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Gegen Krieg, Faschismus und Sozialabbau!

Erstellt von , 23.07.2006, 17:55 Uhr · 12 Antworten · 879 Aufrufe

  1. #1

    Gegen Krieg, Faschismus und Sozialabbau!

    Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,



    kaum ist das Verbotsverfahren gegen sie eingestellt, geht die NPD mit ihrer rechtsradikalen Propaganda wieder auf die Straße. Heute möchte sie in Würzburg angeblich für den Frieden demonstrieren. Wir wissen jedoch: Nazis stehen nicht für Frieden, sie stehen für Krieg und Faschismus, für Ausbeutung, Massenmord und Vernichtung; nicht zuletzt stehen die Nazis auch für die Beseitigung des Sozialstaats. Und dagegen protestieren wir heute!



    Wer das braune Gefahrenpotential in Würzburg realistisch einschätzen möchte, muß über die NPD hinausschauen. Ich möchte daher konkret auf die Ideologie einer der rechtsradikalen Kaderschmieden in Deutschland, auf das rechtsextreme Deutsche Kolleg (http://www.deutsches-kolleg.org) eingehen, deren intellektuelle Köpfe Reinhold Oberlercher und Horst Mahler sind. Der ehemalige RAF-Terrorist Mahler hat die NPD beim Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten.



    Der Organisator des Deutschen Kollegs und zugleich wichtigste Kontaktmann zu den zahlreichen rechtsextremen Gruppierungen in Franken, Uwe Meenen, lebt hier in Würzburg. Die faschistischen Artikel des rechtsextremen Schulungszentrums Deutsches Kolleg erscheinen unter der Würzburger Postfachadresse des Ex-NPD-Mitglieds Uwe Meenen. Eine bedeutende Größe der Nazis in Deutschland lebt also direkt hier vor Ort.



    Welche Ideologie vertritt das NPD-nahe Deutsche Kolleg? Trägt sie, wie die Nazis bei ihrer heutigen Demonstration behaupten, zum Frieden bei? Nein, das Deutsche Kolleg ist sehr für Krieg und steht in der Tradition der NSDAP. Dies werde ich kurz an einigen Beispielen belegen:



    1. Das Deutsche Kolleg ist für Krieg

    a) Gewalt als Mittel zum Erreichen der eigenen rechtsextremen Ziele ist für die Nazis des Deutschen Kollegs selbstverständlich.



    So fordert das Deutsche Kolleg unter anderem die in einem "Kulturkampf" durchzusetzende Ausweisung aller Ausländer und Juden aus Deutschland, um den "Völkermord am deutschen Volk" zu stoppen. Denn Zuwanderung ist für das Deutsche Kolleg "Völkermord". "Ausländer und Juden raus!" lautet also der altbekannte, sogenannte "Friedenswunsch" der Nazis. Ein sehr deutscher, rassistischer "Friede" soll es sein - ein ewiger "Friede" über den Gräbern.



    Auch fordert das rechtsradikale Deutsche Kolleg die Abschaffung der Demokratie, die nur die Interessen des "judäo-amerikanischen" Finanzkapitals vertrete, und die Errichtung eines national-sozialistischen Führerstaats. Horst Mahler möchte die "Endlösung der Judenfrage", so der Titel eines seiner rechtsextremen Aufsätze. Unter diesem Begriff plante Adolf Hitler mit Unterstützung der Deutschen im Zweiten Weltkrieg die Vernichtung aller Juden. Damit ist klar: Horst Mahlers Deutsches Kolleg möchte die bürgerlichen und politischen Freiheiten in Deutschland abschaffen und er plant eine neue Judenvernichtung. Daß zur Durchsetzung dieser faschistischen Ziele Gewalt unabdingbar ist, versteht sich für das Deutsche Kolleg von selbst. Wer aber faschistische Ziele mit Gewalt durchsetzen will, vertritt selbstverständlich nicht die Sache des Friedens. Wir stellen uns diesen verbrecherischen Absichten entschieden entgegen!



    Die internationale Anti-Kriegs- und Friedensbewegung tritt im Gegenteil dazu für friedliche Konfliktlösung und Abrüstung ein. Während die Nazi-Ideologen des Deutschen Kollegs Menschenrechte für "Völkermord" und die parlamentarische Demokratie für jüdische Kapitalherrschaft halten, fordern wir von der Anti-Kriegs-Bewegung Frieden, Menschenrechte und Demokratie für alle Menschen weltweit!



    b) Ziel des rechtsextremen Deutschen Kollegs ist die Errichtung eines "Vierten Reichs". Die "verlorenen Ostgebiete" sollen "heim ins Reich" geholt werden. Diese revanchistischen, völkerrechtswidrigen Ziele sind natürlich nur mit Krieg zu erreichen. Um Unterstützung für diese kriegstreiberische Haltung zu bekommen, wird die jüngere deutsche Geschichte auf groteske, nationalsozialistische Weise umgeschrieben:



    Das Deutsche Kolleg leugnet und verharmlost die Verbrechen des deutschen Faschismus. Die deutschen Angriffskriege von 1914 und insbesondere von 1939 werden als Angriffe auf Deutschland dargestellt. Die Deutschen, in ihrer Mehrzahl Mittäter oder Zuschauer beim Vernichtungswerk von Zweitem Weltkrieg und Judenvernichtung, werden bei Oberlercher und Mahler zu Opfern der feindlichen Mächte. Mit dieser unglaublichen, faschistischen Umdeutung des deutschen Vernichtungskriegs in einen jüdisch angezettelten, "antideutschen Vernichtungskreuzzug" rechtfertigt das Deutsche Kolleg die Kriegspolitik Adolf Hitlers sowie die Judenvernichtung.



    Diese Geschichtsverfälschung dient vor allem einem Ziel: Deutschland soll - wie zur Nazi-Zeit ab 1933 - mit Gewalt und Krieg die vorherrschende Macht in Europa und auf der Welt werden. SO sieht die sogenannte "Friedenspolitik" des Deutschen Kollegs aus, das ist letztlich die "Friedenspolitik" aller deutschen Nazis einschließlich der NPD. Zu dieser dreisten Geschichtsklitterung und zu diesen verbrecherischen Plänen sagen wir heute hier in Würzburg mit dieser Demonstration entschieden NEIN!



    2. Das Deutsche Kolleg will Krieg nach außen und innen

    Das Deutsche Kolleg sieht die Globalisierung (im Nazi-Duktus "Globalismus" genannt) als "judäo-amerikanische" Verschwörung gegen alle Nationen, insbesondere gegen Deutschland. Für Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit machen die Nazi-Ideologen letztlich "die Ostküste" der USA verantwortlich - insbesondere das internationale Finanzkapital, das von "den Juden" dominiert sei. Der "Lösungsvorschlag" der Nazis lautet: Zerschlagung des "Anti-Imperiums der Anti-Nation", also ein Angriffskrieg gegen die USA und die Vernichtung Israels sowie der Juden. Das ist der "Friede", den das "Deutsche Kolleg" sich wünscht: einen neuen Welt- und Vernichtungskrieg.



    Das Deutsche Kolleg fordert außerdem staatlichen Arbeitszwang zum Hungerlohn und die Zerschlagung des Sozialstaats:



    a) Die Faschisten des Deutschen Kollegs planen ein Zwangsarbeitssystem zum Sozialhilfesatz. Dies erinnert fatal an den ausbeuterischen nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst, mit dem der Deutsche Faschismus den Zweiten Weltkrieg und die Judenvernichtung vorbereitete, und der nahtlos in das System der Arbeits- und Konzentrationslager überging.



    b) Alle staatlichen Sozialleistungen außer der Sozialhilfe werden abgeschafft. Nur "Volksdeutsche" haben überhaupt Anspruch auf Sozialleistungen. Die Rentenversicherung wird gestrichen, Rentner sollen von ihrer Familie ernährt werden (oder mangels Angehöriger sterben, aber das trauen sich die Nazi-Ideologen wohl nicht zu sagen).



    Neben dem Krieg nach außen - gegen USA und Israel - wollen die "Vordenker" des Deutschen Kollegs also einen Krieg nach innen entfachen. Denn daß die vorgeschlagenen Maßnahmen einen sozialen Bürgerkrieg in Deutschland auslösen würden, ist voraussehbar. Wie also können die Nazis trotz dieses Kriegs- und Vernichtungsprogramms heute für Frieden eintreten?



    3. Rechtsextremen wird von der Politik zugearbeitet

    Die Nazis wollen - wie in den 1920er und 1930er Jahren - auch heute die soziale Schieflage und die Massenarbeitslosigkeit zur Machtergreifung in Deutschland nutzen. Sie wollen die (neue) soziale Frage zu einer nationalen Frage umbiegen. Dabei arbeiten ihnen die Bundesregierungen seit 20 Jahren materiell wie ideologisch zu:



    a) Materiell, indem zum einen jeder siebte NPD-Führungskader als V-Mann von verschiedenen deutschen Verfassungsschutzbehörden alimentiert wird. (Daran scheiterte letztlich auch vor kurzem das Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.) Zum anderen demontieren schwarz-gelb ebenso wie rot-grün (nicht zu vergessen der brutale Sozialabbau von SPD und PDS im Bundesland Berlin) seit 20 Jahren Stück um Stück das Sozialsystem und betreiben eine Politik, als deren Folge die Arbeitslosigkeit stetig wächst. Wie gefährlich es ist, wenn Jugendliche keine Perspektive haben - momentan fehlen in Deutschland nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit rund 140.000 Ausbildungsplätze! -, wie gefährlich Massenarbeitslosigkeit bei ungenügender sozialer Absicherung werden kann, wissen wir aus der deutschen Geschichte.



    b) Aber es wird den Neonazis auch ideologisch zugearbeitet. Die neoliberale Ideologie ist das Leitbild unserer Zeit: Die Ellbogengesellschaft wird zum Vorbild ausgerufen, ein "Kampf" um Arbeitsplätze und Karriere wird beschworen und der Wettbewerb stetig verschärft. Menschen werden als "Humankapital" betrachtet und wer nichts mehr leistet oder keinen Arbeitsplatz hat, ist auch nichts wert. Maßgebliche Vertreter der großen Parteien - ob Union, FDP oder SPD - betreiben Hetze gegen "Faulenzer" und "Drückeberger", gegen "Asylbetrüger" und "Sozialschmarotzer". Der bayerische Innenminister Beckstein (CSU) fordert "Wir wollen mehr Ausländer, die uns nützen, statt solche, die uns ausnützen." Und die rot-grüne Bundesregierung macht aus dieser Forderung ein "Zuwanderungsgesetz". Wer solches menschenverachtende Gedankengut verbreitet oder in Gesetzform gießt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die neoliberale Saat bei Skinheads und Nazis ankommt. Der Sozialdarwinismus wird von ihnen dann praktisch mit Baseballschlägern und anderen Waffen umgesetzt.



    Darum sagen wir heute entschieden NEIN zur neoliberalen Ideologie! Die Menschenwürde ist unantastbar. Jeder Mensch hat das Recht auf eine menschenwürdige und angemessene Beschäftigung, jeder Mensch hat Anspruch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Fortschritt und auf demokratische Mitwirkung. Arbeitslose dürfen nicht als Sündenböcke für eine verfehlte neoliberale Politik aufgebaut werden!



    Halten wir dem braunen, menschenverachtenden Nationalismus und Rassismus der Nazis, halten wir der neoliberalen Ideologie unsere bunte, demokratische und menschenrechtliche internationale Solidarität entgegen.



    Und darum laßt uns gemeinsam kämpfen

    · Für weltweite Abrüstung - beginnen wir mit der Zerstörung aller Massenvernichtungswaffen und mit der radikalen Abrüstung der Bundeswehr zur reinen Landesverteidigungsarmee! Wir wollen keine NATO als Weltordnungs- und Kriegsbündnis - die NATO soll ein reines Verteidigungsbündnis sein!

    · Gegen Faschismus - Keine Toleranz für die Feinde der Demokratie!

    · Gegen Sozialabbau - für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze! Denn der soziale Frieden ist die absolut notwendige Voraussetzung für Frieden auf unserer Welt.



    Aus Judenvernichtung und Zweitem Weltkrieg haben wir gelernt, daß Faschismus zum Krieg führt, ja daß Faschismus ständigen Krieg bedeutet - Krieg nach innen (d.h. Beseitigung aller politischen und sozialen Grundrechte und blutige Beseitigung von Widerstand, Dissidenten und den zu Feinden und Gegnern erklärten Gruppen der Bevölkerung) - und Krieg nach außen (d.h. Überfälle auf andere Länder mit dem Ziel, diese Länder zum eigenen Wohl auszuplündern). Darum halten wir am Grundkonsens aller Demokraten in Deutschland nach 1945 fest: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

  2. #2
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    [marq=left:0e408b7d14] SMRT FAŠIZMU! SLOBODA NARODU!!! [/marq:0e408b7d14]

  3. #3
    Zitat Zitat von Heishiro_Mitsurugic
    [marq=left:3df7e556cd] SMRT FAŠIZMU! SLOBODA NARODU!!! [/marq:3df7e556cd]

    Gut gemacht aber verstehe nicht! 8O

  4. #4
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    Heist "Tod dem Faschismus! Freiheit dem Volke!!!" auf serbo-kroatisch. :wink:

  5. #5

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    tod dem faschsimus aber auch dem volke 8)

  6. #6

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    Zitat Zitat von Dobojlija
    tod dem faschsimus aber auch dem volke 8)
    Das wäre dann eine Revolution der Tiere

  7. #7
    Zitat Zitat von Heishiro_Mitsurugic
    Heist "Tod dem Faschismus! Freiheit dem Volke!!!" auf serbo-kroatisch. :wink:


    Das wollt ich Hören! :wink: :thumbsup:

  8. #8
    Avatar von Ivo2

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  9. #9
    Faschismus oder Rassismus herrscht überall auf der Welt sieht nur was Hitler uns Bescheert hat nichts weiter außer Hass und Krieg.

    Auch in Amerika gibt es Faschisten die Loben Hitler was er im 2.Weltkrieg mit den Juden getan hat z.B. die Amokläufer von Columbian High in Amerika waren Faschisten sie haben nicht nur aus Hass dort viele Unschuldige Schüler und Lehrer Umgebracht sondern auch aus Wut und Neid.Also man sollte so welche Menschenniemals als Freunde oder Vorbilder Betrachten sonst ist bald 3. und 4. Weltkrieg wenn es weiterso geht. 8)

  10. #10
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    Ihr müsst euch mal nur auf youtube.com umschauen und euch so Videos über Nazis oder dem Jugoslawienkrieg die Kommentare anschauen. So viele Nazis auf einem Haufen habe ich selten gesehen!

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