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SARAJEWO, 17. September (RIA Novosti). Auf der Agenda des russisch-serbischen Gipfels am 20. Oktober stehen vor allem die Energiezusammenarbeit und Projekte mit russischer Beteiligung. Es wird außerdem erwartet, dass Russland seine Unterstützung Serbiens bei der Lösung des Kosovo-Problems bestätigt.

Präsident Dmitri Medwedew besucht Serbien auf Einladung seines Amtskollegen Boris Tadic im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung Belgrads von den faschistischen Eroberern.

Wie der russische Botschafter in Belgrad, Alexander Konusin, in einem Interview für die Belgrader Zeitung "Politika" mitteilte, wollen die Seiten ein sachliches Gespräch über die Verwirklichung von bilateralen Großprojekten im Energiebereich und anderer Projekte mit russischer Beteiligung führen. Er selbst sei damit zufrieden, wie die bilateralen Großprojekte verwirklicht würden.

Gleichzeitig äußerte er seine Besorgnis über die Situation, in die heute "einige bekannte serbische Unternehmen mit russischem Kapitalanteil" geraten sind.

"Zusammen mit unseren serbischen Partnern suchen wir nach einem Ausweg aus der schweren Situation, die sowohl infolge der Weltkrise als auch wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Lande entstanden ist", erklärte der Diplomat.

Nach den Worten des russischen Botschafters verhindern einige Vertreter der serbischen Regierung die Entwicklung der russisch-serbischen Zusammenarbeit.

Bei dem Besuch in Serbien wolle die russische Seite ihre Unterstützung für Serbien in seiner Position zum Problem Kosovo bestätigen.

"Die russische Seite wird ihre Unterstützung der serbischen Position zu der Provinz (Kosovo) bestätigen", so Konusin.

Die beiden Staatschefs wollen auch über die Situation auf dem Balkan, über den neuen Vertrag zur europäischen Sicherheit, dessen Unterzeichnung Dmitri Medwedew vorgeschlagen hat, sowie über globale Bedrohungen verhandeln.

Die albanischen Behörden des Kosovo hatten am 17. Februar 2008 mit Unterstützung durch die USA und eine Reihe von EU-Ländern einseitig die Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Gegenwärtig haben 62 Staaten die Souveränität des Kosovo anerkannt.


Serbien, Russland, China und Indien sowie einige andere einflussreiche Staaten lehnten die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo ab. Die einseitigen Schritte der albanischen Behörden im Kosovo verstoßen ihrer Meinung nach grob gegen das Völkerrecht.

Der Internationale Gerichtshof in den Haag behandelt gegenwärtig auf Antrag der UN-Vollversammlung die Frage der Legitimität der verkündeten Unabhängigkeit des Kosovo. An dem Prozess in Den Haag nehmen alle ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates teil: China und Russland auf der Seite Serbiens sowie Frankreich, Großbritannien und die USA auf der Seite des Kosovo.


RIA Novosti - Politik - International - Gipfel Russland-Serbien: Zusammenarbeit im Energiebereich und Kosovo-Problem im Mittelpunkt