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General Rheinhart über die unfähigen Deutschen Politiker

Erstellt von lupo-de-mare, 25.10.2005, 20:21 Uhr · 2 Antworten · 507 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
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    11.988

    General Rheinhart über die unfähigen Deutschen Politiker

    Jetzt ist dieser General in Pension und plötzlich redet er wie so Viele vorher die Wahrheit.

    Warum schwieg er so lange, das der Kosovo Einsatz ein Desaster ist und zuvor der Somalia Einsatz!

    Und noch beim Irak Krieg, trommelte er die Trommel der durchgeknallten US Faschisten, obwohl er es besser wissen musste.

    Was für eine Peinlichkeit für Deutsche Politiker!!!!! :!:

    Und so wird

    Ein Vier-Sterne-General im Unruhestand

    Die weltweiten Friedensmissionen sind für Klaus Reinhardt Alibiveranstaltungen der Politik
    Von Peter Blechschmidt



    Ein General ist zornig. Am morgigen Mittwoch steht im Bundeskabinett wieder einmal eine Entscheidung über die Verlängerung eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr an - diesmal die Beteiligung an der Anti-Terror-Operation Enduring Freedom. Rund 6200 deutsche Soldaten versuchen derzeit in neun Missionen, Frieden zu schaffen und zu sichern. Doch Klaus Reinhardt, seit April 2001 pensionierter Vier-Sterne-General der Bundeswehr, hadert mit Berlin, mit der EU, mit der Nato und mit den Vereinten Nationen: "Mit Ausnahme von Ost-Timor und Mazedonien kann keiner der Auslandseinsätze, an denen die europäischen Soldaten in den letzten Jahren beteiligt waren, als Erfolg bezeichnet werden", sagte Reinhardt vorige Woche auf einer Veranstaltung in Berlin.

    Der 64-Jährige kritisiert nicht die Soldaten: "Die machen einen klasse Job." Reinhardt attackiert die Politik, die unfähig sei, eine Gesamtstrategie zu entwickeln und die Auslandseinsätze der Soldaten als Alibi hernehme, um sich vor harten politischen Entscheidungen zu drücken. Reinhardt weiß, wovon er redet. 1993/94 war er verantwortlich für den Einsatz in Somalia. Er war Befehlshaber der Alliierten Landstreitkräfte in Mitteleuropa und von Oktober 1999 bis April 2000 erster deutscher Kommandeur der Nato-Friedenstruppe im Kosovo (Kfor). Jetzt engagiert sich der Ex-Offizier im Unruhestand als Redner und Berater in Fragen weltweiter Sicherheit.

    Im Dezember 2003 hat die EU ihre Europäische Sicherheitsstrategie (ESS) verabschiedet. Sie definiert drei Bedrohungen für die Sicherheit der Staatengemeinschaft: Internationaler Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und der Zerfall von Staaten in Verbindung mit organisierter Kriminalität. Kein Land Europas sei in der Lage, diese Sicherheitsprobleme allein zu lösen, besagt die ESS. Vor allem: Keine dieser Bedrohungen könne mit militärischen Mitteln allein abgewendet werden.

    In diese Kerbe schlägt auch Reinhardt. "Die entscheidende Frage für den Erfolg oder Misserfolg eines Auslandseinsatzes ist nicht das, was das Militär tut", sagte Reinhardt im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Es genüge nicht, bloß Soldaten zu schicken. Soldaten seien keine Entwicklungshelfer und keine Samariter in Uniform. "Man muss den militärischen Bereich in eine Gesamtstrategie einbinden", fordert Reinhardt. "Wenn wir die Aufgaben des Militärs in den Vordergrund stellen, kommen wir in eine völlige Schieflage."

    Reinhardt verweist auf die Erfahrungen in Somalia, im Kosovo und in Afghanistan. "Somalia war ein Flop", stellt er bitter fest. "Als ich das erste Mal nach Mogadischu kam, sah ich Hubschrauber über den Dächern der Ruinen fliegen und Panzer durch die Straßen der Stadt preschen. Hier war ein Krieg im Gang, von dem wir bis dato keine Ahnung hatten." Er habe den damaligen Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) darauf hingewiesen, welche Konsequenzen ein Scheitern dieses primär militärisch ausgerichteten Einsatzes haben würde, sagt Reinhardt. "Mir wurde aber bedeutet, dass ich mir nicht den Kopf über Fragen zerbrechen sollte, für die die Politik zuständig sei. Die ließ die Soldaten aber im Stich." Letztlich zogen Amerikaner, Deutsche und viele andere unverrichteter Dinge ab, Somalia versank bis zum heutigen Tag im Chaos.

    "Kurzfristiger Aktionismus"


    Ähnlich ernüchternd ist Reinhardts Fazit für den Kosovo. Auch hier gebe es bis heute keine erkennbare politische Gesamtkonzeption. Soeben erst wurde der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari von den Vereinten Nationen zum Vermittler zwischen Serbien und den mehrheitlich albanisch-stämmigen Bewohnern des Kosovo bestimmt. Ob und wann diese Verhandlungen zum Erfolg führen, ist nicht abzusehen.

    Sicher, im Kosovo gebe es heute eine gewisse Normalität, sagt Reinhardt: "Sie finden kein Land auf der Welt mit so vielen Tankstellen an der Straße." Das allein aber bedeute noch keinen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Produktionsmittel gehörten nach wie vor dem Staat Serbien und Montenegro, private Investoren seien nicht in Sicht: "Als ich vor fünf Jahren ging, hatten wir eine Arbeitslosigkeit von 40 Prozent. Heute sind wir bei 75 Prozent." Im Frühjahr 2004 gingen Albaner auf die serbische Minderheit los. Es gab etliche Tote. "Aber die Reaktion der internationalen Gemeinschaft war das herkömmliche Strickmuster: Man schickte zusätzliche Truppen und bewies damit kurzfristigen Aktionismus, ohne an die Symptome heranzugehen", kritisiert Reinhardt. Denn in Wahrheit habe sich der Zorn der jungen Albaner gegen die Untätigkeit der UN und der internationalen Gemeinschaft gerichtet.

    Zumindest was den Kosovo angeht, denkt Noch-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) ähnlich. Er wurde in den vergangenen Monaten nicht müde, bei UN und Nato eine politische Lösung anzumahnen, damit die Zahl der Friedenstruppen reduziert werden könne. Gerade auf dem Balkan - also auch in Bosnien-Herzegowina, wo seit zehn Jahren internationale Truppen, darunter zurzeit knapp 1000 Deutsche, die Volksgruppen von Serben, Kroaten und Muslimen auf Distanz zueinander halten - müssten die örtlichen Politiker dazu gebracht werden, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sagt Struck: "Mein Eindruck ist, dass es dort eine Neigung gibt, sich zurückzulehnen und uns die Arbeit zu überlassen." In Kürze will er dort bis zu 300 Bundeswehr-Soldaten abziehen.

    Reinhardt fordert eine Gesamtkonzeption für den Balkan. Sein Lösungsvorschlag ist radikal. Um den Serben die Zustimmung zur Unabhängigkeit des Kosovo abzuringen, solle man die serbische Teilrepublik von Bosnien-Herzegowina an Serbien angliedern. Die Vorstellung, man könne Bosnien-Herzegowina zu einem lebensfähigen Mehr-Völker-Staat machen, sei eine Illusion.

    Ähnlich unorthodox sind auch Reinhardts Vorstellungen, wie es in Afghanistan weitergehen sollte. Auch hier kritisiert er die halbherzige Politik der internationalen Gemeinschaft. Das Hauptproblem sei der Drogenanbau. Ohne alternative Einkommensquellen sei eine Entwaffnung der Milizen - schätzungsweise 100 000 Mann stehen dort noch irregulär unter Waffen - nicht realistisch. Mit dem Abbrennen von Mohnfeldern aber sei es nicht getan, das bringe nur die Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF in zusätzliche Gefahr. Reinhardt schlägt vor, das Opium einfach an Ort und Stelle aufzukaufen und zu vernichten. Das sei billiger als die Bekämpfung der Drogenkriminalität in Europa und die Behandlung der Suchtkranken: "Wir haben in der EU für die Vernichtung von Butterbergen und Milchseen irrsinnig viel Geld bezahlt. Warum macht man das jetzt nicht mit dem Opium in Afghanistan?"

    Um wirklich zu Lösungen in den Einsatzgebieten zu gelangen, müsse sich angesichts der Trägheit der internationalen Organisationen jeweils ein Land zur Lead Nation aufschwingen, also eine Vorreiterrolle übernehmen, meint Reinhardt. Diese Regierung müsse ein Konzept entwickeln und dafür Verbündete suchen. Inzwischen hat eine Arbeitsgruppe, an der auch Reinhardt beteiligt war, für den außenpolitischen Beauftragten der EU, Javier Solana, eine ganzheitliche Sicherheitsdoktrin für Europa entwickelt. Und in den USA hat eine Expertengruppe, unter ihnen die ehemaligen Sicherheitsberater Samuel Berger und Brent Scowcroft, eine Studie über Strategien nach einem bewaffneten Konflikt erarbeitet. "Auch die Amerikaner sagen, wir können so nicht weitermachen", stellt Reinhardt zufrieden fest: "Ich bin nicht der Einzige, der rummeckert."

    (SZ vom 25.10.2005)

    http://sueddeutsche.de/app/service/s...k&dp=0&db=&de=

  2. #2
    Avatar von Gugi

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    Re: General Rheinhart über die unfähigen Deutschen Politiker

    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Jetzt ist dieser General in Pension und plötzlich redet er wie so Viele vorher die Wahrheit.

    Warum schwieg er so lange, das der Kosovo Einsatz ein Desaster ist und zuvor der Somalia Einsatz!

    Und noch beim Irak Krieg, trommelte er die Trommel der durchgeknallten US Faschisten, obwohl er es besser wissen musste.

    Was für eine Peinlichkeit für Deutsche Politiker!!!!! :!:

    Tja...da kannst mal sehn...DAS sind Deutsche Politiker!!!
    Das die deppen peinlich sind ist ja nix neues!!!

    Wart erstmal ab...ich bin schon verdammt gespannt darauf was wir noch vom Blöder öhemm...ich meinte Schröder hören werden!!!
    Da kommt garantiert auch noch einiges...auch zum thema Irak!!!!

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Re: General Rheinhart über die unfähigen Deutschen Politiker

    Zitat Zitat von Gugica
    [


    Tja...da kannst mal sehn...DAS sind Deutsche Politiker!!!
    Das die deppen peinlich sind ist ja nix neues!!!

    Wart erstmal ab...ich bin schon verdammt gespannt darauf was wir noch vom Blöder öhemm...ich meinte Schröder hören werden!!!
    Da kommt garantiert auch noch einiges...auch zum thema Irak!!!!
    Über die Deutschen Politiker sage ich hier ständig das Selbe, was das für Penner sind. General Rheinhardt, hat zu spät die Wahrheit gesagt. Erst als er Nichts mehr zu Sagen hatte.

    Er ist ein Feigling und mehr nicht. :!:

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