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Wie geht es weiter nach dem Dayton-Vertrag?

Erstellt von meko, 26.01.2009, 19:51 Uhr · 397 Antworten · 14.766 Aufrufe

  1. #111

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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    neue nachricht:

    dodik setzt einen drauf, anstatt in kompromisse einzugehen fordert er sogar gebiete!


    "Može ih biti četiri, tri, dvije ili koliko god teritorijalnih jedinica, ali jedna od njih mora biti RS, nedirnuta u svom kapacitetu i traži još svojih 0,4 posto jer ih nije dobila utvrđivanjem entitetske linije i to ćemo uraditi u narednom periodu, jer je RS pripalo 49 posto teritorije BiH“, kategoričan je Dodik.



    was den genau, gibts keinen deutschen artikel über diese neue verfassung??

  2. #112
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    auf deiner quelle sind die serben nirgendswo mit 90% anteil an der bevölkerung des kosovos.



    so jetzt hören wir auf zu spammen ja.

    es sei denn ich habs übersehen,aber du könntest mir diese stellen sicher hier zeigen.??
    freund, du auch bitte.
    kosovo andere baustelle

  3. #113
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    was den genau, gibts keinen deutschen artikel über diese neue verfassung??
    ja hier!
    derStandard.at
    auf politik ---europa

    Aufregung über Vorschlag der Teilung Bosniens in vier Entitäten
    Führende Vertreter der drei wichtigsten Volksgruppen zusätzliche Teilung - Internationaler Beauftragter reagierte zunächst nicht

    Sarajevo/Belgrad - Führende Politiker der drei bosnischen Staatsvölker - Bosniaken (Muslime), Serben und Kroaten - haben am Montagabend für Unmut und heftige Reaktionen mit einem Vorschlag zur lange erwarteten Verfassungsreform gesorgt. Bei einem Treffen in Banja Luka nahmen Sulejman Tihic (Partei der Demokratischen Aktion/SDA), Milorad Dodik (Bund der Unabhängigen Sozialdemokraten/SNSD) und Dragan Covic (Kroatische Demokratische Gemeinschaft/HDZ) den Standpunkt ein, dass Bosnien künftig ein dezentralisierter Staat mit vier territorialen Einheiten sein soll.

    Die Verfassungsreform soll laut früheren Plänen vor allem die zentralstaatlichen Institutionen Bosnien-Herzegowinas festigen und somit das komplizierte Staatsgebilde funktionsfähiger machen. Entsprechend dem Friedensabkommen von Dayton, mit dem Ende 1995 der dreijährige Bosnien-Krieg beendet wurde, setzt sich das Land aus zwei Landesteilen - der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der Republika Srpska - sowie dem Distrikt Brcko zusammen. Die Erwähnung einer vierten territorialen Einheit - wobei es unklar blieb, was genau darunter verstanden wird - sorgte sogleich für Reaktionen:

    Multi-ethnische Regionen

    Der bosnisch-serbische Premier Dodik habe in den Chefs der SDA und HDZ Partner für eine ethnische Teilung Bosniens gefunden, welche die Aufteilung der Bosniakisch-Kroatischen Föderation durch die Bildung einer bosniakischen und einer separaten kroatischen Entität zum Ziel habe, vermutet Haris Silajdzic, Mitglied des dreiköpfigen bosnischen Staatspräsidiums und Chef der Partei für Bosnien-Herzegowina (SBiH). Seine Partei würde sich dagegen für die Bildung multi-ethnischer Regionen einsetzen, die vor allem auf Basis wirtschaftlicher, geografischer und ähnlicher Kriterien festgelegt würden, wurde Silajdzic von Medien zitiert.

    "Bosnien-Herzegowina ist ein demokratischer, sozialer und säkularer Staat, der sich auf die Rechtsstaatlichkeit und das Prinzip der Gewaltteilung (...) stützt", teilten Tihic, Dodik und Covic in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ihr Vorschlag zur Verfassungsreform soll bei einem nächsten Treffen am 23. Februar in Mostar eine konkretere Form bekommen, wie sie ankündigten.

    Hauptstadt Sarajevo

    Das Büro des Internationalen Bosnien-Beauftragten (OHR) hat die Einigung zunächst nicht kommentiert. Schon am Abend stellte sich nämlich heraus, dass sie auch von den Autoren selbst unterschiedlich gedeutet wird. Während Tihic für den TV-Sender "BN" meinte, dass es nach der Verfassungsreform die Bosnisch-Serbische Republik (Republika Srpska) nicht mehr geben werde, zögerte Dodik nicht zu erklären, dass "eher Bosnien als die Republika Srpska verschwinden wird".

    Der Aussage Dodiks war zu entnehmen, dass sich die vierte erwähnte territoriale Einheit auf die Hauptstadt Sarajevo bezieht, die den Status eines Distriktes in der Föderation haben solle. Jene Stadtteile, die gegenwärtig zur Republika Srpska gehören, würden aber nicht ein Bestandteil dieses Distriktes sein, präzisierte der bosnisch-serbische Premier. (APA)

  4. #114
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
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    Beiträge
    18.089
    @ BrckoJeSprsko, Rockafella und BloodyShqiptar

    für euch gehts hier weiter:
    Kippung der ethnischen Zusammensetzung durch hohe Geburtenrate - Balkanforum

  5. #115
    Baksuz
    Sehr Gut Silajdzic! Mit Silajdzic anstatt Tihic(bastard) würde es ganz anderst aussehen dort auf dem Treffen in Banja Luka!

  6. #116

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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    ja hier!
    derStandard.at
    auf politik ---europa

    Aufregung über Vorschlag der Teilung Bosniens in vier Entitäten
    Führende Vertreter der drei wichtigsten Volksgruppen zusätzliche Teilung - Internationaler Beauftragter reagierte zunächst nicht

    Sarajevo/Belgrad - Führende Politiker der drei bosnischen Staatsvölker - Bosniaken (Muslime), Serben und Kroaten - haben am Montagabend für Unmut und heftige Reaktionen mit einem Vorschlag zur lange erwarteten Verfassungsreform gesorgt. Bei einem Treffen in Banja Luka nahmen Sulejman Tihic (Partei der Demokratischen Aktion/SDA), Milorad Dodik (Bund der Unabhängigen Sozialdemokraten/SNSD) und Dragan Covic (Kroatische Demokratische Gemeinschaft/HDZ) den Standpunkt ein, dass Bosnien künftig ein dezentralisierter Staat mit vier territorialen Einheiten sein soll.

    Die Verfassungsreform soll laut früheren Plänen vor allem die zentralstaatlichen Institutionen Bosnien-Herzegowinas festigen und somit das komplizierte Staatsgebilde funktionsfähiger machen. Entsprechend dem Friedensabkommen von Dayton, mit dem Ende 1995 der dreijährige Bosnien-Krieg beendet wurde, setzt sich das Land aus zwei Landesteilen - der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der Republika Srpska - sowie dem Distrikt Brcko zusammen. Die Erwähnung einer vierten territorialen Einheit - wobei es unklar blieb, was genau darunter verstanden wird - sorgte sogleich für Reaktionen:

    Multi-ethnische Regionen

    Der bosnisch-serbische Premier Dodik habe in den Chefs der SDA und HDZ Partner für eine ethnische Teilung Bosniens gefunden, welche die Aufteilung der Bosniakisch-Kroatischen Föderation durch die Bildung einer bosniakischen und einer separaten kroatischen Entität zum Ziel habe, vermutet Haris Silajdzic, Mitglied des dreiköpfigen bosnischen Staatspräsidiums und Chef der Partei für Bosnien-Herzegowina (SBiH). Seine Partei würde sich dagegen für die Bildung multi-ethnischer Regionen einsetzen, die vor allem auf Basis wirtschaftlicher, geografischer und ähnlicher Kriterien festgelegt würden, wurde Silajdzic von Medien zitiert.

    "Bosnien-Herzegowina ist ein demokratischer, sozialer und säkularer Staat, der sich auf die Rechtsstaatlichkeit und das Prinzip der Gewaltteilung (...) stützt", teilten Tihic, Dodik und Covic in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ihr Vorschlag zur Verfassungsreform soll bei einem nächsten Treffen am 23. Februar in Mostar eine konkretere Form bekommen, wie sie ankündigten.

    Hauptstadt Sarajevo

    Das Büro des Internationalen Bosnien-Beauftragten (OHR) hat die Einigung zunächst nicht kommentiert. Schon am Abend stellte sich nämlich heraus, dass sie auch von den Autoren selbst unterschiedlich gedeutet wird. Während Tihic für den TV-Sender "BN" meinte, dass es nach der Verfassungsreform die Bosnisch-Serbische Republik (Republika Srpska) nicht mehr geben werde, zögerte Dodik nicht zu erklären, dass "eher Bosnien als die Republika Srpska verschwinden wird".

    Der Aussage Dodiks war zu entnehmen, dass sich die vierte erwähnte territoriale Einheit auf die Hauptstadt Sarajevo bezieht, die den Status eines Distriktes in der Föderation haben solle. Jene Stadtteile, die gegenwärtig zur Republika Srpska gehören, würden aber nicht ein Bestandteil dieses Distriktes sein, präzisierte der bosnisch-serbische Premier. (APA)




    was gibts da noch zu verhandeln mit so einem spast.??

    wenn die bosniaken weiter so passiv sich verhalten(politisch),dann sehe ich langfristig keine möglichkeit mehr für ein ganzes bosnien.

    die bosnier sollten ihre brüder im sandzak bisschen mehr(politisch) unterstützen so wie es serbien mit der rs tut.

    das ziel von serbien ist es immernoch wo serben leben ist auch serbien,mit paar gebietsverlusten,aber das gleiche spiel machen sie mit kosovo.
    damit sie den norden bekommen können.


    und sie wissen ganz genau dass die bosniaken und albaner von der un und eu gehindert werden politisch aktiv gegen serbien vorzugehen.

  7. #117
    Avatar von meko

    Registriert seit
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    10.778
    besonders die aussage find ich sehr zutreffend:

    Nationalstaaten sollten eigentlich als ein Relikt des 19. Jahrhunderts laengst passe sein. Aber am Balkan entstehen andauernd neue.

  8. #118
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von rockafellA Beitrag anzeigen
    was gibts da noch zu verhandeln mit so einem spast.??

    wenn die bosniaken weiter so passiv sich verhalten(politisch),dann sehe ich langfristig keine möglichkeit mehr für ein ganzes bosnien.

    die bosnier sollten ihre brüder im sandzak bisschen mehr(politisch) unterstützen so wie es serbien mit der rs tut.

    das ziel von serbien ist es immernoch wo serben leben ist auch serbien,mit paar gebietsverlusten,aber das gleiche spiel machen sie mit kosovo.
    damit sie den norden bekommen können.


    und sie wissen ganz genau dass die bosniaken und albaner von der un und eu gehindert werden politisch aktiv gegen serbien vorzugehen.

    über albaner red ich nicht da kenn ich mich zuwenig aus.
    ich weiss aber das es daraufhinausläuft das es wie im gazastreifen sein wird.
    die mehrheit einer bevölkerung bekommt nicht genug gebiet, während der andere teil kilometerweise leer steht.

  9. #119
    Baksuz
    [h2]Dayton-Verfassung abschaffen?[/h2]
    [h1]Verblüffende Wende in Bosnien[/h1]
    Nach einer Erklärung der drei wichtigsten bosnischen Politiker könnte die ethnische Teilung des Landes überwunden werden. Hat der bosnische Serbe Dodik seine Politik radikal geändert? VON ERICH RATHFELDER
    Einst hartnäckiger Streiter für die Republika Srpska: Milorad Dodik. Foto: reuters





    Dem Moderator des in Bosnien beliebten politischen Magazins "60 Minuten" verschlug es die Sprache. "Dies ist wohl ein historischer Augenblick," stammelte Bakir Hadziosmanagic. Damit war eine denkwürdige Diskussion zu Ende gegangen. Ihr Gegenstand: nichts weniger als die Abschaffung der Verfassung von Dayton und eine nichtnationalistische Struktur des Staats Bosnien und Herzegowina.

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    Vorrausgegangen war ein Treffen der wichtigsten Vertreter der drei Volksgruppen am Montag in Banja Luka: dem Ministerpräsidenten der serbischen Teilrepublik, Milorad Dodik, dem Vorsitzenden der bosniakischen Partei der Demokratischen Aktion (SDA), Sulejman Tihic, und dem bosnischen Vorsitzenden der Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ), Dragan Covic. Dabei wurde ein Rahmen für eine neue Verfassung gesteckt, die Bosnien und Herzegowina in vier multiethnische Wirtschafts- und Verwaltungsgebiete aufteilen soll. Schon Ende November hatten die drei in Prud eine Übereinkunft über die Aufteilung des Staatsvermögens erzielt und eine erste Annäherung erreicht.
    Sollte die am Montag getroffene Absichtserklärung tatsächlich umgesetzt werden, bedeutete dies das Ende der ethnischen Teilung. Vor allem Dodik hätte dann eine politische Kehrtwende vollzogen, hatte er doch in den vergangenen Jahren die Existenz der Republika Srpska hartnäckig verteidigt und immer wieder mit einer Volksabstimmung über die Loslösung der serbischen Teilrepublik gedroht. Im Einzelnen heißt es in der gemeinsamen Erklärung: "Bosnien und Herzegowina ist ein souveräner Staat in seinen international anerkannten Grenzen."
    Der künftige Staat soll aus drei Ebenen bestehen. Unterhalb des gemeinsamen Gesamtstaates werden vier Regionen gebildet: Die Herzegowina (Mostar), Westbosnien (Banja Luka), Ostbosnien (Tuzla) und Zentrum (Sarajevo). Die Sonderzone Brcko bliebe in der Verantwortung des Gesamtstaats. Die dritte Ebene bilden die Gemeinden.
    Würde dieser Vorschlag tatsächlich durchgesetzt - das Parlament muss mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen - wäre die Verfassung von Dayton überwunden. Das Friedensabkommen von 1995 wurde damals zur neuen Verfassung erklärt. Danach wurde ein schwacher Gesamtstaat geschaffen und das Land in zwei ethnisch definierte sogenannte Entitäten aufgeteilt, in die etwa gleich große serbische Teilrepublik "Republika Srpska" und die bosniakisch-kroatische Föderation.
    Andere prominente Politiker meldeten sogleich Zweifel über die Ernsthaftigkeit von Dodik an. So vermutete das Mitglied der Präsidentschaft, der Vorsitzende der Partei für Bosnien und Herzegoswina, Haris Silajdzic, während der Fernsehdebatte, Dodik wolle nicht die Republika Srpska aufgeben, sondern nur die bosniakisch-kroatische Föderation in zwei ethnisch definierte Gebiete aufspalten. Auch der Vorsitzende der bosnischen Sozialdemkraten, Zlatko Lagumdzija, sieht diese Gefahr, will der Erklärung der Politiker aber eine Chance geben. Sulejman Tihic sagte, mit den von ihm angeregten Gesprächen auf dem richtigen Weg zu sein. "Wir müssen handeln, dürfen nicht nur wehklagen."
    Dodik beeilte sich in der Tat, nach der gemeinsamen Erklärung serbischen Medien mitzuteilen, die Existenz der Republika Srpska sei nicht gefährdet. Trotzdem erklärten serbische Nationalisten, so die Führung der Nationalpartei SDS, er sei ein "Verräter an der Republika Srpska".
    Der Schwenk des als sprunghaft und widersprüchlich geltenden Dodiks ist für den in Banja Luka lehrenden Philosophen Miodrag Zivanovic völlig überraschend gekommen. "Auf dem Balkan ist alles möglich, ich bleibe aber skeptisch, vielleicht ist alles nur Kosmetik", sagte er. Zivanovic hatte schon 1996 gefordert, Bosnien nach den jetzt genannten historisch gewachsenen Regionen aufzuteilen, in der keine Volksgruppe die absolute Mehrheit hat.
    Der am Wochenende zurückgetretene, allerdings noch kommissarisch tätige Hohe Repräsentant der internationalen Gemeinschaft, Miroslav Lajcak, erklärte, wenn eine multiethnische Verwaltungsstruktur geschaffen würde, hätte er keinen Grund, dagegen einzuschreiten. Am 23. Februar wollen die drei bosnischen Politiker weiter über die Verfassung verhandeln.

  10. #120
    Baksuz
    Hmm die Nachrichten verwirren einen schon sehr, jeder schreibt was anderes.
    Wichtig ist das dieser Vorschlag eine 2/3 Mehrheit im Parlament benötigt! Wird schwer wenn Sds, Sdp und Stranka za BiH dagegen sind und die BPS aufjedenfall auch

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