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Folter für Vergewaltiger/Mörder politisch legalisieren ?

Erstellt von Hercegovac, 13.10.2011, 12:20 Uhr · 40 Antworten · 2.368 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
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    Beiträge
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    Folter für Vergewaltiger/Mörder politisch legalisieren ?

    Es geht hier in dem Thread, um das oben genannte Thema. Wäre es sinnvoll Folter für Vergewaltiger und Mörder zu legalisieren, um schneller an Informationen und diverse Sachen ranzukommen ?

    Die Frage stellte ich mir schon desöfteren, jedoch wurde ich wieder durch den Fall Gäfgen drauf aufmerksam.

    Kurze Erläuterung:

    Um seinen aufwendigen Lebensstil finanzieren zu können, lockte er am 27. September 2002 den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler unter einem Vorwand in seine Wohnung und tötete ihn dort durch Ersticken.[2] Später versteckte Gäfgen die Leiche bei einem Weiher in der Nähe der osthessischen Gemeinde Birstein. Zuvor hatte er den Eltern des Jungen ein Erpresserschreiben mit einer Lösegeldforderung zukommen lassen.[3]





    Obwohl sein Opfer bereits tot war, nahm er das geforderte Lösegeld an sich und wurde seitdem von der Polizei beschattet. Als er sich mehrere Stunden nicht um das – von der Polizei als noch lebend vermutete – Opfer kümmerte, sondern stattdessen einen Urlaub buchte, wurde er am 30. September 2002 im Parkhaus des Frankfurter Flughafens festgenommen. Nachdem Gäfgen die Erpressung im polizeilichen Verhör fortsetzte und den Verbleib und Zustand seines Opfers verschleierte, wobei er wiederholt gänzlich unbescholtene, teilweise ehemalige Bekannte als Mittäter denunzierte, ordnete der damalige Polizeivizepräsident Wolfgang Daschner an, durch massive Gewaltandrohungen die aus seiner Sicht mutmaßlich lebensrettende Aussage zum Aufenthaltsort des 11-jährigen zu erzwingen. Gäfgen sagte daraufhin aus, so dass die Polizei die Leiche des Entführungsopfers finden konnte. Für diese Gewaltandrohung musste sich Daschner später im Daschner-Prozess strafrechtlich verantworten.[3]
    später dann:

    m Juni 2005 legte Gäfgen Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein, um die Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. Er berief sich auf eine Verletzung der Art. 3 EMRK (Folter- und Misshandlungsverbot) und Art. 6 EMRK (faires Verfahren). Nach Auffassung Gäfgens wurde die Folterdrohung im späteren Strafverfahren gegen ihn nicht ausreichend berücksichtigt. Das Verfahren hätte wegen der Folterdrohung eingestellt werden müssen. Er sei daher immer noch ein Folteropfer.
    Im Dezember 2005 verklagte Gäfgen das Bundesland Hessen und forderte in einem Staatshaftungsprozess einen Betrag von 10.000 Euro. Ein Antrag auf Prozesskostenhilfe wurde zunächst durch das Landgericht und das Oberlandesgericht Frankfurt abgewiesen.[12] Das Bundesverfassungsgericht entschied dann aber mit Beschluss vom 19. Februar 2008[13], dass Prozesskostenhilfe zu bewilligen sei, weil schwierige Rechtsfragen zu entscheiden seien. Das Oberlandesgericht bewilligte darauf hin die Prozesskostenhilfe.
    In dem Schadenersatzprozess vor dem Landgericht Frankfurt am Main argumentierte Gäfgen mit einer schweren Traumatisierung. Am 4. August 2011 sprach das Landgericht Gäfgen eine Entschädigung in Höhe von 3.000 Euro zu[14], jedoch kein Schmerzensgeld. Als Begründung führte das Gericht an, dass Beamte des Landes die Menschenwürde des Klägers „in eklatanter Weise schuldhaft verletzt“ hätten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig;[15][16][17] der hessische Innenminister Boris Rhein legte im Namen des Landes Berufung ein.[18]
    Bei SternTV habe ich dann vor paar Tagen Wolfgang Daschner gesehen und er sagte, er würde immer wieder so handeln bzw. bereut seine Taten gegenüber Gäfgen nicht und das rechte ich im hoch an. Im Studio wurde ihm ebenfalls darauf hin Respekt gezollt und daraufhin folgte viel Applaus.

    Jetzt frage ich mich, wie kann Gäfgen, das Kind so hinterhältig töten, den Eltern so ein Schaden hinzufügen und trotzdem auf Schadenersatz klagen? Er verweigerte der Polizei, allen voran den Eltern die Information über den toten Leichnahm und wundert sich dann über paar Drohungen, wie kann mann denn so kaputt und hinterhältig sein ? An der Stelle, betone ich nochmal, ich bin PRO Todesstrafe, damit solche Individueen, nie wieder frei gelassen werden bzw. solche Menschen haben es nicht verdient zu leben.

    Wer weiß, wie lange Gäfgen geschwiegen hätte, gäbe es Daschner nicht. Ich rede nicht von massiven Folterungen, zumindest von Androhung körperlicher Gewalt, wie Schläge ins Gesicht. Dieses wird ja sowieso im demokratischem Amerika praktiziert, warum bei uns nicht ? Ich sehe da moralisch nix verwerfliches, denn in dem Moment, wo ein Mörder zum Mörder wird oder ein Vergewaltiger zum Vergewaltiger hat er in meinen Augen jegliches Recht auf Menschenrechte verwirkt.

    Was meint ihr dazu ?

  2. #2
    Avatar von BlackJack

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    65.528
    Gäfgen ist denke ich in mancher Hinsicht nicht repräsentativ, er ist ein elender selbstverliebter Bekloppter. Siehe auch seine Eskapaden mit seiner lächerlichen Stiftung für Verbrechensopfer Und er ist ein Feigling.

    "Echte" Entführer sind i.d.R. ein anderes Kaliber, die würden sich vor Gewaltandrohung nichts ins Hemd machen, man müsste sie schon richtig foltern. Und die Epoche solcher "Verhörpraktiken" ist nunmal vorbei und wird wohl auch nicht so schnell wiederkommen.

  3. #3
    Avatar von Hercegovac

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    15.011
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Gäfgen ist denke ich in mancher Hinsicht nicht repräsentativ, er ist ein elender selbstverliebter Bekloppter. Siehe auch seine Eskapaden mit seiner lächerlichen Stiftung für Verbrechensopfer Und er ist ein Feigling.

    "Echte" Entführer sind i.d.R. ein anderes Kaliber, die würden sich vor Gewaltandrohung nichts ins Hemd machen, man müsste sie schon richtig foltern. Und die Epoche solcher "Verhörpraktiken" ist nunmal vorbei und wird wohl auch nicht so schnell wiederkommen.
    Ich verstehe, was du meinst aber Mörder ist Mörder, ich will jetzt nicht pauschalisieren evtl gibt es auch Fälle, in denen z.b ein Mensch von einer Person 10 Jahre lang gemobbt wird und dieser Mensch dann sein Peiniger umbringt, bei sowas könnte man evtl differenzieren aber der Großteil von denen würde sofort wieder morden.

    Nehmen wir an ein Vergewaltiger will nicht verraten, wo die anderen Opfer sind oder wie viele überhaupt noch ausstehen, ich persönlich seh da keine andere Möglichkeit außer Foltern.

  4. #4
    Avatar von Cobra

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    64.199
    Wenn es dazu dient Leben zu retten und man definitiv den Richtigen hat, dafür.

    Schwierig wirds wenn man irgendwann einen unschuldigen foltert...

  5. #5
    Avatar von IbishKajtazi

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    3.420
    Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, aber ich antworte trotzdem mal:

    Ich finde man sollte, auf richterliche Befugnis hin, weiche Folter einsetzen dürfen (Schlafentzug, Verharen in ungemütlichen Positionen etc.), wenn es konkret darum geht, ein Leben zu retten. Allerdings unter strengsten Auflagen, wie z.B. keine Lebensbedrohenden Massnahmen; dauerhafte ärztliche und psychologische Beobachtung und durchführung der Massnahmen unter der Beobachtung von aussenstehenden Zeugen (Anwälte etc.).

  6. #6
    Avatar von Hercegovac

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    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von IbishKajtazi2.0 Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, aber ich antworte trotzdem mal:

    Ich finde man sollte, auf richterliche Befugnis hin, weiche Folter einsetzen dürfen (Schlafentzug, Verharen in ungemütlichen Positionen etc.), wenn es konkret darum geht, ein Leben zu retten. Allerdings unter strengsten Auflagen, wie z.B. keine Lebensbedrohenden Massnahmen; dauerhafte ärztliche und psychologische Beobachtung und durchführung der Massnahmen unter der Beobachtung von aussenstehenden Zeugen (Anwälte etc.).
    Das ginge auch...

  7. #7
    Yunan
    "Dagegen!", wetterte er, schlug mit der Hand auf den Tisch, stand auf und ging hinaus in die tiefe, berüchtigte Nacht von New Holland County...

  8. #8
    Avatar von IbishKajtazi

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    3.420
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    "Dagegen!", wetterte er, schlug mit der Hand auf den Tisch, stand auf und ging hinaus in die tiefe, berüchtigte Nacht von New Holland County...
    -.-

  9. #9
    Avatar von Zoran

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    27.754
    Wenn Gewaltandrohungen zu schweren Traumatisierungen führen, sollte man überdenken die Drohung einfach zu umgehen und gleich Gewalt anwenden.

  10. #10

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    Beiträge
    1.858
    ja,weil einer der tötet oder vergewaltigt,keine menschenrechte verdient.

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