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Enttäuschung der UNO über Kosovo-Lage

Erstellt von Albanesi, 21.08.2005, 20:06 Uhr · 11 Antworten · 881 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Sind die Albaner verrückt??

    Zitat Zitat von Partibrejker
    BALKANS: UN ENVOY DISAPPOINTED AT PROGRESS IN KOSOVO

    Belgrade 22 August (AKI) - United Nations special envoy to the troubled Muslim-majority province of Kosovo, Norwegian diplomat Kai Eide, said on Monday he is disappointed with the achievements made in implementing democratic and human rights standards in the province,
    Auch Nichts Neues!

    Aber interessant ist dieser Österreichische amtliche link

    DIE ALBANISCHE FRAGE – ENTWICKLUNGSSZENARIEN UND STEUERUNGSINSTRUMENTE
    The Europeans and the Americans [...] will point their fingers at the Albanians and accuse the victims of the greatest persecution at the end of the century for turning to persecute others in Kosovo, for allowing fascism to be repeated. They will be right. And those who think these actions will end once the last Serbs have left Kosovo will be wrong. It will be the Albanians‘ turn once more, only this time at the hands of other Albanians. We fought for this?
    Veton Surroi in New York Review of Books, XLVI. Jg., Nr. 15 (7. Oktober 1999), S. 21.
    Die im Motto von Veton Surroi, dem Herausgeber der kosovo-albanischen Wochenzeitung "Koha Ditore" gestellte Prognose deckt sich mittlerweile nicht nur mit der Wirklichkeit, sondern zudem mit einer Erkenntnis der sozialwissenschaftlichen Gewaltforschung: Aufstandsgewalt ethnonationaler Prägung kommt mit "Sieg" oder "Niederlage" in aller Regel nicht zum Stillstand, sondern diffundiert zu krimineller Gewalt.
    Ebenso wie im Frühjahr 1999 kosovo-albanische Flüchtlinge in Albanien von ortsansässigen Mafiosi überfallen und ausgeraubt wurden, werden etliche der nach Kosovo Zurückgekehrten heute von ihren selbsternannten "Befreiern", der demobilisierten UÇK, aus politischen Gründen drangsaliert, misshandelt oder gar ermordet. Kann angesichts solcher Zustände überhaupt mit Begriffen wie dem eines gesamtalbanischen Nationalgefühls, gar einer pan-albanischen Bewegung gesprochen werden?
    Eine oder viele Albanische Frage(n)?
    "Die Religion des Albaners", so um 1880 der albanische Dichter Pashko Vasa, "ist das Albanertum!" Und auch die Mehrzahl der internationalen Beobachter in Politik und Medien scheint pan-albanische Bestrebungen mit dem Ziel eines "Sammelns der albanischen Erde" und deren staatliche Vereinigung in einem "Großalbanien" für ein ebenso reales wie potentiell gefährliches Phänomen zu halten. Allerdings ist die Quellenbasis, auf die sich dergleichen Vermutungen zu stützen pflegen, für gewöhnlich schmal. In aller Regel handelt es sich um vereinzelte Äußerungen extremistischer oder politisch anderweitig marginaler Faktoren auf albanischer Seite,

    ................................

    • Die 1991 ihre Versteinerung aufbrechende Gesellschaft der Republik Albanien ereilte 1997 ein totaler Kollaps staatlicher Strukturen, das Ende aller inneren Sicherheit. Seitdem ist dieses Dritte-Welt-Land in Europa de facto ein gemeinsames Schutzgebiet von WEU, NATO, OSZE und EU, in dem Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft über erste Ansätze nicht hinausgekommen sind. Stattdessen haben Korruption, Ämterkauf, Waffenschmuggel, Drogenhandel, Menschenhandel, organisierte Kriminalität und illegale Massenflucht eine bis dahin ungekannte "Blüte" erreicht. Die politische "Elite" des Landes kennzeichnet primär Machthunger, kaum hingegen Professionalität. Die Attraktivität des "Modells Albanien" für Albaner außerhalb Albaniens strebt entsprechend gegen Null.
    • Die Albaner Westmazedoniens sowie der nordmakedonischen Städte Skopje und Kumanovo, die, anders als die Kosovo-Albaner, im Jugoslawien Titos nie Autonomierechte besaßen, haben auf den Zerfall der Föderation anfänglich mit zentrifugalen Tendenzen reagiert, dann aber ein Stillhalteabkommen mit der Titularnation der neuen Republik Mazedonien geschlossen. Der sich 1997 radikalisierende Kurs der albanischen Elite im benachbarten Kosovo, der unter Führung der UÇK 1998 in den Krieg führte, bestärkte die makedonischen Albaner in ihrer Politik der Risikovermeidung sowie der Priorität wirtschaftlicher Prosperität. Die "Woge" von 335.000 kosovo-albanischen Flüchtlingen, die im Frühjahr 1999 nach Mazedonien "schwappte", bewirkte dann den politischen Bruch zwischen den albanischen Eliten der beiden post-jugoslawischen Regionen. Die albanische Minderheit Mazedoniens machte nun ihren Frieden mit dem neuen Staat und begann sich von der politischen und kulturellen Vormundschaft durch die Kosovoelite zu emanzipieren. Der mit der Wiedereröffnung der albanischen Universität Pristina einsetzende dramatische Bedeutungsverfall der "Universitätsfrage" in Mazedonien, d.h. des Konflikts um die "illegale" albanische Universität in Tetovo, belegt dies.
    • Der "alten" politischen Elite der Kosovo-Albaner, die als einzige über professionell agierende Berufspolitiker verfügt und in den Jahren der Territorialautonomie 1974-1989 sowie des Schattenstaates 1990-1998 erhebliche politische Erfahrung erworben
    hat, droht derzeit die Marginalisierung durch eine "neue" und radikale Elite aus den Reihen der UÇK. Die bis 1998 im Kosovo intensiv geführte Diskussion über eine Reföderalisierung Rest-Jugoslawiens, über ein kosovo-albanisches "Südtirol" innerhalb Serbiens oder über einen Kosovo und Serbien umfassenden Staatenbund "Balkania" ist abgebrochen; die (Schein-)Alternative lautet derzeit "Eigenstaatlichkeit" oder "Wiedervereinigung". Die Selbstsuggestion der UÇK, sie habe mit Hilfe der NATO den Krieg gegen Belgrad gewonnen, hat eine Diskussion über die 1997 gewählte Hochrisikostrategie seit 1997, die in Vertreibung, Vernichtung und Zerstörung resultierte, gar nicht erst aufkommen lassen. Das kosovo-albanische Syndrom eigener Überlegenheit über die Albaner andernorts ist in seiner UÇK-Variante besonders ausgeprägt.

    .Die Selbstsuggestion der UÇK, sie habe mit Hilfe der NATO den Krieg gegen Belgrad gewonnen, hat eine Diskussion über die 1997 gewählte Hochrisikostrategie seit 1997, die in Vertreibung, Vernichtung und Zerstörung resultierte, gar nicht erst aufkommen lassen. Das kosovo-albanische Syndrom eigener Überlegenheit über die Albaner andernorts ist in seiner UÇK-Variante besonders ausgeprägt.
    Bei Übernahme albanischer Auto- und Heterostereotypen könnte man also die Elite der Kosovo-Albaner als "intellektuelle Hasardeure" :!: , die makedonischen Albaner als "wohlhabende Feiglinge" :!: und die Albaner Albaniens schließlich als "brutale Tollpatsche" :!: charakterisieren – drei höchst unterschiedlich normierte Gesellschaften,


    ..........................

    http://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publi...psw_07_aes.pdf


    :!:

  2. #12

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    14.07.2004
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    11.391
    Zitat Zitat von LaLa
    @Dreni

    Von den Serben Das ist eine Prophezeiung eines serbischen Propheten und so unrecht aht er gar nicht.........................bis jetzt stimmte alles von ihm.......
    also ehrlich gesagt habe ich nichts gegen deine religion,
    aber ist die äusserung deines popen nicht sehr politisch? :wink:
    ich bin moslem, aber der hodxha in kosova hat gar nicht über politik gesprochen, sondern nur über soziale/zwischenmenschliche probleme!
    zb arbeitslosigkeit, frieden in der familie, alkoholabhängige, arme nachbarn usw....
    aber über die serben hat er kein wort verloren, nur über die menschen! :wink:
    ich würde mich an deiner stelle fragen, ob dein pope nicht wahrsager oder politiker werden sollte.

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