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Die geschichtliche Islamisierung der Bevölkerung in Bosnien

Erstellt von Bosanski Srbin, 27.08.2009, 14:32 Uhr · 20 Antworten · 9.644 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Bosanski Srbin

    Registriert seit
    22.06.2009
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    216

    Idee Die geschichtliche Islamisierung der Bevölkerung in Bosnien

    Da scheinbar einige der Meinung sind das es Bosniaken in Bosnien schon immer gegeben hätte und die anderen Ethnien später zugewandert sind denen möchte ich diesen Artikel zeigen.

    Und bevor hier jeman schreibt von wegen ich bin ein CEDO oder sonst was erst mal lesen.

    Mir geht es nur darum das geschichtliche Fakten nicht verdreht werden egal ob das Serben, Kroaten oder Bosniaken sind.



    Die geschichtliche Islamisierung der Bevölkerung in Bosnien :

    1. Der geschichtliche Kontext

    Der Kriegszug von Sultan Mehmet dem Eroberer der im Jahre 1463 auch Bosnien erfasste, und dem auch der letzte bosnische König Stjepan Tomasevic zum Opfer fiel, war nicht die Katastrophe selbst sondern nur ein Akt eines langwierigen Dramas die 140 Jahre andauerte. Bosnien ist nicht „widerspruchslos“ gefallen, in nur wenigen Tagen, wie das in der pathetischen Phraseologie der romantisch narrativen Geschichtsschreibung behauptet wurde, Bosnien fiel fast anderthalb Jahrhunderte, zersetzt durch innere Widersprüche und ausgezerrt von der planmäßigen Penetration des osmanischen Faktors von außen.

    Im 16. Jahrhundert befand sich das Osmanische Reich hinsichtlich seiner Eroberungen und der inneren Stabilität in einem rasanten Aufschwung. Es breitete sich über drei Kontinente aus. In Europa verlief die osmanische Grenze weit im Norden und Nordwesten – Wien war nicht mehr weit.
    Erfolgreich die Macht der großen Feudalherren zerschlagend, errichtete Sultan Süleyman el Kanuni, der Gesetzgeber – in Europa bekannt als Süleyman der Prächtige – einen starken zentralistischen Staat mit stabilen Gesetzen und einem straffen Verwaltungsapparat, über militärischen Rückhalt verfügte er im entwickelten militärischen Kleinadel.
    Bosnien und Herzegowina nahm im 16. Jahrhundert völlig die territorial-administrative, gesellschaftlich-ökonomische und kulturelle Physiognomie einer Provinz des Reiches an. Von der ersten Verwaltungseinheit, dem bosnischen Sandzak (bereits 1463 gegründet), über eine Reihe anderer, je nach Verlauf der Eroberungen und der Festigung einzelner Territorien schrittweise entstehender Sandzaks, wurde 1580 der bosnische Paschaluk gegründet. Dessen Gebiet erstreckte sich zu Beginn weit über die Grenzen des heutigen Bosnien-Herzegowina hinaus, um sich in späteren Jahrhunderten, mit dem Verfall der türkischen Macht und dem Verlust eroberter Gebiete, in etwa auf die heutigen Grenzen Bosnien-Herzegowinas zurückzuziehen.


    2. Einleitung

    Die Eroberung vom größten Teil des mittelalterlichen Königreichs Bosniens durch Sultan Mehmet II. war vermutlich nicht der erste Kontakt bosnischer Bewohner mit dem Islam. Die frühe arabische Expansion im Mittelmeerraum durfte sowohl einige muslimische Kauflaute als auch Räuber an die Küste Dalmatiens geführt haben. Der Sklavenhandel brachte bosnische Sklaven im Spätmittelalter übers ganze westliche Mittelmeer. Ob es jedoch Sklaven gab die durch den Übertritt zum Islam freigelassen wurden und dann in ihre Heimat zurückkehrten kann man nur spekulieren. Die historische Bedeutung solcher Kontakte kann mit guten Gewissen als sehr gering eingeschätzt werden denn Kontakte sind eins, massenhafte Konversion etwas anderes.
    Die massenhafte Konversion eines großen Teils der bosnischen Bevölkerung unter den Osmanen ist das wichtigste und entscheidendste Charakteristikum in der neuzeitlichen Geschichte Bosniens.

    Über die Gründe für diesen Religionswechsel und über die Frage wie dieser Prozess vor sich ging sind zahlreiche Theorien aber auch Mythen entstanden. Auch heute noch ist dies ein heikles Thema in der Diskussion über die Geschichte des Landes.
    Bis die Historiker in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts ernsthafte Studien osmanischer Verwaltungsakten unternahmen, stand wesentliches Material gar nicht zur Verfügung.
    So konnten in den letzten Jahrzehnten durch fundierte Vorstellungen einige der am weitesten verbreiteten Mythen begraben werden.


    4.a) Die Islamisierung, Vorwort

    Die erste Spaltung in der Religion der damaligen Bewohner Bosniens kam mit der Ankunft der katholischen Missionare aus Dalmatien, und der byzantinischen vom Osten. Die Kluft zwischen der katholischen und der orthodoxen Religion vertiefte sich besonders im 12. Jahrhundert als der serbisch-orthodoxe Mönch Sava die Kirche nach den Weisungen seiner Lehrer, der griechischen Mönche vom Berg Athos, reformierte.
    Die dritte Gruppe der Christen waren Angehörige der bosnischen Kirche.
    Mit der Ankunft der Osmanen änderte sich das religiöse und ethnische Bild Bosniens völlig. Das Ziel der Osmanen war nicht die Assimilation bzw. die Verbreitung des Islam, sondern die Unterjochung des Landes. Dadurch konnten sich die bosnischen Menschen anpassen und ihre Lebensart und Bräuche weiter aufrechterhalten.

    Im Osmanischen Reich wurden die Nichtmoslems in Götzendiener und die Kitabi eingeteilt. Unter dem Namen Kitabi wurden alle zusammengefasst die eine geschriebene Offenbarung (Kitab) empfangen haben. Den unterworfenen Götzendienern ließ man die Wahl zwischen der Bekehrung zum Islam und dem Tode. Die unterworfenen Christen konnten durch die Zahlung einer Kopfsteuer dem Tode entgehen und ihrer Lehre treu bleiben.

    Die Gründe für den Übertritt eines großen Teil der bosnischen Bevölkerung zum Islam und die Frage wie dieser Prozess vor sich ging, sind deswegen auch heute noch eine heikle Angelegenheit. Von einigen Autoren wurde betont, dass die bosnischen Adligen zum Islam übergetreten waren um sich ihre ökonomischen Privilegien zu sichern und um ihre Güter behalten zu können. Eine andere Gruppe von Autoren wies daraufhin, dass die alten Konflikte zwischen Katholiken und Anhängern der bosnischen Kirche – zwischen Ungarn und Kroatien auf der einen und Bosnien auf der anderen Seite – zu diesem Islamisierungsprozess beigetragen haben.
    Die genauen Vorgänge des Islamisierungsprozesses, sowie die Gründe für die Konvertierung der Bosnier zum Islam werden in nächsten Kapitel näher beleuchtet.


    4.b) Die möglichen Konvertierungsursachen

    Über die Islamisierung, als wichtigstes Charakteristikum bosnischer Geschichte der Neuzeit, sind viele Mythen entstanden. Die meisten darüber wie und wann es zu der Islamisierung kam. Tatsache ist jedoch, dass bis in die vierziger Jahren des 20. Jahrhundert gar keine ernsthaften Analysen der osmanischen Verwaltungsurkunden angestellt wurden. In den letzten Jahrzehnten entstanden jedoch fundierte Vorstellungen darüber, wodurch einige der am meisten verbreiteten Mythen und Märchen begraben wurden. Die besten Informationen dazu lieferten die osmanischen Steuerlisten (defter), die den Grundbesitz registrierten und die Menschen nach ihrer Religion einteilten. Dadurch entstand ein ziemlich genaues Bild über die Ausbreitung des Islam in Bosnien.

    Zwei der wichtigsten und sich widersprechenden Stereotypen über das Vordringen der orientalisch-islamischen Zivilisation nach Bosnien und die Islamisierung, sind jenes von der zwangsweisen Massenislamisierung und das Märchen von Bogumilen, oder Mitgliedern der bosnischen Kirche welche geschlossen und freiwillig zum Islam übergetreten sein sollen.
    Was das erste Stereotyp betrifft, ist folgendes zu sagen: Wenn wir auch den prinzipiellen Standpunkt des Koran unbeachtet lassen, der das Aufzwingen der Religion durch Gewalt gegenüber anderen „Religionen des Buches“ verbietet, und uns ständig alle Schrecken des durch die türkische Invasion hervorgerufenen Schocks vor Augen führen, so bleibt immer die Tatsache bestehen, dass die systemimmanenten Mittel, derer sich die osmanische Herrschaft zur Integration der neuen Länder bediente, alles andere als eine sprachliche, religiöse und ethnische Zwangsassimilierung war. Um dies zu verstehen braucht man nur Balkanländer die Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft standen, wie Serbien, Bulgarien oder Griechenland zu bereisen, um zu verstehen, dass keine Assimilierungspolitik seitens osmanischer Verwaltung durchgeführt wurde.

    Auch wenn man außer Acht lässt, dass ein Großteil der Bosnier zum Zeitpunkt der osmanischen Eroberung dem katholischen Glauben angehörte – zur Zeit des letzten bosnischen Königs Stjepan Tomasevic, welcher Mitglieder der bosnischen Kirche verfolgen ließ, und zur Zeit seines Vorgängers, konnten die Franziskaner die ersten großen missionarischen Erfolge verbuchen (nicht zuletzt wegen des Verzichts auf inquisitorische Maßnahmen); auch die Tatsache, dass die beliebte Königin Katharina den katholischen Glauben angenommen hatte, bewegte viele krstjani dazu ihren Glauben zu wechseln - bleiben immer noch die osmanischen Steuerlisten die bezeugen, dass die Konvertierung zum Islam langsam verlief, vieler Generationen bedurfte und keine Sache des Massenübertritts von wem auch immer war.
    Auch die Vorstellung, es habe zu dieser Zeit eine Massenansiedlung von Muslimen aus dem Ausland gegeben, kann mit ruhigen Gewissen fallengelassen werden. Zwar siedelten die Osmanen Türken in anderen Teilen der Balkanhalbinsel an, doch diese Politik wurde nicht in Bosnien angewendet. Das geht deutlich aus den Steuerlisten hervor.

    Klar spielte die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage eine Rolle beim Übertritt zum Islam (diese Theorie ist zu allgemein um widerlegt zu werden), doch die allseits beliebte Theorie die Menschen hätten den Islam angenommen um der jährlich zu bezahlenden Kopfsteuer für Christen zu entgehen muss ebenfalls fallengelassen werden. Diese Steuer betrug im 16. Jahrhundert jährlich 4 Dukaten für die Reichen, 2 Dukaten für die Mittleren und 1 Dukat für die Armen. Zum Vergleich: zu dieser Zeit konnte man mit einem venezianischen Dukaten in Venedig ungefähr 20 Kilo Weizen kaufen, mit einem österreichischen Dukaten etwas mehr. Dieser Tarif konnte jedoch in Kriegszeiten erhöht werden. Viele der trübsinnigen Berichte über unterdrückte Christen in Bosnien stammen aus Zeiten in denen Steuern für Feldzüge gegen die Venezianer oder die Habsburger stark angehoben wurden. Doch in Kriegszeiten konnten diese Steuern auch auf Muslime ausgeweitet werden. Ihnen zu entgehen kann also kein allzu starker Grund für eine Konversion gewesen sein. Man muss auch erwähnen, dass die Muslime im Unterschied zu den Christen, den Zakat (bosnisch Zekjat) zahlen mussten. Dies war die Almosenabgabe die zu den grundlegenden Verpflichtungen im Islam gehört.

    Die Psychologie des Übertritts zum Islam ist leichter zu verstehen wenn man sich klarmacht, dass der Katholizismus in vielen Teilen Bosniens kaum von einer Kirchenorganisation gestützt war.

    Wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass sich der katholische Glaube sozusagen erst am Vorabend der türkischen Eroberung so richtig durchsetzte und viele ehemalige Anhänger der bosnischen Kirche durch die repressive Politik des letzten bosnischen Königs ihnen gegenüber – die bosnische Kirche war zu dieser Zeit stark mit dem gegen den Herrscher rebellierenden Adel verbunden , so dass während der entsprechenden Gegenmaßnahmen auch die bosnische Kirche betroffen wurde – zu einem Übertritt zum Katholizismus gezwungen oder vertrieben wurden, dann rundet sich das Bild langsam ab.
    Der letzte bosnische König Stjepan Tomasevic verlor, die aus religiösen Gründen für Ungarn wichtige und unter seiner Herrschaft stehende, serbische Stadt Smederevo an die Türken. Die ungarischen Herrscher sahen in diesem Verlust einen Verrat des bosnischen Königs. Um sich von der „Schuld“ des Verrats reinzuwaschen bzw. um seine Treue an die römisch-katholische Kirche und den Papst zu beteuern, vertrieb König Tomasevic alle „Häretiker“, die nicht konvertieren wollten. Man spricht von 42 000 vertriebenen aus Bosnien und 36 000 islamisierten „Häretikern“. Dem kroatischen Historiker Ivo Pilar nach wurden die geflüchteten krstjani zu Verbündeten der Osmanen, die den Vertriebenen die Rückkehr nach Bosnien und den zum Katholizismus Konvertierten die Glaubensfreiheit versprachen.

    Ein Grund für die Islamisierung Bosniens konnten auch die diskriminierenden Gesetze für Nichtmuslime sein, der Kanun-i Rajah. Zum Beispiel durften sie kein Pferd reiten und keine Waffen tragen. Auch die Kleidung der Muslime war für die Christen verboten. Diese Gesetze wurden jedoch kaum befolgt. Quellen aus dem 17. Jahrhundert zeigen, dass sich christliche Priester und Kaufleute fast genauso kleideten wie die Muslime, Waffen trugen und auf Pferden ritten. Andere Verbote, wie das, christliche Kirchen zu bauen oder zu reparieren, wurden aufgehoben, entweder durch eine Sondergenehmigung oder durch das allgemeine Privileg, das den Franziskanern einmal eingeräumt und dann von jedem Sultan bestätigt wurde. Dieses Privileg wird im Kapitel über die Stellung der christlichen Bevölkerung näher behandelt. Trotzdem war offensichtlich, dass christliche Rajah muslimischen Höhergestellten Ehrerbietung und Unterordnung schuldeten, nicht nur, weil sie einen höheren sozialen Rang einnahmen, sondern auch, weil sie Muslime waren. Das wichtigste Prinzip jedoch konnte die Tatsache sein, dass Christen nicht gegen Muslime Klage erheben konnten, und dass ihre Aussage vor Gericht nicht gegen Muslime verwendet wurde. Dies konnte ein Grund für den Glaubenswechsel sein denn es durfte sicherlich als bitter empfunden worden sein, wenn die betroffenen Christen und Muslime gesellschaftlich auf derselben Stufe standen – wenn beide Städter oder beide Dorfbewohner waren.

    Die meisten der großen Städte, die sich auf der osmanischen Balkanhalbinsel entwickelten, waren vorwiegend muslimisch und voll von muslimischen Einrichtungen und Bauten. Orte die Sitz eines Sandzak-Begs wurden, wie Banja Luka, Travnik und Livno entwickelten schneller einen muslimischen Charakter. In Mostar und Sarajevo jedoch, die sich überhaupt erst Mitte des 15. Jahrhunderts zu entwickeln begannen, war der Islam von dem Augenblick an, als die Türken kamen, überwältigend präsent.

    In Bosnien führten alle Wege nach Sarajevo welches die größte Stadt Bosniens war und auch heute noch ist. Die Stadt war von allen Seiten des Landes gut erreichbar. Die Stadt wurde im Miljacka-Tal errichtet. In der Talsohle wurde das Handelszentrum, genannt carsija (Markt), gebaut, und auf Berghängen dicht aneinandergereiht die Stadtviertel. Zur Zeit der napoleonischen Kriege hatte Sarajevo ca. 80 000 Einwohner. Gegründet wurde es von Isa Beg Ishakovic im Jahre 1457. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einer ausgeprägt orientalischen Stadt, und zum Zentrum von Macht und Reichtum, voller schöner Häuser und Gärten, Moscheen, Kasernen, Bäder und Konaks (eine Art Motel). Sarajevo war ein Knotenpunkt im Handel zwischen Ost und West. In türkischen Quellen wurde die Stadt als „Kriegsherd und Perle unter anderen Städten“ bezeichnet, in serbischen Kirchennotizen als „von Gott begnadetes Fleckchen“.
    Seine Blütezeit, sowohl in kultureller als auch in architektonischer Hinsicht, erlebte Sarajevo zwischen 1521 und 1541, als Husrev Beg Statthalter des Sanzdak Bosnien war.

    Husrev Beg war Sohn eines Konvertiten aus der Region Trebinje in der Herzegowina. Er baute die schöne Moschee, die seinen Titel trägt („Begova Dzamija“, „die Moschee des Beg“), eine Medresse (islamische Schule), eine Bibliothek, ein Hamam, zwei Hans (Gasthöfe) und einen bedeutenden Tuchmarkt. Es war üblich, dass reiche Männer Ländereien auf Dauer vergaben, damit Institutionen dieser Art Einkommen und Unterhalt hatten. Diese Art frommer Stiftung (sowohl türkisch als auch bosnisch Vakuf genannt) war lebenswichtig für die Entwicklung aller osmanischen Städte und trug dazu bei, die Einrichtungen der Stadt mit denen des Islam zu verknüpfen und verflechten. Gazi Husrev-Begs Vakuf war der reichste von allen und bestand bis ins 20. Jahrhundert. Um 1530 beherbergte die Stadt eine durchweg muslimische Bevölkerung. Ihr zunehmender Einfluss auf die Umgebung zeigt sich in der Tatsache, dass 46 % des dazugehörenden Verwaltungsbezirks auch muslimisch waren. Die Einwohner Sarajevos genossen verschiedene Privilegien und Steuerermäßigungen. Einige Historiker sind sogar der Ansicht, dass Sarajevo eine freie Stadt oder Stadtrepublik war. Das Leben dort war ein verhältnismäßig gutes, nicht nur nach den Maßstäben der Balkanhalbinsel.
    Es ist also verständlich, dass viele Bosnier gern zum Islam übertraten, um daran teilzuhaben.

    Ein weiterer Faktor spielte schließlich noch eine Rolle bei der Islamisierung Bosniens: der Zustrom bereits islamisierter Slawen (aber keine Türken) von außerhalb der Grenzen Bosniens. Einige kamen schon in den ersten Jahren als Spahis aus Serbien, Makedonien und Bulgarien. Aber in größerer Zahl kamen sie Ende des 17. Jahrhunderts, als der Rückzug der Osmanen aus Regionen in Dalmatien, Kroatien, Slawonien und Ungarn, die sie lange besetzt gehalten hatten, viele muslimische Bewohner dieser Gegenden mitriss. Einige der Familien waren zweifellos selbst bosnischer Abstammung. Ihre Vorfahren hatte sich nach osmanischen Eroberungen als Spahis dort niedergelassen. Mit den neuen Zuzug wuchs die muslimisch slawische Bevölkerung Bosniens.


    ZUSAMMENFASSUNG

    Es war deutlich zu erkennen, dass die Gründe für die Islamisierung Bosniens vielschichtig waren. Zum einen spielten die diskriminierenden Gesetze gegenüber der christlichen Bevölkerung eine Rolle und zum anderen die Anziehungskraft des Islam und des damit verbundenen Wohlstand in den muslimisch dominierten Städten. Die sich rasch entwickelnden Städte wurden zu Zentren der islamischen Kultur und Religion in denen die Menschen eher dazu neigten den Islam anzunehmen. Der wichtigste Grund für das Aufgeben des Christentum und den Übertritt zum Islam scheint die mangelnde kirchliche Organisation des Christentums gewesen zu sein. Die bosnische Kirche war zum Zeitpunkt der Eroberung durch die Osmanen kaum präsent und die katholische hatte keine sehr lange Tradition in Bosnien.

    Die ländlichen Gebiete Bosniens wurden kaum von Priestern versorgt. Hier war das Christentum kaum mehr als eine Handvoll volkstümlichen Bräuche und Zeremonien. Vom volkstümlichen Christentum zum volkstümlichen Islam war kein großer Schritt. Ohne die lenkende Präsenz einer Kirche, die vor der Gefahr für die unsterbliche Seele gewarnt hätte, ließ sich der Übergang leicht vollziehen.

    Eine Zwangsislamisierung sowie eine mögliche Massenkonvertierung können auf jeden Fall ausgeschlossen werden. Der Islamisierungsprozess dauerte zog sich über mehrere Generationen dahin und das Osmanische Reich befolgte keine bewusste Islamisierungspolitik. Pastir
    19.12.05, 02:00

    ÜBER DIE STELLUNG DER CHRISTEN IN OTTOMANISCHEN BOSNIEN:



    5a.) Stellung der Christen im osmanischen Bosnien, allgemein

    Im 17. Jahrhundert war die osmanische Vasallenkavallerie aus dem alten Lehnssystem militärisch überholt. Viel wichtiger wurden Infanteriesoldaten mit modernen Feuerwaffen sowie die Artillerie. Man brauchte Geld um die Soldaten zu bezahlen. Deswegen wurden die Timar-Lehen der Feudalzeit bei ihrem Rückfall in eine Kombination von Privatbesitz und Steuerpachtung verwandelt. Dadurch veränderte sich die osmanische Gesellschaft in der Provinz vollkommen. Während Abgaben von Bargeld früher nur Notmaßnahmen waren, wurden sie nun zur Regel. Sowohl die Steuerpächter als auch Istanbul erfanden eine Vielzahl von neuen Steuern und förderten Armut und häufige Unruhen. Viele Bauern verließen ihre Höfe und wurden zu Banditen. Das Reich verrottete im Innern.
    Dazu kam es alle zwei Generationen zu einem größeren Krieg. So verwickelten sich die Osmanen in den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts in einen langen Krieg gegen Venedig, der bis 1669 dauerte. Da Bosnien direkt an venezianisches Gebiet angrenzte wurde es von diesem Krieg enorm belastet. Zusätzlich zu den neuen Steuern kam eine Inflation dazu.
    Der Krieg und die damit verbundenen Verwüstungen wirkten sich auch direkt auf die christliche Bevölkerung Bosniens aus. So berichtete der katholische Bischof Marijan Maravic im Jahre 1655, dass mehr als 2000 katholische Familien „im Gegenwärtigen Krieg“ aus Bosnien geflohen sind.
    Der entscheidende Krieg von dem sich das osmanische Reich nie wieder ganz erholte, war der gegen die Habsburger von 1683 – 1699. Das Jahr 1683 verlief für die Osmanen katastrophal.
    Die Habsburger eroberten die osmanischen Gebiete Ungarns so, dass Tausende von Spahis und ungarischen Bauern, welche zum Islam übergetreten waren, ihre Höfe aufgeben mussten und südwärts auf bosnischen Territorium flohen.
    Gleichzeitig vertrieben habsburgische Kräfte die Muslime aus der Lika im heutigen Kroatien, dem westlichsten Teil der damaligen osmanischen Provinz Bosnien. Bis 1687 waren rund 30000 vertrieben und die 1700 Zurückgebliebenen wurden gezwungen zum Katholizismus überzutreten. Dieser Flüchtlingsstrom wirkte sich auf Umfang und Zusammensetzung der bosnischen Bevölkerung aus. Man schätze, dass durch diesen Krieg insgesamt 130 000 Muslime nach Bosnien kamen.
    Einige von den Flüchtlingen, vor allem Spahis, die alles verloren hatten, waren sehr verbittert. Wahrscheinlich entstand mit ihnen die neue Feindseeligkeit gegen das Christentum in Bosnien.

    Die Begleiterscheinungen dieses sozial und ökonomisch regressiven Prozesses sind größer werdende Antagonismen zwischen Christentum und Islam. Die hartnäckigen Versuche Österreichs, Russlands und Venedigs, die christliche Bevölkerung (katholische und orthodoxe) Bosniens und der Herzegowina für ihre Ziele und Aktionen zu gewinnen arteten in einem immer größer werdendem Unmut der einheimischen muslimischen Bevölkerung gegenüber Christen. Nach erfolglosen Aktionen türkischer Truppen gegen venezianische Besitzungen in Dalmatien gelang es den Venezianern eine Reihe von Orten zu besetzen die heute kroatisches Territorium sind (Zemunik, Novi Grad, Obrovac, Karin, Nadin, Ostrovica, Solin und Klis). Da die Verteidigung dieser Gebiete für die Venezianer zu einem Problem wurden zogen sie unter falschen Versprechungen eine Vielzahl an christlichen Flüchtlingen aus Bosnien und Herzegowina an, und bemühten sich diese als Grenzkämpfer zu gewinnen. Unter diesem venezianischen „Spezialkrieg“ (räuberische Einfälle der Grenzkämpfer auf bosnisches Territorium), durch den das osmanische Reich nur indirekten Schaden davon trug, litt hauptsächlich die einheimische Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze, sowohl

    Der Krieg gegen die Habsburger aus dem Jahre 1788 hatte ernsthaftere Folgen als alle bisherigen. Joseph II. von Österreich und Katharina die Große von Russland waren übereingekommen, den Osmanen die Länder auf der Balkanhalbinsel abzunehmen und sie untereinander aufzuteilen. Darin war das geopolitische Muster festgelegt welches schließlich dazu führte, dass 1878 die k.u.k. Bosnien besetzte und es 30 Jahre später annektierte. Zu Beginn des Krieges von 1788 zeigte Joseph II., dass er ernsthaft an Herrschaft dachte, nicht nur an Eroberung, als er verkündete, dass er bereit sei, allen Muslimen Religionsfreiheit zu gewähren wenn sie die Waffen niederlegten. So marschierten Anfang 1788 österreichische Truppen in Bosnien ein, aber ihre Träume von einem begeisterten Empfang als Befreier erfüllten sich nicht. Eine kleine Zahl von Bosniern meldete sich freiwillig zur Österreichischen Armee. Aber im übrigen leisteten bosnische Christen (hauptsächlich orthodoxe) wie Muslime in der Grenzregion hartnäckig Widerstand gegen die Österreicher, und die Armee der Habsburger blieb in einer fünfmonatigen Belagerung der Festung Dubica stecken.
    Im folgenden Jahr waren dann die Österreicher besser organisiert und überrannten fast ganz Bosnien. Der diplomatische Druck der anderen europäischen Großmächte zwang die Habsburger jedoch ihre Armee zurückzuziehen. Dafür musste der Sultan dem österreichischen Kaiser den offiziellen Status eines „Protektor“ der Christen unter osmanischer Herrschaft gewähren.

    Die steuerliche Last der Kriege, die das Osmanische Reich an anderen Orten führte, trug die gesamte Provinz, da jedoch die christliche Bevölkerung von einem Kriegsdienst befreit war, trugen nur die Muslime die militärische Last dieser Kriege. Die Bedeutung der bosnischen Streitkräfte für die osmanische Armee zeigt sich in einer Liste von 1553 bosnischen Spahis, die im Russlandfeldzug von 1711 Dienst taten. Jeder dieser Feudalherren nahm eine Gefolgschaft von Dienstmannen mit. Von den Kämpfen in Persien kehrten 1727 von 5200 muslimischen Männern nur 500 zurück.

    Eingespannt in fremde Interessen und Pläne glitt Bosnien und Herzegowina in immer mehr größer werdende ökonomische und kulturelle Rückständigkeit und vor allem geistige Gespaltenheit. Die Widersprüche zwischen Muslimen, Orthodoxen und Katholiken wurden immer größer.






    5.b) Der Kontext der bosniakisch-muslimischen Kultur

    Die Islamisierung von einem großen Teil der bosnischen Bevölkerung fand auch einen tiefen Eingang in die soziale Hierarchie. Aus diesem Grund konnte die orientalische Kultur starke Wurzeln schlagen, wobei sie mit ihrem Geist teilweise auch das Alltagsleben und künstlerische Schaffen der nichtmuslimischen Bevölkerungsanteile durchdrang.
    Dies wurde vor allem an der großen Anzahl hervorragender Bauwerke sichtbar. Es wurden auch Grund- und Mittelschulen gegründet in denen die geistigen und wissenschaftlichen Disziplinen des Islam gelehrt wurden.
    Ab dem 18. Jahrhundert, als das Osmanische Reich einem raschen Verfall entgegenstrebt, die Expansionskraft verliert und der bosnische Paschaluk nach der erfolglosen Belagerung Wiens zur Grenzzone des Reiches wird, begann die Dekadent dieser Kultur, was sich zuallererst an den immer ärmer werdenden Formen der Monumentalkunst ablesen lässt. Gleichzeitig entwickelt sich durch diese Dekadenz und geistige Entfernung vom kulturellen Mutterland auf dem Gebiet des Schriftwesens und der Literatur ein der Kulturtradition der Muslime sehr wichtiges Phänomen – die Aljamiado-Literatur (Literatur in der Muttersprache und in arabischer Schrift).
    Die größte Konzentration und den stärksten Aufschwung der orientalischen Kultur erlebten die Städte. Die schönsten Kulturdenkmäler dieser Epoche finden wir in der Monumentalarchitektur und im sakralen und profanen Bauwesen, in zahlreichen Moscheen, Grabdenkmälern, Springbrunnen, Herbergen, Schul-, Verwaltungs- und Wohnbauten, Markthallen, öffentlichen Bädern, Uhrtürmen, Brunnen und nicht zuletzt Brücken. Die größten und bekanntesten dieser Brücken entstanden im 16. Jahrhundert.


    5.c) Der Kontext der kroatisch-katholischen Kultur

    Dass kein allgemeiner Zwang auf Einzelne ausgeübt wurde den katholischen Glauben aufzugeben heißt nicht, dass die christlichen Kirchen nicht behindert und unter Druck gesetzt wurden. Gerade die katholische Kirche wurde, obwohl sie den für die Fortführung ihrer Arbeit notwendigen Rechtsstatus bekam, mit tiefen Misstrauen beobachtet.
    Ihre Priester galten als potentielle Spione fremder Mächte, und das nicht ohne Grund: ein venezianischer Regierungsbeauftragter verzeichnete im Jahre 1500 einen Bericht aus dem ersichtlich wurde, dass manche Franziskaner die militärischen Absichten der Osmanen analysierten.

    Unmittelbar nach der osmanischen Eroberung Bosniens war die Lage der katholischen Kirche Bosnien und Herzegowinas ziemlich bedrückend. Kirchen und Klöster wurden zerstört. Ein Teil des Glaubensvolks floh auf das von Ungarn gehaltene Territorium. Die Franziskanerinstitution stand vor einem drohenden Untergang. In dieser Situation kam es im Frühsommer 1463 zu einem denkwürdigen Ereignis – zur Begegnung des bosnischen Kustoden Petar Andjelo Zvizdovic mit Sultan Mehmed el Fatih im Feldlager von Miodraz. Der osmanische Herrscher, vielleicht der mächtigste Mann seiner Zeit, stand vor der Wahl, nämlich: entweder diesem armseligen ruhhan („Geist“) jegliche Bedeutung und Identität abzusprechen oder sie, so marginal und ungefährlich sie war, anzuerkennen und zu unterstützen. Das Resultat dieses Treffens war eine Sultansurkunde, mit der bosnischen Franziskanern und Katholiken das Recht auf religiöse (eo ipso: kulturelle, politische, ethnische) Identität auf ihr Leben garantiert wurde.
    Dieser kaiserliche Befehl begründete trotz vieler späterer Verletzungen den Rechtsstatus der Franziskaner und des katholischen, später kroatischen Volkes Bosniens und der Herzegowina.

    Als im September 1697 Prinz Eugen von Savoyen den Osmanen eine schwere Niederlage bei Zenta zufügte, stieß er mit erstaunlicher Geschwindigkeit mit einer kleinen Armee von 6000 Mann ins Herz Bosniens vor. Das war ein Kriegszug, in dem dort, wo das Heer vorbeikam, alles geplündert, niedergebrannt und ausgemerzt wurde.
    Am 22. Oktober erreichten sie Sarajevo. Die Stadt wurde völlig niedergebrannt. Prinz Eugen hielt in seinem militärischen Tagebuch folgendes fest:

    „Ich machte Front zur Rechten der Stadt und entsandte eine Abteilung zum Plündern; die Türken hatten zwar ihre besten Sachen in Sicherheit gebracht, aber es fand sich noch genügend Beute. Gegen Abend brach ein Feuer aus. Die Stadt ist groß und völlig offen und hat 120 schöne Moscheen...Man hat die Stadt völlig niedergebrannt und auch die ganze Umgebung. Unsere Trupps, die den Feind verfolgten, haben Beute eingebracht, und auch Frauen und Kinder, nachdem sie etliche Türken getötet hatten. Die Christen kommen in großer Zahl, bitten um Schutz und kommen mit all ihrer Habe ins Lager, denn sie wollen das Land verlassen und sich uns anschließen. Ich hoffe alle, die sich in diesen Land befinden, über die Save zurückzuführen.“

    Sarajevo brauchte lange Zeit um sich von diesen Verwüstungen zu erholen. Immerhin soll 1807 die Bevölkerungszahl bei 60 000 gelegen haben. Das ist weniger als vor der Verwüstung von 1697, aber immer noch beeindruckend, wenn man sie vergleicht mit der Einwohnerzahl von Belgrad 1838 (12 963) oder Zagreb 1851 (14 000).

    Für die bosnischen Katholiken, vor allem für die Mittelschicht, stellten diese Ereignisse eine wahre Katastrophe dar, von der sie sich lange nicht erholen konnten. Aus Angst vor Rache verließ ein grossteil der katholischen Bevölkerung Mittel- und Nordbosnien. Die Ausmaße und Tiefe dieser Katastrophe kann man nur erahnen. Nach dem Rückzug des Savoyarden blieben in Bosnien nicht einmal 30 000 Katholiken.

    Von besonderer Bedeutung im kulturellen Leben der katholischen Bosnier (heute Kroaten) war das Wirken der bosnischen Franziskaner bzw. ihres Ordenstaates Bosna Argentina, das sich unter komplexen historischen Umständen zu einer Organisationsform entwickelt, die im System der katholischen Kirche eine absolute Ausnahme darstellt. Überdies ist es in der Geschichte Bosniens die einzige Institution, die eine Kontinuität mit dem Mittelalter und dem bosnischen Königtum aufrechterhält.
    Die reguläre Hierarchie der katholischen Kirche wurde erst 1881 in Bosnien eingeführt, nachdem Österreich-Ungarn Bosnien von den Osmanen übernommen hatte. Der neuernannte Bischof (Josip Stadler) versuchte sofort, alle Pfarren von den Franziskanern zu übernehmen. Dieser damals aufgebrochene Gegensatz zwischen diesen beiden kirchlichen Strukturen ist bis heute nicht überwunden und geht zuweilen in heftige und offene Konflikte über.

    Die bedeutendste kulturelle Leistung der katholisch-bosnischen Bevölkerung in diesem Zeitraum war die literarische Tätigkeit der Franziskaner. Diese gehörten damals zu den gebildetesten Menschen Bosniens. Der Begründer der Franziskanerliteratur war Matija Divkovic (1563 – 1631). Wenn man von Divkovic als Begründer spricht, denkt man in erster Linie an jenen wichtigen Zweig dieser Literatur, der in der Volkssprache und nach den Bedürfnissen des Volkes entstand.
    Die Lage der Franziskaner, die nicht zuletzt durch ihre Ablehnung der inquisitorischen Maßnahmen im 13. Jahrhundert eine gute Beziehung zur bosnischen Bevölkerung geknüpft hatten, verschärfte sich zunehmend ab dem Zeitpunkt, als das Osmanische Reich innerlich schwächer wurde und auf militärischen Gebiet entscheidende Schlachten, wie jene vor Wien (1683), verlor.
    Als Österreich seine politische Propaganda und nachrichtendienstliche Aktivität in Bosnien und Herzegowina verstärkte, wobei man sich der Missstimmung der Franziskaner und Katholiken gegenüber der osmanischen Regierung bediente, verschlechterte sich ihre Lage noch mehr.


    5.d) Der Kontext der serbisch-orthodoxen Kultur

    Die damaligen Vorläufer der heutigen serbisch-orthodoxen Kirche waren vor der Ankunft der Osmanen auf dem Gebiet des eigentlichen Bosnien kaum aktiv. In der Herzegowina hatte eine viel größere Gewichtung. Im 14. und 15. Jahrhundert waren die meisten Adligen in der Herzegowina orthodoxe Christen, und damit vermutlich die Mehrheit der Bevölkerung ebenfalls. In dem von starken katholischen Aktivitäten geprägten Jahrhundert vor der osmanischen Eroberung gewann die katholische Kirche in der Herzegowina zwischenzeitlich an Boden und errichtete vier Franziskanerklöster. Im 16. und 17. Jahrhundert nahm dieser Einfluss vor allem in der östlichen Herzegowina wieder ab.
    Einige katholische Berichte aus den fünfziger Jahren des 15. Jahrhunderts sprechen von einem Wettstreit der beiden Kirchen um die Seelen, aber das spiegelt vor allem zwei Dinge: wie weit die Franziskaner in die Herzegowina eingedrungen waren, und dass sie mit den Orthodoxen um die Reste der bosnischen Kirche konkurrierten.
    Nach der Ankunft der Osmanen änderte sich das Bild jedoch schnell. Von etwa 1480 an werden orthodoxe Priester und Gläubige in vielen Teilen Bosniens erwähnt, wo vorher nie von ihnen die Rede war.
    Im 16. Jahrhundert wurden mehrere orthodoxe Klöster errichtet (Tavna, Lomnica, Papraca, Ozren und Gostovic). Diese Neugründungen sind besonders überraschend, wenn man bedenkt, dass der Kanun-i Rajah den Bau neuer Kirchen verbot. Die osmanischen Behörden haben offenbar jedes Mal eine besondere Genehmigung erteilt.

    Das Leben der bosnisch-herzegowinischen Orthodoxen (Serben) wurde, sowohl politisch als auch kulturell, von der Zugehörigkeit zur nationalen serbisch-orthodoxen Kirche geprägt.
    Die erste Periode der osmanischen Herrschaft (16. und 17. Jahrhundert) war eine Zeit lebhafter Aktivität in Religion, Kirchenbau, Kultur und Bildung. Neue Kirchengemeinden wurden gegründet.
    Gegen das 18. Jahrhundert zu, als die Rolle des Osmanischen Reiches auf der internationalen Bühne rasch an Bedeutung verlor und Österreich und Russland sich immer stärker in die Balkanpolitik einmischen, begannen die Patriarchen von Pec eine antiosmanische Politik zu betreiben, wobei sie sich an österreichische und russische politische Kombinationen anschlossen. Deshalb wurde das Patriarchat im Jahr 1766 aufgehoben. Ab dieser Zeit verschlechterte sich die allgemeine Lage der orthodoxen Bevölkerung.
    Nach der Aufhebung des Patriarchats von Pec wurden alle wichtigen Kirchenpositionen nicht mehr mit einheimischer Priesterschaft, sondern mit griechischen Klerus besetzt. Diese kümmerten sich im großen und ganzen nur um die Mehrung ihres Besitzes und trugen (da sie bis zum Ende der osmanischen Herrschaft in Bosnien verblieben) erheblich zur kulturellen Stagnation ihres Kirchenvolks bei.

    Obwohl die orthodoxe Kirche auch unter Demütigungen und Bedrückungen zu leiden hatte, kann man sicher sagen, dass die orthodoxe Kirche vom osmanischen Regime im Vergleich zur katholischen begünstigt wurde. Für ihre Gläubigen lagen die Ursprünge der religiösen Autorität innerhalb des osmanischen Reiches. Die Katholiken suchten ihre Außerhalb und waren sicher eher geneigt, die Eroberung Bosniens durch eine katholische Macht als Befreiung anzusehen.

    Die Stellung der serbisch orthodoxen Kirche wurde durch die allgemeine Haltung der Hohen Pforte gegenüber der Ostkirche bestimmt, die nach der Eroberung Konstantinopels (1453) von Mehmet II. dem Eroberer festgelegt worden war.


    5.e) Juden und Roma in Bosnien

    Von zwei Bevölkerungsteilen war bisher noch kaum die Rede, obwohl sie schon früh in Bosnien präsent waren: den Roma, die wahrscheinlich vor der osmanischen Eroberung da waren, und den Juden, die innerhalb des ersten Jahrhunderts der osmanischen Herrschaft kamen.
    Die beiden Bevölkerungsgruppen haben natürlich wenig gemeinsam, abgesehen von der Tatsache, dass sich beide ihre Identität erhalten haben, währen sie über zahlreiche Länder verstreut waren.
    In beiden Fällen ist auch der Unterschied zwischen der Behandlung, die sie im Osmanischen Reich erfahren haben, und der, die ihnen in Nord- und Westeuropa zuteil wurde, verblüffend.
    Diejenigen Autoren, die automatisch von der Grausamkeit und Intoleranz der osmanischen Herrschaft ausgehen, sollten sich die Geschichte dieser beiden Minderheiten einmal genauer ansehen.

    Zuerst wanderten ab dem 15. Jahrhundert Roma zu und ließen sich in fast allen Städten nieder und gründeten eigene Vororte. In der Mitte des 16. Jahrhunderts kam es zu einer Ansiedlung der sephardischen Juden, die aus ihrer Heimat in Spanien durch die Zwangschristianisierung und Unterdrückung durch die römisch-katholische Kirche der Jahre 1492 bis 1496 vertrieben worden waren. Die Sephardim sprachen Ladino (judoö-espanol) und unterschieden sich von den askenasischen Juden, die in kleineren Gruppen oder einzeln wesentlich später, nämlich im 19. Jahrhundert kamen. Die Sephardim siedelten sich in den Städten an und beschäftigten sich mit Handel, Handwerk und Heilkünsten. Sie lebten unhörbar und isoliert, bewahrten ihre Tradition und schufen ihre kulturellen Erzeugnisse in der Muttersprache und auf Hebräisch (seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in der bosnischen Landessprache).

    Pastir
    19.12.05, 02:01

    6.) Bibliographie


    ALBRECHT Wilhelm, Grundriss des osmanischen Staatsrechtes, Berlin 1907.


    BABIC Anto, Uvod u istoriju srednjovjekovne bosanske drzave, in: Akademija nauka i umjetnosti Bosne i Hercegovine (Hrsg.), Bd. 17, Prilozi za istoriju Bosne i Hercegovine i Drustvo i privreda srednjovjekovne bosanske drzave, Sarajevo 1987, S. 11 – 20.


    BABUNA Aydin, Die nationale Entwicklung der bosnischen Muslime, Frankfurt am Main 1996.


    CIRKOVIC Sima, Bosanska crkva u bosanskoj drzavi, in: Akademija nauka i umjetnosti Bosne i Hercegovine (Hrsg.), Bd. 17, Prilozi za istoriju Bosne i Hercegovine i Drustvo i privreda srednjovjekovne bosanske drzave, Sarajevo 1987, S. 191 – 254.


    LOVRENOVIC Ivan, Bosnien und Herzegowina, Eine Kulturgeschichte, Wien – Bozen 1998.


    MALCOLM Noel, Geschichte Bosniens, Frankfurt am Main 1996.


    OKUKA Milos – SOSE Meho, Bosna i Hercegovina prije 100 godina u rijeci i slici, Tuzla 2004.


    STIMAC Zrinka, Die bosnische Kirche, Versuch eines religionswissenschaftlichen Zugangs, Frankfurt am Main 2004

  2. #2
    Stanislav
    Ok das ist eine Sichtweise


    Hier ist eine andere:


    Narod

    Prvi narod u Bosni su Ilirska plemena kao sto su Desidijati, Japodi, Scordisci itd. Opisana su u tim izvorima. Brojne arheoloske iskopine sirom Bosne, govore nam da su se Ilirska plemena po Bosni bavila stocarstvom i to posebno uzgojem ovaca i koza, a Rimski pisani izvori govore nam da su ova Ilirska plemena bila veoma ratoborna... Vec 171 godine prije Isuza Hrista, Japodi vode rat protiv Rima, a i sami naziv Bosna, potice od Ilirske rijeci Bosona. Nakon velike Japodske, Ilirske pobune nad Rimom, koja je pocela oko Varesa i Vranduka, Rimljani ustraseni mobiliziraju 15 Legija od ukupno 25 koliko su ih imali tada i unistavaju skoro potpuno Ilre u Bosni sto se tice Ilirski osobina, Rimski kronicari zabiljezili su sljedece o Boju kada guse posljedna Ilirska plemena Bosne u Citadeli Ardubi, Vranduka:
    Dio pobunjenika kraj Vranduka, svjestan da ce izgubiti bitku protiv Rimljana, odlucuje da se ne preda, vec zene i djeca skacu u vatru zapaljena grada, a muskarci su se medjusobno izboli macevima, naocigled Rimski vojnika.Nakon unistenja do tadasnjega vecinskoga naroda Ilira u Bosni koji su se bili pomijesali sa Keltima ostaje jedan mali broj njiha. U Bosnu dolaze Ghoti, koji rasturaju Rimsku Vojsku, koji ce kasnije ratovati protiv Bizantije. Oni se mijesaju takodzer sa malim brojem Ilira koji je se vec se bio pomijesao sa Keltima. Prije dolazka Slavena, u Bosni je registrirano oko 46 razlicitih vjera koja je ogromna cifra na takom malom prostoru koja prestavlja ta drzava. Veliki senidbeni val je zapljusnuo Bosnu krajem VI vijeka. Na teritoriju Bosne stupaju dvije nove skupine, a to su Avari i Stari Sloveni, Slaveni dolazeci iz pravca sa Karpata a Avari iz pravca Kavkaza. Istorija Avara i Starih Slovena do toga trenutka je bila vrlo isprepletena... bivajuci cesto saveznicima, ali i protivnicima, mada je dokazano da su Avari uvijek bili nadmocniji, iako manje brojniji od Starih Slovena, prvenstveno zahvaljujuci njihovom superiornijem vojnickom umijecu. Avari i Stari Sloveni se naseljuju u nizinskim dijelovima Bosne, a Iliri, koji su se vec ranije krvno izmijesali sa Gotima i Keltima, povlace se u planine.

    Tek kasnije, u dodiru ovih grupa, Slaveni i Avari upoznavaju tekovine staroevropske kulture, a zatim dolazi i do krvnog i etnickog mjesanja stanovnistva i formiranja potpuno zasebnoga antropoloskog tipa stanovnika Bosne, kog karakterisu naglasena korpulentnost i snazni misici. Ono sto karakterise duhovnu stranu Bošnjana toga doba, jeste drugaciji mentalitet u odnosu na svoje susjede, drugaciji odnos prema vjeri, odbojnost prema svakoj vrsti podredjenosti i nasilja, upadljiva srcanost i hrabrost, naglaseno postenje i dobrota, kojim su ih u okruzenju cak i imenovali, te su poznati kao Dobri Bošnjani. Sto se tice vjere, vecinsko Slaveni i Avari, mijesaju se sa zatecenom vijerskom tradicijom. Najpoznatija tadasnja vecinska kultura i religija na ovim prostorima je bila monotesisticka (vjera u jednoga boga) koja je veoma bila poznata po Evropskim zemljama to je rijec o jednoj religiji koja je nastala na podu danasnjega Irana dakle bivse Perzije. Sadrzaj te vjere je bilo u tome da se smatralo da u prirodi postoje dvije sile a to je dobra i zla i da one su uvijek u sukobu. Takodjer, veoma je bitno uociti da Bosanski starosjedioci jos iz kasne antike posjeduju vrlo konkretne forme narodnog organizovanja, cime se jedino moze objasniti cinjenica da Bosanski starosjedioci po smirivanju situacije sa doseljenicima konsoliduju svoju vlast u Bosni, uz neke izmjene, npr. anticke dekucije postaju zupe, princepsi postaju zupani ili knezovi, a arhizupan postaje Ban, koja je rijec Avarskoga porijekla.

    Sve ovo ubrzo rezultira i formiranjem prve Bošnjacke Drzave, u kojoj se prvi pisani tragovi pojavljuju vec 958 godine, kada Bizantijski Car Konstantin Porfirogenet u svome djelu De administrando imperio, opisujuci zemlje nad kojima ima vlast, po prvi put spominje Horion Bosona, sto u prijevodu znaci Zemlja Bosna.

    Povelja Bana Kulina

    Povelja Bosanskoga Bana Kulina je napisana 29. Avgusta 1189. godine na starobosanskom jeziku i Bosanskim pismom Bosancicom. Ovaj dokument je ne samo najstariji, dosad pronadjeni, Bosanski drzavni dokument, nego je Povelja Bosanskoga Bana Kulina i najstariji drzavni dokument, od svih Juznoslovenskih drzava...

    Originalno na Bosantichici, staroga Bosansanskoga Pisma

    ....Ja,Ban Bosanski Kulin prisezaju Tebi,kneze Krvasu i vsim gradjam Dubrovcam,pravi prijatelj biti Vam,od sele i do vijeka,i prav goj drzati s vami i pravu vjeru do kole sam ziv.

    Vsi Dubrovcane kire hode po moemu vladaniju, trgujuce, gdje si kto hoce kretati, gdje si kto mine, pravov vjerov i pravim srcem drzati je, bez vsake zledi, razvje sto mi kto da po svojov voljov poklon, i da im ne bude od mojih castnikov sile, i do kole u mene budu, dati im svijet i pomoc kakore i sebi, kolikore moze, bez vsega zloga primisla. Tako mi Bog pomagaj i sije Sveto Evandjelje.

    Na sadasnjem Bosanskome Jeziku

    ....Ja, Ban Bosanski Kulin, obecavam Tebi kneze Krvasu i svim gradjanima Dubrovcanima pravim Vam prijateljem biti od sada i dovijeka.

    I pravicu drzati sa Vama i pravo povjerenje, dokle budem ziv.

    Svi Dubrovcani koji hode kuda ja vladam, trgujuci, gdje god se zele kretati, gdje god koji hoce, s' pravim povjerenjem i pravim srcem, bez ikakve zlobe, a sta mi ko da svojom voljom kao poklon.

    Nece im biti od mojih casnika sile, i dokle u mene budu, davati cu im pomoc kao i sebi, koliko se moze, bez ikakve zle primisli. Neka mi Bog pomogne i svo Sveto Evandjelje.


    Grb Kotromanica

    Sest originalni Bosanski Ljiljana koji iskljucivo rastu u Bosni, noseci naucno i bijolosko ime Lilium Bosniacum, koje je Tvrtko I stavio na Plavoj Podlozi u obliku stita sa Macem koji razdvaja po tri ljiljana sa svake strane.
    Objavio/la SvIcArAc u 01:59, print, #
    16.07.2006.
    Bosanska Drzava

    U Sarajevskoj dolini, Slavenska plemena su formirala prvo jezgro buduce Bosanske Drzave.
    Na podrucju izmedzu gornjih tokova rijeke Drine i Vrbasa, Bosansko plemstvo ucvrstilo je svoju dinasticku upravu, njihova vladarska titula bila je Ban.

    Prvi Bosanski Vladari
    1154-1167....................Ban Borić (Banos Boricius de Bosnae)
    1167-1180.................... (Bizantijska okupacija)
    1180-1204....................Ban Kulin
    Slabim vezama i nevjeropodlozni Ugarskim i Bizantiskim vladarima. Sa nastankom i Rastom Bosanske Drzave koja se razvija uporedom sa Srpskom Drzavom na Istoku a Hrvatskom na Zapadu, Bosanski narod je zapoceo borbu za svoju politicku i duhovnu samostalnost, Kulin Ban prosiruje Bosansku teritoriju a njegova Banovina zahvaljujuci trgovackim vezama i otvorenosti ekonomsko i kulturno prosperira, Znamenita povelja Kulina Bana iz 1189 godine po Isuzu Hristu (Isau kod Muslimana) kojom on uredzuje trgovacke veze sa Dubrovnikom. Najvazniji Istoriski trag dostignutoj samostalnosti, izgradzenog Bosanskoga Drzavnoga aparata. Uz Ugarsku i Bizantiju koji zele da vladaju Bosnom pojavlja se treci pretendent Rimska Kurija. Kulin Ban i njegovi Podanici su odbili vjeru Rimske Kurije (Katolicanstvo), Ugarski kralj i ne samo on salje tuzbe papi protiv Bosanskoga Bana Kulina da u svoju zemlju prima Gohtsce i Heretike Dalmatinski gradova (Bogumile), kugu Bosansku, ciji on licno je bio pripadnik. On sa svojim Dobrim Bosnjanima (Bogumilima) i celnicima Rimske Kurije, zbog prijetecega vodzenog Krizarskoga Rata nad Bosnom, odrzava na Bilinome Polju (Danasnje mijesto u Zenici), sjednicu u kojoj, on, sa svojim Narodom se slozio da odustane na razvitku Bogumilstva, ali uzalud. Papa je prisiljen da vodi nove Krizarske Ratove nad Bosnom, saljuci svoje misionare u Bosnu nepostize veliki broj prekrsteni Bogumila.

    Bogumili

    Bogumili su Herezi, Dalmatinski gradova koji krajem XII stoljeca tokom vladavine Bosanskoga Bana, Kulina, naseljavaju se u Bosnu.
    Bogumilska vjera, na bazi Krscanska vjera, koja zbog geografske izolacije u Bosni, nije se razvijala ni prema Rimskoj Kuriji dakle Katolicanstvu, niti prema Bizantiji odnosno Ortodoxizmu. Bogumili su ustvari Krscani koji su ostali na bazi Staroga Krscanstva, koji su sacuvali mostove Staroga Krscanstva, kada nije se napravila separacija izmedzu Zapadnoga i Istocnoga Krscanstva. Njihova Vjera dakle Bosanska Crkva, se sastojala od sljedeci principa, dobroti, postivanju, prihvatali su Isuza Hrista kao Bozijega poslanika ali ne kao Boga niti kao Bozijega sina. Njihova Bosanska Crkva nije imala jednoga Vjerskoga Vodzu, imao je samo jedan glavesina u njihovome ne samo vjerskome nego i kulturnome drustvu kojeme su davali titulu Djed. Izabrat je bio zato sto je bio najstariji, a odrzavao je jednome godisnje skupine na odredzenome mjestu koje se u Bosni nalazilo kod Visokoga (Buduceg Mjesta, Krunisanja Bosanskih Kraljeva) nije imao neku preveliku moc nad drustvu. Sto se tice Bogumilske vjere ona je postovala mnoge doktrine Krscanstva u smislu dobra, postovanja, naprimijer 7 najvecih grjehova itd. Napokon imala je slicnosti sa nepoznatom jos vjerom, Islamom, Bogumili su imali u jednome mijesecu godine Post (nejelo u vjerskoj sferi do odredzenoga vremena, datuma ili jos stvari) koji je potpuno bio analogan mjeseca posta u Islamu dakle Ramazanu imali su isto kao znak Mjesec i Zvjezdu poznati Islamski znak, mada nisu imali nikakvoga poznanstva o Islamu, sto se tice obavljanja vjere i molitve, Bogumili su to izvrsavali u sred prirode, pod nekim Hrastom, nisu imali Bogomolja odnosno nisu imali Crkava niti bilo kakave druge bogomolje, mada je Njihova Vjera zvata Bosanskome Crkvom. Kada Bosna pod Banom Kulinom napreduje svjet u Bosni upoznaje jednu istinitu vjeru koju taj svjet procijenjuje "Heretickom" odnosno "Krivovjerjem".

    Bosantchica

    Bosansko Pismo, kojem se sluzilo Bosansko Banatstvo i Kraljevstvo.

    Banovina i Kraljevina Bosna

    PERIOD OD 1154 DO 1322 GODINE

    1154-1167....................Ban Borić (Banos Boricius de Bosnae)
    1167-1180.................... (Bizantijska okupacija)
    1180-1204....................Ban Kulin
    1204-1232....................Ban Stjepan
    1232-1253....................Ban Ninoslav
    1254-1267....................Ban Prijezda I
    1267-1287....................Ban Prijezda I i Ban Stjepan Kotroman - DVOVLASCE
    1287-1290....................Ban Prijezda II i Ban Stjepan Kotroman - DVOVLASCE
    1290-1299....................Ban Stjepan Kotroman
    1299-1304....................Ban Stjepan Kotroman i "Ban" Mladen I Šubić - DVOVLAŠĆE
    1304-1313....................Ban Stjepan Kotroman i "Ban" Mladen II Šubić - DVOVLAŠĆE
    1314-1322....................Ban Stjepan II Kotromanić i "Ban" Mladen II Šubić - DVOVLAŠĆE
    1322-1353....................Ban Stjepan II Kotromanić


    PERIOD OD 1322 DO 1463 GODINE

    1322-1353....................Ban Stjepan II Kotromanic
    1353-1391....................Kralj Tvrtko I Kotromanic (krunisan 1377 god.)
    1391-1395....................Kralj Stjepan Dabiša
    1395-1398....................Kraljica Jelena Gruba
    1398-1404....................Kralj Stjepan Ostoja
    1404-1409....................Kralj Tvrtko II
    1409-1418....................Kralj Stjepan Ostoja (vraca se na prijesto)
    1418-1420....................Kralj Stjepan Ostojic
    1420-1433....................Kralj Tvrtko II (vraca prijesto)
    1433-1435....................Kralj Radivoj Ostojic
    1435-1443....................Kralj Tvrtko II (ponovo se vraca na prijesto)
    1443-1461....................Kralj Tomaš
    1461-1463....................Kralj Stjepan Tomaševic

    Tvrtko I Kotromanic

    Po smrti Bana Stjepana II Kotromanica koji je iza sebe ostavio slobodnu, poljoprivredski narpednu drzavu, i snaznu Bosansku Vojsku. Sve to ovisisi od slaganja Bosanski Porodica koje su svaka u svome kraju drzave, imale jak utjecaj. Dolazi na vlast Tvrtko I Kotromanic, sa 15 godina na prijestolju Bosanske Drzave. Mladi Tvrtko I ima probleme sa Bosanskim plemicima, a Ugarski Kralj Ludovik I nakon sto je ucvrstio svoju vlast u Ugarskoj, trazi mnoge teritorije od Bosanske Drzave, mijesa se otvoreno u Trgovacke odnose Bosne i Dubrovnika te vraca na pitanje Bosansku Crkvu (Bogumilsku vjeru). Tako da 1363 izbija konflikt izmedzu Tvrtka I i Ludovika I, koji sukob pobijedzuje Tvrtko I. Nakon sto je potvrdio svoje mijeto na prijestolu, Bosanske Drzave, Tvrtko I pripaja veliki dio Srbije Bosni, pripaja isto tako Zetu, i Juznu Dalmaciju ukljucujuci i Jadransku obalu sve od Dubrovnika do Kotorske Boke. Nakon jacanja Bosanske Drzave kao i vlasti njegovoga Bana nad njom. Godini 1377, Tvrtko I se u Milama (danas Arnautovicima), kod Visokoga Pokrunijo Kraljem Bosne sto ce biti Krunidbeno Mijesto svih buduci Kralja Bosne, Tvrtko I je prvi Kralj Bosanske Drzave, nakon prikljucivanja Bosni prvo Srpski teritorija pa onda i Hrvatski pokrunio se isto tako kao Kraljem te dvije Drzave. Tvrtko osniva novu Bosansku trgovacku Luku kod Kotorske Boke, koju je nazvao Novi koji je danas Herceg-Novi. Za vrijeme Tvrtkove Vladavine nad Bosnom, Bosanska Drazava je najmocnija Drzava Balkana, a Bosanska Vojska je najmodernija Vojska Balkana, koja je prva uvela upotrebu vatrenoga oruzija na Balkanu, i to 13 avgusta, 1378, potom odbrane grada Kotora od Venecijanske Flote kada je Bosanska Vojska upotrijebila tri Bombarde (topa) i odbranila grad. U zadnjoj deceniji svoje vladavine, Kralj Tvrtko je suocen sa upadima Turaka u Bosnu, prvo u jesen 1386 godine, te u ljeto 1388 godine kod Bilece, kada Turci bivaju porazeni od Bosanske vojske na celu sa Knezom Vlatkom Vukovicem. Nedugo potom, Bosanska vojska ponovo pod komandom Kneza Vlatka Vukovica, ucestvuje u veoma snaznoj vojnoj koaliciji, sacinjenoj, pored Bošnjaka i od Ugara, Srba, Albanaca, Grka i Bugara, koja se na Kosovu polju 1389 godine suprotstavlja Turskoj Imperiji. Iz bitke na Kosovu Bošnjaci se vracaju sa ne previse dramaticnim gubicima. Poslije Tvrtkove smrti 1391, nastaje krizno vrijeme novi Bosanski prijestolnik, Stejpan Dabisa gubi od Ugarskoga Kralja Sigisimunda Luksemburskoga, pokrajine: Slavonija, Dalmacija i sjeverne djelove Hrvatske.

    "Ako neko od nasih "dragi" zemljaka Srba i Hrvata ce mi pricati da je Katolik ili Ortodox, Tvrtko I, zbog toga sto je napravio Crkve Katolicima i Pravoslavcima da budu zadovoljni u njegovoj Drzavi. Poklanjam him dokazae puno kasnijeg pada Bogumilstva u Bosni, nakon Tvrtkove smrti. Kralj Tomas 1445 godine presao sa Bogumilstva na Katolicanstvo, sto je Papa zelio u potpunosti iskoristiti. Takodjer, Papa je bio opsjednut i pitanjem Bosanske Crkve, optuzujuci je, po ko zna koji put, za herezu... tako da 1459 godine Kralj Tomaš pristaje na papin zahtjev da zapocne progoniti Heretike (Bogumile) u Bosni. On saziva starjesine Bosanske Crkve i nudi im veoma skucen izbor: ili da prihvate katolicanstvo, ili ce biti protjerani iz Bosne. Prema papinim kasnijim zapisima, njih oko 2000 pristaje da predje na katolicanstvo, a od ostalih, koji ne prihvatise, oko cetrdeset hiljada njih se sklanja na prostoru juzne Bosne, na prostoru Huma i nalaze zastitu u okrilju Bosanskoga Vojvode Stjepana Vukcica Kosace, koji je i sam bio Bogumilske Vjere, o cemu postoji i detaljan opis koji je zabiljezio, tadasnji Papa, Pio II koji kasnije, u svojim "Commentarima", pise:
    Kralj Bosne, da opere ljagu sto je Osmanlijama predano Smederevo i da dadne dokaz svoje krscanske vjere, ili, kako mnogi drze, potaknut pohlepom za novcem, prisilio je manihejce (bogumile), kojih je bilo premnogo u njegovu Kraljevstvu, da se isele iz kraljevstva, ostavivsi svoju imovinu, ako nece primiti Kristovo krstenje. Oko dvije hiljade pokrstilo ih se, a oko cetrdeset hiljada ili malo vise, koji su se tvrdoglavo drzali zabluda, pobjegli su Stjepanu (Vukcicu Kosaci), Vojvodi Bosanskome, svome drugu u nevjeri."

    Dolazaka Turaka

    Na Istoku mocno Osmansko Carstvo probija granice Balkana. Godine 1389 Turci su potukli Srpskoga despota Lazara na Kosovu Polju i njegovu vojsku koja je bila pomognuta od vise okolnih zemalja Ugarske, Albanije, Bosne, Grcke. Na kojoj je mocna Bosanska Vojska vodzena Bosanskim Knezom Vlatkom Vukovicem, koja napusta Boj, nakon pada Srpskoga Kneza Lazara, nakon sto su ga izdali njegove Srpske Vojskovodze. Noc u oci Kosovske bitke Knez Lazar pozvao je te iste Srpske Vodze, posto je sukob sa Turcima vodio u neobijezan poraz, da se bore za "Nebesko Carstvo". Srbi su izgubili bitku, i zbog cega su u iducim stoljecima ostraseno cuvali Lazarov zavijet i cuvali svoj najveci mit, da su "Nebeski Narod" bez narucitoga znacaja za Osmansko Carstvo ova osmanska pobijeda nad srbima, jedan je od sudbinski dogadzaj koji je obiljezio Istoriju Bosanski Muslimana, Bosnjaka.

    "Mala Parenteza"

    "Kada su srbi dozivjeli poraz na Kosovu Polju, kada je ubijen Srpski Knez Lazar, taj dan je postao svecani dan kojega Srbi zovu Vidovdan. Srbi su izgubili mnogo bitaka u tokom svoje povijesti ali ovaj poraz nikada nisu oprostili niti zaboravili, u svojoj usmenoj poeziji koju usmeno citaju u mijesto svetih knjiga, oni su svoj poraz na Kosovu pretvorili svojom pobijedom, svoj kukavicluk u svoje junacstvo.
    Za taj poraz oni se stoljecima svete najvise nad Bosanskim Muslimanima, Bosnjacima ali i nad Albancima. Srbi stoljecima ponavljaju najgore stvari zamisljive u ljudskoj svjesti nad tim narodima, Bosnjake nazivaju "Turcima", Izvrsavaju masovno iztrebljivanje, iskorjavanje, unistavanje i progon na svaki moguci nacin nad Bosnjacima. Ali Bosnjaci naivni zbog njihove dobrote, tvrdoglavo se nadaju boljim vezama sa susjednom drzavom, zbog koje su dosada platili malo manje od Milijona Bosnjacki glava".

    Nastavak Dolazka Turaka

    Godinu 1463 Osmanski Sultan Mehmed II El-Fatih u osvajackom pohodu na Bosnu, koji je dubokoj rijeci na granici sa Srbijom, dao njezino ime Drina, nad vratima grada nad kojima je proucio dovu (Islamska molitva gospodaru svjetova) na utvrdzenjem cije su ga padavine vode okolna brda i polje odusevili, to je bio buduci Sarajovas (Dvorac ispred polja) iduci stoljetni kulturni centar Bosanski Muslimana, Bosnjaka, Sarajevo. Uzaludan je bio poziv pape Pija II upucen evropskim silama da se udruze u odbrani Bosne, Sultan Mehmed II El-Fatih osvaja Jajce pada Bosansko Kraljevstvo. Bogumili primaju Islam, uz ostale dogadzaje sudbonosne za ovu zemlju i narod koji su se desavali, Bosanski stanovijekovni narod, presao je na Islam i dokumenti jasno pokazuju da se prjelaz iskljucivo odnosi na Bogumile i cak ima podatak da su u Jajce kod Sultana Mehmeda II El-Fatiha osvajaca Bosne doslo 36 000 poglavica Bogumilski koji su presli sa Bogumilstva na Islam. Ajvatovica, kod Bosnjaka tzv. Bosanski Hadz, koja se stoljecima dogadzala, svake godine nakon proljetnje svjete, Bogumulski je pozdrav suncu kisi i ljetini i sijecanje na Hurija Hazreti Hidzra, taj pozdrav, to sijecanje, pretvorili su se u molitvi stvoritelju nebesa i zemlje. Bogumili koji su prihvatili Islam, na svojim nisanima imaju simbole Mijesec i Zvijezdu ali cuvaju svoj Bosanski indentitet, ispod Mijesec i Zvijezdu stave ruku koja prikazuje 5 prstijuh ili krst isto tako.

    Ahbnama povelja Sultan Mehmed II El-Fatiha izdata u polju milodraz, kod Visokoga, kojom on jamci nesmetan rad Bosanskim Franjevcima, u Bosni:
    Ja Sultan Mehmed Han, Pozdravljam svoj dobri narod!
    kunem se velikom zakletvom, stvoriteljem nebesa i zemlje i sa 7 musafa i sa pecetom poslianka Muhamedom i sa 124 000 poslanika i sabljom koju opasujem da se ovoj rijeci ne ucini ni trunak protivno.Zasnovano na jednoj jedinoj kuranskoj proklamaciji nema prisiljavanja na vjeru, i priznavanje knjiga Jevreja i Krscana silno Osmansko Carstvo je zastitilo zivote imovinu i vjeru zatocenih naroda i omogucilo him ekonomski i kulturni razvitak. Bosanski Muslimani uzivaju povlastice imaju Bosanski Pasaluk osnovan 1580 godine, koji obuhvata siroko podrucje od danasnjega Kosova do Hrvatske, od Slavonije do Obale Jadrana i zadrzava odredzenu samostalnost unutar carstva. Bosanski muslimani svoju najtalentovaniju djecu salju na skolovanje u Istanbul po oporuci Sultana Fatiha. Ambiciozni Bosnjaci: stotine ucenjaka, diplomata, vojskovodza i umjetnika. A Bosanski jezik postaje jedan od sluzbenih jezika. Sin Princeze Seldzuke hcerke Sultana Bajazida i Ferhat Pase,veliki Bosanski namijesnik, Gazi Husrev Beg, preporodio je Bosnu a od Sarajeva sacinio seher. Prihvativsi Islamsku kulturu i civilizaciju, Bosnjaci (Tada ime Bosnjak se odnosilo kao danas Bosanac, na sve stanovnike te drzave nebitno na vjeru) daju vlastiti Bosanski pecat ljubomorno cuvaju svoj Bosanski jezik a sluze se prilagodzenim Arapskim pismom Arebicom.

    Prjelaz na Islam

    Najcifraniji Narod tadasnje Bosne, dakle Bogumili tzv. Dobri Bosnjani, koji su bili Banovi, Kraljevi Bosne, sacuvali su tokom cijele srednjo vjekovne Bosne svoju vjeru, Bogumilstvo odnosno tzv. Bosansku Crkvu, sakrivajuci se rijetko i privremeno iza Katolicanstva, Bosanska Crkva dakle Bogumilska Vjera, tokom cijele serdnjovjekovne Bosanske Drzave je prva crkva i vjera Drzave. Jedino je znato da pred krajem Bosanskoga Kraljevstva, Stjepan Tomas medzu posljednim Bosanskim Kraljevima, je zvanicno se odrekao Bogumilstva i prihvatio Katolicanstvo pod naredzenjem Pape Pija II koji ga je licno pokrunijo, naredzeno mu je da progoni i da se udruzi u borbi protiv Heretika na tlu njegove Kraljevine Bosne. On nastoji pokrstiti ili progoniti Bogumile koji nalaze spas kod Stjepana Kosace u danasnjoj Hercegovini koji sam je bio pripadnik Bosanske Crkve. Bogumili su omrzeni i omrzili su Rimsku Kuriju i Bizantiju, koji sa silom him zele nametnuti Katolicanstvo ili Ortodoxsizam. Stalno vode Krizarske Ratove protiv Bogumila u Bosni. Sa dolazkom Osmanlija, Bogumili su imali iste temeljne cinjenice kao Islam, i zato sto Turska imperija nije mucila Bosnjake da prelaze na Islam, jer Tursku je interesovalo samo nova osvajanja, a zato treba puno novca, da bi bili brojniji posto je vojska sve jaca postajala, Turci su naplacivali porez u Bosni, klasirajuci Bosnjake po vjeri. Prvi porezni registar Turska Imperija uspostavlja u Bosni vec 1468 godine i iz njega se moze vidjeti da u prvih pet godina ne bas veliki broj Bošnjaka prelazi na Islam, da bi vec, po poreznom registru iz 1520 godine broj Bošnjaka muslimana presao 45% ukupnog broja Bošnjaka, dok nam porezni registar iz 1624 godine govori da u Bosni zivi oko 150.000 Bošnjaka katolika, oko 75.000 Bošnjaka pravoslavaca i 450.000 Bošnjaka muslimana. Dakle,glavni proces prelazenja Bošnjaka na Islam je trajao oko 150 godina i nije se desio preko noci, niti prisilno.

    Bosanski Pasaluk

    Ovo je Bosanski Vilajet osnovan 1580 godine u okviru Osmanskoga Carstva, koji je okupirao veliko podrucje, i koji je imao vecu autonomiju nego ostali Pasaluci u Turskome Carstvu, i cije glavesine su imale vise prava nad posijedom nego ostali glavesine drugi Pasaluka, u kojem su se sastojali sljedeci Sandzaci (Sandzaci su ustvari komadi zemlje u Pasaluku, Vilajetu, koji sam Pasaluk je bio u okviru Osmanskoga Carstva). Bosanski Pasaluk se sastojao od sledeci Sandazaka: Lika i Krk, Klis, Hercegovina, Pozega, Bihac, Cernik, Zvornik, i zadnji u sastoju Vrhbosanskoga, Istocno Bosanskoga i Soli koji se zove Bosna.

    Zmaj od Bosne

    Husein Kapetan Gradascevic, rođen je u Gradačcu 1802 godine.
    Jedan je od pokretača pobune Bošnjaka za autonomiju Bosne, a od 1831 godine je i njen vođa... Predvodeći Bosansku vojsku od preko 25 000 vojnika, u borbi protiv Sultana, na Kosovu nanosi poraz Velikom Veziru i Sultanovoj vojsci.
    Poslije ovih uspjeha Bošnjaci ga postavljaju da upravlja Bosnom. Bosanska autonomija biva i formalno uspostavljena 12 septembra 1831 godine u Sarajevu, poslije čega Bosanska vojska ponovo ulazi u rat sa Sultanom, te doživljava veliki poraz kraj Sarajeva 31 maja 1832 godine, ali sama pobuna biva ugašena tek 1850 godine... Jedna vrlo zanimljiva izjava se pripisuje Husein Kapetanu, koju je izrekao u to vrijeme,a govori o njegovoj neustrašivosti, a pomalo i o Bosanskom humoru. Upitan:
    Zar se ne boji dići oružje na Tursku Imperiju?
    Husein Kapetan je odgovorio:
    Boga se bojim malo, Sultana nimalo, a Vezira, ko dorata svoga!.
    Podigao je mnogo zadužbina, izgradio je čuvenu Džamiju, Huseiniju, u Gradačcu, a omogućio je fra Iliji Starčeviću da u selu Tolisi, 1823 godine, otvori prvu katoličku školu u Bosni.
    U čuvenom razgovoru sa Turskim Begler-Begom,kada mu je Turski Begler-Beg rekao:
    Nema više Bosne, a neće biti ni Bošnjaka, Huseine... Gineš za državu koja nikad nije postojala, niti će.
    Husein Kapetan Gradaščević mu je odgovorio:
    Ima Bosne, Begler-Beže, i Bošnjaka u njoj. Bili su prije vas i ako Bog da, biće i poslije vas!

    Porod Srpske ideologije

    Nakon gubitka na beckom boju i slabljenja Osmanskoga Carstva, polahko narodi unutar carstva dizu bune i ustanke pa cak i Bosanski Muslimani, pod Husejinom Kapetan Gradascevicom koji Osmanlije procerava sve do Kosova koji je kasnije izdat... Ali ostali narodi profitiraju sa napadom na Turske vlasti i ocistiti zemlju od Muslimana koji su bili vecinom u Slavenskome Jugu Bosnjaci. Prvo etnicko ciscenje su Hrvati ucinili koji nakon oslobodzenja od Austro-Ugarske ciste Slavoniju i Liku od Muslimanskoga naroda na razlicte nacine procerivanje, pokrstavanje pa i ubijanje. Drugo etnicko ciscenje Srbi su ucinili tokom njihovoga ustanka kada napadaju jedan tipicno orijentalni grad sa preko 140 dzamija, sa vecinskim Muslimanskim stanovnistvom, koji se danas zove Beograd, iz toga grada je ubijeno i procerano svo Muslimansko stanovnistvo, Turski vecinski muslimanski narod i jedan manji broj Bosanski Muslimana toga grada je procerano putem Turskoj ili Bosni i Sandzaku. U Beogradu ostala je samo jedna Dzamija, Bajrakli Dzamija sa dzematom od samo 30 muslimana. Najveci Srpsko-Crnogorski pjesnik, Vladika Petar II Petrovic, Njegos sa Cetinja u svom stihu gorski vjenac opjevao je istragu poturica uz epske pijesme na boju na Kosovu svako Srpsko i Crnogorsko djete ovu pjesmu od 1848 godine po Isuzu Hristu recitira kao SVETO STIVO:
    "Odza (Hodza) rice na ravnom Cetinju, zaudara zemlja Muhamedom".
    Ministar unutrasnji poslova srbijanske vlade Ilija Garasanin 1844 godine u spisku nazvanome Nacertanije, strateski oblikuje veliko srpsku politiku na balkanu po kojoj se Bosna mora raskomadati i pripojiti Srbiji. Ovaj tajni spisak je postao politicka Biblija Srba.

    Raspad jednoga naroda

    Prvi put u svojoj povijesti, u Bosni i Hercegovini, pod utjecajem nacionalnim i politickim idejama panslavizma, 1860 njezino pravoslavno stanovnistvo po PRVI PUT se zvanicno imenuje kao "Srbi" a njezino katolicko stanovnistvo kao "Hrvati". Sve do tih godina cijeli narod Bosne i Hercegovine i Sandzaka ne bitno na njegovu vjeru nosilo je ime Bosnjak. Srbi, zele pripojiti Bosnu Knezevini Srbiji. A Hrvati, Austrougarskoj i Hrvatskome narodu, Turska je nemocna...


    Austrugarska

    Nako dugih pregovora Velike Evropske Sile na Berlinskome Kongresu 1878, odlucile su: Austrugarska dobija mandat da okupira i upravlja pokrajinama Bosnom i Hercegovinom pripustajuci upravu nad Novo Pazarskim Sandzakom Turskoj, Od tada Bosnjaci Sandzaka i Bosnjaci Bosne i Hercegovine imaju razlicit i odvojen zivot bezujedinjena Bosne i Hercegovine sa Sandzakom, Bosanski Muslimani panicno odbijaju ovu odluku i spremaju se da pruzaju otpor. U zestokim borbama koje su zabrinule Cara Franja Josipa, 300 000 dobro naoruzanih vojnika je blizu tri mjeseca slamalo Bosnjacki otpor, pred Alipasinom dzamijom je 80 muslimanski djevojaka izgubilo zivot cuvajuci vjeru i toprak, Austrugarska vojska 20 oktobra usla je u Sarajevo i okupirala ga. Naredni 40 godina Bosanski Muslimani su docekali Austrugarsku kao katolicku nevjernicku zemlju koja ih zeli pokrstiti a njihovu domovinu Bosnu zauvijek unistiti pocela je velika Hidzra (preseljvanje Muhameda alejhi selama iz Meke u Medinu u ovome kontekstu,Bjeg) u Tursku. Na svu srecu Austrugarska, tada vodeca slia u Evropi odustala je od takvih ciljeva. Ona je postala drugi spasnonosni Kisobran Bosne, pravna i dosta tolerantna monarhija prosvjecenoga absolutizma. Bosna i Hercegovina nije pripala ni Austriji ni Ugarskoj nego je sa svojom zemaljskom vladom defakto postala treca drzava unutar monarhije. Bosnjaci se polahko i oprezno ukljucuju u tokove i norme Evropske civilizacije. Od nekadasnji 70% koliko je ih bilo u Bosanskome Pasaluku, na pragu dvadesetoga stoljeca u pustosini borba i velikim hidzretom (bjegom) njih ima svega 32% u Bosni i Hercegovini. Da bi se oduprli asimilaciji u carevini koja ih je lisila nacionalni i politicki prava, upotreba naziva Bosanskoga jezika i Arebickoga pisma Bosnjaci se i u nacionalnom pogledu izjasnjavaju kao Muslimani, i dok oni u Bosni pokrecu drugu kulturnu ranecancu ovoga puta na latinici, u Sandzaku kojega su evropske sile 1878 na Berlinskome kongresu odvojile od Bosne podijelili su ga izmedzu Srbije i Crnegore 1912 i 1913 godine. Crnogorci u selu dolici kod Sjenice su pobili 58 razoruzanih Bosnjaka Muslimana. U Plavu i Gusinju na granici sa Albanijom pod komandom Avra Cemovica pobili su 550 a pokrstili 12 000 Muslimana, Bosnjaci traze autonomiju Bosne i Hercegovine, Muslimani su nezadovoljni raste strah za vjeru i zivot u prvome deset ljecu XX stoljeca, 150 000 Bosanski Muslimana Krenulo je na put prema Turskoj, mnogih su ostali u Gori, Makedoniji ili u Albanijii. Medzu Juzno Slavenskima narodima tih godina javlja se snazna ideja ujedinjenja. Srbija sa Pravoslavcima Bosne, organizira ilegalne teroristicke organizacije u Bosni koji traze pripajanje Bosne i Hercegovine Srbiji, nakon niza atentata jedna takva organizacija « Mlada Bosna » u Sarajevu na Vidovdan, najveci Srpski Praznik kada su porazeni na Kosovu, 28 jula 1914 godine ubija Austugarskog prijetolonasljednika Ferdinanda i njegovu trudnu suprugu Sofiju, Austrugarska trazi istragu o ovome zlocinu na tlu Srbije gdje su se ovi zlocini organizirali i skriveni neki od atentatora, usjlijedio je ultimatum Srbima oni to odbijaju.

    Kraljevina Srba, Hrvata i Slovenaca

    Nastaje prvi svjetski rat, rat zbog evropski sila preraspodijele kolonija i promjene granica u Evropi. Francuska Ruska i Engleska koalicija u nastojanju da onemoguce novu Srednjo-Evropsku integraciju podsticu stvaranje Jugoslavenske Drzave. 1917 obznanjena je krvna deklaracija, sa kojom se utemeljila "Kraljevina Srba Hrvata i Slovenaca". I ako treci narod po brojnosti u takvome Kraljevstvu, Bosnjaci nisu pozvani ni na krv. A kada se 1 decembra 1918, formirala prva Jugoslavija ovaj narod je u potpunosti eliminisan o bilo kakvoga odlucivanja.Srpski prestavnik na krhu Stojan Protic uzvikuje:
    Kada predze Nasa Vojska Drinu, dacemo "Turcima" (Bosnjacima) 24 sata pa makar i 48 sati da se vrate na "Pradedovsku Veru" a sto nebude htelo to poseci kao sto smo u svoje vrijeme uradili u Srbiji.
    Umijesto demokratske zajednice svih naroda u novoj drzavnoj tvorevini Jugoslaviji. Veliki "Srpski Program" Ilije Garasanina, Vase Cubrilovica i buducega dobitnika nobelove nagrade za knizevnost Ive Andrica, Poceo je da se ostvaruje. Bosnjaci se organiziraju u politicku stranku Jugoslovensku Muslimansku Organizaciju (JMO) kojoj je zabranjeno da se nazove Bosnjackom. Predvodzenim dvojicom izuzetnim liderima, Hafizom Dzemaludinom Causevicom, Reisulemom i Dr. Mehmedom Spahom (vodzom JMO-a). Program JMO-a je da u osnovi Bosna i Hercegovina ima svoju samo upravnost svoju jedinstvenost na cijelome podrucju kakva je i bila. Muslimanska ruka suzivota u "Drzavi Jedinjenih Naroda" prerano se odbija. I ako jedan dio njih je izvojevao sa Srbima i Francuzima pobijedu nad Austrijancima na Solonskome frontu. Malo je poznato da je spomenik neznanome junaku na Avali pokraj Beograda ustvari priznanje jednom Sandzackome Muslimanu, Nesustrasljivome borcu Sulejmanu Balicu. Zahvaljujuci Jugoslovenskoj Muslimanskoj Organizaciji Bosna i Hercegovina zadrzava formalno svoju autonomiju.Bosnjaci trpe povremene Srpske zlocine, pisu prestavke nemocni da pomognu sunarodnicima u Sandzaku. Godinu 1924 tamo se dogodio nezaboravan zlocin u Selu Sahovicima pokraj Sjenice, zapaljeno je i poklano 600 zavezanih Bosanski Muslimana, zlocin je usljedio zbog ubistva nakon sto se kasnije ispostavilo da su ga pocinili Crnogorci a za koje su optuzeni Muslimani, Selo je preimenovano u "Tomasevo" prezivjele porodice bjeze u Bosnu i u Tursku. Prva Jugoslavija je bila tamnica ne Srpskim narodima ona je porodila Srpsko-Hrvatski konflikt, Hrvati se bune zbog Srpske Centralisticke Diktature i gusenja Hrvatske autonomije, nasljedzava 1929 srpski atentat nad Hrvatskome prestavniku i ostalim Hrvatskime celnicima koje ubija Punisa Rapcic na sred parlamenta u Beogradu. Hrvati ce uzvratiti 1934 Srbima ubijajuci Kralja Aleksandra u Marselju. Mrznja izmedzu Srba i Hrvata vodila je neminome razlazu, na putu razgranicenja izmedzu njih, stajala je Bosna i Hercegovina. Srpsko-Hrvatski sporazum je dijelio Bosnu i Hercegovinu bez pitanja Bosnjaka, sporazum je uspostaviti da u svakoj Banovini Bosnjaci nebudu vecina.

    II Svjetski Rat

    Njemacki Nacizam nadire, Srpsko-Hrvatski sramni sporazum je nestao u vatri nove Katastrofe. Obezglavljeni bez politickoga vodstva Bosanski Muslimani su se nasli sada stravicnije nego ikada medzu raljama Srba i Hrvata pred pomorom svoga nestanka. U Hrvatskoj preuzima vlast ekstremni Ustasa Ante Pavelic, cija Hrvatska Stranka Prava (HSP) negira nacionalnost i drzavu Bosnjaka, u sporazumu sa Njemcima i Talijanima, Pavelic formira profasisticku drzavu tzv."Nezavisnu Drzavu Hrvatsku" "NDH" u kojoj ukljucuje Bosnu i Hercegovinu. On uvodi rasisticke zakone za Jevreje, Srbe i Cigane, otvara koncentracionalne logore pristize prisilno katoliciziranje Srba progoni i ubija Komuniste. Nazvani "Cvjecem Hrvatskoga Plemstva", Bosnjaci su bili bar zato vrijeme van udara ovih zakona. U Sarajevu njihovi Vjerski i Politicki autoriteti ustaju protiv Ustaski zlocina i koliko su mogli stite Jevreje i Srbe, to je bio prvi antifasisticki protest u Hitlerovom Rajhu. U prvim mijesecima rata varajuci Njemce i Englsku diplomaciju. Srbi osnivaju zloglasni Cetnicki Ravnogorski Pokret, na celu sa pukovnikom Jugoslovenske Kraljevske Vojske, Drazom Mihajlovicem. Na tragu Nacertanija Cetnici su izradili novi Veliko Srpski Program, "Homogena Srbija", Autora Stevana Moljevica i Dragise Vasica u kome pise:
    Omedziti defakto sve Srpske Zemlje, i ucinit da u njima ostane samo Srpski zivalj. Posebno imati u vidu brzo i radikalno ciscenje gradova i njihovo popunjavanje svezim srpskim elementom. Stvoriti neposredne organe sa Srbijom i sa Crnomgorom kao sa Srbijom i sa Slovenackom. Ciscenje Sandzaka od Muslimanskoga zivlja i Bosne od Muslimanskoga i Hrvatskoga zivlja.
    Srpske zlocine nad Bosanskim Muslimanima nije trebalo dugo cekati po Sandzaku, Istocnoj-Bosni, Hercegovini, pod Cetnickime nozevima u jamama nestaju stotine Muslimanski familija, Muslimanska sela gore, a oni, bjeze. Iz ti strasni sjecanja tih dana, zauvijek je ostala uspomena o Muslimanskoj djevojki koju su uhvatili Cetnici prije nego sto su je silovali pa potome ubili molila ih je:
    Postedite mi cast, zivot, vam, halalim (oprastam).
    Ali za Muslimane na balkanu nema milosti. Pristizu prvi Cetnicki izvjestaji Cetnickome vodzi Drazi Mihajlovicu, koji glase:
    Resili smo se neprijatelja ubili smo 5000 Muslimana u Foci i Gorazdu. Komandant Sergej Mihajlovic.
    Drugi Cetnicki izvjestaj:
    Ovo likvidiranje, ubijanje mora biti ISKLJUCIVO KAMOM, KOLJITE, JER TREBA STEDITI MUNICIJU! Komandant Zaharije Ostojic.
    Na Mostu u Foci su izvrsena masovna klanja Bosanski Muslimana o kojima izvijestava zlocinac Sergej, Isti zlocini ponovljeni su u Visegradu, Gorazdu, Zvorniku. sve na Drini svetoj rijeci Bosanski Muslimana. Jedan dio Muslimana se okrece zaveznistvu sa Hrvatima, Drugi traze autonomiju Bosne i Hercegovine u okviru "Njemackoga Rajha", a treci bi sa Cetnicima da ih mole za milost pa da nekolju Bosanske Muslimane, Absolutna vecina se prikljucuje ilegalnome Antifasistickome pokretu kojega vodi Josip Broz Tito. Tito obecava zajednicku drzavu, drugu Jugoslaviju, u kojoj ce svi narodi, pa i Bosnjaci i sve Republike pa i Bosna i Hercegovina biti slobodni i ravnopravni. Bosanski Muslimani su u Titovom Partizanskom pokretu vidjeli svoju sansu za obstanak. U toku rata Muslimani su priznati od narodno oslobodilackoga pokreta, formiraju svoje brigade bore se za svoju i zajednicku slobodu, u Bosni i Hercegovini se desavaju najkrvavije bitke protiv strani i domaci Fasista, Muslimani Sandzaka bore se za autonomnu pokrajinu Sandzak, Ali Titova partizanska demokracija, kako vojno jaca sve vise se pretvara u Boljsevicku Ateisticku Diktaturu, Muslimani koji su spasili zivot, strahuju za svojim duhovnim stablom. Srbi medzu njima veliki zlocinci sve vise odustaju od Cetnistva i priklanjaju se borbi za Jugoslaviju. U Mostaru i Sarajevu ujedinjena Muslimanska Akademska Omladina nosena svjezim idejama Muhameda Abduhua i Sekiba Arslana, odusevljeni politickom praksom i medijima Medinske Zajednice, organizira se u Antifasisticki ali i Antikomunisticki pokret Mladih Muslimani, ovaj pokret je prvi koji je shvatio koja opasnost prijeti Bosanskim Muslimanima dolazkom boljsevizma i svojetskoga utjecaja. Drugi svjetski rat se zavrsava, cetnicki vodza Draza Mihajlovic sjeda za optuzenicku klupu i dobija smrtnu kaznu. Ante Pavelic bjezi iz zemlje, ali sjeme Cetnistva i Ustastva ostalo je da klija u Jugoslaviji. Najvece zrtve drugoga svjetskoga rata na Balkanu su Bosanski Muslimani koji su izgubili vise od 100 000 u glavnome civilnih zrtava ili 8.1% stanovnistva, Genocid nad njima nisu izvrsili Njemci niti Talijani, nego njihove komsije, u glavnome Cetnicki Srbi.

    Socialisticka Federativna Republika Jugoslavija (SFRJ)

    Potpuno razocarenje Bosanski Muslimani dozivljavaju na drugome zasjedanju Avanoja u Jajcu, kada je odobreno od svjetskih sila da se formira druga Jugoslavija. Sa Avnojskom Deklaracijom, Bosanski Muslimani su i ko zna koji put denacionalizirani i odbaceni i ostranljeni od politickoga odlucivanja. Ucinivsi drugu epohalnu gresku prema Bosnjacima i Bosni i Hercegovini. Tito inicira drugi Republicki dokument, deklaraciju ZAVNOBIH u kojoj su Muslimani izjednaceni sa pravima sa Srbima i Hrvatima a Bosna i Hercegovina sa Srbijom i Hrvatskom ali od toga dokumenta ali to je bio mrtvi dokument. Vrijeme za bilo kakvu pobunu od strane Bosanski Muslimana je bilo vec isteklo. Nova vlast pod dominacijom Srba zabranjuje bilo kakav obiljezaj i spomen o zlocinima pocinjenim nad Bosnjacima koji su najvise bili od strane Cetnicki Srba. Niti jedan zlocin nad njima nije obiljezen na bilo kakav nacin. Nastupilo je vrijeme gorkoga mira i prijtece tisine. Muslimani zive kraj znanih i neznanih grobova njihovi najblizih uz sutljive rijeke Drinu, Unu, Sanu, i Neretvu. Prekriveno Cetnistvo i Agresivni Ateizam pod parolama Brastva i Jedinstva, u miru nastavili su ono sto nisu dovrsili u Ratu, razkorijavanje i unistavanje Bosnjackoga kulturnoga, nacionalnog i vjerskoga identiteta. Da bih izbijegla Srpsko-Hrvatski antagonizam, nova vlast osim Cetnistva i Ustastva uvodi i trecu krivicu, narodu kojega nije priznala i narodu koji je cista obraza izasao iz Balkanske klanice, to je krivica Mlado Muslimanstva. 1945-1949 nasljedila su hapsenja Mladih Muslimana nekoliko destina je osudzeno na smrt, 1949 registrovano je oko 1000 uhapseni i zatvorne kazne ukupno su bile vise od 10 000 godina.

    Sandzak

    Sandzak koji se borio za svoju autonomiju i koju je postigao, ponovo su ga podijelile Srbija i Crnagora. Za vrijeme diktature Aleksandra Rankovica saveznoga ministra unutrasnjih poslova, Bosnjaci, Sandzaka i Hercegovine ponovo krecu za Tursku bez prava na povratak u Jugoslaviju

    Nastavak SFRJ

    Stvorit cemo novoga covjek uzvikuju Komunisti, fabrike i galerije su zamjenile su bogomolje. Vjera se tretira kao znak zaostalosti i uzrok medzunacionalne mrznje. Socijalisticka Jugoslavija se razvija, Tito govori o zbratinjenoj zajednici naroda on izbjegava blokovske velike sile interesnih sfera, i formira pokret zemalja u razvitku. U miru kasarni, Bosanski Muslimani sretni sto su zivi i sretni sto mogu uzivati u blagodatima industriske proizvodnje masovnoga skolovanja, tjelesne lagode u amneziji bez zelje da se vrate lekcijama istorije proslosti odusevljeno prihvataju Jugoslaviju i Jugoslovenstvo po cijeni skoro potpuno, pogotovo vjerske asimilacije. Jedan dio Komunista Bosnjaka sa najevecom strascu prihvata ucenje Marksizma i Ljeninizma, i po diktatu Komunisticke Partije unistava tragove Islama u svome narodu, dok drugi dio na skriven nacin, pozivajuci se na partizansku tradiciju, spasava pogasene vise stoljetne Islamske tradicije u Bosni i Hercegovini i Sandzaku. Za ovaj narod nije bilo spasa na vidiku. Denacioniliziran nemocan da u Komunizmu i Evropi snosi teret Islamske posebnosti, on kopni, nestaje, utapa se. Smijenom Aleksandra Rankovica ideologa veliko Srpskoga Programa, kroz Socialistickom Jugoslavijom, apetiti Srpski pa onda i Hrvatski za Bosnom i Hercegovinom jos jace bujaju. Tito se obracunava sa oba dva unutrasnja neprijatelja, i 1974 donosi novi ustav u koju gura Jugoslaviju u konfederativnu zajednicu a Bosnjacima vraca nacionalnost pod imenom « Muslimani ». To je bila samo nominacija da se nebih priklonili ni Srbima niti Hrvatima. Ali politicke i kulturne institucije Muslimani nisu dobili.
    Bosanskim Politicarima Tito porucuje:
    Nedaj te se ni Beogradu ni Zagrebu, Bosna i Hercegovina je bila kljuc i uslov opstanka Jugoslavije. Avdo Humo predratni ilegalac (Partizan) i Titov saradnik zalaze se za podpuni nacionalni status svoga naroda, smijenjen je i do smrti presucivan je u javnosti. Dok je Tito bio na putu u Arapskim zemljama ubijen je od podmetnute bombe i Dzemal Bijedic prvi visoki funkcioner i premijer Bosnjak u Jugoslaviji. Tito stari i sve vise gubi moc, Jugoslavija se zadrzava samo zahvaljucjuci njegovoj harizmi. Tito prije pocetka ljecenja i pretrazivanja na klinici u Ljubljani, optuzuje njihove vjerske vodze za «Panislamizam» i otvara sezonu progona nad narodom koji ga je najvise volio, to su bile njegove posljedne poruke i upute. Nakon Titove smrti u Srbiji i Crnojgori usvanule su zlognasle Cetnicke pjesme: Muslimani, Muslimani, dosli su vam crni dani, nema Tite da vas brani... sto ce i sljediti uzivo u buducim godinama.

  3. #3
    GjergjKastrioti
    schade die zweite versteh ich nicht

  4. #4
    Avatar von Bosanski Srbin

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    Zitat Zitat von Zhan Si Min Beitrag anzeigen
    schade die zweite versteh ich nicht
    Würde ich dir ja gern übersetzten allerdings hab ich gerade nicht die Zeit dafür. Aber vieleicht mach das jemand anderes ?

  5. #5
    Stanislav
    Zitat Zitat von Zhan Si Min Beitrag anzeigen
    schade die zweite versteh ich nicht
    In einem Satz: Die zweite Quelle sagt, dass die Bogumilen damals eine dem Islam sehr ähnliche Religionsgemeinschaft waren, welche dann ungezwungen zum Islam übertrat in großer Zahl. Hierbei sollte Mann auf den Befehl des damaligen Sultans hinweisen der sowohl Christen als auch Bogumilen Religionsfreiheit zugestand. Das ist natürlich die bosniakische Sicht die Mann auch sehen muss.

    Wie auch immer ich war nicht dabei und kenne auch keine Augenzeugen ! Heute kann jeder entscheiden welcher Religion er angehören will oder nicht ! Alles in allem will ich sagen, dass es wir Bosnier und Herzegowiner ungeachtet der Religion ein Volk sind.

  6. #6
    yug

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    Zitat Zitat von Bosanski Srbin Beitrag anzeigen
    Da scheinbar einige der Meinung sind das es Bosniaken in Bosnien schon immer gegeben hätte und die anderen Ethnien später zugewandert sind denen möchte ich diesen Artikel zeigen.

    Und bevor hier jeman schreibt von wegen ich bin ein CEDO oder sonst was erst mal lesen.

    Mir geht es nur darum das geschichtliche Fakten nicht verdreht werden egal ob das Serben, Kroaten oder Bosniaken sind.



    Die geschichtliche Islamisierung der Bevölkerung in Bosnien :

    1. Der geschichtliche Kontext

    Der Kriegszug von Sultan Mehmet dem Eroberer der im Jahre 1463 auch Bosnien erfasste, und dem auch der letzte bosnische König Stjepan Tomasevic zum Opfer fiel, war nicht die Katastrophe selbst sondern nur ein Akt eines langwierigen Dramas die 140 Jahre andauerte. Bosnien ist nicht „widerspruchslos“ gefallen, in nur wenigen Tagen, wie das in der pathetischen Phraseologie der romantisch narrativen Geschichtsschreibung behauptet wurde, Bosnien fiel fast anderthalb Jahrhunderte, zersetzt durch innere Widersprüche und ausgezerrt von der planmäßigen Penetration des osmanischen Faktors von außen.

    Im 16. Jahrhundert befand sich das Osmanische Reich hinsichtlich seiner Eroberungen und der inneren Stabilität in einem rasanten Aufschwung. Es breitete sich über drei Kontinente aus. In Europa verlief die osmanische Grenze weit im Norden und Nordwesten – Wien war nicht mehr weit.
    Erfolgreich die Macht der großen Feudalherren zerschlagend, errichtete Sultan Süleyman el Kanuni, der Gesetzgeber – in Europa bekannt als Süleyman der Prächtige – einen starken zentralistischen Staat mit stabilen Gesetzen und einem straffen Verwaltungsapparat, über militärischen Rückhalt verfügte er im entwickelten militärischen Kleinadel.
    Bosnien und Herzegowina nahm im 16. Jahrhundert völlig die territorial-administrative, gesellschaftlich-ökonomische und kulturelle Physiognomie einer Provinz des Reiches an. Von der ersten Verwaltungseinheit, dem bosnischen Sandzak (bereits 1463 gegründet), über eine Reihe anderer, je nach Verlauf der Eroberungen und der Festigung einzelner Territorien schrittweise entstehender Sandzaks, wurde 1580 der bosnische Paschaluk gegründet. Dessen Gebiet erstreckte sich zu Beginn weit über die Grenzen des heutigen Bosnien-Herzegowina hinaus, um sich in späteren Jahrhunderten, mit dem Verfall der türkischen Macht und dem Verlust eroberter Gebiete, in etwa auf die heutigen Grenzen Bosnien-Herzegowinas zurückzuziehen.


    2. Einleitung

    Die Eroberung vom größten Teil des mittelalterlichen Königreichs Bosniens durch Sultan Mehmet II. war vermutlich nicht der erste Kontakt bosnischer Bewohner mit dem Islam. Die frühe arabische Expansion im Mittelmeerraum durfte sowohl einige muslimische Kauflaute als auch Räuber an die Küste Dalmatiens geführt haben. Der Sklavenhandel brachte bosnische Sklaven im Spätmittelalter übers ganze westliche Mittelmeer. Ob es jedoch Sklaven gab die durch den Übertritt zum Islam freigelassen wurden und dann in ihre Heimat zurückkehrten kann man nur spekulieren. Die historische Bedeutung solcher Kontakte kann mit guten Gewissen als sehr gering eingeschätzt werden denn Kontakte sind eins, massenhafte Konversion etwas anderes.
    Die massenhafte Konversion eines großen Teils der bosnischen Bevölkerung unter den Osmanen ist das wichtigste und entscheidendste Charakteristikum in der neuzeitlichen Geschichte Bosniens.

    Über die Gründe für diesen Religionswechsel und über die Frage wie dieser Prozess vor sich ging sind zahlreiche Theorien aber auch Mythen entstanden. Auch heute noch ist dies ein heikles Thema in der Diskussion über die Geschichte des Landes.
    Bis die Historiker in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts ernsthafte Studien osmanischer Verwaltungsakten unternahmen, stand wesentliches Material gar nicht zur Verfügung.
    So konnten in den letzten Jahrzehnten durch fundierte Vorstellungen einige der am weitesten verbreiteten Mythen begraben werden.


    4.a) Die Islamisierung, Vorwort

    Die erste Spaltung in der Religion der damaligen Bewohner Bosniens kam mit der Ankunft der katholischen Missionare aus Dalmatien, und der byzantinischen vom Osten. Die Kluft zwischen der katholischen und der orthodoxen Religion vertiefte sich besonders im 12. Jahrhundert als der serbisch-orthodoxe Mönch Sava die Kirche nach den Weisungen seiner Lehrer, der griechischen Mönche vom Berg Athos, reformierte.
    Die dritte Gruppe der Christen waren Angehörige der bosnischen Kirche.
    Mit der Ankunft der Osmanen änderte sich das religiöse und ethnische Bild Bosniens völlig. Das Ziel der Osmanen war nicht die Assimilation bzw. die Verbreitung des Islam, sondern die Unterjochung des Landes. Dadurch konnten sich die bosnischen Menschen anpassen und ihre Lebensart und Bräuche weiter aufrechterhalten.

    Im Osmanischen Reich wurden die Nichtmoslems in Götzendiener und die Kitabi eingeteilt. Unter dem Namen Kitabi wurden alle zusammengefasst die eine geschriebene Offenbarung (Kitab) empfangen haben. Den unterworfenen Götzendienern ließ man die Wahl zwischen der Bekehrung zum Islam und dem Tode. Die unterworfenen Christen konnten durch die Zahlung einer Kopfsteuer dem Tode entgehen und ihrer Lehre treu bleiben.

    Die Gründe für den Übertritt eines großen Teil der bosnischen Bevölkerung zum Islam und die Frage wie dieser Prozess vor sich ging, sind deswegen auch heute noch eine heikle Angelegenheit. Von einigen Autoren wurde betont, dass die bosnischen Adligen zum Islam übergetreten waren um sich ihre ökonomischen Privilegien zu sichern und um ihre Güter behalten zu können. Eine andere Gruppe von Autoren wies daraufhin, dass die alten Konflikte zwischen Katholiken und Anhängern der bosnischen Kirche – zwischen Ungarn und Kroatien auf der einen und Bosnien auf der anderen Seite – zu diesem Islamisierungsprozess beigetragen haben.
    Die genauen Vorgänge des Islamisierungsprozesses, sowie die Gründe für die Konvertierung der Bosnier zum Islam werden in nächsten Kapitel näher beleuchtet.


    4.b) Die möglichen Konvertierungsursachen

    Über die Islamisierung, als wichtigstes Charakteristikum bosnischer Geschichte der Neuzeit, sind viele Mythen entstanden. Die meisten darüber wie und wann es zu der Islamisierung kam. Tatsache ist jedoch, dass bis in die vierziger Jahren des 20. Jahrhundert gar keine ernsthaften Analysen der osmanischen Verwaltungsurkunden angestellt wurden. In den letzten Jahrzehnten entstanden jedoch fundierte Vorstellungen darüber, wodurch einige der am meisten verbreiteten Mythen und Märchen begraben wurden. Die besten Informationen dazu lieferten die osmanischen Steuerlisten (defter), die den Grundbesitz registrierten und die Menschen nach ihrer Religion einteilten. Dadurch entstand ein ziemlich genaues Bild über die Ausbreitung des Islam in Bosnien.

    Zwei der wichtigsten und sich widersprechenden Stereotypen über das Vordringen der orientalisch-islamischen Zivilisation nach Bosnien und die Islamisierung, sind jenes von der zwangsweisen Massenislamisierung und das Märchen von Bogumilen, oder Mitgliedern der bosnischen Kirche welche geschlossen und freiwillig zum Islam übergetreten sein sollen.
    Was das erste Stereotyp betrifft, ist folgendes zu sagen: Wenn wir auch den prinzipiellen Standpunkt des Koran unbeachtet lassen, der das Aufzwingen der Religion durch Gewalt gegenüber anderen „Religionen des Buches“ verbietet, und uns ständig alle Schrecken des durch die türkische Invasion hervorgerufenen Schocks vor Augen führen, so bleibt immer die Tatsache bestehen, dass die systemimmanenten Mittel, derer sich die osmanische Herrschaft zur Integration der neuen Länder bediente, alles andere als eine sprachliche, religiöse und ethnische Zwangsassimilierung war. Um dies zu verstehen braucht man nur Balkanländer die Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft standen, wie Serbien, Bulgarien oder Griechenland zu bereisen, um zu verstehen, dass keine Assimilierungspolitik seitens osmanischer Verwaltung durchgeführt wurde.

    Auch wenn man außer Acht lässt, dass ein Großteil der Bosnier zum Zeitpunkt der osmanischen Eroberung dem katholischen Glauben angehörte – zur Zeit des letzten bosnischen Königs Stjepan Tomasevic, welcher Mitglieder der bosnischen Kirche verfolgen ließ, und zur Zeit seines Vorgängers, konnten die Franziskaner die ersten großen missionarischen Erfolge verbuchen (nicht zuletzt wegen des Verzichts auf inquisitorische Maßnahmen); auch die Tatsache, dass die beliebte Königin Katharina den katholischen Glauben angenommen hatte, bewegte viele krstjani dazu ihren Glauben zu wechseln - bleiben immer noch die osmanischen Steuerlisten die bezeugen, dass die Konvertierung zum Islam langsam verlief, vieler Generationen bedurfte und keine Sache des Massenübertritts von wem auch immer war.
    Auch die Vorstellung, es habe zu dieser Zeit eine Massenansiedlung von Muslimen aus dem Ausland gegeben, kann mit ruhigen Gewissen fallengelassen werden. Zwar siedelten die Osmanen Türken in anderen Teilen der Balkanhalbinsel an, doch diese Politik wurde nicht in Bosnien angewendet. Das geht deutlich aus den Steuerlisten hervor.

    Klar spielte die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage eine Rolle beim Übertritt zum Islam (diese Theorie ist zu allgemein um widerlegt zu werden), doch die allseits beliebte Theorie die Menschen hätten den Islam angenommen um der jährlich zu bezahlenden Kopfsteuer für Christen zu entgehen muss ebenfalls fallengelassen werden. Diese Steuer betrug im 16. Jahrhundert jährlich 4 Dukaten für die Reichen, 2 Dukaten für die Mittleren und 1 Dukat für die Armen. Zum Vergleich: zu dieser Zeit konnte man mit einem venezianischen Dukaten in Venedig ungefähr 20 Kilo Weizen kaufen, mit einem österreichischen Dukaten etwas mehr. Dieser Tarif konnte jedoch in Kriegszeiten erhöht werden. Viele der trübsinnigen Berichte über unterdrückte Christen in Bosnien stammen aus Zeiten in denen Steuern für Feldzüge gegen die Venezianer oder die Habsburger stark angehoben wurden. Doch in Kriegszeiten konnten diese Steuern auch auf Muslime ausgeweitet werden. Ihnen zu entgehen kann also kein allzu starker Grund für eine Konversion gewesen sein. Man muss auch erwähnen, dass die Muslime im Unterschied zu den Christen, den Zakat (bosnisch Zekjat) zahlen mussten. Dies war die Almosenabgabe die zu den grundlegenden Verpflichtungen im Islam gehört.

    Die Psychologie des Übertritts zum Islam ist leichter zu verstehen wenn man sich klarmacht, dass der Katholizismus in vielen Teilen Bosniens kaum von einer Kirchenorganisation gestützt war.

    Wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass sich der katholische Glaube sozusagen erst am Vorabend der türkischen Eroberung so richtig durchsetzte und viele ehemalige Anhänger der bosnischen Kirche durch die repressive Politik des letzten bosnischen Königs ihnen gegenüber – die bosnische Kirche war zu dieser Zeit stark mit dem gegen den Herrscher rebellierenden Adel verbunden , so dass während der entsprechenden Gegenmaßnahmen auch die bosnische Kirche betroffen wurde – zu einem Übertritt zum Katholizismus gezwungen oder vertrieben wurden, dann rundet sich das Bild langsam ab.
    Der letzte bosnische König Stjepan Tomasevic verlor, die aus religiösen Gründen für Ungarn wichtige und unter seiner Herrschaft stehende, serbische Stadt Smederevo an die Türken. Die ungarischen Herrscher sahen in diesem Verlust einen Verrat des bosnischen Königs. Um sich von der „Schuld“ des Verrats reinzuwaschen bzw. um seine Treue an die römisch-katholische Kirche und den Papst zu beteuern, vertrieb König Tomasevic alle „Häretiker“, die nicht konvertieren wollten. Man spricht von 42 000 vertriebenen aus Bosnien und 36 000 islamisierten „Häretikern“. Dem kroatischen Historiker Ivo Pilar nach wurden die geflüchteten krstjani zu Verbündeten der Osmanen, die den Vertriebenen die Rückkehr nach Bosnien und den zum Katholizismus Konvertierten die Glaubensfreiheit versprachen.

    Ein Grund für die Islamisierung Bosniens konnten auch die diskriminierenden Gesetze für Nichtmuslime sein, der Kanun-i Rajah. Zum Beispiel durften sie kein Pferd reiten und keine Waffen tragen. Auch die Kleidung der Muslime war für die Christen verboten. Diese Gesetze wurden jedoch kaum befolgt. Quellen aus dem 17. Jahrhundert zeigen, dass sich christliche Priester und Kaufleute fast genauso kleideten wie die Muslime, Waffen trugen und auf Pferden ritten. Andere Verbote, wie das, christliche Kirchen zu bauen oder zu reparieren, wurden aufgehoben, entweder durch eine Sondergenehmigung oder durch das allgemeine Privileg, das den Franziskanern einmal eingeräumt und dann von jedem Sultan bestätigt wurde. Dieses Privileg wird im Kapitel über die Stellung der christlichen Bevölkerung näher behandelt. Trotzdem war offensichtlich, dass christliche Rajah muslimischen Höhergestellten Ehrerbietung und Unterordnung schuldeten, nicht nur, weil sie einen höheren sozialen Rang einnahmen, sondern auch, weil sie Muslime waren. Das wichtigste Prinzip jedoch konnte die Tatsache sein, dass Christen nicht gegen Muslime Klage erheben konnten, und dass ihre Aussage vor Gericht nicht gegen Muslime verwendet wurde. Dies konnte ein Grund für den Glaubenswechsel sein denn es durfte sicherlich als bitter empfunden worden sein, wenn die betroffenen Christen und Muslime gesellschaftlich auf derselben Stufe standen – wenn beide Städter oder beide Dorfbewohner waren.

    Die meisten der großen Städte, die sich auf der osmanischen Balkanhalbinsel entwickelten, waren vorwiegend muslimisch und voll von muslimischen Einrichtungen und Bauten. Orte die Sitz eines Sandzak-Begs wurden, wie Banja Luka, Travnik und Livno entwickelten schneller einen muslimischen Charakter. In Mostar und Sarajevo jedoch, die sich überhaupt erst Mitte des 15. Jahrhunderts zu entwickeln begannen, war der Islam von dem Augenblick an, als die Türken kamen, überwältigend präsent.

    In Bosnien führten alle Wege nach Sarajevo welches die größte Stadt Bosniens war und auch heute noch ist. Die Stadt war von allen Seiten des Landes gut erreichbar. Die Stadt wurde im Miljacka-Tal errichtet. In der Talsohle wurde das Handelszentrum, genannt carsija (Markt), gebaut, und auf Berghängen dicht aneinandergereiht die Stadtviertel. Zur Zeit der napoleonischen Kriege hatte Sarajevo ca. 80 000 Einwohner. Gegründet wurde es von Isa Beg Ishakovic im Jahre 1457. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einer ausgeprägt orientalischen Stadt, und zum Zentrum von Macht und Reichtum, voller schöner Häuser und Gärten, Moscheen, Kasernen, Bäder und Konaks (eine Art Motel). Sarajevo war ein Knotenpunkt im Handel zwischen Ost und West. In türkischen Quellen wurde die Stadt als „Kriegsherd und Perle unter anderen Städten“ bezeichnet, in serbischen Kirchennotizen als „von Gott begnadetes Fleckchen“.
    Seine Blütezeit, sowohl in kultureller als auch in architektonischer Hinsicht, erlebte Sarajevo zwischen 1521 und 1541, als Husrev Beg Statthalter des Sanzdak Bosnien war.

    Husrev Beg war Sohn eines Konvertiten aus der Region Trebinje in der Herzegowina. Er baute die schöne Moschee, die seinen Titel trägt („Begova Dzamija“, „die Moschee des Beg“), eine Medresse (islamische Schule), eine Bibliothek, ein Hamam, zwei Hans (Gasthöfe) und einen bedeutenden Tuchmarkt. Es war üblich, dass reiche Männer Ländereien auf Dauer vergaben, damit Institutionen dieser Art Einkommen und Unterhalt hatten. Diese Art frommer Stiftung (sowohl türkisch als auch bosnisch Vakuf genannt) war lebenswichtig für die Entwicklung aller osmanischen Städte und trug dazu bei, die Einrichtungen der Stadt mit denen des Islam zu verknüpfen und verflechten. Gazi Husrev-Begs Vakuf war der reichste von allen und bestand bis ins 20. Jahrhundert. Um 1530 beherbergte die Stadt eine durchweg muslimische Bevölkerung. Ihr zunehmender Einfluss auf die Umgebung zeigt sich in der Tatsache, dass 46 % des dazugehörenden Verwaltungsbezirks auch muslimisch waren. Die Einwohner Sarajevos genossen verschiedene Privilegien und Steuerermäßigungen. Einige Historiker sind sogar der Ansicht, dass Sarajevo eine freie Stadt oder Stadtrepublik war. Das Leben dort war ein verhältnismäßig gutes, nicht nur nach den Maßstäben der Balkanhalbinsel.
    Es ist also verständlich, dass viele Bosnier gern zum Islam übertraten, um daran teilzuhaben.

    Ein weiterer Faktor spielte schließlich noch eine Rolle bei der Islamisierung Bosniens: der Zustrom bereits islamisierter Slawen (aber keine Türken) von außerhalb der Grenzen Bosniens. Einige kamen schon in den ersten Jahren als Spahis aus Serbien, Makedonien und Bulgarien. Aber in größerer Zahl kamen sie Ende des 17. Jahrhunderts, als der Rückzug der Osmanen aus Regionen in Dalmatien, Kroatien, Slawonien und Ungarn, die sie lange besetzt gehalten hatten, viele muslimische Bewohner dieser Gegenden mitriss. Einige der Familien waren zweifellos selbst bosnischer Abstammung. Ihre Vorfahren hatte sich nach osmanischen Eroberungen als Spahis dort niedergelassen. Mit den neuen Zuzug wuchs die muslimisch slawische Bevölkerung Bosniens.


    ZUSAMMENFASSUNG

    Es war deutlich zu erkennen, dass die Gründe für die Islamisierung Bosniens vielschichtig waren. Zum einen spielten die diskriminierenden Gesetze gegenüber der christlichen Bevölkerung eine Rolle und zum anderen die Anziehungskraft des Islam und des damit verbundenen Wohlstand in den muslimisch dominierten Städten. Die sich rasch entwickelnden Städte wurden zu Zentren der islamischen Kultur und Religion in denen die Menschen eher dazu neigten den Islam anzunehmen. Der wichtigste Grund für das Aufgeben des Christentum und den Übertritt zum Islam scheint die mangelnde kirchliche Organisation des Christentums gewesen zu sein. Die bosnische Kirche war zum Zeitpunkt der Eroberung durch die Osmanen kaum präsent und die katholische hatte keine sehr lange Tradition in Bosnien.

    Die ländlichen Gebiete Bosniens wurden kaum von Priestern versorgt. Hier war das Christentum kaum mehr als eine Handvoll volkstümlichen Bräuche und Zeremonien. Vom volkstümlichen Christentum zum volkstümlichen Islam war kein großer Schritt. Ohne die lenkende Präsenz einer Kirche, die vor der Gefahr für die unsterbliche Seele gewarnt hätte, ließ sich der Übergang leicht vollziehen.

    Eine Zwangsislamisierung sowie eine mögliche Massenkonvertierung können auf jeden Fall ausgeschlossen werden. Der Islamisierungsprozess dauerte zog sich über mehrere Generationen dahin und das Osmanische Reich befolgte keine bewusste Islamisierungspolitik. Pastir
    19.12.05, 02:00

    ÜBER DIE STELLUNG DER CHRISTEN IN OTTOMANISCHEN BOSNIEN:



    5a.) Stellung der Christen im osmanischen Bosnien, allgemein

    Im 17. Jahrhundert war die osmanische Vasallenkavallerie aus dem alten Lehnssystem militärisch überholt. Viel wichtiger wurden Infanteriesoldaten mit modernen Feuerwaffen sowie die Artillerie. Man brauchte Geld um die Soldaten zu bezahlen. Deswegen wurden die Timar-Lehen der Feudalzeit bei ihrem Rückfall in eine Kombination von Privatbesitz und Steuerpachtung verwandelt. Dadurch veränderte sich die osmanische Gesellschaft in der Provinz vollkommen. Während Abgaben von Bargeld früher nur Notmaßnahmen waren, wurden sie nun zur Regel. Sowohl die Steuerpächter als auch Istanbul erfanden eine Vielzahl von neuen Steuern und förderten Armut und häufige Unruhen. Viele Bauern verließen ihre Höfe und wurden zu Banditen. Das Reich verrottete im Innern.
    Dazu kam es alle zwei Generationen zu einem größeren Krieg. So verwickelten sich die Osmanen in den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts in einen langen Krieg gegen Venedig, der bis 1669 dauerte. Da Bosnien direkt an venezianisches Gebiet angrenzte wurde es von diesem Krieg enorm belastet. Zusätzlich zu den neuen Steuern kam eine Inflation dazu.
    Der Krieg und die damit verbundenen Verwüstungen wirkten sich auch direkt auf die christliche Bevölkerung Bosniens aus. So berichtete der katholische Bischof Marijan Maravic im Jahre 1655, dass mehr als 2000 katholische Familien „im Gegenwärtigen Krieg“ aus Bosnien geflohen sind.
    Der entscheidende Krieg von dem sich das osmanische Reich nie wieder ganz erholte, war der gegen die Habsburger von 1683 – 1699. Das Jahr 1683 verlief für die Osmanen katastrophal.
    Die Habsburger eroberten die osmanischen Gebiete Ungarns so, dass Tausende von Spahis und ungarischen Bauern, welche zum Islam übergetreten waren, ihre Höfe aufgeben mussten und südwärts auf bosnischen Territorium flohen.
    Gleichzeitig vertrieben habsburgische Kräfte die Muslime aus der Lika im heutigen Kroatien, dem westlichsten Teil der damaligen osmanischen Provinz Bosnien. Bis 1687 waren rund 30000 vertrieben und die 1700 Zurückgebliebenen wurden gezwungen zum Katholizismus überzutreten. Dieser Flüchtlingsstrom wirkte sich auf Umfang und Zusammensetzung der bosnischen Bevölkerung aus. Man schätze, dass durch diesen Krieg insgesamt 130 000 Muslime nach Bosnien kamen.
    Einige von den Flüchtlingen, vor allem Spahis, die alles verloren hatten, waren sehr verbittert. Wahrscheinlich entstand mit ihnen die neue Feindseeligkeit gegen das Christentum in Bosnien.

    Die Begleiterscheinungen dieses sozial und ökonomisch regressiven Prozesses sind größer werdende Antagonismen zwischen Christentum und Islam. Die hartnäckigen Versuche Österreichs, Russlands und Venedigs, die christliche Bevölkerung (katholische und orthodoxe) Bosniens und der Herzegowina für ihre Ziele und Aktionen zu gewinnen arteten in einem immer größer werdendem Unmut der einheimischen muslimischen Bevölkerung gegenüber Christen. Nach erfolglosen Aktionen türkischer Truppen gegen venezianische Besitzungen in Dalmatien gelang es den Venezianern eine Reihe von Orten zu besetzen die heute kroatisches Territorium sind (Zemunik, Novi Grad, Obrovac, Karin, Nadin, Ostrovica, Solin und Klis). Da die Verteidigung dieser Gebiete für die Venezianer zu einem Problem wurden zogen sie unter falschen Versprechungen eine Vielzahl an christlichen Flüchtlingen aus Bosnien und Herzegowina an, und bemühten sich diese als Grenzkämpfer zu gewinnen. Unter diesem venezianischen „Spezialkrieg“ (räuberische Einfälle der Grenzkämpfer auf bosnisches Territorium), durch den das osmanische Reich nur indirekten Schaden davon trug, litt hauptsächlich die einheimische Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze, sowohl

    Der Krieg gegen die Habsburger aus dem Jahre 1788 hatte ernsthaftere Folgen als alle bisherigen. Joseph II. von Österreich und Katharina die Große von Russland waren übereingekommen, den Osmanen die Länder auf der Balkanhalbinsel abzunehmen und sie untereinander aufzuteilen. Darin war das geopolitische Muster festgelegt welches schließlich dazu führte, dass 1878 die k.u.k. Bosnien besetzte und es 30 Jahre später annektierte. Zu Beginn des Krieges von 1788 zeigte Joseph II., dass er ernsthaft an Herrschaft dachte, nicht nur an Eroberung, als er verkündete, dass er bereit sei, allen Muslimen Religionsfreiheit zu gewähren wenn sie die Waffen niederlegten. So marschierten Anfang 1788 österreichische Truppen in Bosnien ein, aber ihre Träume von einem begeisterten Empfang als Befreier erfüllten sich nicht. Eine kleine Zahl von Bosniern meldete sich freiwillig zur Österreichischen Armee. Aber im übrigen leisteten bosnische Christen (hauptsächlich orthodoxe) wie Muslime in der Grenzregion hartnäckig Widerstand gegen die Österreicher, und die Armee der Habsburger blieb in einer fünfmonatigen Belagerung der Festung Dubica stecken.
    Im folgenden Jahr waren dann die Österreicher besser organisiert und überrannten fast ganz Bosnien. Der diplomatische Druck der anderen europäischen Großmächte zwang die Habsburger jedoch ihre Armee zurückzuziehen. Dafür musste der Sultan dem österreichischen Kaiser den offiziellen Status eines „Protektor“ der Christen unter osmanischer Herrschaft gewähren.

    Die steuerliche Last der Kriege, die das Osmanische Reich an anderen Orten führte, trug die gesamte Provinz, da jedoch die christliche Bevölkerung von einem Kriegsdienst befreit war, trugen nur die Muslime die militärische Last dieser Kriege. Die Bedeutung der bosnischen Streitkräfte für die osmanische Armee zeigt sich in einer Liste von 1553 bosnischen Spahis, die im Russlandfeldzug von 1711 Dienst taten. Jeder dieser Feudalherren nahm eine Gefolgschaft von Dienstmannen mit. Von den Kämpfen in Persien kehrten 1727 von 5200 muslimischen Männern nur 500 zurück.

    Eingespannt in fremde Interessen und Pläne glitt Bosnien und Herzegowina in immer mehr größer werdende ökonomische und kulturelle Rückständigkeit und vor allem geistige Gespaltenheit. Die Widersprüche zwischen Muslimen, Orthodoxen und Katholiken wurden immer größer.






    5.b) Der Kontext der bosniakisch-muslimischen Kultur

    Die Islamisierung von einem großen Teil der bosnischen Bevölkerung fand auch einen tiefen Eingang in die soziale Hierarchie. Aus diesem Grund konnte die orientalische Kultur starke Wurzeln schlagen, wobei sie mit ihrem Geist teilweise auch das Alltagsleben und künstlerische Schaffen der nichtmuslimischen Bevölkerungsanteile durchdrang.
    Dies wurde vor allem an der großen Anzahl hervorragender Bauwerke sichtbar. Es wurden auch Grund- und Mittelschulen gegründet in denen die geistigen und wissenschaftlichen Disziplinen des Islam gelehrt wurden.
    Ab dem 18. Jahrhundert, als das Osmanische Reich einem raschen Verfall entgegenstrebt, die Expansionskraft verliert und der bosnische Paschaluk nach der erfolglosen Belagerung Wiens zur Grenzzone des Reiches wird, begann die Dekadent dieser Kultur, was sich zuallererst an den immer ärmer werdenden Formen der Monumentalkunst ablesen lässt. Gleichzeitig entwickelt sich durch diese Dekadenz und geistige Entfernung vom kulturellen Mutterland auf dem Gebiet des Schriftwesens und der Literatur ein der Kulturtradition der Muslime sehr wichtiges Phänomen – die Aljamiado-Literatur (Literatur in der Muttersprache und in arabischer Schrift).
    Die größte Konzentration und den stärksten Aufschwung der orientalischen Kultur erlebten die Städte. Die schönsten Kulturdenkmäler dieser Epoche finden wir in der Monumentalarchitektur und im sakralen und profanen Bauwesen, in zahlreichen Moscheen, Grabdenkmälern, Springbrunnen, Herbergen, Schul-, Verwaltungs- und Wohnbauten, Markthallen, öffentlichen Bädern, Uhrtürmen, Brunnen und nicht zuletzt Brücken. Die größten und bekanntesten dieser Brücken entstanden im 16. Jahrhundert.


    5.c) Der Kontext der kroatisch-katholischen Kultur

    Dass kein allgemeiner Zwang auf Einzelne ausgeübt wurde den katholischen Glauben aufzugeben heißt nicht, dass die christlichen Kirchen nicht behindert und unter Druck gesetzt wurden. Gerade die katholische Kirche wurde, obwohl sie den für die Fortführung ihrer Arbeit notwendigen Rechtsstatus bekam, mit tiefen Misstrauen beobachtet.
    Ihre Priester galten als potentielle Spione fremder Mächte, und das nicht ohne Grund: ein venezianischer Regierungsbeauftragter verzeichnete im Jahre 1500 einen Bericht aus dem ersichtlich wurde, dass manche Franziskaner die militärischen Absichten der Osmanen analysierten.

    Unmittelbar nach der osmanischen Eroberung Bosniens war die Lage der katholischen Kirche Bosnien und Herzegowinas ziemlich bedrückend. Kirchen und Klöster wurden zerstört. Ein Teil des Glaubensvolks floh auf das von Ungarn gehaltene Territorium. Die Franziskanerinstitution stand vor einem drohenden Untergang. In dieser Situation kam es im Frühsommer 1463 zu einem denkwürdigen Ereignis – zur Begegnung des bosnischen Kustoden Petar Andjelo Zvizdovic mit Sultan Mehmed el Fatih im Feldlager von Miodraz. Der osmanische Herrscher, vielleicht der mächtigste Mann seiner Zeit, stand vor der Wahl, nämlich: entweder diesem armseligen ruhhan („Geist“) jegliche Bedeutung und Identität abzusprechen oder sie, so marginal und ungefährlich sie war, anzuerkennen und zu unterstützen. Das Resultat dieses Treffens war eine Sultansurkunde, mit der bosnischen Franziskanern und Katholiken das Recht auf religiöse (eo ipso: kulturelle, politische, ethnische) Identität auf ihr Leben garantiert wurde.
    Dieser kaiserliche Befehl begründete trotz vieler späterer Verletzungen den Rechtsstatus der Franziskaner und des katholischen, später kroatischen Volkes Bosniens und der Herzegowina.

    Als im September 1697 Prinz Eugen von Savoyen den Osmanen eine schwere Niederlage bei Zenta zufügte, stieß er mit erstaunlicher Geschwindigkeit mit einer kleinen Armee von 6000 Mann ins Herz Bosniens vor. Das war ein Kriegszug, in dem dort, wo das Heer vorbeikam, alles geplündert, niedergebrannt und ausgemerzt wurde.
    Am 22. Oktober erreichten sie Sarajevo. Die Stadt wurde völlig niedergebrannt. Prinz Eugen hielt in seinem militärischen Tagebuch folgendes fest:

    „Ich machte Front zur Rechten der Stadt und entsandte eine Abteilung zum Plündern; die Türken hatten zwar ihre besten Sachen in Sicherheit gebracht, aber es fand sich noch genügend Beute. Gegen Abend brach ein Feuer aus. Die Stadt ist groß und völlig offen und hat 120 schöne Moscheen...Man hat die Stadt völlig niedergebrannt und auch die ganze Umgebung. Unsere Trupps, die den Feind verfolgten, haben Beute eingebracht, und auch Frauen und Kinder, nachdem sie etliche Türken getötet hatten. Die Christen kommen in großer Zahl, bitten um Schutz und kommen mit all ihrer Habe ins Lager, denn sie wollen das Land verlassen und sich uns anschließen. Ich hoffe alle, die sich in diesen Land befinden, über die Save zurückzuführen.“

    Sarajevo brauchte lange Zeit um sich von diesen Verwüstungen zu erholen. Immerhin soll 1807 die Bevölkerungszahl bei 60 000 gelegen haben. Das ist weniger als vor der Verwüstung von 1697, aber immer noch beeindruckend, wenn man sie vergleicht mit der Einwohnerzahl von Belgrad 1838 (12 963) oder Zagreb 1851 (14 000).

    Für die bosnischen Katholiken, vor allem für die Mittelschicht, stellten diese Ereignisse eine wahre Katastrophe dar, von der sie sich lange nicht erholen konnten. Aus Angst vor Rache verließ ein grossteil der katholischen Bevölkerung Mittel- und Nordbosnien. Die Ausmaße und Tiefe dieser Katastrophe kann man nur erahnen. Nach dem Rückzug des Savoyarden blieben in Bosnien nicht einmal 30 000 Katholiken.

    Von besonderer Bedeutung im kulturellen Leben der katholischen Bosnier (heute Kroaten) war das Wirken der bosnischen Franziskaner bzw. ihres Ordenstaates Bosna Argentina, das sich unter komplexen historischen Umständen zu einer Organisationsform entwickelt, die im System der katholischen Kirche eine absolute Ausnahme darstellt. Überdies ist es in der Geschichte Bosniens die einzige Institution, die eine Kontinuität mit dem Mittelalter und dem bosnischen Königtum aufrechterhält.
    Die reguläre Hierarchie der katholischen Kirche wurde erst 1881 in Bosnien eingeführt, nachdem Österreich-Ungarn Bosnien von den Osmanen übernommen hatte. Der neuernannte Bischof (Josip Stadler) versuchte sofort, alle Pfarren von den Franziskanern zu übernehmen. Dieser damals aufgebrochene Gegensatz zwischen diesen beiden kirchlichen Strukturen ist bis heute nicht überwunden und geht zuweilen in heftige und offene Konflikte über.

    Die bedeutendste kulturelle Leistung der katholisch-bosnischen Bevölkerung in diesem Zeitraum war die literarische Tätigkeit der Franziskaner. Diese gehörten damals zu den gebildetesten Menschen Bosniens. Der Begründer der Franziskanerliteratur war Matija Divkovic (1563 – 1631). Wenn man von Divkovic als Begründer spricht, denkt man in erster Linie an jenen wichtigen Zweig dieser Literatur, der in der Volkssprache und nach den Bedürfnissen des Volkes entstand.
    Die Lage der Franziskaner, die nicht zuletzt durch ihre Ablehnung der inquisitorischen Maßnahmen im 13. Jahrhundert eine gute Beziehung zur bosnischen Bevölkerung geknüpft hatten, verschärfte sich zunehmend ab dem Zeitpunkt, als das Osmanische Reich innerlich schwächer wurde und auf militärischen Gebiet entscheidende Schlachten, wie jene vor Wien (1683), verlor.
    Als Österreich seine politische Propaganda und nachrichtendienstliche Aktivität in Bosnien und Herzegowina verstärkte, wobei man sich der Missstimmung der Franziskaner und Katholiken gegenüber der osmanischen Regierung bediente, verschlechterte sich ihre Lage noch mehr.


    5.d) Der Kontext der serbisch-orthodoxen Kultur

    Die damaligen Vorläufer der heutigen serbisch-orthodoxen Kirche waren vor der Ankunft der Osmanen auf dem Gebiet des eigentlichen Bosnien kaum aktiv. In der Herzegowina hatte eine viel größere Gewichtung. Im 14. und 15. Jahrhundert waren die meisten Adligen in der Herzegowina orthodoxe Christen, und damit vermutlich die Mehrheit der Bevölkerung ebenfalls. In dem von starken katholischen Aktivitäten geprägten Jahrhundert vor der osmanischen Eroberung gewann die katholische Kirche in der Herzegowina zwischenzeitlich an Boden und errichtete vier Franziskanerklöster. Im 16. und 17. Jahrhundert nahm dieser Einfluss vor allem in der östlichen Herzegowina wieder ab.
    Einige katholische Berichte aus den fünfziger Jahren des 15. Jahrhunderts sprechen von einem Wettstreit der beiden Kirchen um die Seelen, aber das spiegelt vor allem zwei Dinge: wie weit die Franziskaner in die Herzegowina eingedrungen waren, und dass sie mit den Orthodoxen um die Reste der bosnischen Kirche konkurrierten.
    Nach der Ankunft der Osmanen änderte sich das Bild jedoch schnell. Von etwa 1480 an werden orthodoxe Priester und Gläubige in vielen Teilen Bosniens erwähnt, wo vorher nie von ihnen die Rede war.
    Im 16. Jahrhundert wurden mehrere orthodoxe Klöster errichtet (Tavna, Lomnica, Papraca, Ozren und Gostovic). Diese Neugründungen sind besonders überraschend, wenn man bedenkt, dass der Kanun-i Rajah den Bau neuer Kirchen verbot. Die osmanischen Behörden haben offenbar jedes Mal eine besondere Genehmigung erteilt.

    Das Leben der bosnisch-herzegowinischen Orthodoxen (Serben) wurde, sowohl politisch als auch kulturell, von der Zugehörigkeit zur nationalen serbisch-orthodoxen Kirche geprägt.
    Die erste Periode der osmanischen Herrschaft (16. und 17. Jahrhundert) war eine Zeit lebhafter Aktivität in Religion, Kirchenbau, Kultur und Bildung. Neue Kirchengemeinden wurden gegründet.
    Gegen das 18. Jahrhundert zu, als die Rolle des Osmanischen Reiches auf der internationalen Bühne rasch an Bedeutung verlor und Österreich und Russland sich immer stärker in die Balkanpolitik einmischen, begannen die Patriarchen von Pec eine antiosmanische Politik zu betreiben, wobei sie sich an österreichische und russische politische Kombinationen anschlossen. Deshalb wurde das Patriarchat im Jahr 1766 aufgehoben. Ab dieser Zeit verschlechterte sich die allgemeine Lage der orthodoxen Bevölkerung.
    Nach der Aufhebung des Patriarchats von Pec wurden alle wichtigen Kirchenpositionen nicht mehr mit einheimischer Priesterschaft, sondern mit griechischen Klerus besetzt. Diese kümmerten sich im großen und ganzen nur um die Mehrung ihres Besitzes und trugen (da sie bis zum Ende der osmanischen Herrschaft in Bosnien verblieben) erheblich zur kulturellen Stagnation ihres Kirchenvolks bei.

    Obwohl die orthodoxe Kirche auch unter Demütigungen und Bedrückungen zu leiden hatte, kann man sicher sagen, dass die orthodoxe Kirche vom osmanischen Regime im Vergleich zur katholischen begünstigt wurde. Für ihre Gläubigen lagen die Ursprünge der religiösen Autorität innerhalb des osmanischen Reiches. Die Katholiken suchten ihre Außerhalb und waren sicher eher geneigt, die Eroberung Bosniens durch eine katholische Macht als Befreiung anzusehen.

    Die Stellung der serbisch orthodoxen Kirche wurde durch die allgemeine Haltung der Hohen Pforte gegenüber der Ostkirche bestimmt, die nach der Eroberung Konstantinopels (1453) von Mehmet II. dem Eroberer festgelegt worden war.


    5.e) Juden und Roma in Bosnien

    Von zwei Bevölkerungsteilen war bisher noch kaum die Rede, obwohl sie schon früh in Bosnien präsent waren: den Roma, die wahrscheinlich vor der osmanischen Eroberung da waren, und den Juden, die innerhalb des ersten Jahrhunderts der osmanischen Herrschaft kamen.
    Die beiden Bevölkerungsgruppen haben natürlich wenig gemeinsam, abgesehen von der Tatsache, dass sich beide ihre Identität erhalten haben, währen sie über zahlreiche Länder verstreut waren.
    In beiden Fällen ist auch der Unterschied zwischen der Behandlung, die sie im Osmanischen Reich erfahren haben, und der, die ihnen in Nord- und Westeuropa zuteil wurde, verblüffend.
    Diejenigen Autoren, die automatisch von der Grausamkeit und Intoleranz der osmanischen Herrschaft ausgehen, sollten sich die Geschichte dieser beiden Minderheiten einmal genauer ansehen.

    Zuerst wanderten ab dem 15. Jahrhundert Roma zu und ließen sich in fast allen Städten nieder und gründeten eigene Vororte. In der Mitte des 16. Jahrhunderts kam es zu einer Ansiedlung der sephardischen Juden, die aus ihrer Heimat in Spanien durch die Zwangschristianisierung und Unterdrückung durch die römisch-katholische Kirche der Jahre 1492 bis 1496 vertrieben worden waren. Die Sephardim sprachen Ladino (judoö-espanol) und unterschieden sich von den askenasischen Juden, die in kleineren Gruppen oder einzeln wesentlich später, nämlich im 19. Jahrhundert kamen. Die Sephardim siedelten sich in den Städten an und beschäftigten sich mit Handel, Handwerk und Heilkünsten. Sie lebten unhörbar und isoliert, bewahrten ihre Tradition und schufen ihre kulturellen Erzeugnisse in der Muttersprache und auf Hebräisch (seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in der bosnischen Landessprache).

    Pastir
    19.12.05, 02:01

    6.) Bibliographie


    ALBRECHT Wilhelm, Grundriss des osmanischen Staatsrechtes, Berlin 1907.


    BABIC Anto, Uvod u istoriju srednjovjekovne bosanske drzave, in: Akademija nauka i umjetnosti Bosne i Hercegovine (Hrsg.), Bd. 17, Prilozi za istoriju Bosne i Hercegovine i Drustvo i privreda srednjovjekovne bosanske drzave, Sarajevo 1987, S. 11 – 20.


    BABUNA Aydin, Die nationale Entwicklung der bosnischen Muslime, Frankfurt am Main 1996.


    CIRKOVIC Sima, Bosanska crkva u bosanskoj drzavi, in: Akademija nauka i umjetnosti Bosne i Hercegovine (Hrsg.), Bd. 17, Prilozi za istoriju Bosne i Hercegovine i Drustvo i privreda srednjovjekovne bosanske drzave, Sarajevo 1987, S. 191 – 254.


    LOVRENOVIC Ivan, Bosnien und Herzegowina, Eine Kulturgeschichte, Wien – Bozen 1998.


    MALCOLM Noel, Geschichte Bosniens, Frankfurt am Main 1996.


    OKUKA Milos – SOSE Meho, Bosna i Hercegovina prije 100 godina u rijeci i slici, Tuzla 2004.


    STIMAC Zrinka, Die bosnische Kirche, Versuch eines religionswissenschaftlichen Zugangs, Frankfurt am Main 2004
    [QUOTE=Bošnjanin;1264141]Ok das ist eine Sichtweise


    hmmm... das thema interessiert mich schon aber leider fällt es mir und wahrscheinlich den meisten anderen schwer seine zeit zu opfern und diesen riesen text zu lesen

  7. #7
    Avatar von Bosanski Srbin

    Registriert seit
    22.06.2009
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    216
    [quote=Jugcro;1264187]
    Zitat Zitat von Bošnjanin Beitrag anzeigen
    Ok das ist eine Sichtweise


    hmmm... das thema interessiert mich schon aber leider fällt es mir und wahrscheinlich den meisten anderen schwer seine zeit zu opfern und diesen riesen text zu lesen

    So ein Thema kann man auch nicht kurz beschreiben. Selbst der Text ist eigentlich zu wenig um den Hintergrund vollkommen zu durchleuchten müsste man ganze Bücherquellen lesen.

  8. #8
    Stanislav
    [quote=Bosanski Srbin;1264246]
    Zitat Zitat von Jugcro Beitrag anzeigen


    So ein Thema kann man auch nicht kurz beschreiben. Selbst der Text ist eigentlich zu wenig um den Hintergrund vollkommen zu durchleuchten müsste man ganze Bücherquellen lesen.
    stimmt das sind nur journalistische tv-kurzfassungen.

    wer wirklich forschen will müsste material und bücher z.b. dort suchen:
    Zemaljski Muzej Bosne i Hercegovine

  9. #9
    Avatar von Bosanski Srbin

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    Ausrufezeichen

    [quote=Bošnjanin;1264253]
    Zitat Zitat von Bosanski Srbin Beitrag anzeigen

    stimmt das sind nur journalistische tv-kurzfassungen.

    wer wirklich forschen will müsste material und bücher z.b. dort suchen:
    Zemaljski Muzej Bosne i Hercegovine

    Da haste Recht. Hab neulich so einen Bericht gelesen von wegen 2012 werden die Menschen zu inteligenten Überwesen aufsteigen. Wär nicht schlecht sowas dann sterben die Dummen aus.

    Aber sowas ist wohl nur Wunsch denken vorallem hier im Forum wär das Traumhaft die ganzen Vollpfosten zu entfernen

  10. #10

    Registriert seit
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    Beiträge
    689
    Ja die Bogomilen god hab sie seelig, welche sprache sprachen sie den?

    PS wir sind nicht ein volk den die Kroaten waren nie Bogomilen

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