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EU und Belgrad starten Verhandlungen um Assoziierungsabkomme

Erstellt von Monte-Grobar, 11.10.2005, 21:03 Uhr · 6 Antworten · 427 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Monte-Grobar

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    EU und Belgrad starten Verhandlungen um Assoziierungsabkomme

    Die Europäische Union hat in Belgrad Verhandlungen über Assoziierungsabkommen mit Serbien und Montenegro aufgenommen. Damit beginne eine neue Etappe der gegenseitigen Beziehungen, sagte Erweiterungskommissar Olli Rehn. Er warnte gleichzeitig, dass eine unzureichende Zusammenarbeit mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal sowie eine Abspaltung Montenegros von dem Staatenbund, die Verhandlungen verlangsamen oder sogar zum Scheitern führen könnten. Belgrad hofft auf eine EU-Vollmitgliedschaft ab 2015.Serbien Montenegro ist der vorletzte Nachfolgestaat des früheren Jugoslawien, der Verhandlungen mit der EU aufgenommen hat.

    Nur noch Bosnien-Herzegowina wartet auf diese Gespräche. Die Regierung in Belgrad versprach den Fall des wegen Kriegsverbrechen angeklagten früheren Armeechefs der bosnischen Serben, Ratko Mladic bald zu lösen. Das UN-Kriegsverbrechertribunal wartet allerdings auch auf die Auslieferung des ehemaligen Präsidenten der bosnischen Serben Radovan Karadzic. Belgrad wird beschuldigt, bisher nichts für die Festnahme der beiden seit 1995 Untergetauchten unternommen zu haben.

    http://www.euronews.net/create_html....e=europa&lng=3

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

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    Re: EU und Belgrad starten Verhandlungen um Assoziierungsabk

    Zitat Zitat von Monte-Grobar
    Die Europäische Union hat in Belgrad Verhandlungen über Assoziierungsabkommen mit Serbien und Montenegro aufgenommen. Damit beginne eine neue Etappe der gegenseitigen Beziehungen, sagte Erweiterungskommissar Olli Rehn. .

    http://www.euronews.net/create_html....e=europa&lng=3
    Eine sehr wichtige Entscheidung und die SZ brachte heute auch hierüber einen grossen Artikel.

    Bald werden die Kosovaren am Verzweifeln sein und um eine gute Zusammenarbeit mit Belgrad betteln. :!:

  3. #3

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    Ist der Artikel auch online verfügbar ?

  4. #4
    Avatar von BalkanSurfer

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    sehr gut, dann gibts auch keine träumereien bezüglich der RS aus serbien.

  5. #5
    Avatar von Monte-Grobar

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    Zitat Zitat von Baltimora
    Ist der Artikel auch online verfügbar ?
    siehst du doch, hab nen Link dazu gepostet


    Es gab auch einen rießigen Artickel in unserer Zeitung (Vesti). Auch der serbische Sender rts und der montenegrinischer rtcg berichteten den ganzen Tag darüber. Eu wir kommen

  6. #6
    Avatar von lupo-de-mare

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    EU will eine stärke Rolle im Kosovo spielen

    EU boots its role in Kosovo
    The idea that EU gets more competences in Kosovo comes as a result of a consensus within the international community that Kosovo has a European future and that, even after status is settled, Kosovo will continue work on implementation of standards that would eventually lead to it joining the EU. Quoting EU officials in Brussels, Palokaj writes that in contacts between EU and members of the Contact Group including USA, it has been insisted that European partners prepare for a greater engagement in Kosovo.“This was also said in a confidential letter that the U.S. administration sent to EU partners early September,” Koha’s correspondent says.Officials in Brussels do not conceal the fact that Kosovo is one of the reasons the EU has launched stabilization and association talks with the Union of Serbia and Montenegro in order to give an incentive to Belgrade to act constructively with regard to the status of Kosovo.

    http://sot.com.al/index.php?option=c...temid=39&lang=

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Baltimora
    Ist der Artikel auch online verfügbar ?
    UN-Sonderbeauftragter Eide empfiehlt
    EU soll im Kosovo vermitteln
    ¸¸Europa kann Anreize zur Verständigung schaffen"

    Von Bernhard Küppers

    Belgrad - Internationale Organisationen sollen auch künftig im Kosovo präsent sein, wenn auch in veränderter Form. Der norwegische Diplomat Kai Eide, der im Auftrag von UN-Generalsekretär Kofi Annan einen Bericht über die Lage im UN-Protektorat erstellt hat, schlägt vor, einen ¸¸Hohen Repräsentanten" der EU mit Sondervollmachten dort zu installieren. Dieser soll das Verhältnis zwischen der albanischen Mehrheit und den Kosovo-Serben regeln. Außerdem sollen sich die USA an der Nato-Friedenstruppe KFOR beteiligen. Auf Grundlage des Eide-Berichts schlug Annan dem UN-Sicherheitsrat die Aufnahme von Verhandlungen vor.

    Es wird erwartet, dass sich der Sicherheitsrat in der letzten Oktoberwoche des Themas annimmt. Als der voraussichtliche Unterhändler mit Sitz in Wien gilt der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari. Der UN-Gouverneur des Kosovo, Sören Jessen-Petersen, sagte, die Verhandlungen würden noch dieses Jahr beginnen. Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs werde sie - ungeachtet Belgrader Einwände - mittels ¸¸Pendel-Diplomatie" zwischen Pristina und Belgrad führen. Eide sagt dazu jedoch vage: ¸¸Alle Parteien müssen zusammengebracht und durch den Statusprozess hindurch zusammengehalten werden." Die Kosovo-Albaner fordern Unabhängigkeit für die früher serbische Provinz. Belgrad geht in die Verhandlungen mit der Formel ¸¸mehr als Autonomie, weniger als Unabhängigkeit".

    In einem Brief an den Sicherheitsrat teilt Annan die Einschätzung Eides, dass trotz bisher ¸¸unausgewogener" Umsetzung rechtlicher Standards im Kosovo die Zeit für die ¸¸nächste Phase des politischen Prozesses" gekommen sei. ¸¸Was die Bildung einer multiethnischen Gesellschaft anbelangt, so ist die Situation grimmig", räumt Eide in der Zusammenfassung seines Berichtes ein. Ohne die serbische Minderheit beim Namen zu nennen bemerkte er, dass ¸¸häufig nicht veröffentlichte Fälle von ethnischer Gewalt niederen Grades" die Bewegungsfreiheit einengten. Derzeit schienen mehr Serben den Kosovo zu verlassen als in ihn zurückzukehren. Orthodoxe Kirchen und Klöster bedürften internationalen Schutzes. Besonders kritisch beurteilt Eide Polizei und Justiz und mahnt bei der Übertragung von Kompetenzen zur Vorsicht.

    ¸¸Es ist unwahrscheinlich, dass eine Vertagung des Status-Prozesses zu greifbaren Ergebnissen führen wird", schreibt Eide weiter. Der ¸¸Einfluss" der UN schwinde. Im künftigen Kosovo sollte die EU die ¸¸prominenteste Rolle" spielen. Sie vermöge im Rahmen der europäischen Integration ¸¸Aussichten und Anreize" zu bieten. Eide schlägt vor, den Kosovo zu dezentralisieren zu Gunsten ¸¸lebensfähiger Minderheitengemeinschaften" mit verstärkten Kompetenzen in Bereichen wie Polizei, Justiz, Bildung, Kultur, Medien und Wirtschaft. Dies ¸¸könnte horizontale Verbindungen zwischen den Gemeinden zulassen." Ein Berater des serbischen Präsidenten Boris Tadic äußerte sich positiv zu diesem Vorschlag Eides.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Nr.233, Montag, den 10. Oktober 2005 , Seite 7

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