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Ein Gottesstaat ist, was du draus machst

Erstellt von Monte-B, 24.06.2014, 12:37 Uhr · 30 Antworten · 1.309 Aufrufe

  1. #1

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    30.01.2014
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    Ein Gottesstaat ist, was du draus machst

    Was denen einfällt zu Behaupten Mohammed hätte aufgrund seiner Position Politik gemacht.
    Weiter wird hier behauptet der Koran wäre erst nach seinen Tod auf Papier niedergeschrieben worden, was nichts anderes bedeutet das es auch durch aus verfälscht sein kann dardurch

    Die islamistischen Terroristen kämpfen im Irak und in Syrien für ein Großkalifat. Doch was bedeutet das eigentlich? Die meisten Kalifate gelten als kulturelle Höhepunkte islamischer Zivilisation.


    Von Eva Marie Kogel

    Terrorgruppe Isis kämpft für ein Großkalifat1/2

    Foto: zgb grafik/ZGBZGH
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    Mit der Geschichte hapert es bei den Terroristen, die derzeit blutrünstig durch den Irak und durch Syrien ziehen. Die Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) beziehen sich immer wieder auf die "rechtgeleiteten Kalifen". Was genau sie damit meinen, wissen sie selber wahrscheinlich manchmal nicht so genau. Historisch gesehen ist ihre Ideologie jedenfalls schwer nachzuvollziehen.
    Tatsächlich wissen wir nur sehr wenig über die Zeit, in der die Gemeinde sich erst noch finden musste. Als der Prophet im Jahr 632 sehr plötzlich starb, versetzte das die noch junge islamische Gemeinde erst einmal in einen Schockzustand. Eben noch war Mohammed auf großer Wallfahrt gewesen – jetzt standen die Gläubigen ohne Führer da. Und das gleich im doppelten Sinne: Denn einerseits war Mohammed ihr Oberhaupt in religiösen Fragen, andererseits hatte sich die junge Religion unter seiner Führung zu einer passablen politischen Kraft entwickelt.
    Für die beiden sehr begehrten Posten brauchte man nun einen Nachfolger, was auf Arabisch nichts anderes heißt als: Kalif. Schnell kam es darüber zum Streit. Abu Bakr hatte das Glück, der Vater von Mohammeds Lieblingsfrau Aischa zu sein. Das garantierte ihm genug Glaubwürdigkeit, und Abu Bakr wurde zum ersten Kalifen. Nach seinem Tod im Jahr 634 wurde Umar Ibn Khattab zum Kalifen gewählt, unter dessen Führung die islamische Expansion richtig an Fahrt aufnahm. Bald standen Syrien, Mesopotamien und auch Teile Ägyptens unter islamischem Einfluss.
    644 kam Usman Ibn Affan an die Macht. Der expandierte das Reich weiter Richtung Libyen und Richtung Byzanz. Er kümmerte sich aber auch um das religiöse Fundament seiner Bewegung, indem er dafür sorgte, dass der Koran zum ersten Mal auf Papier festgehalten wurde. Bis dahin waren die einzelnen Surenteile mündlich weitergegeben worden. Usman war nicht unumstritten. Seine Gegner warfen ihm Postengeschacher vor. Knapp zehn Jahre nach seinem Amtsantritt wurde er ermordet.
    Die Ummayyaden


    Foto: UIG via Getty Images
    Beutezüge über Beutezüge: Die Abbildung zeigt einen arabischen Soldaten aus dem 10. Jahrhundert in einem spanischen Harem

    Nach dem Tod des dritten Kalifen brachen alte Konflikte wieder auf: Die Gruppe, die schon unmittelbar nach dem Tod Mohammeds der Meinung war, dass der eigentliche Nachfolger Ali Ibn Abi Talib sein müsste, wählte diesen zum Kalifen. Doch einer machte nicht mit. Der Stadthalter von Damaskus, Muawija, war mit dem Kalifen Ali nicht einverstanden. Er begründete die Herrscherdynastie der Ummayyaden in Damaskus, die von 661–750 die Politik des Reiches bestimmten.
    Unter ihrer Regierung expandierte das islamische Reich im Osten bis zum Indus und im Westen bis nach Spanien. Einer der bedeutendsten Kalifen dieser Zeit war Abd al-Malik, der von 685–705 regierte. Er hatte sein Reich fest im Griff und startete ein geradezu imperiales Großprojekt: Die Provinzen des Reiches wurden von Mitgliedern seiner Familie verwaltet, Arabisch wurde als Amtssprache eingeführt, und schließlich gelang auch die Unterwerfung der Berberstämme im Maghreb. Seine Truppen kämpften sich fast zu den Franken durch, bis sich ihnen Karl Martell in den Weg stellte.
    Ein Problem der Ummayyaden bestand darin, dass sie zwar aus der Sippe des Propheten Mohammed stammten, aber nicht direkt mit ihm verwandt waren. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde dieser Makel von den Gegnern der Dynastie ausgenutzt, als sich eine Gruppe um die Nachfahren von Mohammeds Onkel Abbas scharten. Durch Propaganda gelang es den "Abbasiden", das Kalifat zu unterwandern und zu schwächen. Angriffen aus dem Ostiran unter der Führung von Abu Muslim hatten die Ummayyaden bald nichts mehr entgegenzusetzen. Die Abbasiden übernahmen die Macht, jedoch nicht ohne ein Massaker an der Herrscherriege anzurichten.
    Die Abbasiden

    Nachdem die Abbasiden die Ummayyaden in Damaskus nicht nur erfolgreich besiegt, sondern gleich ausgerottet hatten, regierten die neuen Herrscher den Großteil des islamischen Reiches von Bagdad aus. Die Stadt entwickelte sich zu einer Boomtown, wie man sie im Nahem Osten noch nicht gesehen hatte. Durch Handel und Bankgeschäfte floss bis dahin ungeahnter Reichtum in die Metropole am Tigris.
    Steuern bezahlte jeder, so viel oder so wenig er wollte. Das so erwirtschaftete Geld steckten die dem Leben zugewandten Kalifen vor allem in Kultur und schöne Künste. Mit der Zeit stand das Leben dem der spätrömischen Dekadenz in nichts mehr nach: Ein Kalif beschäftigte im Harem junge Eunuchen, die er allabendlich für sich tanzen ließ. Wein wurde nicht nur angebaut, sondern im Übermaß konsumiert. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Glücksspiel um sich griff. Und all das wurde von Hofdichtern besungen, deren Werke uns dankenswerterweise bis heute erhalten sind.
    Neben diesen lebensfrohen Exzessen wurde Bagdad zum Zentrum für die besten Wissenschaftler ihrer Zeit. Astrologen, Mediziner, Philosophen und Mathematiker lernten und lehrten am Tigris, darunter im Übrigen auch zahlreiche Juden und Christen. Die Texte griechischer Philosophen wurden ins Arabische übersetzt, rezipiert und diskutiert. Auch wurde hitzig über den Koran diskutiert. In der Religionspolitik gab man sich liberal, es wurde gezielt die Schule der "Rationalisten" gefördert. Das Reich der Abbasiden faserte aus, als sie ihre Hauptstadt nach Samarra verlegen wollten und türkische Soldaten als Leibwache einstellten.
    Die Fatimiden

    Nach der Spaltung von den Sunniten im 7. Jahrhundert waren sich die Schiiten über die Führung ihrer Gemeinde alles andere als einig. Während die Sunniten einem Kalifen als Herrscher folgten, erfanden die Schiiten das Konzept des Imams. Doch auch das funktionierte nicht ohne Reibungen. Bis zum 9. Jahrhundert hatten sich über diese Streitigkeiten bereits drei schiitische Konfessionen herausgebildet, darunter auch die Ismailiten.
    Ihren Namen haben sie von Ismail, dem siebten Imam. Er ist nach ihrer Auffassung nicht gestorben, sondern nur entrückt. Mit diesem Konzept konnte man gut Politik machen: Bald formulierte diese Sekte ihren Machtanspruch und zog in den Maghreb, wo sie militärische Erfolge erzielte.
    Von hier aus baute sie ihr Reich aus. Ihre Abstammung führten die Herrscher, die sich nun ebenfalls Kalifen nannten, auf Fatima, die Tochter des Propheten, zurück. Deswegen wird ihre Dynastie als die der Fatimiden bezeichnet. Obwohl sie einem schiitisch-ismailitischen Bekenntnis folgten, tolerierten sie Sunniten und missionierten nicht gezielt.
    Ihre Feldzüge führten sie bis nach Sizilien. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts schließlich eroberten sie Kairo, das sie zu ihrer Hauptstadt ausbauten. Wenig später gelang es ihnen, die Kontrolle über Mekka und Medina zu erlangen. Damit standen die wichtigsten Heiligtümer des sunnitischen Glaubens unter schiitischer Herrschaft. Im 11. Jahrhundert stand das Reich der Fatimiden wirtschaftlich besser da als alle anderen islamischen Reiche. Von diesem Geldsegen profitierten auch Kunst, Kultur und Bildung. Unter anderem gründeten die Fatimiden die Al-Azhar-Universität in Kairo, die heute als wichtigstes sunnitisches Zentrum gilt.
    Das Kalifat von Córdoba

    Als die Macht der Ummayyaden in Damaskus sich Mitte des 8. Jahrhunderts ihrem Ende zuneigte und die Abbasiden ein Massaker an der Herrscherriege veranstalteten, gelang einem der Omaijaden-Prinzen die Flucht in den Westen. Abdul Rahman Ibn Muawija brachte sich zunächst bei Verwandten in Sicherheit, bis er schließlich mithilfe von Berbertruppen im Jahr 756 nach Andalusien übersetzte und dort zunächst das Emirat von Córdoba errichtete.
    Zeitweise herrschten die Kalifen sogar über Teile Nordafrikas. Das stieß auf Widerstand in der Bevölkerung, besonders in der arabischen Aristokratie. Erst gegen Anfang des 10. Jahrhunderts gelang es den Herrschern, das Reich zu befrieden. Abdul Rahman III. nahm schließlich den Titel des Kalifen an – unter anderem, um sich gegen die Fatimiden, die im Norden Afrikas herrschten, auch namentlich zu behaupten. Juden und Christen zahlten auch in diesem Kalifat eine Art Schutzsteuer.


    Moderne Wissenschaftler streiten noch, wie die Kalifen darüber hinaus mit den Minderheiten in ihrem Staate umgingen. Fest steht aber: Die Kalifen machten Córdoba zu einer der reichsten und kultiviertesten Städte des Mittelmeerraums, zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit. Mit seinen 500.000 Einwohnern musste sich Córdoba vor Konstantinopel und Bagdad nicht verstecken. Die Übersetzungen aus dem Arabischen in die europäischen Sprachen waren von nachhaltiger kultureller Bedeutung, und zwar sowohl für den islamischen Raum als auch für Europa. Doch all das sollte den Herrschern auf Dauer kein Glück bringen. Der letzte Kalif starb 1036 in der Verbannung.

  2. #2

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    nichts

  3. #3

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    Zitat Zitat von Karl der Kuehne Beitrag anzeigen
    nichts
    Islamhasser bist du mehr nicht

  4. #4
    Avatar von DZEKO

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  5. #5

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    Wenn ich so einen Artikel lese frage ich mich ob die Autorin immer noch so positiv über ein Kalifat schreiben würde, wenn sie als Nichtmuslimin in so einem Kalifat hätte leben müssen wie das Christen und Juden beispielsweise zu dieser Zeit mussten.

  6. #6

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    Bitte hör auf zu Spamen oder ich muss dich Melden, wenn es dir nicht gefällt oder du aufgrund deines Wissens über den Islam hier nicht mitreden kannst dann hast du ja noch deinen Dzeko Thread in der rubrik Rakija.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Monte-B Beitrag anzeigen
    Islamhasser bist du mehr nicht
    warum sollte ich ein islamhasser sein?

  8. #8

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Wenn ich so einen Artikel lese frage ich mich ob die Autorin immer noch so positiv über ein Kalifat schreiben würde, wenn sie als Nichtmuslimin in so einem Kalifat hätte leben müssen wie das Christen und Juden beispielsweise zu dieser Zeit mussten.
    So ein schwachsinn, wenn dem so wäre gebe es doch keine Christen dort

  9. #9
    Avatar von DZEKO

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    Zitat Zitat von Monte-B Beitrag anzeigen
    Bitte hör auf zu Spamen oder ich muss dich Melden, wenn es dir nicht gefällt oder du aufgrund deines Wissens über den Islam hier nicht mitreden kannst dann hast du ja noch deinen Dzeko Thread in der rubrik Rakija.
    Tut mir leid. Passiert nicht wieder.

    Beschreib mal in 2 Worten um was es geht, Brudi.

  10. #10
    Avatar von Achillis TH

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    Ihr könnt gerne ein Kalifat oder wie das heißt gründen aber ohne Griechenland das ist gut so wie es ist Danke.

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