Die EU hat Serbien-Montenegro ab Herbst Verhandlungen versprochen, an deren Ende ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen stehen solle, sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn heute nach einem Treffen mit dem serbischen Ministerpräsidenten Vojislav Kostunica in Belgrad.

Rehn forderte den Staatenbund Serbien-Montenegro, der aus dem zerfallenen Jugoslawien hervorging, zu weiteren Reformen auf. Vor allem im Justizwesen und beim Kampf gegen die organisierte Kriminalität seien weitere Anstrengungen nötig. Auch müssten alle gesuchten Kriegsverbrecher ausgeliefert werden.

Das angestrebte Abkommen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer EU-Mitgliedschaft. Gerade dass die Gespräche beginnen sollen, obwohl Belgrad laut der EU nur ungenügend mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zusammenarbeitet, hat für Kritik und Aufsehen gesorgt.

http://www.orf.at/index.html?url=htt...er/179229.html