Fortschritt in Serbien, Bosnien tief geteilt

28. Mai 2009, 15:59


  • Serbisches Geschäft in Mitrovica. Neben dem Putin-Bild steht: "Hilf Serbien, Bruder, die serbischen Seelen bitten dich - hilf uns Putin! Bruder! Jenen, die dich lieben. Es kamen menschliche Bestien nach Serbien! Die auf dem Land herumtrampeln, die es anzünden. Das sind keine Menschen, das sind Monster direkt aus der Hölle. Teufel, Dämonen. Hilfs uns Putin! Bruder! Dass sie aus dem Kosovo verschwinden."


Im Kosovo beobachtet amnesty Diskriminierung von Minderheiten und mangelnde Anstrengungen, Flüchtlinge zurückzuholen

Belgrad/Sarajevo - Die Diskriminierung der Minderheitengruppen, ethnisch motivierte Gewalt und die dafür ausbleibende Bestrafung sind Probleme, mit denen sich entsprechend dem Jahresbericht der Amnesty International sowohl Serbien, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo auseinandersetzen müssen. Serbien habe im Vorjahr Fortschritte bei der Festnahme von Haager Angeklagten und der Prozessführung gegen Kriegsverbrecher gemacht, stellte AI fest.



Die Diskriminierung von Minderheitengruppen stelle aber weiterhin ein Problem dar, ebenso die Nicht-Bestrafung für ethnisch motivierte Gewalt. Es gebe weiter Berichte über die Misshandlung von albanischen Haftinsassen wie auch das unannehmbare Verhalten der Polizei Journalisten und Roma gegenüber.
Die Menschenrechtsorganisation wies in dem Jahresbericht auch auf den Anstieg der nationalistischen Rhetorik im benachbarten Bosnien-Herzegowina hin. Das Land sei weiterhin an ethnischen Linien tief gespalten, warnte AI. Die Kapazität der heimischen Justiz, komplexe Kriegsverbrechenfälle aus der Zeitspanne des dreijährigen Bosnien-Krieges (1992-1995) zu führen, stellte nach wie vor ein Problem dar. 13 Jahre nach Kriegsende sei auch das Schicksal von rund 13.000 Vermissten weiterhin unbekannt. Auch die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre ehemaligen Heime sei im letzten Jahr stark zurückgegangen. (APA)
Auch in jenem Teil des Jahresberichts, der sich auf den Kosovo bezieht, der im Vorjahr seine Unabhängigkeit ausgerufen hatte, verwies AI auf die Diskriminierung der Minderheitengruppen. Auch die Rückkehr von Flüchtlingen sei vernachlässigbar gering, heißt es im Bericht. Der UNMIK-Verwaltung sei es nicht gelungen, die Frage der Bestrafung von Vertretern der internationalen Staatengemeinschaft, die sich Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht hätten, wie auch der mutmaßlichen Kriegsverbrecher zu lösen, meint die Menschenrechtsorganisation. (APA)


Fortschritt in Serbien, Bosnien tief geteilt - Amnesty-Jahresbericht - derStandard.at/International


ich finde es Schrecklich wie jede Regierung/Ethnie versucht die andere schlechter zu machen (auch wenn Realität schlimm genug ist) aber keiner von denen versucht mit einander mitzuarbeiten um diese ethnischen Probleme zu lösen.



hinzu zu fügen ist noch die Anti-Roma-Demos und Faschistische Äusserungen in Serbien (die AI nicht hinzugefügt hat) also schrecklich eine "Minderheit" zu sein. man müsste etwas anders machen wie man es bis jetzt gemacht hat, nun wie?