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Erster Prozess wegen Kriegsverbrechen in Mazedonien

Erstellt von skenderbegi, 16.04.2007, 17:18 Uhr · 10 Antworten · 1.022 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.086

    Idee Erster Prozess wegen Kriegsverbrechen in Mazedonien

    Erster Prozess wegen Kriegsverbrechen in Mazedonien


    --------------------------------------------------------------------------------

    Ehemaliger Innenminister und Kommandant einer Sonder-Polizeieinheit auf der Anklagebank des UNO-Tribunals

    Den Haag/Skopje/Belgrad - Vor dem Haager UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien hat am heutigen Montag ein erster Prozess wegen Kriegsverbrechen in Mazedonien begonnen. Auf der Anklagebank sitzen der ehemalige Innenminister Lube Boskoski (47) und Johan Tarculovski (33), der Befehlshaber einer Sonder-Polizeieinheit während der mehrmonatigen Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und albanischen Extremistengruppen im Jahr 2001.

    Ihnen wird die Ermordung von sieben albanischen Zivilisten im Dorf Ljuboten, zehn Kilometer nördlich von Skopje, am 12. August 2001 vorgeworfen. Beim Überfall der Sonder-Polizeieinheit "Lavovi" (Löwen) auf das mehrheitlich von Albanern bewohnte Dorf wurden laut Anklage mindestens 14 Häuser in Brand gesteckt und mehr als 100 Zivilisten festgenommen und von der Polizei schwer misshandelt.

    Den Auslöser für den Überfall lieferte der Tod von sechs Sonderpolizisten, die starben, als der Geländewagen, mit dem sie nach Skopje unterwegs waren, in der Nähe des Dorfes auf eine Landmine aufgefahren war. "Lavovi" war eine berüchtigte Polizeieinheit. Zu ihren Ausbildern soll eine Zeit lang auch der Befehlshaber der vergleichbaren serbischen Sonder-Polizeieinheit "Rote Barette", Milorad Ulemek "Legija", gehört haben. "Legija" hat sich in Belgrad wegen mehrerer Mordanschläge zu verteidigen.

    Zeugen

    Während sich Boskoski auf Grund seines ehemaligen Amtes zu verteidigen hat, werden Tarculovski Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Die Tribunalsanklage will ihre Beweise gegen die beiden Angeklagten mit Hilfe von 90 Zeugen, mehrheitlich Einwohnern Ljubotens, beweisen.

    Am heutigen Montag wurde vor dem Haager Gericht nur die Anklage verlesen, die Verteidiger sollen bei der Fortsetzung des Prozesses in zwei Wochen zu Wort kommen.

    Die mazedonischen Streitkräfte lieferten sich im Jahr 2001 mehrmonatige Kämpfe mit albanischen Extremistengruppen im Nordwesten des Landes. Dem drohenden Bürgerkrieg wurde am 13. August durch den Abschluss von dem durch Hilfe der Staatengeheimschaft ausgehandelten Ohrid-Abkommen vorgebeugt. Dieses stellte der albanischen Volksgruppe, die ein Viertel der Bevölkerung des mehrheitlich slawischen Staates ausmacht, eine bessere Vertretung im Verwaltungsapparat sicher. (APA)

    http://derstandard.at/?url=/?id=2843754

    Es sollen alle bestraft werden die verbrechen beganngen haben auch die albaner.

  2. #2
    Gast829627
    ich bin ja überall mit dabei...aber damit hab ich nix zu tun

  3. #3

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    Kriegsverbrecherprozess gegen Mazedonier

    Ehemaliger Innenminister und Kommandant einer Sonder-Polizeieinheit auf der Anklagebank des UNO-Tribunals

    Am Sonntag läuteten in der Kathedrale des heiligen Kliment von Ohrid in Skopje die Glocken zu Ehren von Ex-Innenminister Ljube Boskovski und dem ehemaligen Befehlshaber der Sondereinheit der Polizei „Lavovi“ (Löwen) Johan Tarculovski. Ljube und Johan könnten stolz sein, sagte Erzbischof Stefan in seiner Predigt vor zahlreichen Angehörigen und Mitkämpfern der beiden vor dem UN-Tribunal in Den Haag _wegen Kriegsverbrechen angeklagten Mazenonier.
    Denn sie hätten nur ihr Vaterland und das friedliebende mazedonische Volk verteidigt, und das könne niemals, weder vor dem irdischen noch vor dem himmlischen Gericht, eine Sünde sein. In allen Gotteshäusern der mazedonisch-orthodoxen Kirche betete man für die beiden Patrioten und sicherte ihnen geistige Unterstützung zu.
    Während die meisten slawisch-orthodoxen Mazedonier den am Montag begonnen Prozess als ein politisches Zugeständnis an die Albaner betrachten, erwarten die Albaner die Höchststrafe für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie die Anklage lautet. Boskovski und Tarculovski werden für die Ermordung von sieben albanischen Zivilisten im Dorf Ljuboten, zehn Kilometer nördlich von Skopje, im August 2001 verantwortlich gemacht.
    Die „Löwen“ sollen das Dorf mit Granaten beschossen, mindestens vierzehn Häuser in Brand gesteckt und dutzende Menschen schwer misshandelt haben. Die Aktion der Polizei erfolgte, nachdem sechs Polizisten starben, als ihr Geländewagen auf eine Landmine auffuhr. Die Gefechte zwischen den mazedonischen Streitkräften und der albanischen „Befreiungsarmee“ beendete das Abkommen von Ohrid im Jahr 2001, das den Albanern größere Selbstverwaltungsrechte und Albanisch als Amtssprache zusicherte.
    In der Koalition zwischen der national-konservativen VMRO-DPMNE und der albanischen Demokratischen Partei herrscht keine Einigkeit über die Anklage. Für die einen kann bestenfalls von einer übertriebenen Gewaltanwendung der Polizei gegen albanische terroristische Gruppen die Rede sein, für die anderen gibt es gar keinen Zweifel darüber, dass Kriegsverbrechen begangen wurden. (Andrej Ivanji aus Belgrad 17.4.2007)

    -------------------------------------

    Held und kein Kriegsverbrecher.

  4. #4

    Registriert seit
    27.06.2006
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    151
    User welche Angeklagte und Verurteile des Haager Tribunals als Helden bezeichnen sollten sofort gesperrt werden auch wenn sie eine Moderatoren-Rolle besitzen.

  5. #5

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    Ex-Minister und Leibwächter auf der Anklagebank

    In Den Haag hat der erste Kriegsverbrecherprozess gegen Mazedonier begonnen. Auf der Anklagebank des UN-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien sitzen der frühere mazedonische Innenminister Ljube Boskovski und sein ehemaliger Leibwächter Johan Tarculovski. Ihnen werden Kriegsverbrechen gegen Angehörige der albanischen Minderheit im Jahr 2001 vorgeworfen.


    In seiner einleitenden Stellungnahme bezog sich UN-Ankläger Dan Saxon zunächst allgemein auf den Konflikt in Mazedonien. Da erstmals vor dem UN-Tribunal gegen Mazedonier verhandelt wurde, musste Saxon begründen, dass in dem Land zum damaligen Zeitpunkt ein bewaffneter Konflikt vorlag.

    2001 hatten sich albanische Rebellen und mazedonische Regierungstruppen sieben Monate lang bekämpft. In einem Vergeltungsakt nach einem Angriff von Rebellen sollen Sicherheitskräfte sieben Menschen ermordet und weitere misshandelt haben. Tarculovski war der Anklage zufolge an der Planung und Ausführung der Taten beteiligt. Boskovski habe die Verbrechen nicht verhindert und die Täter nicht bestraft.

    __________________________________________________ ____________

    Die Welt, 15. August 2001

    Ein neues Massaker könnte den Friedensvertrag belasten

    In Ljuboten erschossen am Sonntag offenbar Mazedonier mehrere Albaner vor den Augen ihrer Familien


    Von BORIS KALNOKY

    Ljuboten - Suleiman Bajramis Leiche liegt noch auf der Straße vor seinem Haus. Der vielleicht 25jährige Mann ist von mindestens sechs Kugeln getroffen, von hinten. Ein Schuss in den Hinterkopf, die Kugel hat ihm beim Austritt die halbe Stirn weggerissen. Daneben Radspuren des Panzerwagens, der durch die Blutlache fuhr. Zwanzig Meter entfernt liegt sein Onkel Moharemi Ramadani. Um die Fünzig mag er sein, kurzgeschorene graue Haare. Auch er weist mehrere Wunden auf -die tödliche wird jene gewesen sein, die ihn von hinten traf und knapp unterhalb der Herzgegend austat. Er liegt in der Auffahrt des Hofes, aus dem beide Männer von mazedonischen Sicherheitskraeften herausgezerrt wurden. Es war Sonntag nachmittag, wenig mehr als 24 Stunden vor der Unterzeichnung eines Friedensvertrages in Skopje.

    Suleimans Bruder Xhelal Bajrami war im Nachbarhaus versteckt, etwas weiter oberhalb. Als die dort im Keller Bangenden merkten, dass die Mazedonier gekommen waren, um zu töten, rannten einige von ihnen davon. Xhelal kam vielleicht 60 Meter weit, den Hügel hinauf. Nun liegt er, Gesicht in der Erde, die Arme vor dem Kopf gekreuzt, als habe er sich für ein Nickerchen hingelegt. Auch er wurde in den Rücken getroffen. Weiter unten, noch am Haus, hatte es zuvor bereits Kadri Jashari erwischt. Am weitesten kam Bajram Jashari: Ihn trafen die Kugeln der Mazedonier erst rund 110 Meter vom Haus entfernt. Aber er hatte keine Chance - von links, rechts und von hinten wurde auf ihn geschossen.

    Rings um die Leichen taumeln die Angehörigen Ihrer Darstellung zufolge wurden die Opfer wehrlos dahingeschlachtet. Die fünf Männer sind nur die Hälfte der Todesopfer in Ljuboten - Zwei weitere starben unter Granatbeschuss am Samstag, darunter ein sechsjähriges Mädchen. Einer wurde in seinem Haus erschossen, zwei weitere aus ihrem Keller gezerrt und exekutiert. Zehn weitere Männer wurden nach Angaben der Dorfbewohner von den Soldaten weggeführt, in Richtung des serbisch und mazedonisch bevölkerten Nachbardorfes Ljubanci. Zwei weitere Maenner sind verschwunden, nachdem sie versuchten, in die Hügel zu fliehen. Alle der Leichen sind in Zivil, alle ohne Waffen (es ist nicht ausgeschlossen, dass sie welche hatten). Alle außer Moharemi Ramadani sind Männer in kampffähigem Alter.

    Was passierte wirklich in Ljuboten? Am Donnerstag war in der Nähe des Dorfes ein Armeelastwagen auf eine Mine gefahren - acht mazedonischen Soldaten starben, acht weitere wurden verletzt. Am nächsten Morgen begann der zweitägige Angriff gegen Ljuboten. Das mazedonische Fernsehen zeigte Innenminister Boskovski an einem Checkpoint nahe am Geschehen.

    Zunächst wurde das Dorf nur mit Granaten beschossen. Ein westlicher Militärbeobachter merkt dazu an: "Die ersten drei Granaten, die an jenem Tag fielen, waren vom Kaliber 122 Millimeter. Das deutet daraufhin, dass diese nicht von den Mazedoniern abgefeuert wurden. Die Sicherheitskräfte hatten nur Mörser vom Kaliber 81 Millimeter. Es ist daher denkbar, dass die UCK zuerst feuerte."

    Nach Angaben der Dorfbwohner gab es bei ihnen keine UCK. Das mag sein oder auch nicht - auf jeden Fall kamen beim Bombaredement am Samstag zwei Albaner ums Leben, davon ein sechsjaehriges Mädchen. Am nächsten Tag kam die Armee ins Dorf. Zuerst starb Rami Jusufi, als die Mazedonier durch die Fenster in sein Haus schossen. Nach Angaben der Anwohner kamen die Soldaten von zwei Seiten, Infanterie und Panzerwagen, steckten Häuser in Brand und gingen in die Keller, um die dort versteckten Familien hinauszuzerren. "Unter den Soldaten müssen Reservisten aus den Nachbardörfern gewesen sein, denn sie riefen die Namen bestimmter Männer, sie riefen sie mit ihren Namen heraus", sagt Nasif Hyseni. Er harrte mit 15 weiteren Mitgliedern seiner Familie, die meisten von ihen Kinder, unter der Treppe seines Hauses aus: "Wir haben keinen Keller".

    Nach Angaben mehrerer Dorfbwohner holten die Mazedonier zuerst zwei oder drei Familien hervor, die sich im Keller eines Hauses versteckt hatten. Moharemi Ramadani und Suleiman Bajrami wurden aus der Gruppe gelöst und vor den Augen ihrer Angehörigen erschossen, sagen die Albaner. Den Frauen sei aller Schmuck abgenommen worden. Drei weitere Männer der Familie, die namentlich aufgerufen worden seien, seien abgefürht worden.

    Dann kam das Nachbarhaus an die Reihe - dort hatte man bereits gemerkt, dass dies todernst sei, und drei der dort vesteckten Männer versuchten zu fliehen - jene drei Leichen, die nun von Fliegen umsurrt auf dem Stoppelfeld liegen.

    Das mazedonische Innenministerium gab erst 48 Stunden nach den Ereignissen eine Erklärung: Es sei möglich, dass es bei den schweren Kämpfen in Ljuboten Albaner ums Leben gekommen seien. Wenn dem so sei, dann handele es sich gewiss um "Terroristen", die bei Straßenkämpfen getoetet worden seien.

  6. #6
    Avatar von KraljEvo

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    also wenn Ghandi im Verbrecher-Tribunal gewesen wäre, wäre er auch ein schlechter Mensch? nur weil ihn ein paar Leute suchen, um ihm was schlechtes anzuhängen? kenne diesen Mazedöner nicht, aber diese Vorurteile!

  7. #7

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    Zitat Zitat von ccccSerbiancccc Beitrag anzeigen
    also wenn Ghandi im Verbrecher-Tribunal gewesen wäre, wäre er auch ein schlechter Mensch? nur weil ihn ein paar Leute suchen, um ihm was schlechtes anzuhängen? kenne diesen Mazedöner nicht, aber diese Vorurteile!

    Du bist eh dumm, aber trotzdem werde ich dir deinen Beitag beantworten!

    Ghandi war Schlüsselfigur für den gewaltfreien Widerstand in Indien.
    Ausserdem liegen im Falle dieses McDöners genügend Beweise, sonst würde man auch kein Verfahren einleiten ohne jegliche Beweise, Argumente etc.

  8. #8
    Avatar von KraljEvo

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    Zitat Zitat von Taco-Bell Beitrag anzeigen
    Du bist eh dumm, aber trotzdem werde ich dir deinen Beitag beantworten!

    Ghandi war Schlüsselfigur für den gewaltfreien Widerstand in Indien.
    Ausserdem liegen im Falle dieses McDöners genügend Beweise, sonst würde man auch kein Verfahren einleiten ohne jegliche Beweise, Argumente etc.
    Ghandi könnte man vorwerfen, das er jegliche Pässe verbrannt hatte...

  9. #9

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    Zitat Zitat von ccccSerbiancccc Beitrag anzeigen
    Ghandi könnte man vorwerfen, das er jegliche Pässe verbrannt hatte...
    Ist das Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder gegen die Genfer Konvetion?

    Serbische Soldaten haben jugoslawische Pässe von Kosovo-Albaner verbrannt und sie daraufhin vertrieben so dass sie bei einer möglichen Rückkehr kein Anrecht haben auf die Staatsbürgerschaft.
    Welches Gefängnis bietet den Platz für die serbische Armee?

  10. #10
    Avatar von thatz_me

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    2.738
    Zitat Zitat von Taco-Bell Beitrag anzeigen
    Ist das Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder gegen die Genfer Konvetion?

    Serbische Soldaten haben jugoslawische Pässe von Kosovo-Albaner verbrannt und sie daraufhin vertrieben so dass sie bei einer möglichen Rückkehr kein Anrecht haben auf die Staatsbürgerschaft.
    Welches Gefängnis bietet den Platz für die serbische Armee?
    Es nützt nichts mit ihm zu diskutieren. Es ist so, als ob du mit einer Wand reden würdest...

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