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Gemeinsamer Protest von Griechen, Türken, Brasilianern, Mexikanern..

Erstellt von Afroasiatis, 24.06.2013, 13:40 Uhr · 28 Antworten · 1.480 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Achillis TH

    Registriert seit
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    Beiträge
    12.531
    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Keine Sorge, ihr seid schon einige. Es gibt sogar welche Griechen, die so ähnlich denken (i. d. R. solche die sowieso gut verdienen oder von den Eltern viel Geld haben - also ironischerweise genau aus diesen Schichten, die bei der Steuerhinterziehung die Meister sind).

    Heißt immer noch nicht, dass eure Meinung realitätsnah ist. Wie seid ihr dazu gekommen, dass die protestierenden Griechen keine Steuer zahlen?

    Durch die Beste Quelle Blöd Zeitung.

  2. #22
    economicos
    Das griechische Volk demonstriert gegen die zum größten Teil sinnlose Sparmaßnahmen und gegen die Schließung der ERT.
    Das einfache Volk leidet, während die Korrupten weglaufen.

    @Kewell
    Meine Großtante wartet immernoch auf ihr Haus in der heutigen Türkei (übrigends ist dad jetzt eine Schule).

  3. #23
    Avatar von kewell

    Registriert seit
    06.06.2011
    Beiträge
    8.224
    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Das griechische Volk demonstriert gegen die zum größten Teil sinnlose Sparmaßnahmen und gegen die Schließung der ERT.
    Das einfache Volk leidet, während die Korrupten weglaufen.

    @Kewell
    Meine Großtante wartet immernoch auf ihr Haus in der heutigen Türkei (übrigends ist dad jetzt eine Schule).
    Und das soll ich dir jetzt glauben? ok, ich glaubs dir Wahrscheinlich hat sie nicht genug Beweise

  4. #24
    Avatar von De_La_GreCo

    Registriert seit
    17.08.2008
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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Danke!
    Ich dachte schon, ich bin bescheuert, aber selbst wenn, dann sind wir wenigstens zu zweit.

    Zitat Zitat von Ibrišimović Beitrag anzeigen
    Gegen was demonstrieren die Griechen eig. die ganze Zeit? Gegen sich selbst, dass sie nie Steuern gezahlt haben?
    Also wollt ihr damit sagen, dass 11 Millionen Menschen in Griechenland alle Steuern hinterzogen haben??

    Vollidioten.....

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung ob die protestierenden Griechen Steuern zahlen oder nicht.

    Ihr Feindbild ist halt meist der IWF, Deutschland und die EU und die sind nicht verantwortlich für das völlige Versagen der griechischen Politik und der Gesellschaft die das zugelassen hat.

    Der IWF hat selber zugegeben dass er Scheiße gebaut hat. Ergo hat die EU und Deutschland ebenfalls Scheiße gebaut. Die Griechen protestieren gegen das System bzw die Politik selbst. Eure typischen Stammtisch Parolen gehen langsam einen ziemlich auf den Keks. Ich wette mein "steuerhinterziehende" Opa aus Griechenland hat mehr Zeit bei der Arbeit verbracht als du Lebst. Er hatte 2 Jobs und hat unteranderem im Bergbau gearbeitet. Das was er gemacht hat würden du und deines gleichen nicht mal ein Monat durchstehen. Also wer bist du schon und dein Kompane Ibisomalakovic das ihr mit den Finger auf die Griechen zeigen tut??Es stimmt das die Politik in GR scheiße und das allerletzte ist. Es stimmt ebenfalls das normale griechische Staatsbürger ebenfalls sich ihre Taschen gefüllt haben. Aber so wie ihr es schreibt, klingt es so als ob ausnahmslos alle Griechen Steuern hinterzogen haben. Euer chauvinistisches Verhalten wird euch noch den Untergang bringen. Aber naja, Hauptsache auf Bild Zeitung Niveau argumentieren

  5. #25
    economicos
    Zitat Zitat von kewell Beitrag anzeigen
    Und das soll ich dir jetzt glauben? ok, ich glaubs dir Wahrscheinlich hat sie nicht genug Beweise
    Das mit meiner Großtante stimmt wirklich, aber die Chancen waren von Anfang schlecht, eigentlich auch nachvollziehrbar nach so vielen Jahren. Aber meine Großtsnte ist Kommunisten und kämpft wie ein Rebelle^^ und will sogar bis zum Weltgerichtshof. Naja, wenn man älter wird, übertreibt man ein wenig.

  6. #26
    Avatar von Karoliner

    Registriert seit
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    Beiträge
    4.079
    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Also wollt ihr damit sagen, dass 11 Millionen Menschen in Griechenland alle Steuern hinterzogen haben??

    Vollidioten.....

    - - - Aktualisiert - - -




    Der IWF hat selber zugegeben dass er Scheiße gebaut hat. Ergo hat die EU und Deutschland ebenfalls Scheiße gebaut. Die Griechen protestieren gegen das System bzw die Politik selbst. Eure typischen Stammtisch Parolen gehen langsam einen ziemlich auf den Keks. Ich wette mein "steuerhinterziehende" Opa aus Griechenland hat mehr Zeit bei der Arbeit verbracht als du Lebst. Er hatte 2 Jobs und hat unteranderem im Bergbau gearbeitet. Das was er gemacht hat würden du und deines gleichen nicht mal ein Monat durchstehen. Also wer bist du schon und dein Kompane Ibisomalakovic das ihr mit den Finger auf die Griechen zeigen tut??Es stimmt das die Politik in GR scheiße und das allerletzte ist. Es stimmt ebenfalls das normale griechische Staatsbürger ebenfalls sich ihre Taschen gefüllt haben. Aber so wie ihr es schreibt, klingt es so als ob ausnahmslos alle Griechen Steuern hinterzogen haben. Euer chauvinistisches Verhalten wird euch noch den Untergang bringen. Aber naja, Hauptsache auf Bild Zeitung Niveau argumentieren
    Woher weißt du was ich durchstehe oder nicht?

    Ich ziele aber mehr darauf ab, das die griechischen Verhältnisse ja nicht über Nacht mir der Lehman-Pleite gekommen sind sondern auch vorher klar war. So lange der Staat mit neuen Schulden aber die Rechnung zahlen konnte, hat es die Griechen (in der Gesamtheit) nicht sonderlich gejuckt. Sonst hätten sie ja nicht immer artig die beiden Herrschaftsfamilien gewählt.

  7. #27
    economicos
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Woher weißt du was ich durchstehe oder nicht?

    Ich ziele aber mehr darauf ab, das die griechischen Verhältnisse ja nicht über Nacht mir der Lehman-Pleite gekommen sind sondern auch vorher klar war. So lange der Staat mit neuen Schulden aber die Rechnung zahlen konnte, hat es die Griechen (in der Gesamtheit) nicht sonderlich gejuckt. Sonst hätten sie ja nicht immer artig die beiden Herrschaftsfamilien gewählt.
    Richtig Karoliner, aber die europäische Krisenpolitik, die natürlich in primitiven Zeitungen als "Griechen-Hilfe" bezeichnet wird, hatte von Anfang an die Absichten, die Banken zu retten auf Kosten der Wirtschaftskonjunktur.
    Volkswirtschaftlich gesehn, handelt die EU absichtlich falsch! Währdend die Armut in den Krisenländern wächst.


    PS: Die Reformen sind richtig (will ich nicht bestreiten), die Sparmaßnahmen aber falsch! Die IWF hat die Fehler bereits eingesehn, mal schauen, wann es auch die Physikerin kapiert.

  8. #28

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    3.357
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen

    Ich ziele aber mehr darauf ab, das die griechischen Verhältnisse ja nicht über Nacht mir der Lehman-Pleite gekommen sind sondern auch vorher klar war. So lange der Staat mit neuen Schulden aber die Rechnung zahlen konnte, hat es die Griechen (in der Gesamtheit) nicht sonderlich gejuckt. Sonst hätten sie ja nicht immer artig die beiden Herrschaftsfamilien gewählt.
    Das größte Teil der Bevölkerung, in Griechenland wie überall, weiß über die staatlichen Finanzen nicht viel. Besonders wenn die Daten systematisch gefälscht werden (wahrscheinlich mit EU-Tolerierung).

  9. #29
    Avatar von Afro

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    Beiträge
    4.871
    "Man hat überhaupt nicht vorgehabt, Griechenland zu retten"

    Die Globalisierungskritiker von Attac Österreich haben scharfe Kritik an den EU-Rettungsprogrammen für Griechenland erhoben – und sie mit konkreten Zahlen belegt. Lisa Mittendrein ist Mitglied des Vorstandes von Attac Österreich und eine derjenigen, die für den Bericht verantwortlich zeichnen. ARTE Journal hat sie dazu befragt.


    Zentrale These ihres Berichts ist: DieEU-Krisenpolitik rettet Banken, aber nichtdie Menschen in Griechenland? Wie kamen Sie zu dieser These?

    Lisa Mittendrein: Wir haben nachverfolgt, was mit den über 200 Milliarden Euro öffentlichen Geldern passiert ist, die nach Griechenland geflossen sind, im Rahmen der so genannten EU-Hilfspakete. Die Ergebnisse sind nicht wirklich neu, (neu ist), dass es wirklich nachvollziehbar ist, es gibt bisher keine Aufstellungen, was mit dem Geld passiert ist. Und wir zeigen, dass dieses Geld nicht dem griechischen Staat oder der griechischen Bevölkerung zugute gekommen ist - der schon gar nicht - sondern vor allem europäischen Banken und anderen Finanzinstitutionen.

    Sie sagen im Bericht, Angaben zu Details der Zahlungen würden kaum dokumentiert, woher stammen dann die Zahlen, die Sie angeben?

    Wir haben einerseits viele offizielle Dokumente verwendet, Berichte der Europäischen Kommission, des EFSF, und verschiedener anderer Institutionen, und Presseaussendungen. Bei vielen Tranchen mussten wir aber auf Medienberichte zurückgreifen, weil von offizieller Seite überhaupt nicht dokumentiert ist, was mit diesen Geldern passiert ist. Und das ist ja an sich schon ein Skandal: Dass man hier solche Mengen an öffentlichen Geldern in die Hand nimmt, ohne irgend jemandem zu sagen, was man damit gemacht hat.

    Fehlt ihrer Meinung nach der Wille zur Transparenz?

    Man hat hier unserer Einschätzung nach überhaupt nicht vorgehabt, Griechenland oder die Bevölkerung zu retten. Es ging von Anfang an darum, das europäische Bankensystem zu stabilisieren. Nun kann man spekulieren, warum man das nicht so gesagt hat und so aufbereitet hat, aber es war für uns nicht besonders verwunderlich, das diese Berichte nicht existieren. Deshalb war es nötig, das wir es selber machen.

    Andererseits: Es war ja eine Finanzkrise – und die Banken waren das Problem. Hätte man den Zusammenbruch des Finanzsektors riskieren sollen?

    Ich denke, dass es durchaus notwendig war, die europäischen Bankensektor zu stabilisieren, es ist ein Frage des Wie, und: Wer bezahlt dafür? In diesem Fall hat man behauptet, es ginge um etwas anderes, hat über Umwege das Geld an den Bankensektor gelenkt, und dann die griechische Bevölkerung über Armut, Arbeitslosigkeit, der Deregulierung des Arbeitsmarktes und Zerstörung der Demokratie dafür bezahlen lassen. Und das kann ja nicht der Weg sein. Es war am Anfang eine Finanzkrise, die Banken und Finanzmärkte sind diejenigen, die uns das ganze Schlamassel eingebrockt haben, und nun kann man nicht auf Kosten der Bevölkerung das Ganze am Laufen halten. Unsere Forderung ist, dass man endlich aufhören muss, das Geschäftsmodell der Banken so unhinterfragt weiter zu stützen. Es ist endlich notwendig, die systemrelevanten Banken zu zerteilen, zu hinterfragen, ob es überhaupt Sinn macht, dass Banken spekulieren, dass sie nicht der Gesellschaft, sondern nur ihren eigenen Profit-Interessen dienen.

    Wie hätten EU, EZB und IWF es ihrer Meinung nach anders machen können? Anders gefragt: Wie könnten die Mittel besser der Bevölkerung zugute kommen?

    Also nach 5 Jahren angeblicher Rettung braucht die griechische Bevölkerung nun tatsächlich Rettung, mit sechzig Prozent Jugendarbeitslosigkeit und einem Drittel der Bevölkerung unter der Armutsschwelle. Was es jetzt bräuchte, wäre ein sofortiger Stopp aller Kürzungs- und Austeritätsmaßnahmen, und stattdessen ein Rettungspaket, dass es ermöglicht, die griechische Wirtschaft zu fördern, dass der griechischen Bevölkerung ihre Souveränität zurückgibt und die sozialen Folgen dieser Politik mildert. Das heißt, wir brauchen jetzt ein echtes Rettungspaket für die griechische Bevölkerung. Das hat sie vorher nicht gebraucht, jetzt schon, und endlich eine Lösung für den instabilen europäischen Finanzsektor. Und das kann nicht heißen, weitere hunderte Milliarden einfach hineinzupumpen und die Banken machen lassen, was sie wollen, sondern endlich eingreifen und politisch steuern.

    Wo könnte man denn auf sozialer Ebene konkret ansetzen?

    Da ist es nötig, all diese Maßnahmen, als die Kürzung des Arbeitslosengeldes, die Streichung des Wohnungsbaus, Schließung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die Entlassung von zehntausenden von Beamten, die fast-Zerstörung des Sozialstaates und des Gesundheitssystems, komplett rückgängig zu machen. Das griechische Sozialsystem war schon vor der Krise nicht sehr stark, jetzt ist es quasi nicht mehr existent. Es ist nötig, das rückgängig zu machen, und die Bevölkerung in die Lage zu versetzen, souverän über die eigene Gesellschaft zu entscheiden.

    Es war ja die erste Rettung eines Eurolandes, und viele Seiten geben zu, das man einiges hätte anders machen können - was sollte die EU ihrer Meinung nach daraus lernen ???

    Ich bin nicht der Meinung, das das, was da passiert ist, für irgend jemand in der EU überraschend sein kann. Es kann doch niemand geglaubt haben, dass man ein Land 5 Jahre lang zugrunde wirtschaften kann, dass man die Wirtschaft des Landes zerstört und sich dann wundert, dass es den Menschen schlecht geht! Man wollte es nicht sehen oder war ideologisch verblendet, aber es geht nicht darum, dass die europäischen Eliten einsehen müssen, dass sie sich geirrt haben. Was es braucht, ist der Druck der Menschen, die sagen, dass sie sich dass nicht mehr gefallen lassen und das wir sagen: Wir lassen uns nicht mehr für blöd verkaufen.




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