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Expertenregierungen: Langsamer Untergang der politischen Parteien?

Erstellt von Esseker, 11.11.2011, 19:09 Uhr · 109 Antworten · 5.054 Aufrufe

  1. #11
    Esseker
    Zum Demokratie-Problem:

    In unserer Gesellschaft verankerten sich die Parteien, ihre wirtschaftlichen Vorgehensweisen mit ihren Ideologien zusammen.
    Eine Möglichkeit wäre, auch wenns unrealistisch und seltsam ist, dass die Leute wählen, auch wenn diese eben keine Experten sind, welche Experten sie wählen, die ihre Vorstellung präsentieren und dahinter aber keine Ideologie a la Konservativ, Sozialdemokratisch etc. haben. Praktisch keine CDU, SPD mehr sondern Gruppe/Experte A, B, ...

  2. #12
    Avatar von Bambi

    Registriert seit
    16.06.2008
    Beiträge
    37.047
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Zum Demokratie-Problem:

    In unserer Gesellschaft verankerten sich die Parteien, ihre wirtschaftlichen Vorgehensweisen mit ihren Ideologien zusammen.
    Eine Möglichkeit wäre, auch wenns unrealistisch und seltsam ist, dass die Leute wählen, auch wenn diese eben keine Experten sind, welche Experten sie wählen, die ihre Vorstellung präsentieren und dahinter aber keine Ideologie a la Konservativ, Sozialdemokratisch etc. haben. Praktisch keine CDU, SPD mehr sondern Gruppe/Experte A, B, ...
    Hab ich mir zwar auch gedacht, aber was sind da die Entscheidungskriterien? Wonach können sich Leute orientieren, wen sie wählen, wenn es keine Wahlprogramme gibt? Für irgendwas müssen diese Leute stehen, um ein Profil zu kriegen. Oder kann man sich das dann wie eine Bewerbung beim Volk vorstellen, wo einfach alle ihre Unidiplome veröffentlichen und man schaut, wen man für den kompetesten hält?
    So funktioniert das eben nicht. Man will ja, wenn man wählt, immer ein gewisses Identifikationspotential mit der Partei, irgendwelche Werte und Ziele und kein bloßes "1,0 in VWL, 1,3 im Nebenfach BWL, Berufserfahrung bei abc und d." Diese bloßen "technischen Daten" sagen am Ende auch nicht viel über Kompetenzen aus.

  3. #13
    Esseker
    Ihr redet von Demokratie. Aber von welcher Demokratie den wirklich? Wir wählen eine Partei samt ihrer Ideologie, ob sie jetzt den Arbeitgebern, oder Nehmern mehr versprechen, oder doch der Umwelt oder doch den "richtigen" "reinen" XYZlern. Diese suchen sich aber intern dann aus wer was übernimmt, also welchen Poster wer übernimmt und nicht wir, die angeblichen Demokraten.

  4. #14
    Avatar von Гуштер

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    16.274
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Zum Demokratie-Problem:

    In unserer Gesellschaft verankerten sich die Parteien, ihre wirtschaftlichen Vorgehensweisen mit ihren Ideologien zusammen.
    Eine Möglichkeit wäre, auch wenns unrealistisch und seltsam ist, dass die Leute wählen, auch wenn diese eben keine Experten sind, welche Experten sie wählen, die ihre Vorstellung präsentieren und dahinter aber keine Ideologie a la Konservativ, Sozialdemokratisch etc. haben. Praktisch keine CDU, SPD mehr sondern Gruppe/Experte A, B, ...
    Erachte ich nicht als nötig, nur wegenein paar Staaten bei den Finanzen versagt haben braucht die Welt kein neues politisches System. In anderen Staaten läuft es finanziell einwandfrei auch wenn die Finanzminister Landwirte oder was auch immer sind.

    Diese Expertengruppen hast du heute auch, nur halten sie sich im Hintergrund und beraten den Landwirt der nun in der Rolle des Finanzministers schlüpft.

    Das ganze ist einfach Augenwischerei um den Leuten sagen zu können "Jetzt sind Experten am Werk, es wird schon." Deswegen auch nur in Krisensituationen angebracht sonst nicht.

  5. #15
    Esseker
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Hab ich mir zwar auch gedacht, aber was sind da die Entscheidungskriterien? Wonach können sich Leute orientieren, wen sie wählen, wenn es keine Wahlprogramme gibt? Für irgendwas müssen diese Leute stehen, um ein Profil zu kriegen. Oder kann man sich das dann wie eine Bewerbung beim Volk vorstellen, wo einfach alle ihre Unidiplome veröffentlichen und man schaut, wen man für den kompetesten hält?
    So funktioniert das eben nicht. Man will ja, wenn man wählt, immer ein gewisses Identifikationspotential mit der Partei, irgendwelche Werte und Ziele und kein bloßes "1,0 in VWL, 1,3 im Nebenfach BWL, Berufserfahrung bei abc und d." Diese bloßen "technischen Daten" sagen am Ende auch nicht viel über Kompetenzen aus.
    Nein, nein, ganz anders. Ich meinte nicht den Experten persönlich sondern, seine Sichten (ohne Ideologie!!)

    Ein Finanzminister der CDU wird immer konservative Sichtweisen zeigen und diese in seiner Arbeit auch aufweisen.

    Der Experte oder die Expertengruppe würde dann ihren Weg für die Wirtschaft präsentieren ("Wir würden erst hier investieren usw...") ohne sowas wie "Abendland in Christenhand" oder "Gegen Faschismus" hinzuzufügen... rein wirtschaftlich halt.

    Die Leute wählen dann nicht mehr die "christlich demokratiche Union" oder die "sozialdemkratische Partei" sondern "Gruppe A", "Gruppe B" zB

  6. #16
    Avatar von H3llas

    Registriert seit
    18.04.2010
    Beiträge
    16.644
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Nein, nein, ganz anders. Ich meinte nicht den Experten persönlich sondern, seine Sichten (ohne Ideologie!!)

    Ein Finanzminister der CDU wird immer konservative Sichtweisen zeigen und diese in seiner Arbeit auch aufweisen.

    Der Experte oder die Expertengruppe würde dann ihren Weg für die Wirtschaft präsentieren ("Wir würden erst hier investieren usw...") ohne sowas wie "Abendland in Christenhand" oder "Gegen Faschismus" hinzuzufügen... rein wirtschaftlich halt.

    Die Leute wählen dann nicht mehr die "christlich demokratiche Union" oder die "sozialdemkratische Partei" sondern "Gruppe A", "Gruppe B" zB
    ist doch das selbe, ob sie sich gruppe 1 oder SPD nennt ist das selbe, es werden sich paar leute versammeln die, die selbe ansicht haben..

    ist im endefekt das selbe, was wir grad haben.

  7. #17
    Esseker
    Zitat Zitat von H3llas Beitrag anzeigen
    ist doch das selbe, ob sie sich gruppe 1 oder SPD nennt ist das selbe, es werden sich paar leute versammeln die, die selbe ansicht haben..

    ist im endefekt das selbe, was wir grad haben.
    Dass manche Leute aus Gruppe A sozialdemokratische Ansichten haben, kann ja sein, jeder hat seine Sicht, aber es wäre halt nicht in der Rechtfertigung ihrer Programme impliziert.

    Die Leute wählen heutzutage hauptsächlich wegen der Ideologie (Ausländerfreundlich oder -feindlich, liberal oder nicht, usw..) und nicht wegen ihren wirtschaftlichen Programmen.. Weswegen ist sonst die FPÖ in Österreich so weit oben? Wegen ihren wirtschaftlichen Plänen?
    Daran scheitert die Demokratie in der heutigen Zeit, man brennt sich dieses Schwarz-Weiß-Bild ein "Konservativ nicht gut, sozialdemokratisch besser, weil freundlicher, etc" (nur ein Beispiel) und wählt deswegen.

    Und wieweit ist das dann hilfreich in der Demokratie, wenn man nach blödsinnigen Sachen wählt?

  8. #18
    Avatar von Bambi

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Nein, nein, ganz anders. Ich meinte nicht den Experten persönlich sondern, seine Sichten (ohne Ideologie!!)

    Ein Finanzminister der CDU wird immer konservative Sichtweisen zeigen und diese in seiner Arbeit auch aufweisen.

    Der Experte oder die Expertengruppe würde dann ihren Weg für die Wirtschaft präsentieren ("Wir würden erst hier investieren usw...") ohne sowas wie "Abendland in Christenhand" oder "Gegen Faschismus" hinzuzufügen... rein wirtschaftlich halt.

    Die Leute wählen dann nicht mehr die "christlich demokratiche Union" oder die "sozialdemkratische Partei" sondern "Gruppe A", "Gruppe B" zB
    okay...lass mich das durchdenken...

    Spontan fällt mir ein...ich glaub, die Leute wollen das nicht. Also wenn ich wählen würde, was ich aus Passgründen noch nicht kann, dann interessiert mich IMMER das Profil der Politiker. Wofür stehen die, was wollen die, was wollen die nicht (mehr) etc...und das will ich gern von JEDEM wissen, egal ob Finanz-, Familien-oder Pfannkuchenminister. So, wie du Ideologie von Kompetenzen trennst, machen das die Wähler nicht...die wollen lieber Ideen als bloße Zahlen, weißt wie ich mein. Weiterhin stellt sich für mich die Frage, wie man das KONKRET trennen will. Auf abstrakter Ebene mag es sich möglich anhören, aber wenn ich es so durchdenke...allenfalls haut das noch, wenn überhaupt, für die Finanzen hin...(und selbst da stelle ich es mir schwierig vor...je nachdem, wo man eben investiert, kann sich daraus ja zb auch schon eine gewisse Ausrichtung deutlich machen, hast ja selbst gesagt)...aber für diese sozialen Politikfelder? No way. Also zumindest aus meiner bescheidenen Sicht nicht.

  9. #19
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Dass manche Leute aus Gruppe A sozialdemokratische Ansichten haben, kann ja sein, jeder hat seine Sicht, aber es wäre halt nicht in der Rechtfertigung ihrer Programme impliziert.

    Die Leute wählen heutzutage hauptsächlich wegen der Ideologie (Ausländerfreundlich oder -feindlich, liberal oder nicht, usw..) und nicht wegen ihren wirtschaftlichen Programmen.. Weswegen ist sonst die FPÖ in Österreich so weit oben? Wegen ihren wirtschaftlichen Plänen?
    Daran scheitert die Demokratie in der heutigen Zeit, man brennt sich dieses Schwarz-Weiß-Bild ein "Konservativ nicht gut, sozialdemokratisch besser, weil freundlicher, etc" (nur ein Beispiel) und wählt deswegen.

    Und wieweit ist das dann hilfreich in der Demokratie, wenn man nach blödsinnigen Sachen wählt?
    Weiss nicht ob du jemals ein Parteibuch in der Hand hattest, aber dort stehen auch die wirtschaftlichen Pläne der Partei genau beschrieben, zumindest sollte es bei einer seriösen Partei so sein.

    Aber Ausländerpolitik polarisiert mehr als Finanzwesen, war schon immer so.

  10. #20
    economicos
    Naja, Krise hin oder her, nach einer Krise wird es wie immer ein BOOM gehen, aber das möchte man wohl nicht beschleunigen. Erst müssen auch die anderen Schuldensünder für die Banken sparen, so dass alles seine Ordnung hat. Erst dann werden die Konjunkturen angekurbelt. Nennt es legitim oder sonst was, aber die europäischen Politiker belügen uns in den letzten Jahren von vorne bis hinten.

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