Kriegsverbrecher in Hessen festgenommen

Zielfahnder des Bundeskriminalamtes haben im südhessischen Seeheim-Jugenheim einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher festgenommen. Der 38-jährige serbisch-montenegrinische Staatsangehörige und wird wegen des Verdachts des Völkermordes gesucht.

Menschen verschleppt, gequält und getötet
Als einer der Rädelsführer der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) soll er zwischen Juni und Oktober 1998 ein Internierungslager in Drenovac (Prizren) geleitet haben. Er wird beschuldigt gemeinsam mit anderen Freischärlern eine Vielzahl von Menschen verschleppt, gequält, misshandelt und getötet zu haben. Von den Opfern fehlt jede Spur. Sie gelten als tot. Das teilte die hessische Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Frankfurt mit.

Mann sitzt in Auslieferungshaft
Die UN-Übergangsverwaltung (UNMIK) für die autonome Region Kosovo hatte die Auslieferung des Mannes bereits vor zwei Jahren beantragt. Das Oberlandesgericht stimmte dem Ersuchen förmlich zu, so dass der Mann bereits in Auslieferungshaft sitzt. Er kann jetzt Einwände erheben oder sich zur Sache äußern, erläuterte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Die Identität des Verdächtigen soll bereits mit Fingerabdrücken und Zeugenaussagen bestätigt sein. Ein Auslieferungstermin stehe noch nicht fest.


Erfolgreiche Zielfahndung
Das BKA war im März dieses Jahres mit der Zielfahndung beauftragt worden. Der Mann wurde schließlich in Seeheim-Jugenheim bei Darmstadt lokalisiert und am Montagabend festgenommen.

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