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GREECE /ALBANIA

Erstellt von Karim-Benzema, 09.04.2009, 01:33 Uhr · 4 Antworten · 1.017 Aufrufe

  1. #1
    Karim-Benzema

    GREECE /ALBANIA

    Feindselige Nachbarn


    Mißtrauen, Angst und Polemik dominieren die Beziehungen zwischen Athen und Tirana
    Von Gaby Neujahr


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    M itten in der Nacht, 30 Minuten nach Mitternacht, stand die Polizei vor der Tür. In Handschellen wurden Edmont Mene, 28, und seine schwangere Frau abgeführt. Am nächsten Morgen durften sie in ihrer Wohnung nahe der griechischen Stadt Patras nur das Allernotwendigste packen, dann schob die Polizei das albanische Ehepaar ab.

    „Alles blieb zurück“, jammert Mene, der mit seiner Frau bei Verwandten im südalbanischen Gjirokastër unterkriechen konnte. Drei Jahre hatte er in Griechenland gearbeitet. Nun ist er arm: Sein Arbeitslohn, die Ersparnisse, die Wohnung, sein Moped – alles blieb zurück.

    Auch Kadri Shehu, 35, wurde samt Frau und den drei Kindern im Schnellverfahren ausgewiesen. Er solle zurückgehen und Präsident Berisha stürzen, danach könne er wiederkommen, hätten die Polizisten gesagt.

    Das Schicksal von Mene und Shehu teilen mindestens 70 000 Albaner, die abgeschoben wurden. Seit im August in Tirana ein Prozeß gegen fünf angebliche griechische Spione eröffnet wurde, brach zwischen beiden Ländern eine politische Eiszeit aus. Die fünf wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Athen schloß daraufhin die Grenze für Albaner; Tirana führte eine Visumpflicht für Griechen ein.

    Im Streit zwischen Athen und Tirana geht es um die in Albaniens Süden lebende griechischstämmige Minderheit. Sie würde unterdrückt und benachteiligt, zürnt Griechenlands Regierung. Ministerpräsident Andreas Papandreou wirft Albaniens Regierung vor, sie strebe „das Verschwinden“ der griechischen Minderheit an. Gespräche mit Tirana lehnt er ab, „solange die Rechte der griechischstämmigen Albaner verletzt werden“. Von der EU bewilligte Hilfen für Albanien – Europas ärmstes Land – blockiert Griechenland.

    Auf der anderen Seite der Grenze hat sich Albaniens Staatspräsident Sali Berisha eingegraben. Er beschuldigt Athen, es betreibe eine Hellenisierung Albaniens und mische sich in die inneren Angelegenheiten des Landes. Berisha ist überzeugt, Athen wolle seine Heimat im Einvernehmen mit den im Nordosten lauernden kriegerischen Serben destabilisieren.

    Hinter jedem Baum im Süden vermutet er hellenische Spione. Argwöhnisch verfolgt Berisha das Tun von Omonia, einer Partei der griechischstämmigen Albaner. Sie stehe mit dem griechisch-orthodoxen Klerus und dem hellenischen Geheimdienst im Bunde, schmuggle Waffen ein, heize die Stimmung auf und wolle das Land spalten.

    Emotional aufgewühlt klagt Sotir Qirjazati, Präsident von Omonia, Tirana müsse gezwungen werden, Minderheiten zu respektieren. Den Vorwurf, Omonia sei in Waffenschiebereien verwickelt und arbeite eng mit Griechenland zusammen, bestreitet Qirjazati.

    „Bei Omonia läuft nichts ohne Rücksprache mit Athen“, glaubt dagegen der angesehene Journalist Astrit Ibro.

    Verstärkt wird das Mißtrauen durch radikale Klerikale wie den im nordostgriechischen Konitsa residierenden Bischof Sevastianos. Unverhohlen fordert der den Anschluß Südalbaniens an Griechenland und ruft zum Kampf auf.

    In dieser aufgeheizten Atmosphäre bleibt das Augenmaß für das Machbare auf der Strecke. „Überall dort, wo griechischstämmige Albaner leben, wollen wir griechische Schulen“, fordert Qirjazati. Doch Bildung kostet Geld, und das fehlt im bettelarmen Albanien. Drei Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes stecken die Demokratisierung und wirtschaftliche Entwicklung Albaniens noch in den Kinderschuhen.

    Zwischen die Fronten sind Albaniens Menschen geraten. Jahrelang verdienten sie den Lebensunterhalt für ihre Familien in Griechenland. In die Heimat zurückverbannt, sind die meisten zu Untätigkeit verdammt: Rund 70 Prozent der Albaner sind arbeitslos.

    „Probleme machen nicht die Menschen, sondern die Politiker“, seufzt resigniert Theresia Marku, die Griechenland gemeinsam mit ihrem Mann Anfang September verlassen mußte. Und der griechische Albaner Petro Shugro ergänzt: „Die Lebenssituation der griechischen Minderheit hier ist nicht schlimmer als die der Albaner.“

    Gezwungenermaßen sucht Sali Berisha nun den Dialog mit Athen – bislang erfolglos.

  2. #2
    Avatar von Krosovar

    Registriert seit
    20.09.2008
    Beiträge
    9.106
    Das ist bisschen alt, oder?

  3. #3
    Karim-Benzema
    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Das ist bisschen alt, oder?
    KAnn sein

  4. #4
    Avatar von Peyo

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    10.03.2008
    Beiträge
    9.537
    Was wollt ihr alle mit dieser Signatur wenn ich fragen darf?

  5. #5
    Avatar von Krosovar

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von AlbNYC Beitrag anzeigen
    KAnn sein
    Ja ich dnek sogar das ist serh alt , weil guck mal was da steht:
    "Drei Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes stecken die Demokratisierung und wirtschaftliche Entwicklung Albaniens noch in den Kinderschuhen."
    Also ist der Artikel aus dem Jahr 1993 oder 1994 ^^

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