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EU will nicht mit Kroatien über Beitritt verhandeln

Erstellt von Krajisnik, 08.06.2005, 16:16 Uhr · 5 Antworten · 620 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Krajisnik

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    1.446

    EU will nicht mit Kroatien über Beitritt verhandeln

    BRÜSSEL - Die Europäische Union hat Kroatien gedrängt, möglichst rasch die Voraussetzungen für den Beginn von Beitrittsverhandlungen zu erfüllen. Die Zeit für einen Verhandlungsbeginn sei noch nicht reif.
    EU sieht Kroatien noch nicht für Beitrittsverhandlungen reif =

    Brüssel (sda/dpa) Dies sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel. Die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla Del Ponte, habe ihm mitgeteilt, Kroatien arbeite trotz einiger Fortschritte noch nicht uneingeschränkt mit dem Gerichtshof zusammen.

    «Ich bedauere, dass dies der Fall ist», heisst es in einer Erklärung Rehns. Offensichtlich bräuchten die kroatischen Stellen mehr Zeit, um die vollständige Einführung demokratischer Strukturen sicher zu stellen und die gesamte staatliche Verwaltung dem Rechtsstaat und den internationalen Verpflichtungen anzupassen.

    Die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen war im März von der EU bis auf Weiteres verschoben worden - vor allem, weil Kroatien den vom UNO-Tribunal gesuchten Ex-General Ante Gotovina noch nicht festgenommen und ausgeliefert hat. Ihm wird die Ermordung von 150†Serben und die Vertreibung von 150†000 weiteren im Jahr 1995 vorgeworfen.

    «Ich bin mir über die Sorgen der EU-Bürger hinsichtlich künftiger Erweiterungen der EU im Klaren», erklärte Rehn, ohne die gescheiterten Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden direkt zu nennen. Er betonte aber, Kroatiens Zukunft liege in der EU.

    http://www.zisch.ch/navigation/top_m...ntentOID=36133

  2. #2
    Avatar von Veliki_Dzon

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    Sehr gut

  3. #3
    Dieser Beitrag sagt auch einiges darüber aus ...wiso das so ist:

    Zagreb (dpa) - Der kroatische Tennisstar Goran Ivanisevic (34) ist pleite. Nachdem er alle Investitionen in seinem Heimatland in den Sand gesetzt habe, stehe er vor dem privaten Bankrott, sagte der Wimbledon-Sieger von 2001 der Zagreber Zeitschrift «Globus».

    Der einzige Weg, den Konkurs abzuwenden sei seine Beteiligung an der Senior-Tour ehemaliger Tennisgrößen. Ein Teil seines wirtschaftlichen Misserfolges sei auf die weit verbreitete Korruption im Lande zurückzuführen, sagte Ivanisevic weiter. «Ich habe niemanden bestochen, und im Baugeschäft in Kroatien kann man nicht einmal eine Hundehütte errichten ohne Bestechungsgelder», begründete er seine Verluste. Ivanisevic hatte sein Geld in den letzten sieben Jahren vor allem im Bausektor angelegt.


    Eine große Schande wie ich finde.Scheiß Korruption .

  4. #4
    Avatar von biZZo

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    22

    Re: EU will nicht mit Kroatien über Beitritt verhandeln

    Zitat Zitat von Krajisnik
    BRÜSSEL - Die Europäische Union hat Kroatien gedrängt, möglichst rasch die Voraussetzungen für den Beginn von Beitrittsverhandlungen zu erfüllen. Die Zeit für einen Verhandlungsbeginn sei noch nicht reif.
    EU sieht Kroatien noch nicht für Beitrittsverhandlungen reif =

    Brüssel (sda/dpa) Dies sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel. Die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla Del Ponte, habe ihm mitgeteilt, Kroatien arbeite trotz einiger Fortschritte noch nicht uneingeschränkt mit dem Gerichtshof zusammen.

    «Ich bedauere, dass dies der Fall ist», heisst es in einer Erklärung Rehns. Offensichtlich bräuchten die kroatischen Stellen mehr Zeit, um die vollständige Einführung demokratischer Strukturen sicher zu stellen und die gesamte staatliche Verwaltung dem Rechtsstaat und den internationalen Verpflichtungen anzupassen.

    Die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen war im März von der EU bis auf Weiteres verschoben worden - vor allem, weil Kroatien den vom UNO-Tribunal gesuchten Ex-General Ante Gotovina noch nicht festgenommen und ausgeliefert hat. Ihm wird die Ermordung von 150†Serben und die Vertreibung von 150†000 weiteren im Jahr 1995 vorgeworfen.

    «Ich bin mir über die Sorgen der EU-Bürger hinsichtlich künftiger Erweiterungen der EU im Klaren», erklärte Rehn, ohne die gescheiterten Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden direkt zu nennen. Er betonte aber, Kroatiens Zukunft liege in der EU.

    http://www.zisch.ch/navigation/top_m...ntentOID=36133

    na und?

  5. #5
    Die Europa-Krise erfasst den Balkan
    Kandidaten in Südosteuropa fürchten um ihre Beitrittsperspektive
    Europa taumelt in die Krise und reißt auch die mit, die noch nicht mal Mitglieder im Club sind. Denn jetzt wird die stete Erweiterung in Frage gestellt, am deutlichsten mit Blick auf die Türkei. Aber auch die Südosteuropäer könnten in der Warteschleife hängen bleiben. Das beschäftigte am Wochenende auch die Teilnehmer einer Balkankonferenz in Zagreb. Thilo Kössler berichtet aus Zagreb.

    Der Markplatz von Zagreb: Ein belebtes Einkaufszentrum zwischen klassizistischen Stilbauten und sozialistischen Einheitsfassaden, Treffpunkt des Cafépublikums. Kroatien und die EU - die Stimmung war schon einmal besser.

    Dieser Student etwa ist gegen den EU-Beitritt. Er befürchtet den Ausverkauf kroatischer Immobilien, den Verlust der kroatischen Identität, den Untergang der heimischen Wirtschaft. Und auch diese Studentin ist skeptisch.

    Unsere Leute sind nicht gut organisiert, wir müssen erst unsere Probleme lösen - ich denke nicht, dass nur Gotovina ein Problem ist.

    Viele Kroaten sind nicht mehr gut auf die EU zu sprechen und Gotovina ist dafür nur ein Grund: Ante Gotovina ist jener mutmaßliche kroatische Kriegsverbrecher, der immer noch untergetaucht und flüchtig ist - weshalb die Chefanklägerin beim Haager Kriegsverbrechertribunal, Carla del Ponte, solange Druck machte, bis die EU im vergangenen März den vereinbarten Beginn der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien verschob. Eine Verzögerung mit möglicherweise verhängnisvollen Folgen, gesteht der kroatische Ministerpäsident Ivo Sanader ein:

    Natürlich wäre das jetzt viel leichter aus unserer Sicht, wenn die Verhandlungen im März begonnen hätten.

    Denn jetzt gerät auch Kroatien möglicherweise in den Sog der Krise, die Europa nach den verpatzten Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden erfasst hat. Die Erweiterungsdynamik scheint erst einmal gebrochen. Sämtliche Kandidaten befürchten, dass der ersehnte Beitritt zur EU auf die lange Bank geschoben wird. Der kroatische Premier spricht sich Mut zu:

    Ich bin sicher, dass wir in zweieinhalb Jahren die Verhandlungen abschließen können und dass dann im Juni 2009 Kroatien als volles Mitglied der EU an der Europawahl teilnehmen wird.

    Dennoch holt sich Sanader Rückendeckung bei seinen konservativen Parteifreunden in Europa - gestern war Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber zu Gast in Zagreb, geplant ist ein Treffen mit Parlamentariern der EVP-Fraktion. Ivo Sanader hat den Stimmungsumschwung registriert und gibt jetzt Gas. Doch selbst der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament, der CDU-Politiker Elmar Brok, macht sich Sorgen:

    Deswegen ist Kroatien hier wirklich eine Schlüsselfrage: Wie können wir das noch relativ schnell machen, ohne dass die Bürger innerhalb der Europäischen Union uns missverstehen?

    Im Übrigen macht sich Brok Gedanken über Alternativen zur vollen Mitgliedschaft in der EU - angesichts unsicherer Beitrittschancen möchte er den Kandidaten die Türen nach Europa irgendwie offen halten:

    Wir müssen eine Zwischenlösung finden. So etwas wie den europäischen Wirtschaftsraum, den es früher im größerem Umfang gegeben hat, und aus dem heraus Finnland, Schweden und Österreich den Weg in die Europäische Union gefunden haben. Daran können solche Länder sofort teilnehmen. Und diese Beispiele zeigen ja auch, dass es nicht eine geschlossene Tür bedeutet. Die Perspektive bliebe vorhanden. Man machte das aber Schritt für Schritt und gleichzeitig würden die Ängste der Bürger in der Europäischen Union ernst genommen, indem man sagt, es ist kein Automatismus, und wir machen es so, dass es verkraftbar ist.

    So sind die Sorgen all jener EU-Aspiranten in Südosteuropa berechtigt, denen beim Gipfeltreffen von Thessaloniki vor zwei Jahren zwar grundsätzlich die Beitrittsperspektive eröffnet wurde - die aber noch lange nicht so weit sind wie Kroatien.

    Serbien-Montenegro etwa, dessen Zukunft als Staatenbund ungewiss ist - in Montenegro soll im nächsten Frühjahr ein Referendum über die Unabhängigkeit entscheiden. Oder Bosnien-Herzegowina, das mit einer überfälligen Verfassungsänderung ebenfalls vor einer Schicksalsfrage steht. Schließlich Kosovo, dessen Status bis heute ungeklärt ist. Die Kosovo-Albaner fordern Unabhängigkeit, Belgrad besteht auf Verbleib im Staatenbund Serbien-Montenegro. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

    Doch Europa hat hier eine besonders große Verantwortung, sagt Erhard Busek, der Koordinator des Balkan-Stabilitätspakts: Er ist entschieden dagegen, den Ländern des westlichen Balkans die Beitrittsperspektive zu versagen:

    Ich glaube, es ist für Europa nicht akzeptabel. Ich erinnere an die Süderweiterung mit Spanien, Portugal und Griechenland. Das war das stabilisierende Element für die Demokratie in diesen Ländern - überhaupt keine wirtschaftlichen Gründe, davon war gar nicht die Rede. Und genau diese Stabilisierung und diese Demokratie brauchen wir in Südosteuropa, ansonsten haben wir dort einen bleibenden Unruheherd.

    Angesichts der veränderten Stimmungslage nach dem Verfassungsdebakel können Rumänien und Bulgarien indes nur von Glück sprechen: Beide haben die Mitgliedschaft praktisch schon in der Tasche. Die Beitrittsverträge sind unterzeichnet: 2007, spätestens 2008 werden beide Länder in die EU aufgenommen. Die Erleichterung ist Blagovest Tashev von der Marshall Association in Sofia anzuhören:

    Wir haben Glück gehabt. Für Bulgarien und Rumänien ist es zu spät, die Erweiterung noch zu stoppen. In diesem Sinne sind wir glücklich, dass die Verfassungsreferenden jetzt und nicht früher stattgefunden haben.

  6. #6
    Avatar von Vasile

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    Beiträge
    4.031
    Wir haben Glück gehabt. Für Bulgarien und Rumänien ist es zu spät, die Erweiterung noch zu stoppen. In diesem Sinne sind wir glücklich, dass die Verfassungsreferenden jetzt und nicht früher stattgefunden haben.
    Typisch für die Bulgaren. Die sind so stark von der Idee besessen in der EU reinzukommen, dass sie glauben, ihr Land würde sonst verrotten. Die Bulgaren haben sogar eine Werbeagentur eingesetzt um bei den westeuropäischen Politiker gegen das Verschieben des Beitritts zu werben. Die Politiker in Sofia sind so naiv, dass sie glauben, die westeuropäischen Politiker würden nach Werbungen handeln und nicht aus viel tieferen Günden und Kalkulationen.
    Die Bevölkerung hätte mit dem Geld mehr anfangen können.

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