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EU im Kosovo

Erstellt von Krešimir, 23.07.2009, 16:19 Uhr · 7 Antworten · 448 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Krešimir

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    EU im Kosovo

    Draußen vor der Tür

    Der EU-Mission wird bisher kein gutes Zeugnis ausgestellt - Die Vetopolitik Sloweniens gegen Kroatien führt zu Misstrauen gegenüber Brüssel

    Und in Bosnien und dem Kosovo fühlt man sich durch das neue EU-Visaregime benachteiligt.

    ***

    Wer 40 Euro gegeben hat, konnte weiterfahren. Die serbische Grenzpolizei hat mit ihrer Abzocke einen Lohn von zwei Jahren gesichert", schreibt ein Blogger unter dem Namen Amilo Centrino auf der Internetplattform Balkanforum über seine jüngsten Erfahrungen beim Grenzübertritt von Serbien in den Kosovo. Marija postet gelangweilt zurück: „Jeden Sommer dasselbe auf dem Balkan, erzählt mal was Neues, Leute."

    Der Sommer 2009 könnte eigentlich anders sein, seit mehr als einem halben Jahr ist die EU-Mission im Kosovo stationiert. Doch Avni Zogiani von der Antikorruptions-NGO Cohu in Prishtina sagt: „Wir waren am Anfang enthusiastisch, allerdings ist seit Eulex nichts im Bereich Korruption oder organisierte Kriminalität passiert." Und wenn es um öffentliche Ausschreibungen gehe, so sei die Situation „sogar schlimmer als vor Beginn der Mission".

    Das muss nicht das letzte Wort sein, die Mission dauert noch an. Doch die EU hat nicht nur im Kosovo zunehmend mit einem Glaubwürdigkeitsproblem zu kämpfen. Mit dem Vorschlag, Serbien, Mazedonien und Montenegro, nicht aber Bosnien-Herzegowina, Albanien und dem Kosovo ab 2010 Visafreiheit zu gewähren, heimste sich die EU-Kommission nun sogar den Vorwurf ein, antimuslimisch zu sein, da Bosniaken, Kosovaren und Albaner weiter Visa brauchen.

    Dabei folgte die EU bloß ihren Benchmarks. Benchmarks ohne politisches Gefühl können aber auf dem Balkan zu Wut und Chaos führen. Serbien will eigens gekennzeichnete Pässe für Kosovo-Serben produzieren, damit diese von den Schengen-Staaten herausgefiltert werden können. In Bosnien werden Unterschriften gegen die EU-Visapolitik gesammelt. Der bosnische Außenminister Sven Alkalaj sprach sogar von einem „Ghetto" für die Bosniaken. Und der ehemalige Bosnien-Beauftragte Christian Schwarz-Schilling von „Hohn und einem moralischen Schlag gegen die europäischen Werte", da man gerade zum Jahrestag von Srebrenica den Serben, aber nicht den Bosniaken entgegenkam.

    Als beim Gipfel 2003 den Westbalkanstaaten eine Beitrittsperspektive gegeben wurde, war die Hoffnung auf einen baldigen Beitritt in Belgrad, Sarajewo und Skopje groß und die EU beliebt. Doch das Warten zermürbt die Menschen. Mazedonien hat zwar seit 2005 Kandidatenstatus doch noch immer kein Datum für den Beginn der Verhandlungen. Man fürchtet ein Veto der Griechen wegen des Namensstreits. Ganz nach dem Vorbild Sloweniens, das seit Monaten die Verhandlungen mit Kroatien blockiert. In Nachkriegsstaaten von Ex-Jugoslawien fürchtet man, diese Blockadepolitik könnte im Dominoeffekt weitergehen. Dass die EU dagegen nichts unternimmt, führt zu Misstrauen. „Die Erweiterungsmüdigkeit der EU-Staaten deckt sich jedenfalls mit dem Handeln der Slowenen", sagt der kroatische Politologe Nenad Zakošek. Enttäuscht sei man auch über die mangelnde Unterstützung aus Deutschland und Österreich.

    Der jetzige Ratspräsident, Schwedens Außenminister Karl Bildt, will sich sogar ausdrücklich nicht in den bilateralen Grenzstreit einmischen. Balkanerfahrene Politiker wie der ehemalige Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, Erhard Busek, plädieren deshalb dafür, dass die Länder des Westbalkans - Kroatien ausgenommen - im Paket der EU beitreten sollten. Er fürchtet, dass der Beitritt sonst auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden" könnte. (Adelheid Wölfl, DER STANDARD, Printausgabe, 23.7.2009)

    Quelle: derStandard.at

  2. #2

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    05.05.2009
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    214
    Zitat Zitat von Kroate4Immer Beitrag anzeigen
    Draußen vor der Tür

    Der EU-Mission wird bisher kein gutes Zeugnis ausgestellt - Die Vetopolitik Sloweniens gegen Kroatien führt zu Misstrauen gegenüber Brüssel

    Und in Bosnien und dem Kosovo fühlt man sich durch das neue EU-Visaregime benachteiligt.

    ***

    Wer 40 Euro gegeben hat, konnte weiterfahren. Die serbische Grenzpolizei hat mit ihrer Abzocke einen Lohn von zwei Jahren gesichert", schreibt ein Blogger unter dem Namen Amilo Centrino auf der Internetplattform Balkanforum über seine jüngsten Erfahrungen beim Grenzübertritt von Serbien in den Kosovo. Marija postet gelangweilt zurück: „Jeden Sommer dasselbe auf dem Balkan, erzählt mal was Neues, Leute."

    Der Sommer 2009 könnte eigentlich anders sein, seit mehr als einem halben Jahr ist die EU-Mission im Kosovo stationiert. Doch Avni Zogiani von der Antikorruptions-NGO Cohu in Prishtina sagt: „Wir waren am Anfang enthusiastisch, allerdings ist seit Eulex nichts im Bereich Korruption oder organisierte Kriminalität passiert." Und wenn es um öffentliche Ausschreibungen gehe, so sei die Situation „sogar schlimmer als vor Beginn der Mission".

    Das muss nicht das letzte Wort sein, die Mission dauert noch an. Doch die EU hat nicht nur im Kosovo zunehmend mit einem Glaubwürdigkeitsproblem zu kämpfen. Mit dem Vorschlag, Serbien, Mazedonien und Montenegro, nicht aber Bosnien-Herzegowina, Albanien und dem Kosovo ab 2010 Visafreiheit zu gewähren, heimste sich die EU-Kommission nun sogar den Vorwurf ein, antimuslimisch zu sein, da Bosniaken, Kosovaren und Albaner weiter Visa brauchen.

    Dabei folgte die EU bloß ihren Benchmarks. Benchmarks ohne politisches Gefühl können aber auf dem Balkan zu Wut und Chaos führen. Serbien will eigens gekennzeichnete Pässe für Kosovo-Serben produzieren, damit diese von den Schengen-Staaten herausgefiltert werden können. In Bosnien werden Unterschriften gegen die EU-Visapolitik gesammelt. Der bosnische Außenminister Sven Alkalaj sprach sogar von einem „Ghetto" für die Bosniaken. Und der ehemalige Bosnien-Beauftragte Christian Schwarz-Schilling von „Hohn und einem moralischen Schlag gegen die europäischen Werte", da man gerade zum Jahrestag von Srebrenica den Serben, aber nicht den Bosniaken entgegenkam.

    Als beim Gipfel 2003 den Westbalkanstaaten eine Beitrittsperspektive gegeben wurde, war die Hoffnung auf einen baldigen Beitritt in Belgrad, Sarajewo und Skopje groß und die EU beliebt. Doch das Warten zermürbt die Menschen. Mazedonien hat zwar seit 2005 Kandidatenstatus doch noch immer kein Datum für den Beginn der Verhandlungen. Man fürchtet ein Veto der Griechen wegen des Namensstreits. Ganz nach dem Vorbild Sloweniens, das seit Monaten die Verhandlungen mit Kroatien blockiert. In Nachkriegsstaaten von Ex-Jugoslawien fürchtet man, diese Blockadepolitik könnte im Dominoeffekt weitergehen. Dass die EU dagegen nichts unternimmt, führt zu Misstrauen. „Die Erweiterungsmüdigkeit der EU-Staaten deckt sich jedenfalls mit dem Handeln der Slowenen", sagt der kroatische Politologe Nenad Zakošek. Enttäuscht sei man auch über die mangelnde Unterstützung aus Deutschland und Österreich.

    Der jetzige Ratspräsident, Schwedens Außenminister Karl Bildt, will sich sogar ausdrücklich nicht in den bilateralen Grenzstreit einmischen. Balkanerfahrene Politiker wie der ehemalige Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, Erhard Busek, plädieren deshalb dafür, dass die Länder des Westbalkans - Kroatien ausgenommen - im Paket der EU beitreten sollten. Er fürchtet, dass der Beitritt sonst auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden" könnte. (Adelheid Wölfl, DER STANDARD, Printausgabe, 23.7.2009)

    Quelle: derStandard.at
    na also laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaam habe ich den verdacht du magst keine serben.
    mein herz ist gebrochen

  3. #3
    Avatar von Lorik

    Registriert seit
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    11.847
    guck mall in dem fred :"MARIJA WIRD ZITIERT^^" nach

  4. #4
    Avatar von Krešimir

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    Zitat Zitat von ricoshiva Beitrag anzeigen
    na also laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaam habe ich den verdacht du magst keine serben.
    mein herz ist gebrochen


    Das Forum ist kein guter Ort dein Hass hier zu verbreiten.

  5. #5
    Avatar von Krešimir

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    Zitat Zitat von Lorik Beitrag anzeigen
    guck mall in dem fred :"MARIJA WIRD ZITIERT^^" nach
    Achsoo wusst ich nicht, danke

  6. #6

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    und das kann stimmen. wenn Serbien vor Kosovo und Bosnien beitritt, wird für die beiden ein Problem sein (siehe Griechenland und Slowenien) das ist einfach mutwillig nach dem Prinzip "ich kann es und tue es"

    ok wenn man das ganze auf "technische Problemen" aufschieben wollen würde, müsste man mindestens Albanien dabei haben. Kosovo und Bosnien sind immer noch mit "Protektoraten" verbunden, sonst würde man meinen, EU ist Anti-Islamisch.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Lorik Beitrag anzeigen
    guck mall in dem fred :"MARIJA WIRD ZITIERT^^" nach

    ist mir auch aufgefallen, "Big Brother is Watching You"

  8. #8
    Avatar von Lorik

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    Zitat Zitat von Kroate4Immer Beitrag anzeigen
    Achsoo wusst ich nicht, danke

    he he kein problem...:wink:

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