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Das griechisch-orthodoxe Patriarchat und seine Geschäfte

Erstellt von Klement, 29.03.2005, 13:59 Uhr · 17 Antworten · 1.047 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Klement

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    Ich bitte dich.

    Die Sex- und Drogenskandale, die Betrugs- und Bestechungsaffären im griechischen Klerus forderten am Wochenende ein weiteres Opfer: Theoklitos, Bischof von Thessalien und ein enger Vertrauter des Kirchenführers Christodoulos, trat von seinem Amt zurück. Er hatte angeblich Kontakte zur Drogenszene. Außerdem soll er einen Priester gedeckt haben, der als Hintermann eines Rings korrupter Justizbediensteter und Geistlicher gilt. Zuvor hatte die Kirchenleitung den Bischof von Attika für sechs Monate vom Dienst suspendiert. Er soll Kirchengelder in Millionenhöhe veruntreut und sich homosexueller Ausschweifungen schuldig gemacht haben. In Kirchenkreisen rechnet man damit, dass mindestens zwei weitere Bischöfe zurücktreten müssen.
    Und Erzbischof Christodoulos sitzt inmitten des Enthüllungsstrudels. In Erklärungsnot gerät der Kirchenführer vor allem wegen seiner Kontakte zu dem steckbrieflich gesuchten Drogendealer Apostolos Vavilis und dem in Untersuchungshaft sitzenden Priester Jakovos Iosakis, dem Antikendiebstahl, Unterschlagungen und Bestechung vorgeworfen werden. Iosakis soll Jahre lang Richter und Staatsanwälte geschmiert haben, um Ermittlungen gegen Drogendealer und zwielichtige Geistliche abzublocken. Erzbischof Christodoulos behauptete bisher, Iosakis nicht gekannt zu haben. Jetzt bestätigte aber ein ranghoher Richter in einer Vernehmung vor dem Staatsanwalt des Areopag, des obersten griechischen Gerichts, dass Iosakis mindestens zwei Treffen des Erzbischofs mit Justizvertretern arrangiert und an ihnen teilgenommen habe.

    Brisanter noch scheinen die Verbindungen des Erzbischofs zu dem mit internationalem Haftbefehl gesuchten Drogenhändler Apostolos Vavilis, dem Christodoulos ein Empfehlungsschreiben ausgestellt hatte. Als Geistlicher getarnt, konnte sich der Drogendealer, der unter anderem das Pseudonym Apostel Paulus benutzte, mehrfach der Festnahme entziehen. Erzbischof Christodoulos bestritt bisher jeden Kontakt mit Vavilis, seit der Anfang der 90er Jahre wegen Drogengeschäften verurteilt wurde. Vavilis dagegen behauptete, Christodoulos habe ihn 2001 in geheimer Mission nach Jerusalem entsandt, um dort mit „schmutzigen Tricks“ die Wahl Irinäos' zum Oberhaupt der orthodoxen Kirche Israels sicherzustellen. Irinäos selbst bestätigte jetzt diese Darstellung. Dass Vavilis, wie der griechische Geheimdienst glaubt, bereits seit den 90er Jahren als Spion des israelischen Mossad gearbeitet haben soll, macht die Affäre für Christodoulos noch peinlicher.

  2. #12
    Avatar von Grieche

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    tztztztz Diese FYROMer wieder mal.

  3. #13
    Vuk

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    Die Sex- und Drogenskandale, die Betrugs- und Bestechungsaffären im griechischen Klerus forderten am Wochenende ein weiteres Opfer: Theoklitos, Bischof von Thessalien und ein enger Vertrauter des Kirchenführers Christodoulos, trat von seinem Amt zurück
    Das ist aber jetzt etwas anderes, als in deinem eingangsbeitrag. Von den angeblichen sex-skandalen habe ich gehört, aber das kann ich mir nicht vorstellen, ein 93-jähriger priester soll beim sex mit einer 20-jährigen abgelichtet worden sein. Wer soll das denn glauben? Oder wurde "Super-Viagra-Extendet Version" erfunden??!

    Ich halte das für einen medialen rachfedlzug für den einen österreichischen karikaturisten dessen schmähwerk bestraft wurde mit einer geldstrafe. Eine humanistisch-säkulare propaganda kampagne um die kirche in griechenland zu diffamieren und ihren einfluss zu schwächen. schon merkwürdig das in so kurzer zeit aufeinmal soviel skandale aufgetaucht sind, findest du nicht? Und Das mit den Häusern, was soll das überhaupt für ein skandal sein? irgendwer hat häuser eingekauft/verkauft, skandal sehe ich hier keinen. ich lasse mich davon nicht beiirren, und ich denke die griechen auch nicht, überall gibt es schwarze schafe das ist nix neues, wenn es etwas zum ausmisten gibt, dann ist das eine gute möglichkeit so sollte man das sehen.

  4. #14
    Avatar von Klement

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    Zitat Zitat von Grieche
    tztztztz Diese FYROMer wieder mal.

    Was ist dein Problem FOPOGER?

  5. #15
    Avatar von Klement

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    Mach dich bitte nicht lächerlich.

    der polizeilich gesuchte griechische Geschäftsmann Nicolaos Papadimas genannt, der als von Irenaios I. eingesetzter Finanzminister bis zu sechs Millionen Euro an Kirchenvermögen veruntreut haben soll

  6. #16
    Avatar von lupo-de-mare

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    11.988

    Re: Das griechisch-orthodoxe Patriarchat und seine Geschäfte

    Zitat Zitat von Klement
    in die sich schon Interpol mit der Suche nach einem Drogenhändler und Gn gibt?

    Der angebliche Verkauf griechisch-orthodoxer Grundstücke beim Jerusalemer Jaffa-Tor an namentlich nicht genannte "jüdische Investoren aus dem Ausland" ist "null und nichtig". Die palästinensische Zeitung "Al Quds " zitierte eine schriftliche Erklärung des griechischen Patriarchats: "Jeglicher Käufer oder Verkäufer von wichtigen oder strategischen Grundstücken muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und eine schriftliche Genehmigung des Patriarchen von Jerusalem Irineos I und des Heiligen Kirchenrats einholen, um ein solches Geschäft zu tätigen." Entsprechend sei der Verkauf der Jerusalemer Grundstücke "null und nichtig". Die (jüdischen) Käufer hätten "in schlechtem Glauben" gehandelt.



    Ich glaube es wird Zeit in der griechischen Kirche mal aufzuräumen. Was denkt ihr, bzw was denken die Griechen?
    Gut so, das diese Verkäufe für Ungültig erklärt wurden.

    Wir hatten hier schon vor Monaten mal einen sehr guten Thread über die Griechisch Orthoxe Kirche usw..


    http://balkanforum.at/modules.php?na...chische+kirche

  7. #17
    Avatar von Klement

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    215
    Sehr guter Artikel. :wink:

  8. #18
    Avatar von lupo-de-mare

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    Und jetzt hat man ihn gefasst in Italien.

    Schattenmann hinter Gittern
    Der meistgesuchte Gangster Griechenlands, Apostolos Vavilis, ist gefasst

    Von Christiane Schlötzer

    Istanbul - Kreditkarten und sein Computer haben Apostolos Vavilis, den meist gesuchten Kriminellen Griechenlands, verraten. Vavilis, auch ¸¸der Mann mit den eintausend Gesichtern" genannt, stand nicht nur als Drogendealer auf griechischen und italienischen Fahndungslisten. Der 45-Jährige ist wegen guter Kontakte zu Athens Erzbischof Christodoulos auch Schlüsselfigur im größten Skandal, den die griechisch-orthodoxe Kirche seit Jahrzehnten erlebt. Im italienischen Bologna wurde Vavilis am Freitag verhaftet. Dabei trug er eine Mönchskutte, die zu seinen Lieblingsverkleidungen zählt.

    Die Athener Justiz will seine Auslieferung erwirken. Kommt Italien der Aufforderung nach, dürften neue Enthüllungen bevorstehen. Dies gilt nicht nur für die griechische Kirche, sondern auch für staatliche Behörden. Schließlich wurden für Vavilis, dessen Aufenthalt angeblich seit zehn Jahren unbekannt war, von vier griechischen Präfekturen Pässe ausgestellt. Am Freitag trug er einen Pass aus Athen auf den Namen Antonis Aivaliotis bei sich. Von der griechischen Polizei war er zeitweise als Informant zur Enttarnung anderer Dealer benutzt worden.

    Christodoulos, der Vavilis mal einen ¸¸Sohn aus gutem Haus" nannte, soll ihn wiederum 2001 nach Jerusalem entsandt haben, um da eine Patriarchenwahl zu beeinflussen. Christodoulos bestreitet das, Wahlsieger Patriarch Irinäus nicht. Erst jüngst gab Christodoulos zu, Vavilis vor drei Jahren bei der Amtseinführung von Irinäus in Jerusalem gesehen zu haben. Für den israelischen Geheimdienst soll Vavilis angeblich auch gearbeitet haben.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Nr.94, Montag, den 25. April 2005 , Seite 14

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