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Europas Kosovo-Strategie im Zeichen der Doppelmoral

Erstellt von Lepoto, 29.12.2007, 10:32 Uhr · 25 Antworten · 1.468 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von lulios

    Registriert seit
    27.02.2007
    Beiträge
    915
    hier die quelle: Europas Kosovo-Strategie im Zeichen der Doppelmoral - derStandard.at/Meinung

    Zur Person

    Raju G. C. Thomas, Politologe und Autor zahlreicher Bücher zu Fragen der nationalen Souveränität, ist emeritierter Professor der Marquette University und ehemaliger US-Fulbright-Professor an der Universität von Belgrad.

    wieso postet der threadersteller den nich alles

    wenn das mal kein serbenfreund oder sogar selber serbe is

  2. #12
    Avatar von Mardigras

    Registriert seit
    13.10.2007
    Beiträge
    801

    was an dem thread nicht stimmt

    ist der titel

    "Europas Kosovo-Strategie"

    bitte.... wo hat Europa eine Strategie?

    einige Befürworter einer kosovarischen Unabhängigkeit (Italien, Deutschland, Österreich)

    einige Gegner dieser Unabhängigkeit (Griechenland, Zypern, Slowakei)

    und ein großer Teil der Staaten, denen das relativ wurscht ist und die nur Frieden in der Region haben wollen.

    Durchsetzen werden sich meines Ermessens nach die Befürworter. Ob das gut oder nicht ist wird die Zukunft zeigen.... Aber gerade am Beispiel Kosovo sieht man, daß Europa außenpolitisch gesehen eben nicht mit einer Stimme spricht.

    lg mardi

  3. #13

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    12.05.2007
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    3.057
    Der Kosovo gewinnt auf seinem Weg zur Unabhängigkeit an Fahrt: Die Führer der Kosovo-Albaner, Hashim Thaci und Agim Ceku, drohen damit, jederzeit einseitig ihre Unabhängigkeit zu erklären. Zweifellos wird Serbien dies mit der Unterstützung Russlands unter Wladimir Putin ablehnen.
    Das stimmt nicht, die kosovarischen Politiker, betonen immer, dass die Unabhängigkeit in enger Kooperation mit Brüssel und Washington ausgerufen wird.

    Aber was ist Ihr Zeitplan? Denken Sie in Tagen, Wochen oder Monaten?
    Thaçi: Kosovo kennt seinen Zeitplan. Und unser Zeitplan ist synchronisiert mit Washington und der EU. Die Ausrufung der Unabhängigkeit werden wir mit dem Westen koordinieren. Als Premier bevorzuge ich eine koordinierte statt eine einseitige Unabhängigkeitserklärung.

    „Wir erwarten Signal aus Brüssel“ « DiePresse.com
    Doch spricht auch einiges für den serbischen Standpunkt, und viele andere Länder mit ethnischen Minderheiten, die sich in einem Gebiet konzentrieren, haben allen Grund angesichts des Präzedenzfalles, den eine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo setzen würde, unruhig zu werden.
    Dass andere Länder ihren eigenen Minderheitenprobleme haben, darf nicht als Rechtfertigung dienen um einem Land, wie das Kosova, das seine eigenen Geschichte hat, die Unabhängigkeit zu verweigern! Das zeugt nicht, von einem neutralen Sichtpunkt der Verhältnisse und Hintergründe des Kosova-Konflikts!

    Man bedenke zunächst, dass der Kosovo das historische Herz und die religiöse Seele Serbiens darstellt. Hunderte von serbisch-orthodoxen Kirchen, Klöstern und Heiligtümern im Kosovo bezeugen dies.
    Stimmt nicht, für die Serben ist das Kosova das historische Herz, nicht aber für die kosovarische Mehrheit, die über 90% der Bevölkerung ausmachen und genau so wie die Serben ihre Geschichte haben, haben auch diese albanische Mehrheit, die schon seit dem Zerfall des osmanischen Reiches dort die Mehrheit bildeten, ihre eigene Geschichte!


    Zudem spiegelt der demografische Wandel des Kosovo in den letzten 100 Jahren, in denen die Albaner die dort ansässige serbische Bevölkerung zahlenmäßig überholten, zum Teil einen Zustrom von Albanern aus Albanien wider, das aufgrund von Enver Hoxhas hermetischem Kommunismus jahrzehntelang ein politisches und wirtschaftliches Wrack war. Gleichzeitig verließen viele Serben vor und nach der NATO-Intervention 1999 das Kosovo, entweder auf der Flucht vor Gewalttaten der Albaner oder einfach angelockt durch bessere Chancen in Serbien selbst.
    Der demografische Wandel, darf nicht als Ausrede dafür gelten, dass viele Serben "ihr heiliges Land" damals freiwillig verlassen haben, um in andere reichere serbische Provinzen des ehemaligen Jugoslaviens zu suchen, weil das Kosova schon immer die ärmste Provinz dieses Jugoslaviens war und die Serben in diesem System priviligierter waren als die Albaner. Ausserdem wurden seit dem Zerfall des osmanischen Reiches und der Angliederung Kosovas an Serbien, ohne Berücksichtigung der kosovarisch, albanischen Mehrheit, die Albaner ständig vertrieben, unterdrückt und umgebracht. Dazu ein berühmtes Zitat:

    Außenpolitische Probleme, so meinte Čubrilović, würde die "Aussiedlung" nicht auslösen: Wenn Deutschland Zehntausende von Juden vertreibt und Russland Millionen von Menschen von einem Teil des Kontinents zum anderen verlegen konnte, so wird die Vertreibung von einigen Hunderttausend Albanern schon nicht zum Ausbruch eines Weltkrieges führen. (Zitat)
    Die systematische Vertreibung der Albaner und die systematische serbisierung des Kosovas wurde seit dem Zerfall des osmanischen Reiches immer wieder versucht, um das heilige Kosova nach einiger serbischer Interpretationen auch wirklich heilig zu machen und dies bedeute mit anderen Worten, ein albanerfreies Kosova oder zumindet ein Kosova, in dem die Serben die Mehrheit bilden, sowie die Ansiedlung von Serben, damit sich die demographischen Verhältnisse verändern. Dies sind historische Tatsachen, die sich beweisen lassen. Doch diese Versuche sind immer wieder gescheitert, da die Albaner ihre eigene Kultur, ihre eigene Sprache und ihre eigene Identität haben und sich immer wieder gegen die serbischen Willkür auflehnten.

  4. #14

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    219
    Die systematische Vertreibung der Albaner und die systematische serbisierung des Kosovas wurde seit dem Zerfall des osmanischen Reiches immer wieder versucht, um das heilige Kosova nach einiger serbischer Interpretationen auch wirklich heilig zu machen und dies bedeute mit anderen Worten, ein albanerfreies Kosova oder zumindet ein Kosova, in dem die Serben die Mehrheit bilden, sowie die Ansiedlung von Serben, damit sich die demographischen Verhältnisse verändern. Dies sind historische Tatsachen, die sich beweisen lassen. Doch diese Versuche sind immer wieder gescheitert, da die Albaner ihre eigene Kultur, ihre eigene Sprache und ihre eigene Identität haben und sich immer wieder gegen die serbischen Willkür auflehnten.





    Ein albanerfreies kosovo komisch das viele albaner nach dem ersten und zweiten weltkrieg eingesiedelt sind oder einsiedelln durften also dann nehm ich mal an das die serben die albaner von albanien nach kosovo getrieben haben.

  5. #15

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    Sehr interessanter Bericht!
    Das Kosovo ist nunmal eine Provinz Serbiens ohne das Recht auf Sezession, was sie gewaltig von den ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens unterscheidet. Und weltweit gibt es so viele Regionen (Provinzen), welche sich vom Mutterland abspalten wollen und ich verstehe wirklich nicht, warum sich gerade der Westen so für die Kosovo-Albaner einsetz!? Man muss das gleiche Recht für alle anwenden. Ich kann es verstehen, dass man gegen den Willen Russlands Tschetschenien nicht anerkennen kann, aber was ist z.B. mit der RS? Wären genau diejenigen, welche sich für die Unabhängigkeit des Kosovos einsetzen, nicht gegen die Abspaltung der RS, stünde dieser nichts mehr im Weg!

    Am besten sind mir eh Staaten wie Großbritannien. Unterstützen blind die Abspaltung des Kosovos, haben aber im eigenen Land mehr als genug Regionen, welche sich abspalten möchten.

    Ich pers. denke nicht, dass die Unabhängigkeit des Kosovos eintreten bzw. gut verlaufen wird. Obwohl mir eine Neugliederung der Grenzen des zentralen Westbalkans (betroffen wären die Staaten Serbien und BiH) am liebesten wäre, wird es dazu womöglich nicht kommen.

    BiH wird nämlich künstlich am Leben erhalten und funktioniert sowas von nicht und auch das Kosovo kann man vielleicht territorial wieder in die Republik Serbien integrieren, aber gesellschaftlich null. Das Kosovo müsste man teilen, die wenigen serb. Gemeinden bleiben weiterhin bei Serbien (auch Štrpce als Exklave) und der größte Teil des Kosovos sollte/müsste sich der Republik Albanien anschließen, unter der Bedingung, dass die Albaner in MK und CG die Grenzen akzeptieren und keine weiteren Anschlüsse an das neue "Großalbanien" fordern. Die Zukunft für BiH sieht auch düster aus, wenn es weiterhin so bleibt, wie bisher. Die Menschen dort wollen und können nicht mehr in einem Staat zusammenleben (hat die SFR Jugoslawien schon gezeigt), deswegen gehört das Land dreigeteilt. Da die heutige Grenzziehung nicht ganz wirtschaftlich wäre, könnten sich die drei Völker auf neue innerbosnische Grenzen einigen, quasi einen Gebietstausch durchführen, so dass sich der serb. Teil Serbien anschließt, der kroat. Teil Kroatien und der Rest einen eigenen bosniakischen Nationalstaat mit Sarajewo als Hauptstadt bildet. Serbien und Kroatien müssten die Bosniaken als Volk (bzw. nationale Minderheit) mit allen Rechten akzeptieren, damit der Anschluss vollendet wird. Demnach hätten die Bosniaken endlich ihren eigenen Staat und eine große Minderheit in Serbien (wenn man den Sandzak mit berücksichtigt), in Kroatien wären es dennoch nicht so viele. Die Lage der Bosniaken in Serbien (also derjenigen im Sandzak und in dert nun zur Serbien gehörenden RS) würde sich bessern.

    Unter diesem Aspekt würden die Serben und auch Serbien die Trennung des Kosovos schlucken können. Die einzigen, die vielleicht etwas unzufrieden wären, das sind die Bosniaken. Aber im Prinzip ist es besser für sie.
    Weil: Serbien verliert den Kosovo, bekommt dafür die RS. Ist also besänftigt. Die Albaner erhalten den größten Teil des Kosovos und vereinigen sich mit Albanien, sind also auch besänftigt. Die Kroaten erhalten Teile BiHs, müssen aber nichts hergeben, kein Grund nicht besänftigt zu sein. Somit würden sie aber einer Teilung BiHs und der Angliederung der RS an Serbien leichter zustimmen. Die Bosniaken müssten die Teilung BiHs akzeptieren, erhalten dafür aber einen eigenen Nationalstaat, welchen sie bisher noch nie gehabt haben. Ich schätze mal, das dieser Staat ("Restbosnien") um die 20.000 Km² groß sein dürfte und für ein 2 Millionen Volk ist das genug. Wenn man vergleicht, die Slowenen sind auch 2. Millionen und haben gleich viel Land. Die 2 Millionen Mazedonier teilen 25.000 Km² mit den Albanern. Im nur 11.000 Km² großen Kosovo leben 2 Millionen Albaner.

  6. #16

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    Wenn man bedenkt, dass viele Minderheiten, welche die Sezession vom Mutterland anstreben, nicht einmal einen eigenen Staat auserhalb dieses Staats besitzen, während die Albaner bereits Albanien haben!

    Die Kurden haben kein Land, wollen eins, bekommen es aber nicht. Nichteinmal im besiegten Irak und wie Saddam mit den Kurden dort umgegangen ist, wissen wir auch.

    Ist die Lobby der Kosovo-Albaner im Westen so gut? Oder welche Interessen verfolgt der Westen, indem sie die Unabhängigkeit des Kosovo nach dem Prinzip "mit dem Kopf durch die Wand" forciert?

  7. #17
    Avatar von lulios

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    @Tesla

    die rs in bosnien kann nicht geteilt werden weil sie durch mord und vertreibung in den 90er entstanden ist.wäre es nicht so dann wäre ich sogar dafür das die rs unabhängig wird obwohl es mir überhaupt nicht schmecken würde.

    das kosovo wird unabhängig und wird von fast allen staaten der welt anerkannt werden.die serben werden dumm aus der wäsche gucken und die rs bleibt bei bosnien. :

    ps: eine teilung kosovos kommt überhaupt nicht in frage die grenzen kosovos sind unantastbar.

  8. #18

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    Zitat Zitat von lulios Beitrag anzeigen
    @Tesla

    die rs in bosnien kann nicht geteilt werden weil sie durch mord und vertreibung in den 90er entstanden ist.wäre es nicht so dann wäre ich sogar dafür das die rs unabhängig wird obwohl es mir überhaupt nicht schmecken würde.

    das kosovo wird unabhängig und wird von fast allen staaten der welt anerkannt werden.die serben werden dumm aus der wäsche gucken und die rs bleibt bei bosnien. :

    ps: eine teilung kosovos kommt überhaupt nicht in frage die grenzen kosovos sind unantastbar.
    Es spielt überhaupt keine Rolle, wie die RS entstanden ist. Tatsache ist, dass es sie gibt. Und wenn es sein muss, würde ich sogar nochmal einen Krieg riskieren, nur damit die RS bestehen bleibt. Schreib Dir das hinter die ohren!

  9. #19

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    kosovo gehört seit 1912 zu serbien, ohne die dortige bevölkerung zu befragen.

    die vojvodina gehörte bis 1918 zum habsburger reich,
    danach erst zu serbien.

    warum ist die vojvodina überhaupt an serbien gegangen?
    weil dort auch das herz serbiens liegt?

    oder an den dortigen klöstern?


  10. #20
    Avatar von Mardigras

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    Zitat Zitat von Tesla Beitrag anzeigen
    Ist die Lobby der Kosovo-Albaner im Westen so gut? Oder welche Interessen verfolgt der Westen, indem sie die Unabhängigkeit des Kosovo nach dem Prinzip "mit dem Kopf durch die Wand" forciert?
    ehrlich? ich glaube der Westen will zwei Dinge

    a) möglichst schnell seine Truppen vom Balkan abziehen und
    b) daß dort Frieden herrscht

    und es gibt ungefähr 2 millionen experten, wo jeder das Gegenteil vom anderen behauptet (ähnlich wie hier im Forum )

    Somit verhalten sich die meisten Staaten einfach so, wie sie sich vor 90 jahren verhalten haben (damals gabs eben Serbien noch)

    Italien, Deutschland und Österreich vor allem gegen Serbien
    Griechenland pro-serbisch
    Frankreich und Großbritannien wissen es meistens nicht, wollen aber Ruhe
    Russland pro-serbisch.

    Dahinter stehende Argumentation oder Überlegungen? wenige... glaub ich ernsthaft. Das Thema ist für eine "normale" Aussenpolitik zu komplex und zu nahe.


    lg mardi

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