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Gespräche über künftigen Status des Kosovo rücken näher
Pristina. SDA/Reuters/baz. Die lange geplanten Gespräche über einen endgültigen Status für die serbische Provinz Kosovo rücken näher. Der UNO-Sondergesandte für die Provinz, Kai Eide, hat seinen Lage-Bericht zum Kosovo in New York vorgelegt.

Die Gespräche könnten damit im November beginnen, sagte ein UNO-Sprecher am Mittwoch. Es wird erwartet, dass der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari in dem Konflikt vermitteln wird.

In einer ersten Phase soll er laut Diplomaten zwischen Belgrad und der Provinzhauptstadt Pristina pendeln, bevor es zu direkten Gesprächen zwischen der serbischen Regierung und der albanischen Bevölkerungsmehrheit des Kosovo in Wien kommen soll.

Kosovo-Albaner verlangen die Unabhängigkeit

Nach den serbischen Gräueltaten im Kosovo-Krieg verlangen die Kosovo-Albaner die Unabhängigkeit ihrer Provinz. Die Regierung für Serbien und Montenegro lehnt dies ab.

«Der UNO-Generalsekretär wird den Bericht prüfen und ihn dann mit seinen Empfehlungen für die nächsten Schritte an den Sicherheitsrat weiterleiten», sagte UNO-Sprecher Neeraj Singh. Der Rat werde sich mit dem Thema in der zweiten Oktober-Hälfte beschäftigen.

Nach Angaben von Diplomaten empfiehlt Eide den Beginn der Gespräche, auf welche die Kosovo-Albaner zunehmend ungeduldig drängen. Er kritisiere aber auch mangelnde Fortschritte in der Provinz auf dem Weg zu den von der UNO gesetzten Zielen in den Bereichen Demokratie und Minderheitenrechte.