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Die EU kommt nach Niš

Erstellt von TigerS, 21.11.2008, 20:14 Uhr · 6 Antworten · 1.122 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von TigerS

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    Die EU kommt nach Niš

    [h1]Die EU kommt nach Niš[/h1]
    21. November 2008 | 17:15 | | Martin STRICKER (SN).
    Serbien. Die Nationalisten sind im Abschwung, die EU ist das neue Ziel. Ihre Vertreter wollen Flagge zeigen. Ein einziger Mann hält Serbien auf: Ratko Mladic, Kriegsverbrecher.



    Martin STRICKER
    BELGRAD (SN). „Lasst uns gemeinsam Europas Zukunft schaffen“, ruft Milos Simonovic und erntet pflichtschuldigen Applaus des Publikums im Rathaus. Der Bürgermeister der Stadt Nis hat hohe Gäste. Die EU ist gekommen. Ein großer Tag für Nis, sagt Simonovic. „Wir wollen zeigen, dass die Union keine Abstraktion ist“, antwortet Frankreichs Botschafter Jean-Francois Terral. Der Vertreter des EU-Vorsitzes hat seine 26 Botschafter-Kollegen dazu vergattert, ihre Routinetreffen auch einmal außerhalb Belgrads abzuhalten. „Um Serbien kennen zu lernen, müssen wir hinausgehen“, betont er. Novi Sad im Norden war bereits dran, nun also Nis. Die zweitgrößte Stadt des Landes mit rund 240.000 Einwohner ist Zentrum des bitterarmen Südens. Das einstige Industriezentrum kämpft um jeden Arbeitsplatz. Es fehlt an allem. Die Flüsse sind mangels Kläranlagen völlig verschmutzt, wilde Mülldeponien sprenkeln die Gegend, die Gebäude sind trist, die Autos verrostet. Trotzdem: Die politische Landschaft wenigstens habe sich geändert, wie die vielfach ausgezeichnete Bürgerrechtlerin Sonja Licht in Belgrad sagt. Bei den Wahlen im Frühjahr büßten die radikalen Nationalisten erstmals ihre Position als stärkste Partei ein. „Die Menschen haben gewusst, dass es diesmal um entweder-oder geht, um eine Annäherung an Europa oder nicht“, meint die Aktivistin. Ergebnis: Überall, im Parlament, vor allem aber in Kommunen und Regionen, siegte das pro-europäische Lager. Die Faszination des Nationalismus scheine gebrochen, betont Lichts Mitkämpfer Slobodan Markovic: „Serbien hat ihn ausprobiert, er hat nicht funktioniert.“
    In der säulengetragenen mit Goldstuck verzierten Halle im Rathaus der führen Nationalistenhochburg Nis treten Botschafter Jean-Francois Terral, seine tschechische Kollegin Hana Hubackova und Josep Lloveras, der EU-Vertreter in Serbien, auf. Sprecher der Universität, der Kaufmannschaft, der Kultureinrichtungen erheben sich und tragen ihre Wünsche vor. Es folgt eine Pressekonferenz für die lokalen Medien. Später haben die 27 EU-Botschafter ein Treffen mit den regionalen NGOs, dann diskutieren sie mit Studenten. „Wir sind vor allem gekommen, um zuzuhören“, sagt Terral. Gerade die so rückständige Region von Nis werde von einem EU-Beitritt enorm profitiert, fügt Josep Lloveras hinzu.
    Die Annäherung verläuft kurvenreich. 2009, so stellte die EU-Kommission kürzlich in Aussicht, sei der Kandidatenstatus möglich. Das so genannte Stabilisierungsabkommen mit Brüssel, erster Schlüssel zu Geld & Markt, ist zwar fertig ausverhandelt, aber immer noch nicht in Kraft. Die Vergangenheit hält die Türe verschlossen. Solange Ratko Mladic, serbischer General und Befehlshaber im Bosnienkrieg, verantwortlich für das Massaker an rund 8000 Zivilisten in Srebrenica, im Jahr 1995 gesucht vom Internationalen Tribunal in Den Haag wegen Kriegsverbrechen, nicht verhaftet und ausgeliefert ist, gibt es kein grünes Licht für das Abkommen.
    Dabei zweifelt in Serbien kaum jemand am mittlerweile ernsthaften Willen von Präsident Boris Tadic und seiner Regierung, sich das Problem Mladic endlich vom Hals zu schaffen. Es sei nur eine Frage der Zeit, heißt es in Belgrad, es scheitere einfach daran, dass der Aufenthalt des Mannes, der sein Land in Geiselhaft hält, unbekannt sei.
    Das Volk aber, so betont Sonja Licht, habe wenigstens ein paar Gesten des guten Willens aus Brüssel verdient. Es habe getan, was von ihm verlangt worden sei und sich bei Wahlen von den Nationalisten abgewandt. Wirtschaft, Jobs, soziale Sicherheit, Zukunft – das sind die Themen, die Serbentum und Kosovo-Problem abgelöst haben.
    „Wir wollen keine Hilfe, wir wollen Unterstützung“, sagt Bürgermeister Simonovic in der Stadthalle von Nis und wendet sich an die Honoratioren und Journalisten: „Es wird von uns abhängen, was wir damit machen. Nur wir selbst sind verantwortlich, wie schnell wir uns entwickeln können.“
    Das ist schon richtig – doch langsam müsste ein Streifen Licht am Horizont auftauchen, um den Menschen zu zeigen, dass sich ihre Entscheidung gelohnt hat..

    Die EU kommt nach Niš - Nachrichten auf salzburg.com - präsentiert von den Salzburger Nachrichten=#



    Weiter so Tadic

    ps: Hoffe das thema gibt es net scho.




    gruß

  2. #2
    Avatar von Der_Freak

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    Auch wenn die ganzen Diaspora-Serben hier auf Cetnik-Power tun, zukünftige Generationen werden Tadic sehr viel verdanken.

  3. #3
    Avatar von skenderbegi

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    das ist sehr gut für alle menschen auf dem balkan/südbalkan.

    nur wenn es zukunfts-perspektiven in wirtschaftlicher hinsicht gibt werden sich die menschen voll-reinhängen und arbeiten.

    und wer arbeit hat und eine zukunft sieht ist nicht anfällig auf propaganda&nationalismus.

  4. #4
    Avatar von TigerS

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    das ist sehr gut für alle menschen auf dem balkan/südbalkan.

    nur wenn es zukunfts-perspektiven in wirtschaftlicher hinsicht gibt werden sich die menschen voll-reinhängen und arbeiten.

    und wer arbeit hat und eine zukunft sieht ist nicht anfällig auf propaganda&nationalismus.
    bei den meisten punkten stimme ich dir zu , beim letzteren net . Bildung macht immun gegen Propaganda und nationalismus.


    gruß

  5. #5
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von TigerS Beitrag anzeigen
    bei den meisten punkten stimme ich dir zu , beim letzteren net . Bildung macht immun gegen Propaganda und nationalismus.


    gruß
    gut bin einverstanden....
    habe es vergessen gehabt.

    gute zeit dir nachbar.

  6. #6

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    Zitat Zitat von TigerS Beitrag anzeigen
    bei den meisten punkten stimme ich dir zu , beim letzteren net . Bildung macht immun gegen Propaganda und nationalismus.


    gruß
    also ich muss sagen dass wirtschaft sehr die menschen verändert. wenn den Menschen gut geht, ist die Nation egal. schau dir Südtirol an, obwohl mehrheitlich deutschsprachig, wer von denen will wieder zu Österreich? keiner denn Südtirol ist die Reichste Region Europas.

  7. #7
    Avatar von TigerS

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    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    also ich muss sagen dass wirtschaft sehr die menschen verändert. wenn den Menschen gut geht, ist die Nation egal. schau dir Südtirol an, obwohl mehrheitlich deutschsprachig, wer von denen will wieder zu Österreich? keiner denn Südtirol ist die Reichste Region Europas.
    teils vielleicht , aber net so gut wie eine anständige bildung .



    gruß

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