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Expertenregierungen: Langsamer Untergang der politischen Parteien?

Erstellt von Esseker, 11.11.2011, 19:09 Uhr · 109 Antworten · 5.053 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Sinopeus

    Registriert seit
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    Du hast ein kleines Detail vergessen. Die "Expertenregierung" wird nicht demokratisch gewählt.

  2. #22
    Avatar von H3llas

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    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Du hast ein kleines Detail vergessen. Die "Expertenregierung" wird nicht demokratisch gewählt.
    doch natürlich, 3 personen haben gewählt

  3. #23
    Esseker
    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Du hast ein kleines Detail vergessen. Die "Expertenregierung" wird nicht demokratisch gewählt.
    Nein, das habe ich nicht vergessen, Lesen bildet weiter

  4. #24
    Avatar von Skitnik

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    In Griechenland wird wohl so sein und Italien steht auch davor. Das Experiment "Expertenregierung" rückt immer näher, auch wenn es nicht mehr so neu ist, es würde eine Art "Revolution in der Regierungsführung" darstellen.

    Wo die linken (Griechenland) und die rechten (Italien) versagten, sollten nun unpolitische, rein wirtschaftliche Profis ran. Was denkt ihr? Wäre das auch so im normalen Fall besser, in anderen Nationen, oder doch die politische Parteivariente.

    Kleines Beispiel:
    Man muss bedenken, dass ein Finanzminister jeder xbeliebige in einer Partei werden kann, wenn diese die stärkste (oder auch nicht) im Land ist. Ums vielleicht auf Österreich zu beziehen wo ich mich am besten auskenne:
    HC Strache ist gelernter Zahntechniker, aber durch seine jahrelange Arbeit in der FPÖ mittlerweile Parteichef, dieser kann, wenn es zur Aufteilung kommt und es so kommt, einfach so Finanzminister werden, ohne vorher wirklich viel mit Finanzen eines Staates zu tun zu haben.

    Anders wäre das zB bei der Expertenregierung wo der Finanz"minister", wirklich Finanzexperte wäre...


    das experten ding würde in die richtung führen, dass grosskonzerne und verbände von reichen ihre "experten" auf ihre bedürfnisse mit geld trimmen. so dass alles nur noch besser auf sie zugeshcnitten ist.

    es würde kein armer unabhängiger eine chance haben, da wirkungsvolle werbung nunmal teuer ist.


    Parteien haben etwas praktisches. sie sind ansammlungen von menschen die ähnlich denken, und jeder der nur halb ahnung von politik hat, weiss dass die linken sich fürs folk einsetzen, und die bürgerlichen eher für die unternehmer.
    Aus dieser amsammlung die man nun gewählt hat, werden die hellsten köpfe bestimmt für gewisse posten. manchmal klug manchmal weniger.

  5. #25
    Avatar von Sinopeus

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Nein, das habe ich nicht vergessen, Lesen bildet weiter
    Sicher, und Schnitzel stillt den Hunger. Doch nun genug der überflüssigen Binsenweisheiten.

  6. #26
    aki

    Registriert seit
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    5.255
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Nun okay, aber es sind Experten die der Partei angehören, verstehst du?
    Falsch!

  7. #27
    Esseker
    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Sicher, und Schnitzel stillt den Hunger. Doch nun genug der überflüssigen Binsenweisheiten.
    Wie auch immer Das Problem der Demokratie habe ich nicht vergessen. Es wurde angesprochen.

    Zitat Zitat von tamjan Beitrag anzeigen
    Falsch!
    Ok

  8. #28
    Avatar von pr!mus

    Registriert seit
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    Beiträge
    632
    Jedes Ministerium setzt sich aus einer Horde von Experten zusammen, die wegweisende Entscheidungen treffen. Das heißt, der zuständige Minister ist in seinem Handeln nicht auf sich alleine gestellt, sondern greift auf die Expertise seiner Mitarbeiter zurück. So macht es dann an und für sich keinen Unterschied, ob der jeweilige Minister Experte seines Fachs ist oder nicht.

    Trotzdem sehen wir den Untergang des politischen Systems, weil in der Politik immer verschiedene Interessen aufeinander treffen und Politiker nicht gänzlich frei in ihren Entscheidungen sind, bzw. diese Entscheidungen dem Einfluss von diversen Interessensgruppen unterliegen. Einen Interssenskonflikt stellt beispielsweise die Bankenrettung dar, denn der Erhalt diese Einrichtungen muss vom Steuerzahler gezahlt werden.

  9. #29
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
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    Beiträge
    14.116
    Gutes Thema.

    Bisschen Hintergrund dazu, der hoffentlich die Probleme solcher "Expertenregierungen" verdeutlicht:

    Jury wählt aus mehr als 1120 Vorschlägen
    "Alternativlos" ist Unwort des Jahres

    "Alternativlos" ist das Unwort des Jahres 2010. Die Jury unter Leitung des Germanisten Horst Dieter Schlosser wählte den Begriff aus 1120 Vorschlägen aus, wie der emeritierte Professor in Frankfurt am Main bekanntgab. "Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe", sagte Schlosser zur Begründung. "Behauptungen dieser Art sind 2010 zu oft aufgestellt worden, sie drohen, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung zu verstärken."
    Das von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zusammenhang mit der Griechenland-Hilfe genannte "alternativlos" war der meistgenannte Vorschlag. Die Floskel verwendeten Politiker auch für die Gesundheitsreform, das Bahnprojekt "Stuttgart 21" oder den Ausbau des Frankfurter Flughafens.

    Quelle: "Alternativlos" ist Unwort des Jahres | tagesschau.de
    Die passende politikwissenschaftliche Theorie dazu:

    Postdemokratie bezeichnet ein politisches System, in dem es nicht auf die Beteiligung der Bürger (als Input gesehen), sondern nur auf Ergebnisse ankommt, die dem Allgemeinwohl dienen und dem Kriterium der Verteilungsgerechtigkeit genügen (Outputorientierung). In Bezug auf kollektiv verbindliche Entscheidungen wird dabei demokratischen Verfahren nur instrumentelle Bedeutung zugemessen. Sie erscheinen nützlich, wenn und insofern Mehrheitsentscheidungen oder demokratisch kontrollierte hierarchische Entscheidungen geeignet sind, allgemeinwohlorientierte Politik hervorzubringen.
    Dabei wird im Gegensatz zur Pluralismustheorie angenommen, dass das Allgemeinwohl objektiv bestimmbar sei und Interessenkonflikte nicht in demokratischen Verfahren ausgetragen, sondern durch Verwaltungsvorgänge aufgehoben werden sollten.
    Die gewählten Repräsentanten verlagern dabei ihre Kompetenzen (und damit die Verantwortung) auf Experten, Kommissionen und Wirtschaftsunternehmen. Der Bürger wird dabei nicht als der Souverän betrachtet, in dessen Auftrag entschieden werden muss, sondern der befähigt werden muss, den vorgegebenen Anforderungen des Allgemeinwohls, meist verstanden als die Bedingungen des globalen Marktes, gerecht zu werden.

    Quelle: Postdemokratie

  10. #30
    Esseker
    Weiter diskutieren, liebe Freunde der Politik! Was ist Regierung und Staat ohne Politiker in dem Sinne? Sowas werden wir wohl bald sehen, oder zumindest in einem gewissen Maße.

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