaras hatte darauf angekündigt, dass die Regierung prüfe, ob die Partei „Goldene Morgenröte“ nicht verboten werden solle. Darauf drohten die 18 Abgeordneten der Partei mit ihrem Austritt aus dem griechischen Parlament.
    Sollten die Abgeordneten wirklich austreten, drohen Neuwahlen. Die linke Syriza-Partei kündigte an, dass sie für eine Neuwahl sei und die Wahl dann zu einem „Referendum gegen den Nationalsozialismus im Land und gegen das EU-IWF-Memorandum machen wolle“, berichtet Kathimerini.
    Unter dessen beharren die Euro-Retter darauf, dass die Griechen weiter ihre Schulden bezahlen. ESM-Chef Klaus Regling sagte dem Wall Street Journal, dass die Schuldenlast Griechenlands nicht, wie vom IWF gesagt, unzumutbar seien. Die Griechen hätten hervorragende Kreditbedingungen bekommen, zahlen niedrige Zinsen und müssen die Kredite über 30 Jahre abzahlen. Das komme einem Schuldenschnitt gleich, weshalb ein echter Schuldenschnitt nicht notwendig sei.
    Zuvor hatte bereits EZB-Chef Mario Draghi gesagt, dass die Schuldenlast Griechenlands „tragfähig“ sei. Er gäbe keine Notwendigkeit eines Schuldenerlasses. Das hatte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäublegesagt. Schäuble will statt eines Schuldenerlasses den griechischen Banken weiter Geld der europäischen Steuerzahler zukommen lassen, damit diese ihre Schulden bei der EZB und beim IWF bezahlen können.
    Offenbar ist die Lage in Griechenland jedoch weit dramatischer als von den Technokraten Draghi und Regling dargestellt: Das Land kämpft gegen dieSchuldenexplosion, eine wachsende Armut, weiter steigende Arbeitslosigkeit und insbesondere eine anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzungen auf den Straßen zeigen, dass die Regierung die soziale Lage kaum noch unter Kontrolle halten kann.
    Verschärft wird die Lage durch eine anhaltende Kapitalflucht: Die griechischen Banken melden, dass die Einlagen um 178 Millionen Euro zurückgegangen sind. Dies bringt die Banken in gefährliche Liquiditäts-Engpässe. Dadurch wird die Lage bei den mittelständischen Unternehmen kritisch: Die Banken können keine Kredite mehr vergeben – weil sie das Geld, das sie von der EU bekommen, an die EU zurückzahlen müssen.
    Nach dem ersten Schuldenschnitt hatten sich die internationalen Großbanken aus Griechenland verabschiedet und die faulen Kredite an die EZB – also an die europäischen Steuerzahler – abgewälzt. Die EZB ist nun ein bevorzugter Gläubiger, sie bekommt den Löwenanteil der „Hilfsgelder“ – um Verluste zu vermeiden, die dann endgültig die europäischen Steuerzahler zu verkraften haben werden."

  2. #2
    Avatar von Harput

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    955
    Das ist nicht die Primärquelle. Der Artikel wurde von hier übernommen: DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN | Wirtschaft und Gesellschaft

    DTN gehört der gleichen GmbH, die auch die DTW ihr Eigen nennen darf. Dahinter stehen keine Türken, wenn Du das meinst mit deiner Quellenkritik. Beide Seiten aber neigen zur extremer Übertreibung und Berichterstattung like BILD.

    Ich denke, dass die Lage so dramatisch nicht ist.

  3. #3
    Avatar von Poliorketes

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    6.361
    Zitat Zitat von Harput Beitrag anzeigen
    Das ist nicht die Primärquelle. Der Artikel wurde von hier übernommen: DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN | Wirtschaft und Gesellschaft

    DTN gehört der gleichen GmbH, die auch die DTW ihr Eigen nennen darf. Dahinter stehen keine Türken, wenn Du das meinst mit deiner Quellenkritik. Beide Seiten aber neigen zur extremer Übertreibung und Berichterstattung like BILD.

    Ich denke, dass die Lage so dramatisch nicht ist.
    Ich hab schon öfters da gelesen und selbst bemerkt das sie doch sehr übertreiben deswegen hab ich das geschrieben.

  4. #4
    Avatar von Arbeiter

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    Man erinnert sich nur an die letzte Griechische Militärdiktatur, die führte zum sturzt der Griechischen Monarchie und zur Teilung Zyperns...

  5. #5

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    Seit der Krise angefangen hat, hört man ab und zu Gerede über einen Putsch.. Besonders von der Regierung und regierungsnahen Medien

  6. #6
    Avatar von AlbaJews

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    7.744
    Das beste wäre es, wenn ich Griechenland regieren würde, aber naja, die Griechische Bevölkerung ist noch nicht so weit.

  7. #7
    Leo
    Avatar von Leo

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    3.440
    In einem Land ,dass so in der westlichen Welt integriert ist,ist das unmöglich schätze ich.
    Und selbst wenn,hätte man den neuen Schurkenstaat number one mitten in Europa.
    Isolation würde den Staat vor die Hunde gehen lassen. War das nicht mal der Fall?
    Sogar Enver ließ in den 50ern Lebensmittel rüberwachsen,hörte ich.

  8. #8
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Leo Beitrag anzeigen
    In einem Land ,dass so in der westlichen Welt integriert ist,ist das unmöglich schätze ich.
    Und selbst wenn,hätte man den neuen Schurkenstaat number one mitten in Europa.
    Isolation würde den Staat vor die Hunde gehen lassen. War das nicht mal der Fall?
    Sogar Enver ließ in den 50ern Lebensmittel rüberwachsen,hörte ich.

    Also an Hungersnot hatte niemand während der Junta zu leiden. Bin da jetzt aber auch nicht ganz sicher. Vielleicht liege ich auch falsch

  9. #9
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Also an Hungersnot hatte niemand während der Junta zu leiden. Bin da jetzt aber auch nicht ganz sicher. Vielleicht liege ich auch falsch
    Wirtschaftlich war es unter der Junta besser:

    In den Jahren 1967 bis 1973 wurden hohe Wachstumsraten bei niedriger Inflation und geringer Arbeitslosigkeit erzielt. Der Anstieg des Bruttosozialprodukts wurde durch Investitionen in die Tourismusindustrie, öffentliche Ausgaben und die Anregung von Kapitalinvestitionen aus Inland und Ausland erreicht, die zu Investitionen zahlreicher internationaler Unternehmen führte. Ferner erfolgte in maßgeblichem Umfang der Bau von Energieversorgungs- und anderen Infrastrukturprojekten. Der Vizepräsident Brigadegeneral Stylianos Pattakos wurde als – immer lächelnde – „erste Maurerkelle Griechenlands“ (griechisch Το πρώτο μυστρί της Ελλάδας) bekannt, da er in Propagandafilmen im Vorprogramm der Kinos regelmäßig mit einer Maurerkelle bei Grundsteinlegungen und Einweihungen zu sehen war.
    Griechische Militärdiktatur

  10. #10

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    3.357
    Ein Hungersnot gab es während der Junta sicher nicht (ich denke, Leo meint hier eher die Zeit nach dem Bürgerkrieg). Und isoliert war GR damals auch sicher nicht, schließlich diente die Junta vor allem den westlich-amerikanischen Interessen.

    Trotzdem wurde ich die Junta-Jahren nicht als wirtschaftlich gut bezeichnen. Der Wachstum war eher künstlich, wie dieser den wir in den letzten Jahrzehnten in GR erlebt haben. Die Obristen wollten damit ihren (sehr kleinen) Rückhalt in der Bevölkerung etwas aufbauen. Mit der Junta wurde der Haushaltsübershuss zum ersten mal in den Nachkriegsjahren zu einem Defizit geworden, wenn ich es richtig im Kopf habe.

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