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Wie findet ihr das?

Erstellt von DieWahrheit, 13.03.2013, 20:51 Uhr · 34 Antworten · 1.902 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    11.03.2013
    Beiträge
    248

    Wie findet ihr das?




    Würde es den Balkanstaaten besser gehen?
    Würden wir die EU brauchen?

    Übrigens er sieht aus wie Zlatan

  2. #2
    Esseker
    Ich versteh einpaar Logikfehler da nicht. Wenn man keine "sozialistische" förderative Republik mehr ist, arbeitet man schon mit dem Kapitalismus. Inwiefern wäre dann der Kapitalismus der EU anders, gegen den man sich, laut dem Video wehren würde?

    Und: In den 80ern war Jugoslawien eins der meistverschuldesten Länder der Welt. Wieso ist in dem Video Jugoslawien auf einmal so stark?

  3. #3
    Avatar von Krosovar

    Registriert seit
    20.09.2008
    Beiträge
    9.111
    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Ich versteh einpaar Logikfehler da nicht. Wenn man keine "sozialistische" förderative Republik mehr ist, arbeitet man schon mit dem Kapitalismus. Inwiefern wäre dann der Kapitalismus der EU anders, gegen den man sich, laut dem Video wehren würde?

    Und: In den 80ern war Jugoslawien eins der meistverschuldesten Länder der Welt. Wieso ist in dem Video Jugoslawien auf einmal so stark?
    Seit Beginn der achtziger Jahre diktieren aus ländische Kredite weitreichende `Reformen', die zur Zerstörung des industriellen Sektors führten und zugleich das Sozialsystem des Landes erodieren ließ. Damit wurde nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik in Jugoslawien chaotisiert: denn die separatistischen Tendenzen, die sich auf ethnische und soziale Unterschiede stützten, gewannen während der Phase brutaler Verarmung unter der jugoslawischen Bevölkerung an Gewicht. Die makroökonomischen Reformen, die kurz vor dem Tod Marschall Titos im Jahr 1980 begannen, „hatten politisch und ökonomisch gesehen desaströse Auswirkungen. Langsameres Wirtschaftswachstum, das Anwachsen der Auslandsschulden und insbesondere die Zinsbelastung, begleitet von einer Inflation, brachten den Lebensstandard des durchschnittlichen Jugoslawen zu einem erdrutschartigen Absinken. (...) Die Wirtschaftskrise bedrohte die politische Stabilität (...). Sie führte auch zu einer Verstärkung untergründiger ethnischer Spannungen."(Gervasi 1993)

    Die Wirtschaftsreformen erreichten ihren Höhepunkt unter der US-freundlichen Regierung von Ante Markovic. Ein „Finanzhilfeprogramm" versprach im Austausch dafür drastische Wirtschaftsreformen: die Einführung einer neuen, abgewerteten Währung, ein Einfrieren der Löhne, eine drastische Kürzung der Staatsausgaben und die Abschaffung der selbstverwalteten vergesellschafteten Betriebe. Diese „Wirtschaftstherapie" trug zur Lähmung des Bundestaats bei. Vor allem die Umschuldungsverträge der staatlichen und kommerziellen Kredite, führten zu politischen Spannungen zwischen der Hauptstadt Belgrad und den Teilrepubliken. Steuergelder, die als Ausgleichszahlungen an die Teilrepubliken und die autonomen Provinzen hätten gehen sollen, dienten zur Schuldentilgung bei den Pariser und Londoner Finanzclubs. Die vom IWF induzierte Budgetkrise schuf so - in wirtschaftlicher Hinsicht - jene Tatsachen, die den Weg für die formale Abspaltung Kroatiens und Sloweniens im Juni 1991 frei machten.

    Die industrielle Strukturreform 1989 war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des industriellen Sektors in den Bankrott. 1990 war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf -7,5 % gefallen. 1991 fiel es um weitere 15 %, die industrielle Produktivität sank um 21 %. Die Strukturreform, die von Belgrads Kreditoren diktiert worden war, hatte die Abschaffung der vergesellschafteten Betriebe zum Ziel. Das Unternehmensgesetz von 1989 verlangte die Abschaffung der Grundstrukturen gemeinschaftlicher Arbeit, die eine Form vergesellschafteter Produktionsgemeinschaften unter der Leitung der Betriebsräte darstellten. Das Gesetz schrieb die Verwandlung dieser Strukturen in privatkapitalistische Unternehmen vor. Die Betriebsräte sollten durch sogenannte „Sozialkomitees" unter der Kontrolle des Betriebseigners ersetzt werden.

    Die Restrukturierung der Wirtschaft wurde - mit wesentlicher Unterstützung westlicher Rechtsanwälte und Berater - durch eine Anzahl neuer Gesetze abgesichert. So trat ein neues Bankengesetz in Kraft, das die Liquidation der gemeineigenen Banken vorsah. Über die Hälfte aller jugoslawischen Banken wurden geschlossen, der Druck lag eindeutig auf der Schaffung profitorientierter Institutionen.

    Die von IWF und Weltbank gesponserten Reformen waren ein Bankrottprogramm. Die Kredite an den industriellen Sektor wurden eingefroren - der Auflösungsprozeß damit beschleunigt. Dazu hatte das Gesetz zur Regelung der Finanzwirtschaft von 1989 sogenannte Abwicklungsmechanismen geschaffen: Unternehmen mußten im Falle einer 45 Tage andauernden Zahlungsunfähigkeit innerhalb von 15 Tagen eine Einigung mit ihren Kreditoren erreichen, sonst wurde der Konkurs eingeleitet. Da Regierungsinvestitionen durch das Gesetz verboten wurden, konnten Kreditoren ihre Kredite routinemäßig als Machtmittel über die zahlungsunfähigen Unternehmen mißbrauchen.

    Die Deregulierung des Außenhandels im Januar 1990 provozierte eine Flut von Warenimporten aus dem Ausland - die einheimische Produktion wurde destabilisiert. Sogenannte Schnellkredite, die vom IWF, der Weltbank und verschiedenen Geberländern zur Unterstützung der ökonomischen Reformen ausgeschüttet wurden, erwiesen sich als kreditpolitischer Knieschuß für die jugoslawische Wirtschaft. Der mit geliehenen Geldern getragene Importboom steigerte den Schuldendruck. Die abrupten Anstiege bei Zinsen und Einkaufspreisen führten gleichzeitig zum Ausschluß einheimischer Produkte vom innerjugoslawischen Markt.

    1989/90 wurden so über 1.000 Unternehmen in den Bankrott geführt oder aufgelöst. Mit anderen Worten, die gesetzlichen Regelungen führten innerhalb von zwei Jahren über 600.000 Arbeiter zur Arbeitslosigkeit, und das bei einer nur 2,7 Millionen starken industriellen Arbeiterschaft in ganz Jugoslawien. Die höchste Zahl von Bankrotten und neuen Arbeitslosen entfiel auf Serbien, Bosnien, Herzegowina, Mazedonien und den Kosovo. (Die Weltbank 1991)

    Viele vergesellschaftete Betriebe versuchten den Bankrott zu vermeiden, indem sie keine Löhne zahlten. Eine halbe Million Arbeiter erhielten während der ersten Monate von 1990 keinen Lohn, um die Forderungen der Kreditoren im Rahmen der Übereinkünfte zu erfüllen, wie sie das Gesetz zur Regelung der Finanzwirtschaft vorsah. Die Reallöhne be
    fanden sich in freiem Fall, Sozialprogramme waren zusammengebrochen, die Konkurswelle in der Industrie hatte zu flächendeckender Arbeitslosigkeit geführt. All dies verursachte bei der Bevölkerung eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und sozialen Verzweiflung. „Die Oligarchien der Teilrepubliken, die alle von einer `nationalen Erneuerung' träumten, hatten die Wahl zwischen Krieg und einem echten jugoslawischen gemeinsamen Markt plus Hyperinflation. Sie wählten den Krieg. Dieser Krieg sollte die wahren Ursachen der wirtschaftlichen Katastrophe verbergen." (Boarov 1992)

  4. #4
    Esseker
    Das heißt....?

  5. #5
    Avatar von Krosovar

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Das heißt....?
    Das es erst ende 1970/ Anfan 1980 den Bacxh runter ging

  6. #6
    Esseker
    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Das es erst ende 1970/ Anfan 1980 den Bacxh runter ging
    Ja eben, von da an beginnt ja seine Geschichte.

  7. #7

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    Ich hab so ne Vermutung.

  8. #8

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    ich hab dazu irgendwie keine meinung

  9. #9
    Avatar von Vali

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    6.167

  10. #10

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    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Das es erst ende 1970/ Anfan 1980 den Bacxh runter ging
    Ich mein Italien was schon oft Bankrott und schaut wo sind die jetzt. Geht es uns heute besser als 1970/80?

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