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''Grabovica 93.'': ''Grabovica 93.'': Obilježavanje 17. godišnjice stradanja Hrvata

Erstellt von BosnaHR, 09.09.2010, 16:56 Uhr · 4 Antworten · 1.383 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von BosnaHR

    Registriert seit
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    Beiträge
    9.941

    ''Grabovica 93.'': ''Grabovica 93.'': Obilježavanje 17. godišnjice stradanja Hrvata

    24SI - Udruga hrvatskih stradalnika "Grabovica '93” Mostar saopćila je da će danas prigodno obilježiti 17. godišnjicu stradanja Hrvata civilnih žrtava domovinskog rata iz Grabovice, koje su ubili pripadnici Armije BiH.

    Protokolom obilježavanja planirana je sveta misa za ubijene civile na mjesnom groblju u Grabovici i polaganje vijenaca na Spomen-obilježju civilnim žrtvama domovinskog rata Grabovice.


    24sata.info - ''Grabovica 93.'': Obilje

    Hier ein älterer Artikel auf Deutsch:
    n-ost - ?Die Wahrheit muss ans Licht kommen?

    Vor dem Krieg lebten in Grabovica etwa 200 Menschen, ausschließlich bosnische Kroaten. Heute sind die 60 Häuser des Dorfes fast alle zerstört, die Gärten verwildert. Es ist still – ein Geisterdorf. Am 8. und 9. September 1993 wurden in Grabovica 33 unbewaffnete Frauen, Männer und Kinder umgebracht. Das älteste Opfer, Marko Marić, war 87 Jahre alt. Mladenka Zadro, gerade erst vier geworden, klammerte sich an ihre Mutter, als beide von einem Soldaten der bosnisch-moslemischen Regierungstruppen erschossen wurden. Bei den Häusern, auf den Wegen, entlang des Flusses Neretva – überall lagen Tote. Auch im Wasser trieben leblose Körper. Die Soldaten bekamen die Anweisung, die Ermordeten zu verbrennen oder zu verscharren, einige wurden mit Lastwagen weggebracht.

    Diesen Ablauf der Ereignisse beschreibt die Anklageschrift, die Carla del Ponte, die Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien mit Sitz in Den Haag, vorgelegt hatte. Die Schweizerin macht darin Sefer Halilović, einen ehemaligen General der von Bosniaken (bosnischen Muslimen) dominierten Regierungstruppen, für das Massaker verantwortlich. Als Vorgesetzter der entsprechenden Einheiten hätte er die Gräueltaten verhindern und die Täter bestrafen müssen. Die Haager Richter sahen dies anders und sprachen Halilović im November 2005 aus Mangel an Beweisen frei. An den verübten Verbrechen an sich ließen sie aber keine Zweifel.

    Für den 31-jährigen Josip Drežnjak, dessen Eltern in Grabovica umgebracht wurden, ist der Freispruch von Den Haag noch heute unfassbar. „Wir hatten große Hoffnungen mit dem internationalen Tribunal verbunden. Aber jetzt... Wir vertrauen niemandem mehr. Der Prozess hätte besser gar nie stattgefunden.“ Drežnjak ist Präsident der Opfervereinigung „Grabovica 93“. Er ist überzeugt, dass das Massaker in Grabovica von der Führung der bosnischen Armee in Sarajewo gezielt geplant worden war. Sein Nachbar Ante Marić (46) ist der Ansicht, dass Grabovica als kroatisches Dorf an dieser Stelle „gestört hat und deswegen ausradiert werden sollte“. Die sterblichen Überreste seiner ermordeten Mutter und Schwester konnte er bis heute nicht finden. Insgesamt wurden den Angehörigen nur elf Leichen übergeben. Mit „Grabovica 93“ wollen Drežnjak und Marić zum einen erreichen, dass die „Wahrheit über das Verbrechen ans Licht kommt und das Schicksal der 22 Vermissten geklärt wird“. Zum anderen kämpfen sie dafür, wieder in Grabovica leben zu können. Die meisten Mitglieder der Vereinigung wohnen und arbeiten heute in Mostar, mehrere identifizierte Opfer des Massakers sind dort beerdigt. Aber die Grabovicer wollen zurück – mitsamt ihren Toten.Im Krieg brannten alle Häuser im Dorf aus oder wurden bis auf die letzte Steckdose geplündert. Dank der Unterstützung einer dänischen Hilfsorganisation sind mittlerweile zehn Gebäude wieder einigermaßen bewohnbar, auch jene von Drežnjak und Marić.
    In jeder freien Minute sind sie hier, um weiter an ihren Häusern zu arbeiten. Ansonsten sind nur Ruinen zu sehen, den Besitzern fehlt das Geld zum Wiederaufbau, weitere Hilfe ist nicht in Sicht. Auf dem kleinen Friedhof steht eine neue Kapelle, aber die Platten sämtlicher Gräber sind zertrümmert. „Diese älteren Knochen wurden mit jenen der beim Massaker Ermordeten vermischt, um die Spuren zu verwischen“, sagt Ante Marić.

    Während in Srebrenica im Juli 1995 unter dem Kommando des bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladić etwa 7800 bosniakische Männer und Knaben umgebracht wurden, waren in Grabovica mutmaßlich bosniakische Soldaten verantwortlich für den Tod von 33 bosnischen Kroaten. Dass es während des Krieges in Bosnien und Herzegowina auf allen Seiten Opfer und Täter gab, ist unbestritten. Aber die Auseinandersetzung darüber, wie viele Menschen zwischen 1992 und 1995 ums Leben kamen und welche Volksgruppe am meisten gelitten hat, ist auch zehn Jahre nach Unterzeichung des Friedensabkommens von Dayton allgegenwärtig.

    RIP


  2. #2
    Posavac
    Neka him je laka zemlja...

  3. #3
    Avatar von Ravna_Posavina

    Registriert seit
    29.10.2009
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    7.028
    R.i.p

  4. #4
    Papak
    Man sollte alle Soldaten die sich an Zivile vergriffen haben in ein Tiefes schwarzes Loch ohne essen und trinken werfen, sowas hat mit Kriegsführung nichts zu tun Leider gab es sowas von allen 3 Parteien

  5. #5
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.012
    Zum Thema, mögen sie in Frieden Ruhen.

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