BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 11

Fehler der Geschichte und die Folgen!

Erstellt von ooops, 05.06.2010, 13:20 Uhr · 10 Antworten · 1.469 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600

    Fehler der Geschichte und die Folgen!

    [h2]Friedensvertrag von Trianon 1920 prägt Ungarns aktuelle Politik [/h2]
    Vor genau 90 Jahren wurde der Friedensvertrag von Trianon unterzeichnet, der Ungarn als Mitschuldigen am Ersten Weltkrieg schwer bestrafte. Als unaufgearbeitetes nationales Trauma wirkt er in der ungarischen Politik bis heute nach.

    Warum hat nur die Slowakei Probleme mit dem neuen ungarischen Gesetz über Doppelstaatsbürgerschaften für Auslandsungarn? Mit dieser Frage begegnen ungarische Diplomaten der Kritik an dem umstrittenen Gesetz. Ansätze zu einer Antwort liefert ein Besuch in der ungarischen Botschaft in der Wiener Bankgasse, einst Sitz der ungarischen Hofkanzlei. Dort gibt es einen "Preßburger Saal", in dem sechs monumentale Gemälde von der Krönung Maria Theresias zur Königin von Ungarn in Pressburg - der damaligen ungarischen Hauptstadt Pozsony - am 25. Juni 1741 hängen.
    Magyarisierungspolitik
    Was den Ungarn ihr Trauma von Trianon, das ist vielen Slowaken ihr ungarisches Trauma. Im kollektiven Gedächtnis der historisch gesehen jungen slowakischen Nation ist die Erinnerung an die rücksichtslose Magyarisierungspolitik in der ungarischen Reichshälfte, vor allem nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich 1867, noch präsent. Wenn der slowakische Premier Robert Fico - wahlkampfbedingt in hysterischem Ton - die Doppelstaatsbürgerschaft für slowakische Ungarn als eine Bedrohung der nationalen Souveränität betrachtet, dann ist das auch vor diesem Hintergrund zu sehen.
    Mit dem neuen Staatsbürgerschaftsgesetz, das vom neugewählten ungarischen Parlament mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde, soll das Trauma von Trianon zumindest symbolisch gelindert werden. Heute vor genau 90 Jahren, am 4. Juni 1920, unterzeichnete die ungarische Delegation im Palais Grand Trianon von Versailles unter Protest das Friedensdiktat der Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Ungarn wurde damit auf ein Drittel des Territoriums des Königreichs Ungarn in der Doppelmonarchie (siehe Grafik Seite 2), die Einwohnerzahl von 18 Millionen auf 7,6 Millionen reduziert, 3,2 Millionen Ungarn wurden mit einem Schlag Bürger anderer Staaten.



    Späte Einsicht
    Erst später reifte bei den Siegermächten die Einsicht, dass man die Ungarn zu hart bestraft hatte. "Wir mussten blind gewesen sein, da wir über Ungarn gar keine Informationen hatten und glaubten, eine solche Verstümmelung diesem Land aufzwingen zu können, ohne es in Verzweiflung zu stoßen", meinte der französische General Henri de Gondrecourt. Und der britische Ex-Premier Lloyd George, einer der bestimmenden Verhandler 1919, erklärte 1928: "Alle Dokumente, die uns während der Verhandlungen von unseren Verbündeten unterbreitet wurden, waren irreführende Lügen. Wir haben in Paris aufgrund von Fälschungen entschieden."
    Dass ein historischer Einschnitt dieser Dimension in einem Volk über Generationen nachwirkt, ist eine banale Feststellung. Wie in Deutschland und in Österreich förderten die harten Pariser Friedensverträge das Hochkommen nationalistisch-faschistischer Ideologien. Unter dem autoritären Regime des Reichsverwesers Miklós Horthy wurde Ungarn zum Verbündeten Hitlerdeutschlands und stand nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf der Verliererseite.
    Im Kommunismus war das Thema Trianon und ungarische Minderheiten im Ausland tabu - mit Rücksicht auf die sozialistischen Bruderstaaten. Nach der Wende 1989 hatte das Land zunächst andere Sorgen. Aber mit Einsetzen der Wirtschaftskrise und angesichts reformunwilliger oder -unfähiger Regierungen eignete sich das Trauma bestens zur politischen Instrumentalisierung. Mit dem ihm eigenen Instinkt erkannte der einstige Liberale Viktor Orbán das Mobilisierungspotenzial, das noch immer im Reizwort Trianon steckt. Zugleich wurde er aber auch zum Getriebenen der rechtsextremen "Jobbik"-Bewegung, deren Erstarken er mit seinen nationalistischen Tönen selbst befördert hatte.
    Der allergrößte Teil der ungarischen Minderheiten im Ausland lebt heute innerhalb der EU. Ungarn selbst hat Minderheitengesetze, die als vorbildlich gelten. Da müssen Staatsbürgerschaftsgesetze, die in das Rechtsgefüge anderer Länder hineinreichen, doppelt anachronistisch wirken. Außer man beruft sich explizit auf eine EU-Bürgerschaft, die die nationale Zugehörigkeit dann eben zweitrangig macht. Aber die gibt es noch nicht.
    Und so kann der ungarische Vizepremier Zsolt Semjén unter dem Beifall wohl der meisten seiner Landsleute sagen: "Es gibt keine Ungarn erster und zweiter Klasse. Es gibt nur eine ungarische Nation. Das ungarische Parlament ist dem einen, universellen Ungarntum verantwortlich und sonst niemandem." Als Einladung an die Nachbarn und das übrige Europa, den Magyaren beim Überwinden des Traumas von Trianon zu helfen, klingt das nicht. (Josef Kirchengast/DER STANDARD, Printausgabe, 4.6.2010)


    Ein historisches Trauma als politisches Instrument - Ungarn - derStandard.at ? International
    Natürlich das sind Töne die man nicht einfach so hinnehmen kann dennoch noch unannehmbar sind Töne Slowakei die Regierung zum Entwurf eines Gesetzes veranlasst hat das besagt "Wer eine andere Staatsbürgerschaft annimmt (damit ist eben nur eine bestimmte Ethnie gemeint) verliert die slowakische Staatsbürgerschaft"

    Im Grunge genommen ist das als innenpolitische Angelegenheit zu betrachten, dennoch die auch wenn Ungarn die Auslandsungarn etwas Nähe anbieten sollte, sollte solche Reaktionen wie in Slowakei nicht auslösen, schließlich ist alles EU und die Auslandsungarn können auch ohne ungarische Staatsbürgerschaft bevorzugt werden.

  2. #2

  3. #3

    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    3.244
    wieso hat bosnien auf der karte kein meer zugang

  4. #4
    Avatar von Krosovar

    Registriert seit
    20.09.2008
    Beiträge
    9.107
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    wieso hat bosnien auf der karte kein meer zugang

    EDIT:
    Mein Posting war dümmer als seins.
    Sorry

  5. #5

    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    3.244
    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    nein, berechtigtes posting

  6. #6
    Avatar von Černozemski

    Registriert seit
    05.09.2009
    Beiträge
    10.269
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    wieso hat bosnien auf der karte kein meer zugang
    weil dalmatien damals zu italien gehörte...

  7. #7

    Registriert seit
    04.05.2010
    Beiträge
    3.244
    Zitat Zitat von Macedonian Boy Beitrag anzeigen
    weil dalmatien damals zu italien gehörte...
    aah ok thx

  8. #8

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    wieso hat bosnien auf der karte kein meer zugang

    weil du nicht in "Rakija" bist vielleicht?

  9. #9

    Registriert seit
    16.01.2009
    Beiträge
    17.122
    Arme Ungarn.

  10. #10
    Emir
    Sieh mal an Sieht fast so aus wie Heute

    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen

    EDIT:
    Mein Posting war dümmer als seins.
    Sorry
    Es gibt keine dumme Fragen, nur dumme Antworten!
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    wieso hat bosnien auf der karte kein meer zugang
    Ich glaube Herceg Novi wurde abgegeben, dafür haben wir Berge und Neum bekommen, bin mir aber nicht sicher ob es was damit zu tun hat ...

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 73
    Letzter Beitrag: 01.07.2011, 16:14
  2. ...und nun folgen Verhaftungen
    Von ooops im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 09.06.2010, 16:28
  3. Die Folgen der Toleranz
    Von Crane im Forum Humor - Vicevi
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 08.11.2006, 18:20