BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 27 von 27

Fünf Fakten über die Türkei – die einfach nicht wahr sein dürfen

Erstellt von Abdul Kadir Khan, 24.09.2011, 14:08 Uhr · 26 Antworten · 1.958 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    16.01.2011
    Beiträge
    3.725
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Marokko hat kulturell nicht mal was mit Ägypten zu tun, wie soll so eine Verbundenheit dann mit der Türkei möglich sein?
    ach malaka dann halt nicht
    aber ich wollte nur zeigen, wie schnell eine ablehnung
    bei der eu gehen kann

  2. #22
    Avatar von Sinopeus

    Registriert seit
    12.01.2009
    Beiträge
    5.456
    Zitat Zitat von Seljuk Beitrag anzeigen
    ach malaka dann halt nicht
    aber ich wollte nur zeigen, wie schnell eine ablehnung
    bei der eu gehen kann
    Joa. Die Türkei wurde aber nicht abgelehnt. Sie ist offizieller Beitrittskandidat, befindet sich im Stadium der Beitrittsverhandlungen und wird als Beitrittskandidat wie schon gesagt von der EU finanziell stark unterstützt. Da könnt ihr aber mal wieder sehen, was die Medien in den Köpfen der Menschen anrichten.

  3. #23
    Yunan
    Das ist schon kriminell...

  4. #24
    chimpovic
    Zitat Zitat von Tetraethyllead Beitrag anzeigen
    Scheiss auf die Türkei.
    so ein scheiss Opfer
    bist eh ein Fake, ich nehme dich mal nicht ernst und warte auf deine Sperrung
    Zum Thema: In einigen Aspekten kann ich nur zustimmen.

  5. #25
    Avatar von Heraclius

    Registriert seit
    01.01.2011
    Beiträge
    13.284
    Zitat Zitat von Abdul Kadir Khan Beitrag anzeigen
    Fünf Fakten über die Türkei – die einfach nicht wahr sein dürfen


    Was haben gewisse Türken hier mit der EU und mit Europa nur für ein verdammtes Problem? Da ihr schon so selbstbewusst, wirtschaftlich und militärisch stark usw. seid, lasst doch endlich gut sein, und thematisiert bitte nicht bei jedem 2. Thread die EU und die bösen Europäer, bzw. wie sie euch sehen, oder wie sie euch sehen sollten. Da passt mir euer ganzes Selbsbewusstseinsgerede irgendwie nicht ganz rein.

    Heraclius

  6. #26
    economicos
    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Was haben gewisse Türken hier mit der EU und mit Europa nur für ein verdammtes Problem? Da ihr schon so selbstbewusst, wirtschaftlich und militärisch stark usw. seid, lasst doch endlich gut sein, und thematisiert bitte nicht bei jedem 2. Thread die EU und die bösen Europäer, bzw. wie sie euch sehen, oder wie sie euch sehen sollten. Da passt mir euer ganzes Selbsbewusstseinsgerede irgendwie nicht ganz rein.

    Heraclius
    Als müsste jeder Türke sich dafür rechtfertigen und jeder Europäer seine Meinung ändern.

  7. #27
    Avatar von skorpion

    Registriert seit
    25.10.2009
    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Abdul Kadir Khan Beitrag anzeigen
    Fünf Fakten über die Türkei – die einfach nicht wahr sein dürfen


    Der Aufstieg der Türkei passt nicht in die Anti-Beitritts-Propaganda der EU

    Der internationale Aufstieg der Türkei wird in Europa beharrlich übersehen. Er passt nicht in die Anti-Beitritts-Propaganda.

    Von Gunther Müller und Robert Treichler

    Die Türkei gilt hierzulande als unerwünschter Bittsteller vor den Toren Europas; als rückständiges Agrar-Entwicklungsland, das sich durch einen EU-Beitritt in unsere Zivilisation einschmuggeln will; als Hort des Islamismus, der sich bei uns ein neues Verbreitungsgebiet sucht. Die europäischen Politiker sind durchaus stolz darauf, die Türken erfolgreich verschmäht und die EU vor den Türken bewahrt zu haben.

    Das Seltsame ist jedoch, dass die Türkei einen unaufhaltsamen Aufstieg vollzieht, während wir ihr die kalte Schulter zeigen – wirtschaftlich, kulturell und geopolitisch. Sie ist einer der wesentlichen Player im Streit um einen Palästinenserstaat. Sie dient den aufstrebenden Ländern des arabischen Frühlings als Inspirationsquelle für einen säkularen Staat. Sie kann Wachstumsraten vorweisen, während sich bei uns die Rezession breitmacht. Die Türkei hat mit dem Land, das von Europa verachtet wird, gar nichts gemein.


    1
    Die Türkei wird immer wichtiger.


    Wie bedeutend ein Land auf der internationalen Bühne ist, lässt sich sehr einfach feststellen: Bekommt dessen Staats- oder Regierungschef in der Woche der UN-Generalversammlung einen Termin beim US-Präsidenten oder nicht? Und zur Präzisierung: Wie lange dauert das Gespräch?

    Der britische Premier David Cameron etwa ergatterte vergangenen Mittwoch in New York einen Termin für ein bilaterales Gespräch mit Barack Obama, allerdings blieb es bei einem „kurzen Meeting“, wie die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ vermerkte. Gleich danach war Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy an der Reihe, aber auch für den war wenig Zeit. Das war es denn auch schon für die Europäer, weitere bilaterale Treffen mit Vertretern des alten Kontinents hatte Obama nicht eingeplant. Alle übrigen Europäer konnten sich bloß ungebeten dem Mann aus dem Weißen Haus nähern, wie etwa Österreichs Kanzler Werner Faymann, der sich beim Mittagessen an Obama „heranpirschte“, wie „Die Presse“ spöttisch berichtete.

    Doch halt! Einer war da noch, für den sich Barack Obama Zeit nahm, viel Zeit sogar: Recep Tayyip Erdogan, Ministerpräsident der Türkei. Am Dienstag um halb vier Uhr nachmittags empfing ihn der US-Präsident im Hotel Waldorf Astoria, und bis zum Abend hatte Obama sonst nichts vor. Ob man Erdogan freilich als Europäer zählt oder nicht, hängt von der Perspektive ab. Barack Obama nennt die Türkei einen „wichtigen Teil Europas“, die meisten europäischen Politiker sehen das anders. Die Türkei habe „keinen Platz in Europa“, urteilte etwa Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy 2007.

    An der Türkei führt im Moment kein Weg vorbei, das gilt selbst für die USA. Das NATO-Land genießt in Ägypten, Libyen und Tunesien – den bislang erfolgreichsten Ländern des arabischen Frühlings – eine hohe Reputation. Erdogan besuchte die drei Staaten kürzlich und setzte sich als Held der islamischen Welt in Szene. Gleichzeitig blieb er in dem Streit mit Israel um den Militäreinsatz gegen das türkische Schiff „Mavi Marmara“ hart. Israel weigert sich, sich für den Tod von neun Türken im Mai 2010 zu entschuldigen, Erdogan brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zum einstigen Verbündeten ab und setzte sich stattdessen an die Spitze der Befürworter eines anerkannten Palästinenserstaates.

    So viel Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr und ist im Fall der Türkei auch kein Strohfeuer. Als Barack Obama im April 2009 erstmals nach seiner gewonnenen Präsidentschaftswahl Europa besuchte, reiste er auch nach Ankara und lobte dort das „Modell einer säkularen islamischen Demokratie“ und die Fähigkeit der Türkei, „immer im Zentrum zu stehen. Hier fallen Ost und West nicht auseinander – hier kommen sie zusammen.“



    2
    Die EU behandelt die Türkei mies.


    Montagabend vergangener Woche, am Tag vor dem Staatsbesuch des tür­kischen Präsidenten Abdullah Gül in Deutschland, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir wollen die Vollmitgliedschaft der Türkei nicht.“ Das illustriert, was die EU unter „ergebnisoffenen Verhandlungen“ über einen EU-Beitritt der Türkei versteht.

    Offiziell gilt zwar seit dem Start des Prozesses im Oktober 2005 als „gemeinsames Ziel der Verhandlungen die Mitgliedschaft“ der Türkei, doch die Realität ist eine andere. Von den 35 Kapiteln, die abgearbeitet werden müssten, sind acht von vornherein wegen des Streits um Zypern blockiert, fünf weitere können wegen eines Vetos der Franzosen nicht begonnen werden. Lediglich eines – Wissenschaft und Forschung – wurde erfolgreich abgeschlossen. Das war im November 2005. Seither wird verschleppt und verzögert.

    Begründet wird dies vor allem mit der Weigerung Ankaras, die griechisch-zypriotische Regierung anzuerkennen. Als Ankara nun drohte, die Beziehungen mit der EU ab Juli 2012 abzubrechen, weil Zypern dann die Präsidentschaft der EU übernimmt, wurde das als Affront gewertet.

    Dabei übersieht die EU geflissentlich, dass die Lösung des Zypern-Problems nicht an den türkischen Zyprioten scheiterte. Die stimmten im April 2004 mehrheitlich für die Annahme des so genannten „Annan-Plans“, eines UN-Abkommens, das der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan betrieben hatte. Die griechisch-zypriotische Seite hingegen stimmte dagegen. Damit war die Wiedervereinigung der Insel unmöglich.

    Die Republik Zypern – also de facto der griechische Süden der Insel – wurde als geteiltes Land im Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

    Führende europäische Politiker und Parteien, etwa die deutsche CDU unter Kanzlerin Merkel oder die französische Regierungspartei UMP unter Präsident Sarkozy, werden nicht müde, einen negativen Ausgang der Beitrittsverhandlungen vorherzusagen – was einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung gleichkommt.


    3
    Unser Bild der Türkei ist falsch.


    Diese Meldung konnte nicht wahr sein: Anfang September rief der türkische Premier Erdogan Ägypten dazu auf, dem Land eine säkulare Verfassung zu geben. Die Türkei, so argumentierte er, habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die Bürger sollten das Recht haben zu entscheiden, ob sie religiös sein wollten oder nicht, der säkulare Staat respektiere wiederum alle Religionen. Er selbst, so Erdogan, sei ein muslimischer Premierminister eines säkularen Staats.

    Das passt so gar nicht in die Vorstellung, die man in Europa von dem „Islamisten“ Erdogan und seiner Partei hat. Nach dem neuerlichen Wahlsieg von Erdogans AKP im Juni dieses Jahres warnte ein CDU-Abgeordneter prompt vor ­„islamistischen Abwegen“. Tatsächlich konnte man Erdogan zu Beginn seiner politischen Karriere als Islamisten bezeichnen, heute jedoch trifft das nicht mehr zu. Auch die „Islamisierung“ der Türkei auf politischer Ebene ist weitgehend Fiktion. Die Tatsache, dass das Kopftuchverbot an den Universitäten aufgehoben wurde, ist als Teil der Öffnung und Liberalisierung des Landes zu verstehen und nicht, wie in Europa gerne kolportiert, als Beweis für die Islamisierung des Landes.

    „Man kann Erdogan vieles vorwerfen, aber nicht, dass er die Türkei islamisiert. Selbst die überzeugten Säkularisten im Land behaupten mittlerweile nicht mehr, dass Erdogan in Wahrheit ein verkappter Islamist sei“, sagt der ehemalige holländische EU-Parlamentarier Joost Lagendijk vom Istanbuler Think Tank European Policy Center.

    Auch die Warnung vor der Unterwanderung Europas durch integrationsresistente türkische Muslime hat sich längst als populistisches Märchen entpuppt. Staatspräsident Gül forderte seine ausgewanderten Landsleute vergangene Woche in Deutschland auf, „akzentfrei Deutsch zu beherrschen“. In einem Interview mit der „Zeit“ erläuterte er sein Verständnis von Integration: „Die Regeln des Landes befolgen, in dem man lebt. Diesem Land dienen.“

    Weil aber die Vorurteile über die Türken und ihr Land noch sorgsam gepflegt werden, wird übersehen, wofür das Land am Bosporus heute steht: Im angesehenen „Times Higher Education Ranking“ aller Universitäten der Welt liegt die türkische Uni Bilkent auf Platz 112. Die beste österreichische Universität – Innsbruck – folgt auf Platz 187. Insgesamt zählt die Türkei 167 Universitäten.

    Zwölf Prozent der Vorstandsmitglieder in der Türkei sind Frauen. In Österreich liegt der Wert bei knapp über fünf Prozent.

    Tatsächlich rückständig ist das Land immer noch in der Frage der Meinungsfreiheit und zum Teil auch bei der Religionsfreiheit, etwa gegenüber Christen. „Die Gegner Erdogans stellen den Premier heute nicht als Islamisten, sondern als autoritären Staatsmann dar. Dieses Argument ist bei Weitem plausibler“, sagt der in Istanbul lebende Türkei-Experte Joost Lagendijk.



    4
    Die Türkei ist auf die EU nicht angewiesen.


    Noch vor wenigen Jahren argumentierten die Befürworter eines EU-Beitritts der Türkei, man könne die Türken schließlich nicht hängen lassen. Der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer etwa meinte, eine Zurückweisung der Türkei ließe dem Land nur noch die Wahl zwischen einer „großtürkischen und einer orientalisch-islamischen Perspektive“. Die Türkei würde damit zum „Instabilitätsfaktor“, so Fischer 2004.

    Danach sieht es wenige Jahre später nicht aus. Die Türkei ist eine stabile Demokratie – wenn auch mit einigen Defiziten –, und bisher geht von ihr keine Instabilität aus. Im Gegenteil, der türkische Einfluss im arabischen Raum entspricht geradezu prototypisch der „Soft Power“, die Europa gern für sich reklamiert.

    Wirtschaftlich liegt die Türkei noch weit hinter der EU, allerdings hat das Schwellenland die Dynamik auf seiner Seite: hohe Wachstumsraten, erträgliche Inflation und vor allem eine Staatsverschuldung von weniger als 50 Prozent des BIPs. Auch der Wert des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf liegt immerhin über dem der EU-Mitglieder Rumänien und Bulgarien.



    5
    Die Türkei und Europa werden noch zueinander finden.


    Indem die Europäische Union die Vision einer Erweiterung um ein muslimisches Schwellenland, das als Tor zum Orient dienen könnte, zerstört hat, beraubte sie sich ihrer derzeit einzigen nach vorwärts gerichteten Perspektive. Alles andere sind Defensivmaßnahmen – die Abschottung des Schengen-Raums, die Nothilfe gegen die drohende Insolvenz einiger Mitglieder.

    Die aktuelle Politiker-Generation hat sich als unfähig erwiesen, geostrategisch zu denken, und stattdessen lieber auf innenpolitisch bekömmliche nationalistische Einigelung gesetzt.

    Ist diese Haltung endgültig? Nicht unbedingt. Wenn die EU irgendwann angeschlagen und verkatert wieder aus ihrer Pleitekrise hervorkommt, wird sie sich verändert haben – wie genau, kann noch niemand sagen. Sie wird sich umblicken und eine Türkei entdecken, die sie vorher nicht kannte. Es ist nicht auszuschließen, dass sie das einst ­geschmähte Land dann mit anderen Augen sehen wird; und dass angesichts der eigenen Überalterung das jugendliche und immer besser gebildete, muslimische Volk nicht als Bedrohung, sondern als Versprechen erscheinen wird.

    Plötzlich werden EU und Türkei keine 34 Kapitel mehr trennen, sondern ein Interesse einen: der gegenseitige Nutzen.



    • Fnf Fakten ber die Trkei die einfach nicht wahr sein drfen • Politik, Ausland • profil online
    Zu 1.: Der PM von GB oder der Präs. von F haben es nicht nötig, dem US-Präs bei der UN-Verammlung ein Ohr abzukauen, die treffen sich ständig irgendwo. Zu Besprechungen, bei denen die TR nicht bedeutend genug ist, G-7, um nur ein Bsp zu nennen. Natürlich machen auch die Umwälzungen in den Nachbarländern der TR, der Konflikt mit Israel und ein paar andere Dinge Gesprächsstoff für ein paar Minuten aus, während die USA aktuell mit A nichts zu klären hat. Abgesehen davon beansprucht A auch nicht, geopolitisch eine Hauptrolle zu spielen.

    Zu 2.: Die EU behandelt die TR nicht mies, sondern gut, viele finden sogar zu gut. Der Geldfluß wurde ja schon angesprochen. Fakt ist, daß die EU sich eigentlich mit der letzten Erweiterungswelle eigentlich schon überdehnt hat, insbesondere weil man auch im Vorfeld versäumt hat, die inneren Strukturen nachhaltig zu reformieren. Eine Aufnahme der Balkanländer wäre nur eine stabilisierende Maßnahme für die Region, einen direkten Nutzen für die EU gibt es kaum (außer der Transitroute nach GR). Ein großes Land wie die TR, mit einer großen, ständig wachsenden Bevölkerung, die ihrer kulturellen Prägung nach auch nicht zu Europa paßt, wäre nicht integrationsfähig. Es gelingt ja schon nicht, ein paar tausend Türken in den Städten Europas zu integrieren...

    Zu 3.: Es gibt kein allgemeingültiges TR-Bild. Kann es nicht geben. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen europäischen Standpunkte und zu unterschiedlich ist vor allem auch die TR. Während Konstantinopel auch heute noch problemlos in den Balkan, in Europa zu integrieren wäre, ist "Istanbul" von Anatolien Welten entfernt. Insofern verbieten sich eigentlich auch Vergleiche mit Österreich, das gerade einmal soviele Einwohner hat wie Istanbul. Über den Grad der Demokratisierung in der TR kann man unterschiedlicher Auffassung sein und es spielt auch eine untergeordnete Rolle, ob die TR nun ein sekulärer Staat ist. Die Staaten der EU sind grundverschieden, das verbindende Glied sind eigentlich nur christliche Traditionen, auf denen die heutige Gesellschaftsordnung beruht. Und eben dieses Element geht der TR ab, die Gesellschaft ist eben einfach islamisch geprägt.

    Zu 4.: Das ist grundsätzlich richtig. Und deshalb wäre es auch viel sinnvoller, wenn die TR sich mehr in Richtung des arabischen Raumes konzentrieren würde und dort Sekularität und Demokratie stärken würde. Das würde die TR in die Position versetzen, eine Brückenfunktion zwischen EU und Orient wahrzunehmen. Diese Bindegliedfunktion entspricht auch am ehesten der türkischen Gesellschaft, die zwischen Orient und Okzident pendelt.

    Zu 5.: Um den gegenseitigen Nutzen zu mehren, muß man nicht miteinander Verschmelzen. Im Gegenteil. Es wäre zum beiderseitigen Schaden. Expansion ist derzeit kein Thema für die EU und wenn es dermaleinst wieder eines werden sollte, dann stünden andere Länder im Mittelpunkt des Interesses. Norwegen oder die Schweiz als Mitglieder zu gewinnen wäre sinnvoll. Auch die Ukraine mag in einigen Jahren in Frage kommen, obwohl für sie derzeit eher das gleiche gilt, wie für die TR, als Brücke zwischen EU und RUS ist sie sinnvoller aufgehoben.

    Die Türken sollten aufhören, ihre Nichtmitgliedschaft als Zurückweisung zu interpretieren. Natürlich gibt es in der EU verbreitet Ressentiments, insbesondere natürlich in den Staaten, wo bereits jetzt zuviele Türken leben. Aber auch für die eigenen Interessen der TR ist eine EU-Mitgliedschaft nicht wirklich der beste Weg.




Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Ähnliche Themen

  1. Die FAKTEN: Kurzgeschichte über das Kosovo
    Von Viva_La_Pita im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 131
    Letzter Beitrag: 18.06.2009, 10:43
  2. Fakten über Misshandlung an Frauen
    Von puella im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 11.06.2007, 02:43
  3. Fakten über Misshandlung an Frauen
    Von puella im Forum Rakija
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 06.05.2007, 19:55
  4. Selma Bajrami ist albanisch , nicht wahr?
    Von Albanesi2 im Forum Musik
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 29.08.2005, 00:07
  5. Fünf PKK-Mitglieder im Südosten der Türkei getötet
    Von jugo-jebe-dugo im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 24.06.2005, 20:33