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Gespräch mit Papa Nikolic

Erstellt von Popeye, 15.03.2008, 00:16 Uhr · 9 Antworten · 711 Aufrufe

  1. #1
    Popeye

    Reden Gespräch mit Papa Nikolic

    »Wir werden Kosovo wieder in Serbien eingliedern«

    Belgrad wird vom Westen unterstützte Sezession niemals anerkennen. Neuwahlen werden Problem nicht lösen. Ein Gespräch mit Tomislav Nikolic

    Interview: Cathrin Schütz Tomislav Nikolic ist stellvertretender Vorsitzender der Radikalen Partei Serbiens (SRS)

    Die Kosovo-Albaner haben im vergangenen Monat ihre Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Die Regierungen der USA, Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs gehörten zu den ersten, die der Sezession durch ihre Anerkennung den Segen erteilten. Was bedeutet die Abspaltung des Kosovo für Ihr Land?

    Für Serbien war der 17. Februar ein Tag großer Trauer und der Enttäuschung über diejenigen, die das alles ermöglicht haben. Aber die Unabhängigkeitserklärung markiert nun den Beginn des serbischen Kampfes um die Wiedereingliederung des Kosovo und Methohiens in sein Staatswesen. Dieser Kampf wird niemals aufhören, und er wird eines Tages von Erfolg gekrönt sein. Weder die sogenannte Internationale Gemeinschaft noch die Vereinten Nationen, eine Organisation, die ja gerade die Kleinen und Schwachen schützen sollte, haben uns beschützt.

    Auch wenn wir uns in Serbien nicht vollkommen einig sind, wie die folgenden Schritte aussehen müssen, werden wir mehrheitlich im Kampf um Kosovo und Methohien immer an einem Strang ziehen. Am Tag der Ausrufung der Unabhängigkeit haben wir uns verpflichtet, Kosovo und Methohien wieder in unser Staatswesen einzugliedern. Ist die Unterstützung der Kosovo-Albaner und ihrer Unabhängigeit der letzte Schritt der Zerschlagung Jugoslawiens durch die westlichen Mächte?

    Keineswegs. Auch Deutschland schuldet uns noch eine Antwort auf die Frage, warum uns das alles angetan wird. Wenn das ethnische Prinzip dafür entscheidend war, Kosovo und Methohien als unabhängigen Staat anzuerkennen, dann kann es sofort auch in Sandschak oder in der Region Raschka angewendet werden. Die große Mehrheit der dortigen Einwohner sind Bosniaken, die sich zum moslemischen Glauben bekennen. Das ethnische Prinzip ist auch in sechs Bezirken im Norden der Vojvodina anwendbar, in denen Ungarn die Mehrzahl der Einwohner stellen, in zwei Bezirken im Süden Serbiens, in denen Albaner dominant sind, in zwei Bezirken im Südosten Serbiens, in denen Bulgaren, in zwei Bezirken, in denen Slowaken die mehrheitliche Bevölkerung stellen – in diesem Sinne wird es also kein Ende nehmen. Sie glauben also, daß die Aufsplitterung weitergehen wird?

    Heute geht es nicht mehr um die Zerschlagung Jugoslawiens, wir sind jetzt bei der Zerschlagung Serbiens angekommen. Bis zur Sezession von Kosovo und Methohien war es Jugoslawien, das Territorien verloren hat. Zuletzt hatte Montenegro die staatliche Einheit »Serbien und Montenegro« verlassen. Nun wird erstmals direkt von Serbien Territorium weggenommen. Unsere Antwort muß deshalb sehr scharf und entschlossen sein. Wir müssen der Welt zeigen, daß wir in eine Phase des Kampfes eintreten, nicht nur um Kosovo und Methohien wieder einzugliedern, sondern auch um zu verhindern, daß Serbien noch mehr genommen wird. Die Kosovo-Frage hat die Koalitionsregierung in Belgrad gespalten. In der Regierung hatte die Partei des prowestlichen Präsidenten Boris Tadic (DS) die Mehrheit, im Parlament jedoch wechselte Regierungschef Kostunicas Demokratische Partei Serbiens (DSS) das Lager. Eine von Ihrer Partei eingereichte Resolution, die verlangte, daß Belgrad alle Verhandlungen über eine Mitgliedschaft in der EU einstellt, bis Brüssel die territoriale Integrität Serbiens samt dem Kosovo wieder anerkennt, gewann in der vergangenen Woche die Stimmen der DSS-Abgeordneten. Der Parlamentspräsident, ein Funktionär der prowestlichen DS, brach die Sitzung ab. Es folgten der Rücktritt Kostunicas und die Auflösung des Parlaments ...

    Der Rücktritt Kostunicas hat mich wirklich überrascht. Es hätte andere Lösungen gegeben, aber keiner hat uns ernsthaft gefragt, ob wir bereit seien, die Regierungsverantwortung zusammen mit der DSS zu übernehmen. Wenn die Regierenden glauben, Serbien könne seine Probleme mittels Neuwahlen lösen, bitte. Wir werden an den Wahlen am 11. Mai jedenfalls teilnehmen.

    15.03.2008: »Wir werden Kosovo wieder in Serbien eingliedern« (Tageszeitung junge Welt)

  2. #2

    Registriert seit
    20.01.2008
    Beiträge
    9.280
    papa nikolic sagt es ist schlafenszeit kleiner janitschar

  3. #3
    Avatar von brigada 172

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    1.453
    Des ist der Traum von Nilolic aber dieser traum würd nicht Wahr.

  4. #4

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    11.391

  5. #5
    mustermann_max
    Zitat Zitat von brigada 172 Beitrag anzeigen
    Des ist der Traum von Nilolic aber dieser traum würd nicht Wahr.
    woher kommst du eigentlich ,also ich mein net dein heimatland

  6. #6

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    4.024
    Zitat Zitat von Turkish Red Beret Beitrag anzeigen
    »Wir werden Kosovo wieder in Serbien eingliedern«

    Belgrad wird vom Westen unterstützte Sezession niemals anerkennen. Neuwahlen werden Problem nicht lösen. Ein Gespräch mit Tomislav Nikolic

    Interview: Cathrin Schütz Tomislav Nikolic ist stellvertretender Vorsitzender der Radikalen Partei Serbiens (SRS)

    Die Kosovo-Albaner haben im vergangenen Monat ihre Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Die Regierungen der USA, Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs gehörten zu den ersten, die der Sezession durch ihre Anerkennung den Segen erteilten. Was bedeutet die Abspaltung des Kosovo für Ihr Land?

    Für Serbien war der 17. Februar ein Tag großer Trauer und der Enttäuschung über diejenigen, die das alles ermöglicht haben. Aber die Unabhängigkeitserklärung markiert nun den Beginn des serbischen Kampfes um die Wiedereingliederung des Kosovo und Methohiens in sein Staatswesen. Dieser Kampf wird niemals aufhören, und er wird eines Tages von Erfolg gekrönt sein. Weder die sogenannte Internationale Gemeinschaft noch die Vereinten Nationen, eine Organisation, die ja gerade die Kleinen und Schwachen schützen sollte, haben uns beschützt.

    Auch wenn wir uns in Serbien nicht vollkommen einig sind, wie die folgenden Schritte aussehen müssen, werden wir mehrheitlich im Kampf um Kosovo und Methohien immer an einem Strang ziehen. Am Tag der Ausrufung der Unabhängigkeit haben wir uns verpflichtet, Kosovo und Methohien wieder in unser Staatswesen einzugliedern. Ist die Unterstützung der Kosovo-Albaner und ihrer Unabhängigeit der letzte Schritt der Zerschlagung Jugoslawiens durch die westlichen Mächte?

    Keineswegs. Auch Deutschland schuldet uns noch eine Antwort auf die Frage, warum uns das alles angetan wird. Wenn das ethnische Prinzip dafür entscheidend war, Kosovo und Methohien als unabhängigen Staat anzuerkennen, dann kann es sofort auch in Sandschak oder in der Region Raschka angewendet werden. Die große Mehrheit der dortigen Einwohner sind Bosniaken, die sich zum moslemischen Glauben bekennen. Das ethnische Prinzip ist auch in sechs Bezirken im Norden der Vojvodina anwendbar, in denen Ungarn die Mehrzahl der Einwohner stellen, in zwei Bezirken im Süden Serbiens, in denen Albaner dominant sind, in zwei Bezirken im Südosten Serbiens, in denen Bulgaren, in zwei Bezirken, in denen Slowaken die mehrheitliche Bevölkerung stellen – in diesem Sinne wird es also kein Ende nehmen. Sie glauben also, daß die Aufsplitterung weitergehen wird?

    Heute geht es nicht mehr um die Zerschlagung Jugoslawiens, wir sind jetzt bei der Zerschlagung Serbiens angekommen. Bis zur Sezession von Kosovo und Methohien war es Jugoslawien, das Territorien verloren hat. Zuletzt hatte Montenegro die staatliche Einheit »Serbien und Montenegro« verlassen. Nun wird erstmals direkt von Serbien Territorium weggenommen. Unsere Antwort muß deshalb sehr scharf und entschlossen sein. Wir müssen der Welt zeigen, daß wir in eine Phase des Kampfes eintreten, nicht nur um Kosovo und Methohien wieder einzugliedern, sondern auch um zu verhindern, daß Serbien noch mehr genommen wird. Die Kosovo-Frage hat die Koalitionsregierung in Belgrad gespalten. In der Regierung hatte die Partei des prowestlichen Präsidenten Boris Tadic (DS) die Mehrheit, im Parlament jedoch wechselte Regierungschef Kostunicas Demokratische Partei Serbiens (DSS) das Lager. Eine von Ihrer Partei eingereichte Resolution, die verlangte, daß Belgrad alle Verhandlungen über eine Mitgliedschaft in der EU einstellt, bis Brüssel die territoriale Integrität Serbiens samt dem Kosovo wieder anerkennt, gewann in der vergangenen Woche die Stimmen der DSS-Abgeordneten. Der Parlamentspräsident, ein Funktionär der prowestlichen DS, brach die Sitzung ab. Es folgten der Rücktritt Kostunicas und die Auflösung des Parlaments ...

    Der Rücktritt Kostunicas hat mich wirklich überrascht. Es hätte andere Lösungen gegeben, aber keiner hat uns ernsthaft gefragt, ob wir bereit seien, die Regierungsverantwortung zusammen mit der DSS zu übernehmen. Wenn die Regierenden glauben, Serbien könne seine Probleme mittels Neuwahlen lösen, bitte. Wir werden an den Wahlen am 11. Mai jedenfalls teilnehmen.

    15.03.2008: »Wir werden Kosovo wieder in Serbien eingliedern« (Tageszeitung junge Welt)


    wie antwortete mal goebbels als er von einem russischen offizier angerufen wurde und die frage "wielange wollt/könnt ihr noch kämpfen,wollt ihr nicht aufgeben?" gestellt bekamm...

    er antwortete : "ohhh nein,wir können noch monate kämpfen"
    der russe dann: "herr goebbels,wir haben extra einen strick für sie,wir werden sie finden" und dann legte göbbels auf.
    am nächsten tag war er tot(selbstmord) und das ganze nazireich auch.

  7. #7
    Avatar von tweety

    Registriert seit
    26.01.2008
    Beiträge
    784
    und an den weinachtsmann,osterhasen glaubt papa nikolic auch

  8. #8

    Registriert seit
    28.01.2008
    Beiträge
    4.024
    Zitat Zitat von Marko Boqari Beitrag anzeigen


    herz zerreisend


    YouTube - diss serbs

  9. #9

    Registriert seit
    14.03.2008
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    259
    Hallo ersteinmal an alle Boardmitglieder. Ist, glaube ich, echt nett hier.

    Zum Interview des Papa Nikolic mit der ehrenwerten Jungen Welt kann ich nur ein Zitat von Konrad Adenauer einbringen. Welches da wäre:

    "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."

    Grüße

  10. #10
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
    Beiträge
    18.580
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    wie antwortete mal goebbels als er von einem russischen offizier angerufen wurde und die frage "wielange wollt/könnt ihr noch kämpfen,wollt ihr nicht aufgeben?" gestellt bekamm...

    er antwortete : "ohhh nein,wir können noch monate kämpfen"
    der russe dann: "herr goebbels,wir haben extra einen strick für sie,wir werden sie finden" und dann legte göbbels auf.
    am nächsten tag war er tot(selbstmord) und das ganze nazireich auch.

    Napoleon, du bist echt meine Nummer Eins hier im Forum. Sobald ich deinen Nick vor einem Thread lese weiß ich, Aha, jetzt kommt NIVEAU ins Thema ... *Ironie aus*

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