Ermittlungen gegen zwölf Personen wegen Kriegsverbrechen

Staatsanwaltschaft beantragt Untersuchungshaft für Verdächtige - Rehn: "Sehr baldige" Wiederaufnahme der Gespräche

Belgrad - Die Belgrader Sonder-Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hat am heutigen Mittwoch Ermittlungen gegen zwölf Personen eingeleitet, denen Kriegsverbrechen in der kroatischen Ortschaft Lovas nahe der Grenze zu Serbien im Jahr 1991 angelastet werden. Die Staatsanwaltschaft hat vom Sondergericht gleichzeitig die Verhängung der Untersuchungshaft für alle Verdächtigen beantragt, meldeten Medien, die am Dienstag über die Festnahme von sieben Personen in der Causa berichtet hatten.


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Die Ermittlungen laufen gegen vier Angehörige der einstigen jugoslawischen Streitkräfte, vier Mitglieder der einstigen serbischen paramilitärischen Gruppen sowie vier kroatische Serben, die der früheren Lokalverwaltung von Lovas angehörten. Ihnen wird angelastet, für den Tod von 70 kroatischen Zivilisten im Oktober und November 1991 verantwortlich zu sein, teilte die Sonder-Staatsanwaltschaft mit.

Mehr als 50 Tote
Medienberichten zufolge hatten jugoslawische Streitkräfte zusammen mit serbischen Milizen am 10. Oktober 1991 einen Artillerieangriff auf das kroatische Grenzdorf unternommen, wobei rund 30 Personen ums Leben kamen. Nach der Eroberung des Dorfes wurde die nicht-serbische Bevölkerung unmenschlichen Behandlungen ausgesetzt, wobei eine größere Personengruppe gezwungen wurde, ein nahe liegendes Minenfeld zu überqueren. 24 Menschen kamen dabei ums Leben.
Die serbische Sonder-Staatsanwaltschaft hat ihre Informationen über die Kriegsverbrechen in Lovas zum Teil auch von serbischen Militärsicherheitsdiensten erhalten. Wie die Tageszeitung "Danas" am Mittwoch berichtete, hatte die Sicherheitsdirektion der einstigen jugoslawischen Streitkräfte die Ereignisse in Lovas schon im Jahre 1991 detailliert beschrieben und Information darüber auch an zuständige Behörden in Serbien weitergeleitet. Eine Reaktion der Justiz und der Polizei war allerdings ausgeblieben.
In Vukovar läuft in Causa Lovas ein Gerichtsverfahren, auf der Anklagebank befindet sich allerdings nur eine von 17 angeklagten Personen. Medien zufolge wurde der Angeklagte Ljuban Devetak, der kroatisch-serbische Kriegskommandant von Lovas, nun in Serbien festgenommen.
Rehn: "Sehr baldige" Wiederaufnahme der Gespräche
Der EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn hat am Mittwoch eine "sehr baldige" Wiederaufnahme der Gespräche mit Belgrad über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) angekündigt, meldeten serbische Medien. "Die neue serbische Regierung (des Premiers Vojislav Kostunica) hat getan und tut das, was sie soll, um uns zu ermöglichen, die SAA-Gespräche sehr bald wiederaufzunehmen", sagte Rehn laut seiner Sprecherin Christina Nagy bei der heutigen Sitzung der Europäischen Kommission.
Die Europäische Union hatte im Mai 2006 ihre SAA-Gespräche mit Belgrad wegen mangelnder Zusammenarbeit der serbischen Behörden mit dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien gestoppt. Das neue Kabinett Kostunicas setzte sich die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Den Haager Gericht, worunter die Festnahme der noch flüchtigen Angeklagten verstanden wird, zu einer der fünf Prioritäten. (APA)

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pervers kann man da nur sagen....

aber jetzt scheint man wenigstens diesen ihre verdiente strafe zu geben....

und mods bitte euch keine zensur zu üben ,,,,,, danke

wo bleibt mein bericht über die verhaftung von

http://derstandard.at/

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