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"Für die Türkei ist das fast wie ein militärischer Angriff"

Erstellt von Fatmir_Nimanaj, 31.05.2010, 18:33 Uhr · 16 Antworten · 1.666 Aufrufe

  1. #1

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    "Für die Türkei ist das fast wie ein militärischer Angriff"

    "Für die Türkei ist das fast wie ein militärischer Angriff"

    Israel und die USA werden Hamas weiterhin unter Druck setzen, doch die Türkei wird keine große Rücksicht auf Israel nehmen: Nahost-Experte Paul Salem über die Gaza-Krise.
    © MOHAMMED ABED/AFP/Getty Images
    Ein Palästinenser schwingt am Montag am Hafen von Gaza-Stadt die türkische Flagge

    Paul Salem (49) ist Direktor des Middle East Centers der Carnegie Stiftung in Beirut. Der libanesische Wissenschaftler hat an der Harvard Universität studiert und ist Autor zahlreicher Bücher über den Nahen und Mittleren Osten.


    Frage: Herr Salem, der Waffeneinsatz israelischer Soldaten gegen sechs Schiffe mit Hilfsgütern hat weltweit Empörung ausgelöst. Bedeutet dies das Ende der israelischen Blockade des Gaza-Streifens?
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    Paul Salem: Ich rechne nicht mit einer dramatischen Änderung der Blockade-Politik – auch wenn das für die betroffene palästinensische Bevölkerung sehr bedauerlich ist. Die Spannungen werden steigen, aber Israel und die Vereinigten Staaten werden ihren Druck auf Hamas nicht verringern. Die israelische Regierung wird die eine oder andere Konzession machen, um die internationale Erregung abzufedern. Man wird die Blockade etwas lockern, aber mehr nicht.

    Frage: Die Türkei war bisher ein enger Verbündeter Israels. Nun ist die Empörung hier besonders groß, weil offenbar die Mehrzahl der Opfer türkische Bürger sind. Was bedeutet das für Israels Lage in der Region?

    Salem: Das Verhältnis zwischen der Türkei und Israel hat sich vor allem seit dem Gaza-Krieg Anfang 2009 spürbar verschlechtert. Trotzdem blieb alles bisher in moderaten und diplomatisch abgesteckten Bahnen. Das wird sich ändern. In der Türkei wird der Vorfall vor der Gaza-Küste fast wie ein militärischer Angriff wahrgenommen. Die türkische Öffentlichkeit ist außer sich. Durch diese Aktion hat sich Israel in der Region wahrscheinlich einen neuen Feind gemacht. Wenn man von den Überfällen der kurdischen PKK mal absieht – wann war es das letzte Mal, dass türkische Staatsbürger von einer fremden Armee getötet wurden? Ich kann mich nicht erinnern.

    Frage: Welche Folgen hat dieses Zerwürfnis für die Region?

    Salem: Ankara hat lange im Verhältnis zwischen Israel und Syrien vermittelt. Auch hat die Türkei neben Iran den größten Einfluss im Irak. Für seine wirtschaftliche Entwicklung braucht die Türkei regionale Märkte, aber auch viel Öl und Gas. Darum wird sich Ankara künftig stärker Iran und den arabischen Golfstaaten zuwenden. Die Türkei wird ihre regionale Position neu bestimmen – und zwar ohne große Rücksicht auf Israel.


    Frage: Diese Woche jährt sich die Rede von Barack Obama an die muslimische Welt in Kairo. Steht der US-Präsident nach dem Gaza-Vorfall vor den Trümmern seiner guten Absichten?

    Salem: Obama wird in der Region nicht nur an seiner Israel-Politik gemessen. Andere Themen sind Irak, Afghanistan und Iran. Auch in der arabischen Welt gibt es starke Vorbehalte gegenüber Teherans Atomplänen – und die amerikanische Politik gilt als durchaus vernünftig. Mit seiner Rede in Kairo hat der US-Präsident vor allem die kulturelle Feindseligkeit gegenüber der muslimischen Welt beendet. Und das zeigt bis heute Wirkung.
    Frage: Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Catherine Ashton, fordert offen das Ende der Gaza-Blockade. Was zählt hier die Meinung der Europäer?

    Salem: Die EU möchte im Nahen Osten eine Veränderung der Politik. Die Gaza-Forderung von Ashton ist dafür nicht der einzige Indikator. Die Europäer befürworten auch Gespräche mit Hamas und unterstützten ausdrücklich die Reformpolitik des palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad in der Westbank. In ihren politischen Überlegungen hat die EU also eine Vorreiterfunktion. Aber sie lässt ihren Worten keine Taten folgen. Sie stützt ihre politischen Forderungen – auch wegen der Haltung Deutschlands – nicht durch entschiedene Konsequenzen ab. Das weiß Israel. Darum fühlt es sich wegen seiner bisherigen Politik nicht allzu sehr unter Druck.

  2. #2

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    da verliert isreal einen starken verbündeten und das ist auch gut so.
    es ist weltweit bekannt dass israel die besten soldaten hat und da frage ich mich wie es zu den morden auf den den türkischen schiffen kommen konnte?

  3. #3

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    sowie ich es mitbekommen habe, sollen die sechs schiffe zu dem zeitpunkt als sie von der israelische armee angegriffen worden sind in internationalen gewässer gefahren sein.
    wenn das wirklich so ist dann beduetet dass das die türkischen schiffe keine bedrohung für israel dargestellt haben.
    deshalb weiss ich nicht weshalb man die schiffe angegriffen hat.

  4. #4
    Lance Uppercut
    Nein ist es nicht, da es eine NGO Operation war.

  5. #5

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    wie sagte der französische aussenminister philippe douste-blazy übr israel:
    "This shitty little country"

  6. #6
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Fatmir_Nimanaj Beitrag anzeigen
    da verliert isreal einen starken verbündeten und das ist auch gut so.
    ach wirklich, seit wann beenden "Nahostexperten" und ein "Direktor des Middle East Centers der Carnegie Stiftung in Beirut" diplomatische Beziehungen zwischen Staaten?

    es ist weltweit bekannt dass israel die besten soldaten hat
    und ich dachte Kosovo und Albanien

  7. #7

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    ach wirklich, seit wann beenden "Nahostexperten" und ein "Direktor des Middle East Centers der Carnegie Stiftung in Beirut" diplomatische Beziehungen zwischen Staaten?


    und ich dachte Kosovo und Albanien
    was willst du mit deinem kommentar bezwecken ??

  8. #8
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Fatmir_Nimanaj Beitrag anzeigen
    was willst du mit deinem kommentar bezwecken ??
    na das was da steht:

    Ich bezweifle, dass "Nahost-Experte Paul Salem" diplomatische Beziehungen abbrechen kann wie du behauptest:
    da verliert isreal einen starken verbündeten und das ist auch gut so.
    Das Zweite ist eine Polemik auf deine zahllosen threads über Mut und Kampfeswillen albanischer Kämpfer

  9. #9
    Avatar von Hakan

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    Zitat Zitat von Fatmir_Nimanaj Beitrag anzeigen
    da verliert isreal einen starken verbündeten und das ist auch gut so.
    es ist weltweit bekannt dass israel die besten soldaten hat und da frage ich mich wie es zu den morden auf den den türkischen schiffen kommen konnte?

    Weil diese Schiffe humanitäre hilfe am Bord hatte und keine Türk. Soldaten

  10. #10
    Avatar von Opoja_Pz

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    na das was da steht:

    Ich bezweifle, dass "Nahost-Experte Paul Salem" diplomatische Beziehungen abbrechen kann wie du behauptest:


    Das Zweite ist eine Polemik auf deine zahllosen threads über Mut und Kampfeswillen albanischer Kämpfer

    Mut und Kampfeswillen macht einen krieger noch lange nicht zum besten der welt aber sicher zu einem soldaten mit hoher moral

    back to topic

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