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Griechenland-Forum

Erstellt von Kimmerian Viking, 30.11.2008, 10:06 Uhr · 257 Antworten · 9.803 Aufrufe

  1. #151
    Crane
    Zitat Zitat von herakles Beitrag anzeigen
    Wir sprechen die Sprache nicht mehr da es im Jugoslawien in unserem Teil verboten war..Die einzigen die das konnten bzw. können sind die paar alten die im Dorf leben...ich kanns leider nicht ..Wir reden alle die übliche slawische Sprache Mazedoniens.
    Wir sind in der Minderheit. Im 2 Weltkrieg haben wir unter Muosolinni für Hitlerdeutschland gekämpft was sehr vielen von uns vor und nach dem Weltkrieg das Leben gekostet hat.Unser Gebiet gehörte teilweise zu von den Deutschen installierten Land Grossalbanien( Shqiperia Malle) und wir waren in diesem Gebiet ein von den Deutschen anerkanntes autochtones Volk das geschützt werden musste, als Gegenleistung mussten die meisten Männer für Deutschland kämpfen...Und dann nachdem alles verloren war, kamm JUGOSLAWIEN, es gab fast keine Männer. Wir mussten ausschliesslich Slawisch reden und unsere NAmen wurden gäendert von z. bsp. YANOI YANOSKI oder CANOS wurde CANOSKI etc....soviel haben mir die alten erzählt aber wenn man sie auf die Sprache ansprach sagten sie nichts, sie sagten rede besser mazedonisch...
    Naja, kann ich so nichts gegen sagen.

    Es ist aber so, dass sich die Vlachen entweder ihrem Land zugehörig fühlen in dem sie auch Leben, also Bulgarien, Mazedonien, Albanien oder Griechenland. Oder sich eben als eigenständiges Volk betrachten, dass den Rumänen sehr nahe steht. Da diese sich als Nachfahren der Thraker ansehen, kommt die Verbindung mit den Thrakern zustande.
    Diese ist aber nicht ganz richtig und müsste etwas spezieller geklärt werden.

  2. #152
    phαηtom
    Zitat Zitat von GrEeKStYlE Beitrag anzeigen
    Gibt ihm nicht das recht, weil Makedonier keine Thraker waren
    die Thraker waren längst vor den Doriern in Nordgriechenland seßhaft. Als die Dorier einwanderten gingen sie vermutlich eine Symbiose ein..

    du mußt wohl auch ganz vergessen haben, dass Thraker mit Alexander mitmarschiert sind und für Makedonien/Hellas gekämpft haben.

    Zählt das etwa gar nicht? Auch nicht, dass Thraker kulturell den Griechen einiges vermocht haben?

    Wenn die Vlachen thrakische Nachkömmlinge sind, dann darf Herakles euren Alexander genau so verehren. Die albanischstämmigen Arvaniten dürfen sich ja jetzt auch Griechen nennen, oder etwa nicht? Was macht die Arvaniten so anders wie die Vlachen, wenn es sich mal herausstellen sollte, dass sie wirklich antike Nachkömmlinge sind? Ich als verdammte Slawe muss leider außen vor bleiben.

  3. #153
    Kimmerian Viking
    Zitat Zitat von Crane Beitrag anzeigen
    Naja, kann ich so nichts gegen sagen.

    Es ist aber so, dass sich die Vlachen entweder ihrem Land zugehörig fühlen in dem sie auch Leben, also Bulgarien, Mazedonien, Albanien oder Griechenland. Oder sich eben als eigenständiges Volk betrachten, dass den Rumänen sehr nahe steht. Da diese sich als Nachfahren der Thraker ansehen, kommt die Verbindung mit den Thrakern zustande.
    Diese ist aber nicht ganz richtig und müsste etwas spezieller geklärt werden.
    Das hast du echt gut ausgedrückt... Wenn wir unter uns sind, sind wir eine eigene Ethnie und wir sagen das auch und die anderen da unten wissen das. Wir leben ausschliesslich in den Westlichen Bergen...Und ja wir stehen zu diesen Ländern in der wir Leben, ich mein es ist auch richtig so....aber ein richtiges Nationalgefühl hatten wir nie oder seit lange nicht mehr...aber ich kann jeden von meinem Volk erkennen ohne das er es mir sagt ich weiss es klingt komisch aber bei uns gehts...wir sind dazu verdammt in ein anderes Volk aufzugehen....Ich hab irgendwo gelesen das der President von Albanien Fatos NANO auch Vlache sei?? Irgendwie haben wir überall unsere Hände drinn gehabt...nur einen eigenen Staat haben wir nicht mehr..auch wenn ihr hier jetzt sagt, wir wären eingewandert ich kann euch eins sagen wir sind ein reines Bergvolk und wir waren schon immer dort..das sagen auch die MK-Slawen und Tosken(Albaner) die auch da ansässig sind..

  4. #154
    Avatar von Caesarion

    Registriert seit
    17.08.2008
    Beiträge
    7.453
    Edit......

  5. #155
    Kimmerian Viking
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    die Thraker waren längst vor den Doriern in Nordgriechenland seßhaft. Als die Dorier einwanderten gingen sie vermutlich eine Symbiose ein..

    du mußt wohl auch ganz vergessen haben, dass Thraker mit Alexander mitmarschiert sind und für Makedonien/Hellas gekämpft haben.

    Zählt das etwa gar nicht? Auch nicht, dass Thraker kulturell den Griechen einiges vermocht haben?

    Wenn die Vlachen thrakische Nachkömmlinge sind, dann darf Herakles euren Alexander genau so verehren. Die albanischstämmigen Arvaniten dürfen sich ja jetzt auch Griechen nennen, oder etwa nicht? Was macht die Arvaniten so anders wie die Vlachen, wenn es sich mal herausstellen sollte, dass sie wirklich antike Nachkömmlinge sind? Ich als verdammte Slawe muss leider außen vor bleiben.

    Du bist sicher kein verdammter Slawe!!Wenn du aus Bitola bist und deine Urgrosseltern auch, dann gehörst du zu den Griechen??...Da dieses Gebieet zu GR. gehört hat.Und die MK. und BG. Slawen leben seit 1400 Jahren bei uns und das ist ein lange Zeit in der man sich mischen kann...

  6. #156
    phαηtom
    Zitat Zitat von GrEeKStYlE Beitrag anzeigen
    Die Thraker waren nicht im Norden ansäßig sondern dort wo auch das heutige Hellas als "Westthrakien" bezeichnet wird, außerdem waren es weitesgehend Hellenen aus allen Teilen Griechenlands. Illyrer waren auch noch dabei, Thraker könnten möglicherweise welche dabei gewesen sein. Was die Thraker den Griechen vermocht haben? äääh?
    Bitte informiere dich über die Thraker und ihre Siedlungsgebiete.

  7. #157
    Kimmerian Viking
    Zitat Zitat von GrEeKStYlE Beitrag anzeigen
    Die Thraker waren nicht im Norden ansäßig sondern dort wo auch das heutige Hellas als "Westthrakien" bezeichnet wird, außerdem waren es weitesgehend Hellenen aus allen Teilen Griechenlands. Illyrer waren auch noch dabei, Thraker könnten möglicherweise welche dabei gewesen sein. Was die Thraker den Griechen vermocht haben? äääh?

    Thraker
    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


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    Thrakische Kunst. Rhyton aus dem Goldschatz von Panagjurischte



    Thrakischer Reiter


    Die Thraker waren ein indogermanisches Volk bzw. Völkergruppe in der Antike. Sie wurden schon in der Ilias von Homer erwähnt, sowie von Herodot beschrieben. Thrakische Stämme siedelten auf dem Balkan, dem eigentlichen Thrakien (Rumänien, Moldawien, Serbien, Mazedonien, Bulgarien, Nordgriechenland, zwischen den nördlichen Karpaten und dem Ägäischen Meer), und in Kleinasien, in Mysien, Bithynien und Paphlagonien. Sie seien das größte Volk nach den Indern, schrieb Herodot. Sie besaßen keine eigene Schrift, standen aber in engem Kontakt zu den Griechen und ihrer Kultur. Die alte griechische Religion ist stark von den Thrakern beeinflusst. Ihre Sprache war das Thrakische.
    [h2]Inhaltsverzeichnis[/h2]
    [Verbergen]

    Antike Quellen [Bearbeiten]


    Die Thraker bei den Griechen [Bearbeiten]

    Als trinkfest und rauhbeinige Haudegen werden die Thraker von den alten Griechen beschrieben. Archilochos verwünschte einen Freund "Schiffbruch soll er erleiden und in Salmydessa sollen ihn die Thraker holen...mit struppigem Schopf".
    "Er trinkt wie ein Thraker" war ein beliebter abfälliger Spruch. So galt den Griechen auch Dionysos, der Gott des Weines, als thrakisch. Singen und tanzen, sowie Instrumental-Musik und Lyrik galten als Domäne der Thraker.

    Homer [Bearbeiten]

    In der Ilias werden die Thraker als Meister der Metallverarbeitung dargestellt. Die Thraker seien vernarrt in Waffen und Pferde, berichtet Homer:
    Heimat schneller Rösser, Mutter der Schafe, Lanzenträger und Streitwagenkämpfer. Sie kämpften auf der Seite Trojas. Wegen ihres reichen Schmuckes sollen sie auf dem Schlachtfeld hell wie die Sonne gestrahlt haben. Agamemnon trank schweren thrakischen Wein und der rauhe Nordwind Boreas kam von Thrakien her. Im 10. Gesang der Ilias berichtet Odysseus vom Lager des König Rhesus:
    Eioneus Erbe. Rosse sah ich noch nie so schön und so groß wie die seinen. Weißer als Schnee und im Lauf so schnell wie eilende Winde. Kunstreich ist sein Wagen aus Gold und Silber gefertigt. Und mit gewaltigen Waffen aus Gold, man sieht sie mit Staunen, rückte er an. Fürwahr, nicht sterblichem Manne gebührt es, solche zu tragen, sie sind bestimmt für ewige Götter.
    – Homer: Ilias,10


    Herodot [Bearbeiten]

    Zu Größe und Charakter des Volkes schrieb Herodot:
    Das thrakische Volk ist nach dem indischen das größte der Erde. Wäre es einig und hätte es nur einen Herrscher, so wäre es unbesiegbar und meiner Meinung nach bei weitem das mächtigste Volk, das es gibt. Aber da das unmöglich ist und gewiß niemals von ihnen erreicht werden wird, so sind sie schwach. In jeder Landschaft haben sie einen besonderen Namen, doch sind die Sitten des ganzen Volkes durchweg dieselben.
    Und das sind die Begräbnissitten der Thraker:
    der Leichnam, wenn der Tote ein reicher Mann war, wird drei Tage ausgestellt. Allerhand Opfertiere werden geschlachtet, und nachdem die Totenklage gehalten worden ist, wird ein Schmaus veranstaltet. Dann wird die Leiche verbrannt oder beerdigt, ein Grabhügel aufgeschüttet und ein Kampfspiel mit Kämpfen jeder Art abgehalten. Die höchsten Preise werden für den Einzelkampf je nach seiner Bedeutung ausgesetzt.
    Geographie [Bearbeiten]

    Siehe auch: Geographie Thrakiens
    Thrakien ist in verschiedene Landschaften gegliedert und von drei Meeren (Schwarzes Meer, Ägäis und Marmarameer/Dardanellen) umgeben. Im Westen liegt das Rhodopengebirge und im Norden die Yıldız Berge. Der Fluss Mariza (griech. Evros) trennt Westthrakien vom türkischen Teil.
    Eine Vorstellung über den Siedlungsraum der Thraker gibt auch der Blick auf die heute als "thrakisch" bezeichneten Gebiete:
    Die Grenze Thrakiens beginnt am Kap Emine an der bulgarischen Schwarzmeerküste und führt nach Westen weiter entlang der Linie Golubec, Ichtimanska Sredna Gora und Schumnatica bis zum Berg Musala im Rilagebirge. Vom Musala führt sie nach Osten über die Rhodopen (Videnica) zur bulgarisch-griechischen Grenze bei Kaintschal. Von hier verläuft sie in Griechenland entlang des Nestos nach Süden bis zur Ägäis.
    Zu Thrakien gehören auch die Ägäis-Inseln Samothraki, heute Teil des griechischen Gebietes Evros, und Gökçeada (griech. Imbros), das heute zum türkischen Canakkale gehört.
    Im Nordwesten grenzte das Gebiet der Gepiden an das Territorium der Thraker.

    Geschichte [Bearbeiten]

    Die Völkergruppe der Thraker entstand vermutlich aus nomadischen Stämmen indogermanischer Herkunft. Manche Autoren nehmen auch einen sehr starken autochthonen Anteil der Bevölkerung an, andere sprechen von Protothrakern. Die frühe Bauernkultur des Kerngebietes von Thrakien reicht bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurück und wurde daher als das eigentliche Alteuropa angesehen. Manche Sprachwissenschaftler sehen hier dagegen die Wiege des Indogermanischen, dass sich von hier über Kleinasien (Hethiter), sowie die nördlichen Steppengebiete bis nach Nordindien, sowie in nördlicher und westlicher Richtung ausgebreitet haben soll.[1]

    Griechische Frühgeschichte [Bearbeiten]

    Einige Forscher gehen davon aus, dass die Thraker auch für die Griechen eine Art Ur- oder Vorbevölkerung darstellten (Protogriechen). Vielleicht sind die Thraker bereits vor den Griechen auch auf das griechische Festland vorgedrungen. Dafür spricht die starke Dominanz thrakischer Götter und Mythen im griechischen Pantheon, sowie Berichte der Autoren des Altertums, Orts-, Flur- und Personennamen in Griechenland. Thrakische Stämme wanderten auch nach Kleinasien ein und besiedelten dort Bithynien, Paphlagonien und Mysien. Überhaupt galt den ältesten Griechen Thrakien als das gesamte Gebiet nördlich der griechischen Stämme bis zu den Skythen. Aus ähnlichen Gründen wurde immer wieder ein Zusammenhang zwischen den Thrakern sowie den Troern und den Phrygern angenommen. Sprachlich konnte das nicht bestätigt werden. So nimmt man an, dass die Phryger im 12. Jahrhundert v. Chr. über Thrakien nach Kleinasien eingewandert sind. Zahlreiche Orts- und Stammesnamen, sowie die Namen der vorgeschichtlichen Könige Phrygiens sprechen für diese Verbindung (so z.B. Tantalus ca. 1300 v. Chr., Teuphrant um 1300 v.Chr., Teleph, Tarhont, Migdon ca. 1200 v. Chr., siehe auch: Mythologie)

    Älteste Stämme [Bearbeiten]

    Den Griechen galten die Thraker, neben den Pelasgern, Lelegern und den Karern, als die Alten schlechthin. Sie traten in den Geschichten, Legenden, Mythen, den Orts- und Flurnamen, sowie den Königs- und Stammesnamen allerorten im gesamten Griechenland zu Tage. So wundert es nicht, dass manchmal auch nicht-thrakische alte Stämme von den Griechen als thrakisch angesehen wurden. Die Zahl der thrakischen Stämme belief sich im Laufe der Zeit auf etwa 90. Manche von ihnen verschwanden, andere verschmolzen miteinander. Größere Bedeutung erlangten die Odrysen, die Bessen, die Thynen, die Geten, die Daker, die Serden, die Moesier und die Asten.

    Perserkriege [Bearbeiten]

    512 v. Chr. wird Thrakien von den Persern unter Dareios erobert. 492 zieht Mardonios und 480 Xerxes I. durch Thrakien nach Griechenland.
    Im 5. Jahrhundert v. Chr., wahrscheinlich in Folge der Perserkriege, bildeten sich bereits thrakische Teritorialstaaten heraus. Über diesen Prozess schweigen die Quellen. Bekannt wurde das Reich der Odrysen, das sich ab etwa 428 v. Chr. längs des Nordägäischen Meeres vom Fluss Strymon bis zum Pontus Euxinus (Schwarzes Meer) und zur Mündung des Ister (Donau) erstreckte. Laut Thukydides war Teres I. der erste odrysische König, der überregionale Macht in Thrakien errang. Im Peloponnesischen Krieg kämpften die Odrysen mit Erfolg als Verbündete Athens gegen dessen Feinde. Thrakische Küstenstädte treten dem Attischen Seebund bei. Bekannt ist der odrysische König Kothys. Sein Sohn Kersoblept hatte Ärger mit rivalisierender Verwandtschaft, ließ Bronzemünzen prägen, nahm jährlich etwa 200 Talente Gold und Silber als Steuern ein (ca. 500 kg Edelmetall) und war mit dem griechischen König Philipp von Makedonien befreundet. Als Kersoblept offen mit Athen paktierte, nahm Philipp einen seiner Söhne gefangen und schickte sein Heer nach Thrakien.

    Makedonische Provinz [Bearbeiten]

    351 v. Chr. eroberte Philipp II. von Makedonien den Westteil Thrakiens und machte es zum Bestandteil seines Reiches. 341 v. Chr. folgte auch der Osten als makedonische Provinz. Strategen werden für die Verwaltung eingesetzt. 335 v. Chr. werden die Thraker von Alexander dem Großen erneut unterworfen. Lysimachos bildet schließlich eine Satrapie.

    Hellenismus und Kelten [Bearbeiten]


    Deckenmalerei in thrakischer Grabkammer Ostruscha (ca. 4. Jh.v.Chr.), Bulgarien


    Um 281 besteht ein hellenistisches Thrakerreich. Um diese Zeit fielen die Kelten auf ihrem Rückzug von Delphi ein und gründeten ein Reich am Tylis, das von 278 bis 212 v. Chr. bestand. Philipp V. muss nach 197 die eroberten Gebiete Thrakiens herausgeben. Antiochos III. versucht darauf hin, die Küste in seleukidische Gewalt zu bekommen.
    Die Chersonesos (Lysimachea, Bisanthe) wird 189 v. Chr., Ainos, Maroneia 185, 184 v. Chr. von Eumenes II. bedrängt, 170 schließlich Abdera belagert.

    Römische Provinz [Bearbeiten]

    Im Jahre 46 n. Chr. wurde Thrakien nach langer Gegenwehr eine Provinz des Römischen Reiches, und blieb auch Bestandteil des Byzantinischen Reiches.
    Wegen ihrer kämpferischen Geschicklichkeit und Furchtlosigkeit waren Thraker als Gladiatoren sehr begehrt und geschätzt (dieser Gladiatorentypus hieß "thraex"). Auch der berühmte Gladiator und Anführer eines Sklavenaufstandes Spartacus war ein Thraker.
    Am Ende der Römischen Zeit verschwinden die Spuren der Thraker als politische Einheit. Manche gehen davon aus, dass sie noch heute in der bulgarischen und rumänischen Bevölkerung weiterbestehen. (siehe auch: Pomaken)

    Die Könige Thrakiens [Bearbeiten]

    Die mythischen Könige: Tomoi

    historische Könige:
    • Ende 6. Jh. v. Chr. Oloros (König der Dolonker), eines auf der Chersones ansäßigen Stammes
    • 2. Viertel 5 Jh. v. Chr. Teres I. (König der Odrysen), Begründer des Odrysenreiches, sein Schwiegersohn Ariapites war König der Skythen.
    • um 445-435 v. Chr. Sparadokos (Spartakos), Sohn des Teres I.
    • 3. Viertel 5. Jh. v. Chr. Sitalkes, Sohn des Teres I.
    • 440-424 v. Chr. Sitalkes, Sitalk, (König der Odrysen) Sohn Teres I., größte territoriale Ausdehnung, Erweiterung des Reiches bis nach Byzantion und von der Nordägäis bis an die Donau, schloss 431 ein Vertrag mit Athen
    • 424 - um 410/05 v. Chr. Seuthes I., Sohn des Sparadokos, nach Xenophon Usurpator mit Hilfe der Griechen
    • um 410 v. Chr. Maisades (Odryse), Teilreich am Marmarameer
    • um 410 v. Chr. Teres II. (Odryse), Teilreich westlich von Byzanz


    • bis 184 v. Chr. Amadokos (Odryse), König (?) eines Teilstammes
    • vor 181 – nach 167 v. Chr. Kotys III. (König der Odrysen), Sohn des Seuthes IV., 178–168 Verbündeter des Perseus, nach 168 Bündnis mit Rom
    • vor 179 – nach 172 v. Chr. Abrupolis (König der Sapäer), "Freund und Bundesgenosse" Roms
    • ???-??? v. Chr. Adaios
    • ???-??? v. Chr. Charaspes

    • Mitte 2. Jh. v. Chr. Teres (König (?) der Odrysen), unterstützte Andriskos

    • vor 150 – 145/1 Diedylis (König der Kainer)
    • um 147 v. Chr. Barsabas
    • 141 v. Chr. Zibelmios (König der Kainer), Sohn des Diedylis, von Untertanen getötet

    • um 100 – um 87 v. Chr. Kotys IV. (König der Asten), Begründer der odrysisch-asteischen Dynastie
    • um 87 – um 80 v. Chr. Sadalas I. (König der Asten), vielleicht Sohn des Kotys IV. unterstützte Sulla

    • 1. H. 1. Jh. v. Chr. Teres (Odryse), Teilfürst unter Kotys IV. und Sadalas I.
    • 1. H. 1. Jh. v. Chr. Amatokos (Odryse), Teilfürst unter Kotys IV. und Sadalas I.

    • um 58–45/4 v. Chr. Kotys V. (König der Asten), Sohn des Sadalas I. unterstützte Pompeius
    • 45/4–42 v. Chr. Sadales II. (König der Asten), Sohn des Kotys V. vererbte sein Gebiet an Rom

    • Mitte 1. Jh. v. Chr. Kotys I.
    • ca. 48–42 v. Chr. Rhaskuporis I., Sohn des Kotys, Begründer der sapäischen Dynastie; Verbündeter Cäsars.
    • um 42 v. Chr. Rhaskos, Bruder des Rhaskuporis I.
    • um 42 – um 31 v.Chr. Kotys II., Sohn des Rhaskuporis I., Schlacht bei Actium, hielt zu Antonius
    • um 31 v. – um 12 n. Chr. Rhoimetalkes I., Sohn des Kotys II., Schlacht bei Actium
    • um 31 v. Chr. Sadalas (III.)
    • 22(?)–11 v. Chr. Rhaskuporis II., Schwiegersohn des Rhoimetalkes I. im Pannonischer Aufstand auf Seiten der Römer
    • um 12–19 n. Chr. Rhaskuporis III.
    • um 12 – vor 19 n. Chr. Kotys III.
    • 26 n. Chr. Rhoimetalkes II., auf Seiten der Römer
    • 19/38–45/56 n. Chr. Rhoimetalkes III.

    Thrakische Völker und Stämme [Bearbeiten]

    (nach antiken Quellen ca. 90) siehe: Liste der thrakischen Stämme

    Thrakische Siedlungen [Bearbeiten]

    siehe: Liste thrakischer Städte

    Thrakische Kultur [Bearbeiten]

    Die Thraker hatten eine differenzierte Gesellschaft. Sie waren in Stämmen organisiert, die unter der Führung von Stammesfürsten und Königen standen. Ausgedehnter Handel verband sie mit der umliegenden Welt der Griechen, Perser, Skythen und weiteren Steppenvölkern, auch mit Kelten, Römern und sogar Ägypten.
    Die thrakische Kunst, die einen langen und komplizierten Entwicklungsweg am Anfang der späten Bronzezeit bis zum Ende der Antike hinter sich hatte, hinterließ bemerkenswerte Schätze, Grabstätten, Gotteshäuser, heilige Stätten, Städte (Seuthopolis). Zu den interessantesten Bauwerken der Thraker gehören Grabhügel, in denen die Herrscher und Stammesführer begraben wurden. Sie sind heute insbesondere in Süd-Bulgarien anzutreffen, wo sich zahlreiche solcher Grabanlagen erhalten haben. Sie werden leider zunehmend ausgeplündert und die Funde gelangen über Hehler in den internationalen Antiquitätenhandel.
    Besonders populär in den 90-er Jahren des 20. Jh. wurde die Region der Tiefebene von Kasanlak (bekannt als die Tiefebene der Rosen), wo man neue Grabstätten, welche die Entwicklung der thrakischen Kultur zwischen dem 5. Jh. und 4. Jh. v. Chr. darstellen, entdeckte, sodass die Welt von einer Tiefebene der thrakischen Zaren erfuhr.
    Die Entdeckungen der bulgarischen Archäologen in den letzteren Jahren grenzen an Sensationen. Unheimlich ist das Interesse für das thrakische Kultuszentrum Starosel (bei Chisarja, Region Plowdiw), für Perperikon (bei Kardschali, in den Ostrhodopen), wo eine heilige Felsenstadt der Thraker entdeckt wurde, für Tatul, für die Schätze von Zlatinitza, Sinemoretz und andere.
    • Das Grab von Alexrandrowo
    Aus griechischer bzw. hellenistischer Zeit stammen besonders schöne Fresken in den Grabkammern von Alexandrowo bei Stara Zagora, die erst in den letzten Jahren freigelegt wurden. Es sind sehr realistisch stilisierte Jagdszenen, wie sich kaum lebhaftere Darstellungen in der Antiken Welt finden lassen.
    Siehe auch: Thrakergrab von Sweschtari, Thrakergrab von Kasanlak

    Schätze der Thraker [Bearbeiten]

    Die meisten thrakische Goldschätze wurden im Bulgarien gefunden, aber auch einige Funde aus Rumänien (unter anderem die Funde von Krajova und Peretu) zeigen von der künstlerischen Möglichkeiten und Kreativität der thrakische Meister. Von hohem Wert für die Wissenschaft sind die Funde von den Siedlungsgrabhügeln bei dem Dorf Chotnitza (Schatz von Chotnitza) und dem Dorf Karanowo (Siedlungsgrabhügel von Karanowo).
    • Der Goldschatz von Chotniza
    Die ältesten thrakischen Schätze stammen aus der Stein-Kupfer sowie der Bronzezeit. Außer Goldgegenständen enthalten die oft noch Kupfer- und Bronzebeile, Sicheln und Arbeitswerkzeug. Aus dieser Zeit stammt der in der Nähe des Dorfes Chotniza (Gemeinde Weliko Tarnowo), gefundenen Goldschatz. Er wurde während der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. datiert und gilt als der älteste. Der Schatz enthält 44 Goldgegenstände, meist Armreifen, Ringe un Amulette.
    • Der Goldschatz aus Waltschitran
    Der schwerste gefundene Goldschatz in Europa ist der thrakische Goldschatz von Waltschitran (auch Valtchitran) in der Nähe von Plewen gelegen. Er wurde gegen Ende der Bronzezeit - XVI.- XII. Jh. v. Chr. datiert und wurde 1924 bei Ausgrabungen freigelegt. Er besteht aus 6 Gefäßen und 7 Deckeln mit einem Gesamtgewicht von 12,5 kg purem Gold. Das größte Gefäß wiegt 4,5 kg und hat zwei verzierte Henkel. Ein weiteres Gefäß, eine große Tasse, diente zum einschenken - höchstwahrscheinlich von Wein, in drei kleinere, die nur wenn sie voll waren, gerade standen.

    Der Goldschatz von Panagjurischte


    • Der Goldschatz von Panagjurischte
    Weiter gehört zu den bekanntesten goldenen Schätzen der Thraker der Goldschatz von Panagjurischte in Zentralbulgarien. Er wurde 1949 entdeckt. Bestehend aus 9 Gefäßen aus purem Gold beeindruckt der Schatz mit der kunstvollen Verarbeitung. Sieben der Gefäße sind Rhytone - drei davon haben die Form eines Frauenkopfes, zwei ähneln einem Damhirschkopf, einer einem Hammelkopf und einer einem Vorderteil eines Ziegenbocks. An den Rhyton-Hälsern kann man Kunstdarstellungen von Szenen aus der griechischer und thrakischer Mythologie bewundern. Ein anderes Gefäß ist die schwerste thrakische Goldfiale, die bekannt ist. Vier konzentrische Streifen mit Darstellungen von Eichelkernen und Nagetierköpfen bedecken ihre Wände. Das größte Gefäß, was auch das beeindruckende ist, hat einer Form einer Amphora-Rython mit zwei Henkel, die als Zentauren-Köpfen modelliert sind. Die Komposition des Zentralfrieses ist um eine realistisch dargestellte Holzpforte eines thrakischen Tempels geordnet. Im inneren Teil breiten zwei Priester eine religiöse Zeremonie vor und vor der Tempelfassade stellten fünf Krieger eine Kampf nach. Datiert wurde der Schatz auf das 4. - 3. Jh. v. Chr. und vermutet seine Herstellung in den Goldschmieden in der Region um Panagjurischte.
    • Der Silberschatz von Rogosen
    Die meisten thrakischen gefundenen Schätze stammen aus der Späteisenzeit. Der Schatz von Rogosen[2] (bei Wraza) ist der größte nach seiner verschiedenartigen Zusammensetzung - 108 Fialen, 54 Kannen, je eine Skyphos, Kothyle und Gobele (Bezeichnungen verschiedenartiger Trinkgefäße). Von große Bedeutung sind die Inschriften an den Wänden der Gefäße mit den Namen thrakischer Herrscher und Städte. Die Gefäße sind noch mit floralen und geometrischen Ornamente und Darstellungen von Menschen und Tieren verziert, einige davon in Szenen aus der thrakischen Mythologie gruppiert. Viele der Schmuckelemente sind vergoldet.
    • Der Silberschatz von Borowo
    In dem Thrakengrab von Borowo, eine Kleinstadt in Norden Bulgariens, wurden auch acht Gefäße entdeckt. Auf den drei Rhytonen kann man Vorderteile der Körper einer fliegenden Sphinx, eines Pferdes und eines Stieres erkennen. Eine Schüssel mit zwei Henkel ist mit Menschenköpfen verziert und stellt eine Szene des Kampfes zwischen Tieren dar. Aus einem kleine Kännchen-Rhyton kann man Szenen erkennen in dem Tänze und Festmäler von Göttern und Helden bewundern. Zwei der Gefäßen tragen Inschriften mit dem Namen des thrakischen Herrschers Kothys I.
    • Die Goldschätze von Zlatinitsa
    Im August 2005 informierte das Historische Nationalmuseum in Sofia, dass bulgarische Archäologen einen 2400 Jahre alten Schatz mit über 15.000 Goldobjekten aus der Thraker-Zeit geborgen haben, in der Bedeutung ebenfalls vergleichbar mit dem Troja-Schatz. Die Archäologen waren am 23. Juli auf den Schatz gestossen, als sie in der Nähe des Dorfes Zlatinitsa, etwa 300 km östlich der bulgarischen Hauptstadt gruben. Die zufällige Begegnung der Wissenschaftler mit einer Bauersfrau war ausschlaggebend. Diese trug ein auffälliges Schmuckstück aus kleinen goldenen Ringen, welche ihr Mann auf den Feldern gefunden und zu einer Kette verarbeitet hatte.
    Die Forscher fanden u.a. eine goldene Krone, goldene Ringe, silberne Opferbecher sowie Teile von Rüstungen und Pferdegeschirr. Aufgrund der Grabbeigaben ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein Königsgrab handelt. Die Leiche selber lag in einer großen holzgetäfelten Grube, zusammen mit zwei Pferden und einem Hund. Das Grab, bzw. die Beisetzung, konnte dank beigelegter griechischer Keramik auf die Zeit um 360 bis 370 v. Chr. datiert werden.
    In dem Grab könnte der thrakischen Herrschers Seutus bestattet sein, dessen Schreckensherrschaft vom griechischen Chronisten Xenophontes beschrieben worden ist. Seutus hatte sich vor 2500 Jahren selbst zum König gekrönt und die thrakischen Stämme mithilfe von griechischen Söldnern unterdrückt.
    Die Ausgräberin und Archäologin Daniela Agre hingegen tippt auf König Kersoblept, einen Ehrenbürger und Verbündeten Athens, Herrscher über das thrakische Odrysenreich, Sohn des großen Kothys (s.o.).
    Ein Schatzfund des Jahres 2005 ist der über 4000 Jahre alte Schatz aus der Bronzezeit und damit dem Schatz des Priamos aus Troja zeitgenössisch. Er wurde im Sommer in Westthrakien bei dem Dorf Dabene gefunden. 15.000 Stückchen Gold, sogar Goldpulver fanden die Ausgräber, in dieser Zeit ein äußerst seltener Fund. 2006 wurde bei Ausgrabungen an gleicher Stelle neben mehr als 500 winzigen goldenen Ringe auch ein Dolch gefunden, der aus eine Platin-Gold-Legierung gefertigt war. Aufgrund der hohen Härte des Materials war der Dolch noch messerscharf, so dass man sich damit rasieren könnte - ein Zeugnis des hohen Stands der Metallverarbeitungskunst der Thraker.[3]
    • Die goldene Maske von Topoltschane
    Der bulgarische Archäologe und Thrakologe Georgi Kitow fand im Juli 2007 eine goldene Grabmaske bei Ausgrabungen nahe dem Dorf Topoltschane unweit von Sliwen. Die goldene Prunkmaske wird einem thrakischen Herrscher zugerechnet. Zusammen mit wertvollen Ritualgefäßen, Keramik und anderen Grabbeigaben wurde die Maske in einer mit Holzwänden ausgestatteten Grabkammer entdeckt. Das Grab wird auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert. Heute wird angenommen das dieses Grad dem thrakischen Herrscher Teres I., dem Vater von rumreichen Sitalkes gehört.
    • Der Schatz von Kawarna
    Siehe auch: Dolmen in Thrakien, Perperikon

    Sprache [Bearbeiten]

    Hauptartikel: Thrakische Sprache
    Die ausgestorbene thrakische Sprache (gelegentlich auch Dako-Thrakisch genannt) ist ein eigenständiger Zweig der indoeuropäischen bzw. indogermanischen Sprachen. Sie wurde gesprochen in Thrakien, einigen Ägäisinseln, und im nordwestlichen Kleinasien. Eine nähere Verwandtschaft mit dem Phrygischen konnte nicht nachgewiesen werden. Ebenfalls ist die Verwandtschaft mit dem Griechischen unklar. Dialekte des Thrakischen waren Dakisch, Getisch und Moesisch. Es gibt einige Sprachdenkmäler, aber nur sehr kurzer Inschriften in griechischer Schrift. So dass der Eindruck entsteht, dass das thrakische kaum als Schriftsprache für längere Texte verwendet wurde.

    Waffen [Bearbeiten]

    Die Waffen der Thraker waren von besonderer Form. Das Schild war rund und klein, das Schwert hatte eine gebogene Klinge.

    Viehzucht [Bearbeiten]

    Die Thraker waren hauptsächlich Viehzüchter und lebten in den Gebirgen der Balkanhalbinsel aber auch in der Ebene, wo sie schon früh Städte gründeten. Thrakische Bezeichnungen aus der Viehzucht leben in der Bäuerlichen Kultur des Balkan bis heute fort.

    Mythologie [Bearbeiten]

    • Am Hebros-Fluss, an den Ausläufen des Rhodopengebirges soll es einen mythischen Kampf von Hera (Verkörperung der Rhodopen) und Zeus (Verkörperung des Balkangebirges) gegeben haben. Hier liegt aber auch der Ursprung des thrakischen Fruchtbarkeitskultes (orphischer Kult).
    • Als Gottheit der Jagd und der Fruchtbarkeit verehrte das Thrakische Volk die Große Mutter und ihren jungfräulich geborenen Sohn. Beide sind unter verschiedenen Namen bekannt, so auch in Phrygien.
      Artemis, auch Bendis oder Axieros, auch Semele (trak. Zemelos = Erde) die große Muttergottheit, Göttin der Jagd und Fruchtbarkeit und Mutter der Natur (in Phrygien Kybele). Die Bendis, Göttin der Familie und des Geschlechts stand eigentlich der Hera näher, wurde von den Thakern aber mit Artemis gleichgesetzt.

    • Dionysos, Sohn der Semele, war bei den Griechen ebenfalls sehr beliebt, wegen der mit ihm verbundenen orgiastischen Kulte. Dabei wurde rohes Fleisch verzehrt, um sich den Gott einzuverleiben, und viel Wein wurde rituell getrunken (in Phrygien Sabazios).


    • Orpheus, er galt ebenfalls als Sohn der Bendis und gilt als Mythischer König aus dem Rhodopengebirge Thrakiens. Sein Großvater war Charops, sein Vater Oiagros, der Name eines Flussgottes. Nach anderer Überlieferung war der Berg Pierus in Südmakedonien Heimat des Orpheus und der Musen.
      Orpheus wird von der Wissenschaft als historische Figur gewertet. Er war möglicherweise ein Reformer des Dionysos-Kultes. Sein Mythos verkörperte die Unsterblichkeit der Seele und vereinte starke orientalische Einflüsse mit den thrakischen Wurzeln. Die Griechen schrieben ihm die Erfindung der Musik und des Tanzes zu. Sein Mythos von der Liebe zur Nymphe Eurydice ist mit der Unterwelt dem Hades verbunden. Mit seinem Gesang und dem Lyra-Spiel betört er Götter, Menschen und sogar die Tiere. Nach dem von den Griechen überlieferten Mythos warfen die Mänaden den Kopf des Orpheus in den Hebrus, der dann, immer noch singend, zur Insel Lesbos getrieben sein soll. Ovid berichtet, dass Orpheus, stets von einer Schar Nymphen begleitet von thrakischen Frauen zerfleischt wird.

    • Apollon, schon Orpheus soll am Berge Pangaion ihn angebetet haben.
    • Kadmilos, Vegetationsgott auf Samothrake.
    • Axiersos und Axiersa als Götter der Unterwelt.
    • Eurydike, auch Agriope, oder Argiope, Thrakische Baumnymphe.
    • Boreas griech. Gott des Nordwinds wurde bei den Thrakern gleichermaßen verehrt.
    • Eioneios Flußgott des Strymon der ursprünglich Eion oder Aioneios hieß. Er galt als Vater des Königs Rhesos.
    • Phyllis die Tochter des thrakischen Königs Sithon. Sie gab sich aus Gram über die lange Abwesenheit ihres Geliebten Demophon den Tod und wurde in einen blattlosen Mandelbaum verwandelt, der, von Demophon dann umarmt, Blätter trieb.
    • Der Thrakische König Polymnestor tötete aus Habgier nach dem Untergang Trojas Polydoros, den reichbeschenkten Sohn Priamos und warf seinen Leichnam ins Meer. Hekabe, seine Mutter fischte ihn heraus, blendete aus Rache Polymnestor und tötet dessen Kinder.
    • Auch die Lapithen von Larisa, die den legendäre Kampf mit den Kentauren führten, haben vermutlich thrakische Wurzeln. So gilt Butes der Vater der Hippodameia als König der Thraker. Die Lapithen gelten als Abkömmlinge des Apollon.
    • Ithys Sohn des thrakischen Königs Tereus mit der athenischen Königstochter Prokne. Er wird von seiner Mutter aus Rache zerstückelt und seinem Vater zum Mahl vorgesetzt
    • Darzalas wurde von den Bewohnern Odessos verehrt.
    • Gebelaizes, auch Salmoxis genannt, wurde von den Geten verehrt.
    Zahlreiche Mythen der Griechen um Herakles sind mit den Thrakern verbunden oder ranken sich um die mythischen Könige Kadmos, Lykurgos, Diomedes und Orpheus.
    In hellenistischer Zeit wurde noch ein thrakischer Heros als Reiterkrieger verehrt (siehe auch: Reiter von Madara).
    Später hatte das Christentum in Thrakien ein leichtes Spiel, da die religiösen Komponenten, Mutter, Sohn, unbefleckte Empfängnis und Abendmahl hier bereits alte Tradition hatte.

    Berühmte Thraker [Bearbeiten]

    • Orpheus: Mythische Figur (Orpheus-Kult)
    • Eumolpos: Mythische Figur (der "schön Singende"), ein in Eleusis eingewanderter Thraker, Sohn des Poseidon und der Chione, einer Tochter des Boreas, als Sänger, Krieger, Priester der Demeter
    • Maron thrak. Priesterkönig des Apollon. Die thrakische Hafenstadt Ismaros ist schon bei Homer für ihren Wein berühmt. Odysseus erhält dort vom Apollonpriester Maron, Sohn des Euanthes, seinen Wein (Odyssee 9,40ff., Odyssee 9,196ff.)
    • Arsinoë II.: Königin von Thrakien
    • Demokrit: 460 - 370 Atomistischer Philosoph aus Abdera
    • Anaxarch: Philosoph aus Abdera
    • Spartacus: Gladiator in Rom und Anführer des Sklavenaufstands von 73 v. Chr.
    • Maximinus Thrax: 235-238 Römischer Kaiser
    • Burebista: König von Dakien
    • Decebalus: König von Dakien
    • Thrakische Magd: Eine unbekannte schlaue Frau, die in der Thales-Beschreibung des Sokrates vorkommt.
    • Sosias war ein thrakischer Sklave, der im Auftrag des athenischen Feldherrn Nikias 1000 Bergwerkssklaven in Laurion befehligte.
    • Thukydides hatte verwandtschaftliche Beziehungen nach Thrakien: Der Urgroßvater seiner Mutter, der Fürst Olores, hatte Bergwerke in dem gold- und silberreichen Pangaiongebirge in Thrakien.
    • Antisthenes, der Schüler des Sokrates und Vater der kynischen Philosophie, war mütterlicherseits thrakischer Herkunft.
    • Elpinike, die Schwester des athenischen Politikers und Staatsmanns Kimon, war eine Tochter der thrakischen Prinzessin Hegesipyle

  8. #158
    Crane
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen

    Wenn die Vlachen thrakische Nachkömmlinge sind, dann darf Herakles euren Alexander genau so verehren. Die albanischstämmigen Arvaniten dürfen sich ja jetzt auch Griechen nennen, oder etwa nicht? Was macht die Arvaniten so anders wie die Vlachen, wenn es sich mal herausstellen sollte, dass sie wirklich antike Nachkömmlinge sind? Ich als verdammte Slawe muss leider außen vor bleiben.
    Schau mal... die Thraker waren in der Antike das größte Volk auf dem Balkan.

    Herodot schrieb, dass nur noch die Inder ein größeres Volk sind.

    Die Thraker im Süden wurden bereits zu Alexanders Zeiten hellenisiert. Man weiß z. B. dass die Römer einen Thraker von einem Griechen nicht unterscheiden konnten. Denn diese Sprachen dieselbe Sprache. Nur ein Athener bemerkte den thrakischen Akzent/Dialekt.

    Die Thraker im Norden hatten nahezu keinen Kontakt zu den Griechen. Es ist fraglich, weshalb man sie überhaupt Thraker nennt. Tatsächlich unterteilt man die Thraker noch weiter in viele Stämme und eine einheitliche thrakische Sprache gab es auch nicht, man ist sich noch nicht mal sicher, ob es überhaupt sowas wie eine thrakische Sprache gab oder es maximal eine Sprachfamilie ist, wie z. B. die indogermanische Sprachfamilie. Die Indogermanische Sprache ist ja auch nur eine fiktive Sprache, die nicht vollständig rekonstruierbar ist.

    Diese Beispiele, woraus man solche Schlüsse zieht, sind tatsächlich so banal. Denn viel mehr hat man einfach nicht.

    Und die Vlachen haben mit den hellenischen Thrakern nichts zu tun, sondern etwas mit den Dakern. Einem thrakischen Stamm in Rumänien.

  9. #159
    phαηtom
    Zitat Zitat von herakles Beitrag anzeigen
    Du bist sicher kein verdammter Slawe!!Wenn du aus Bitola bist und deine Urgrosseltern auch, dann gehörst du zu den Griechen??...Da dieses Gebieet zu GR. gehört hat.Und die MK. und BG. Slawen leben seit 1400 Jahren bei uns und das ist ein lange Zeit in der man sich mischen kann...
    Herakles, ich spreche Slawisch und lebe die weltbekannte slawische Kultur mit all ihren Bräuchen & Traditionen. Morgens ein Schlücken polnischen Wodka gekippt und schon lebt sich der Alltag gemütlich beschwipst. Ich muss ein Slawe sein, es geht nicht anders. Ist doch ganz unwichtig, dass ich aus dem Süden bin. Es haben sich halt vor 100 Jahren paar Polen in den Balkan verirrt. Daher endet mein Nachname auch mit 'ski'.

  10. #160
    phαηtom
    Zitat Zitat von Crane Beitrag anzeigen
    Schau mal... die Thraker waren in der Antike das größte Volk auf dem Balkan.

    Herodot schrieb, dass nur noch die Inder ein größeres Volk sind.

    Die Thraker im Süden wurden bereits zu Alexanders Zeiten hellenisiert. Man weiß z. B. dass die Römer einen Thraker von einem Griechen nicht unterscheiden konnten. Denn diese Sprachen dieselbe Sprache. Nur ein Athener bemerkte den thrakischen Akzent/Dialekt.

    Die Thraker im Norden hatten nahezu keinen Kontakt zu den Griechen. Es ist fraglich, weshalb man sie überhaupt Thraker nennt. Tatsächlich unterteilt man die Thraker noch weiter in viele Stämme und eine einheitliche thrakische Sprache gab es auch nicht, man ist sich noch nicht mal sicher, ob es überhaupt sowas wie eine thrakische Sprache gab oder es maximal eine Sprachfamilie ist, wie z. B. die indogermanische Sprachfamilie. Die Indogermanische Sprache ist ja auch nur eine fiktive Sprache, die nicht vollständig rekonstruierbar ist.

    Diese Beispiele, woraus man solche Schlüsse zieht, sind tatsächlich so banal. Denn viel mehr hat man einfach nicht.

    Und die Vlachen haben mit den hellenischen Thrakern nichts zu tun, sondern etwas mit den Dakern. Einem thrakischen Stamm in Rumänien.
    ich meinte auch mehrals 'wenn es sich herausstellen sollte' 'falls sie es wären usw..'.

    Ich hab mich gebessert in meinen Aussagen und wage mich vorsichtiger an Feststellungen ran.

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