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Das griechisch-orthodoxe Patriarchat und seine Geschäfte

Erstellt von Klement, 29.03.2005, 13:59 Uhr · 17 Antworten · 1.046 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Klement

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    Das griechisch-orthodoxe Patriarchat und seine Geschäfte

    in die sich schon Interpol mit der Suche nach einem Drogenhändler und Geschäftsmann eingeschaltet hat. Die Geschäfte lösten schon heftige palästinensische Proteste auf höchster Ebene aus. Die Führung in Ramallah legt sie als israelische Verschwörung aus. Es geht um Millionen Dollar. Eine neue Erklärung des umstrittenen, weil möglicherweise "illegal" gewählten griechischen Patriarchen Irineos I, in die finsteren Geschäfte "nicht verwickelt" gewesen zu sein, kann zweideutig ausgelegt werden: Bestätigt er, dass der Landverkauf stattfand, aber ohne sein Wissen, oder dementiert er das Geschäft, für das es vorläufig nur obskure Andeutungen, aber noch keine Bestätigungen gibt?

    Der angebliche Verkauf griechisch-orthodoxer Grundstücke beim Jerusalemer Jaffa-Tor an namentlich nicht genannte "jüdische Investoren aus dem Ausland" ist "null und nichtig". Die palästinensische Zeitung "Al Quds " zitierte eine schriftliche Erklärung des griechischen Patriarchats: "Jeglicher Käufer oder Verkäufer von wichtigen oder strategischen Grundstücken muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und eine schriftliche Genehmigung des Patriarchen von Jerusalem Irineos I und des Heiligen Kirchenrats einholen, um ein solches Geschäft zu tätigen." Entsprechend sei der Verkauf der Jerusalemer Grundstücke "null und nichtig". Die (jüdischen) Käufer hätten "in schlechtem Glauben" gehandelt.

    Kureia: Gefährliches Zeichen

    Derweil hat der palästinensische Regierungschef Ahmed Kureia ein Ministerkomitee geschaffen, um den Fall zu untersuchen: "Dies ist ein gefährliches und klares Zeichen für israelische Pläne, die ganze Heilige Stadt zu ergreifen, indem Land heimlich und mit Betrug aufgekauft wird, um ganz Jerusalem jüdisch zu machen."

    Die israelische Zeitung "Maariv" hatte unter dem Titel "Der Omar-Platz ist in unseren Händen" von dem ominösen Verkauf der berühmten Hotels Imperial und Petra beim Jaffa-Tor an jüdische Investoren berichtet. Besonders das Imperial-Hotel hat für die Palästinenser eine symbolische Bedeutung wegen politischer Treffen, die dort stattgefunden haben.

    Seit diesem Bericht über den Verkauf der Grundstücke an Juden muss sich der griechische Patriarch Irineos I unter Polizeischutz zum Gebet in die Grabeskirche begeben. Etwa 50 Palästinenser demonstrierten gegen den Patriarchen, indem sie die Titelseite von "Maariv" hochhielten.

    Vorwurf der "Verjudung" Jerusalems

    Der selbsternannte Sprecher des Patriarchats, Archimandrit Hanna Attallah, verurteilte die "Verschwörung", Jerusalem zu "verjuden". Beim Fernsehsender Aldschesira rief er Araber, Moslems und internationale Christen auf, "unser Kircheneigentum zu verteidigen".

    Wie ein palästinensischer Pressedienst berichtete, sei die griechisch-orthodoxe Kirche Ende der neunziger Jahre noch Besitzer von etwa siebzig Quadratkilometern im Heiligen Land, darunter "strategische" Grundstücke in Jerusalem. Der Hügel Abu Gnaim zwischen Jerusalem und Bethlehem sei an Israel verkauft worden, worauf die umstrittene "illegale Siedlung" Har Homa errichtet worden ist. Der Bau dieses Stadtviertels, wie es die Israelis nennen, führte zu internationalen Protesten und einer Verurteilung Israels durch die UNO.

    Stadtverwaltung hat "keine Ahnung"

    Bei der Pressekonferenz in Ramallah forderte Marwan Tubasi, ein bekanntes palästinensisches Mitglied der griechischen Kirche, den sofortigen Rücktritt des Patriarchen: "Dies ist palästinensisches Land, nicht Kreta oder Griechenland." Abul Walid Dajani, der Manager des angeblich verkauften Imperial-Hotels, sagte: "Diese Stadt gehört nicht den Griechen, Juden oder Arabern. Diese Stadt ist ein Heim der Religion für alle Welt. "

    Alle Versuche, über unabhängige Stellen herauszufinden, ob der umstrittene Grundstücksverkauf tatsächlich stattgefunden habe, scheiterten. Vertreter der Jerusalemer Stadtverwaltung sagten: "Wir haben keine Ahnung. Von dem Verkauf erfuhren wir nur aus der Zeitung." Auch im griechischen Patriarchat gab es keine klare Antwort. Da war nur die Rede von einer "internen Untersuchung" ohne klare Bestätigung oder Dementi.


    Quelle


    Ich glaube es wird Zeit in der griechischen Kirche mal aufzuräumen. Was denkt ihr, bzw was denken die Griechen?

  2. #2
    Vuk

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    26.03.2005
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    1.007
    Ich glaube es wird Zeit in der griechischen Kirche mal aufzuräumen. Was denkt ihr, bzw was denken die Griechen?
    Ich verstehe gar nicht was der Text wirklich aussagt? Wer hat da was gemacht? Und was ist das für eine verschwörungstheorie?

  3. #3
    Avatar von Klement

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    215
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :P

    Skandal!

    Skandal!!


    Ps.: Zum Artikel,Patriarch Irenaios I. ließ mitteilen, dass das Geschäft nicht wie nötig von ihm genehmigt worden sei. Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei setzte daraufhin ein Ministerkomitee zur Untersuchung der Vorgänge ein. "Dies ist ein gefährliches und klares Zeichen für israelische Pläne, die ganze Heilige Stadt zu ergreifen, indem Land heimlich und mit Betrug aufgekauft wird, um ganz Jerusalem jüdisch zu machen", erklärte er.

    Verkauf an jüdische Investoren

    Am vergangenen Freitag hatte die israelische Zeitung "Maariv" von einem Verkauf der berühmten Hotels "Imperial" und "Petra" beim Jaffa-Tor an jüdische Investoren berichtet; als Mittelsmann des Patriarchats wurde im "Maariv"-Bericht der polizeilich gesuchte griechische Geschäftsmann Nicolaos Papadimas genannt, der als von Irenaios I. eingesetzter Finanzminister bis zu sechs Millionen Euro an Kirchenvermögen veruntreut haben soll. Vor allem das "Imperial" hat für die Palästinenser große symbolische Bedeutung wegen politischer Treffen, die dort stattgefunden haben.

    Unter Polizeischutz zum Gebet

    Seit diesem Zeitungsbericht muss sich Irinaios I. unter Polizeischutz zum Gebet in die Jerusalemer Grabeskirche begeben. Etwa 400 Palästinenser demonstrierten am Sonntag mit hochgehaltenen "Maariv"-Titelseiten gegen ihn. Zuvor hatte Marwan Tubasi, ein bekannter palästinensischer griechisch-orthodoxer Christ, bei einer Pressekonferenz in Ramallah den sofortigen Rücktritt des Patriarchen gefordert: "Dies ist palästinensisches Land, nicht Kreta oder Griechenland".

    Mögliche Wahlwiederholung

    Patriarch Irenaios I. muss indes aus einem anderen Grund ernsthaft um seinen Posten fürchten. Ein Jerusalemer Bezirksgericht setzte nämlich am 9. März eine Wiederholung der Patriarchenwahl an. Es gab der Klage des Gläubigen Yusuf Naman recht, der von Unregelmäßigkeiten beim Urnengang im August 2001 gesprochen hatte. Ein Rekurs vor dem Obersten Gericht dagegen ist jedoch anhängig.

    Zwielichtiger griechischer Geschäftsmann

    Naman hatte vor Gericht insbesondere auf die Rolle des zwielichtigen griechischen Geschäftsmannes Apostolos Vavilis bei der Patriarchenwahl verwiesen. Vavilis, der wegen angeblicher Drogenvergehen in Italien auf der Interpol-Fahndungsliste steht, spielt auch im Skandal um die orthodoxe Kirche von Griechenland eine Rolle.

    Widersprüchliche Aussagen

    Der Patriarch hatte sich diesbezüglich in Widersprüche verwickelt. Zunächst hatte er abgestritten, den umstrittenen Geschäftsmann zu kennen. Dann sagte er, Vavilis sei vom Athener Erzbischof Christodoulos als Beobachter zu Patriarchenwahl geschickt worden, was wiederum Christodoulos bestritt.

    Späte Anerkennung

    Irinaios ist nach seiner Wahl im Jahr 2001 vom israelischen Staat nicht als Patriarch anerkannt worden, weil er als "enger Vertrauter" des damaligen palästinensischen Präsidenten Yassir Arafat eingestuft wurde. Als im Vorjahr dann doch die Anerkennung erfolgte, streuten Gegner des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon das Gerücht, es habe sich um ein "Gegengeschäft" für die Rolle des Patriarchen in der Affäre um undurchsichtige Tourismus-Geschäfte von Sharons Sohn auf einer griechischen Insel gehandelt.

  4. #4
    Vuk

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    Zitat Zitat von Klement
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :P
    Ich habe es gelesen aber nicht "die pointe" verstanden. Was für ein geschäft? ich lese hier nur das irgendjemand häuser verkauft/gekauft hat. Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst, ich sehe hier nicht wo "der skandal" liegt. Ausserdem lese ich hier etwas von einer verschwörungstheorie, die ich auch nicht kapiere. Was ist das für eine verschwörungstheorie?

  5. #5
    Avatar von Klement

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    Das ist doch jetzt nicht dein ernst oder? 8O

  6. #6
    Vuk

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    Zitat Zitat von Klement
    Das ist doch jetzt nicht dein ernst oder? 8O
    doch. vielleicht bin ich ja auch langsam von begriff.

  7. #7
    Avatar von Klement

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    Hast du die Texte überhaupt gelesen?

  8. #8
    Vuk

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    Zitat Zitat von Klement
    Hast du die Texte überhaupt gelesen?
    Gelesen hab ich es schon, ich habe nur nicht ganz verstanden "worin der skandal liegt", aber ist ja auch egal.

  9. #9
    Avatar von Klement

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    215
    SKANDAL!

    SKANDAL!!!

    Und wenn du dir den Text hierdurchliest, müsste es klingeln.

  10. #10
    Vuk

    Registriert seit
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    1.007
    Zitat Zitat von Klement
    SKANDAL!

    SKANDAL!!!

    Und wenn du dir den Text hierdurchliest, müsste es klingeln.
    Ich sehe hier noch immer keinen skandal, aber ist ja auch egal.

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