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Griechische Medien: Albanische Schulbücher erwecken Hass und Hunger auf Griechenland

Erstellt von @rdi, 30.04.2011, 15:07 Uhr · 438 Antworten · 19.347 Aufrufe

  1. #321
    Avatar von H3llas

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    16.644
    Zitat Zitat von Ay ve yildiz Beitrag anzeigen
    da muss ich H3llas ausnahmsweise recht geben
    und ich muss dir ausnahmsweise ein danke geben

  2. #322
    Avatar von Alexandrovi

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    09.02.2011
    Beiträge
    910
    Als Philipp II. das alte Makedonien regierte (336 v.Chr....
    Konflikte Griechenlands mit Phillipp II. im Vorfeld


    Philip II. und der Korinthische Bund
    GRAFIK: Philip II. aus dem Alexandertext

    Einleitung
    Konflikte Griechenlands mit Phillipp II. im Vorfeld des Korinthischen Bunde
    Die Gründung des Korinthischen Bundes Seite
    Aufbau und Organisation des Friedensbundes Seite
    Zusammenfassung Seite
    Fehlerbetrachtung Seite
    Quellen – und Seite
    Literaturverzeichnis
    Einleitung:

    In den nun folgenden Darlegungen sollen die Gründung des Korinthischen Bundes 337 und seine Bestimmungen erläutert werden. Dafür bilden hauptsächlich Quellen die Grundlage für die Erarbeitung .
    Besondere Aufmerksamkeit wird hier dem Gründungseid des Korinthischen Bundes, welcher in den Inscriptiones Graecae zu finden ist, gelten. Im Verlauf der Abhandlungen erscheint als erstes eine kurze Zusammenfassung der Aktivitäten Philipps in Griechenland ausgehende von der Schlacht bei Chaironeia, die das griechische "Schicksal" besiegeln sollte. Diese Informationen widerspiegeln die Vorgeschichte des Korinthischen Bundes . Die anschließenden Überlegungen beschreiben die Gründung des Bundes . Hier ist zu klären, was sich hinter dem Begriff koinh eirhnh verbirgt.
    In den weiteren Darlegungen geht es um die nähere Betrachtung der Aufgaben und Bestimmungen des Korinthischen Bundes. Hier werden die einzelnen Organe aufgezeigt und kurz beschrieben. Die Quellen von Diodor,die Pseudo-Demosthenes Rede sowie der oben genannte Gründungseid bilden dafür die Grundlage. Der Schlußteil stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse in komprimierter Form dar. In der anschließenden Fehlerbetrachtung soll nochmals auf die Problematik beim Deuten der verschiedenen Quellen hingewiesen werden, um eine objektive Betrachtung der Ausarbeitung zu ermöglichen. Den Abschluß bildet dann das Quellen – und Literatur-verzeichnis.

    Die Konflikte Griechenlands mit Philipp II im Vorfeld des Korinthischen Bundes


    Die Konflikte zwischen Athen und Philipp verschärften sich seit 342/41. Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen war die Kaperung der athenischen Getreideflotte durch Philipps Armee. Danach erklärte Athen Makedonien den Krieg. Zu einer direkten Konfrontation zwischen den verfeindeten Parteien kam es jedoch noch nicht, vielmehr beschränkten sich die Streitigkeiten größtenteils auf die Chersones.

    " ... und erst als der amphiktionische Krieg gegen Amphissa beschlossen wurde und Philipp in der Herbstpylaia 339 den Oberberfehl erhielt, rückte er an den athenischen Kernraum heran."

    Höhepunkt der Auseinandersetzungen war die Schlacht bei Chaironeia, der Schlacht, in der sich Philipp die Vormachtstellung in Griechenland sichern sollte. Nach Diodor wird diese Schlacht auf 338 datiert. Er schreibt:

    "Als in Athen Charondas Archon war... . In diesem Jahr wollte der König Philipp, nachdem er der Freundschaft der meisten griechischen Staaten sich versichert hatte, die Athener in Furcht setzen, weil er die unumstrittene Vorherrschaft von Griechenland zu erlangen strebte."

    Dieses Bestreben gipfelte in der Schlacht bei Chaironeia. Die Truppen und Verbündeten unter athenischer Führung verloren. Der Heerführer Lysikles wurde in Athen hingerichtet.
    In den Augen der Athener, insbesondere des Anklägers Lykurgus, habe der Feldherr dafür die Verantwortung zu tragen, ganz Griechenland in die Knechtschaft getrieben zu haben.
    Der Zerfall des Hellenenbundes wird als eine Folge der Niederlage bei Chaironeia angesehen. Nach der Niederlage bei Chaironeia versuchte Athen sich neu zu organisieren. An verschiedene Staaten schickte die Führung in Athen Hilfegesuche, so zum Beispiel nach Andros, Keos, Troizen und Epidauros. Jedoch gelang es Athen nicht,sich zu reorganisieren, denn nach Zerfall des Hellenenbundes gab es keine übergreifende Struktur mehr, da sich jeder "um sich selbst" kümmerte.

    " Mit dem Sieg Philipps II. von Makedonien über den Hellenischen Bund unter Athens Führung in der Schlacht bei Chaironeia endete praktisch die Epoche der Poleis, des freien und autonomen Stadtstaates."

    Es blieb der athenischen Führung nichts anderes übrig, als die Vormachtstellung Philipps anzuerkennen. Phillipp sorgte währenddessen für eine politische Neuordnung in Boiotien. Die Anhänger antmimakedonischer Politik und oftmals Verbündete Athens bei Chaironeia wurden hingerichtet beziehungsweise ins Exil geschickt. Im selben Jahr schickte Philipp Demades mit einem Friedensangebot nach Athen. Daraufhin entbot Athen eine Gesandtschaft zu Philipp. Ihr gehörten wahrscheinlich Aischines, Demades und Phokion an.
    Tatsächlich kommt es auch zum Friedensschluß zwischen den beiden verfeindeten Parteien. Um die Beziehungen zwischen den einstigen Bündnispartnern wieder zu stärken, überließ der Makedone den Athenern Oropos, welches sie während lang andauernder Auseinandersetzungen mit Theben nie erringen konnten. Pausanias schreibt über diese Gegebenheit:

    "Das oropische Land zwischen Attika und Tanagrika, das anfangs den Boiotiern gehörte, besitzen gegenwärtig die Athener, welche die ganze Zeit um dasselbe Krieg geführt und festen Besitz aber nicht eher erlangt haben, als bis Philippus nach der Einnahme von Theben es ihnen überließ."

    Ein weiterer Bestandteil des Friedens war, daß die Klerucheninseln Lemnos, Imbros, Skyros und Samos weiterhin zum Einflußgebiet Athens gehörten.

    "Die Athener sollen besitzen, was sie unter Philipp und Alexander hatten, ... . Samos geben wir den Athenern, weil es ihnen auch der Vater Philipp gegeben hat."

    Über die Vereinbarungen Makedoniens mit den anderen Kriegsgegnern von Chaironeia ist kaum etwas bekannt.
    Aus den Quellen geht jedoch hervor, das Philipp es gestattete, während des Krieges zerstörte Städte wieder aufzubauen. Außerdem nimmt Philipp 338 die "Klärung" der territorialen Fragen auf der Peleponnes in Angriff. Um diese offenliegenden Fragen durchzusetzen, unternimmt der Makedone einen Feldzug auf die Peleponnes, der zu Lasten Spartas ging, da die Spartaner nicht mehr in der Lage, waren Philipp zu stoppen.
    Sparta verlor nach den Grenzänderungen strategisch wichtige Zugangsmöglichkeiten in die Gebiete der Peloponnes. Über diese Gebietsänderungen sollte dann, so Polybios, nicht Philipp, sondern ein Tribunal aller Griechen entscheiden

    "... indem er sich nicht etwa selbst zum Richter über die streitigen Fragen auf wart, sondern ein gemeinsames Gericht, in dem alle Hellenen vertreten waren, einsetzte."

    Diese Veränderungen wurden dann im Vorfeld und während des Kongresses zu Korinth beraten und nur noch formell bestätigt. Diese Deutung, ausgehend von Polybios, ist jedoch umstritten, denn Ida Calabi geht davon aus, daß Philipp im Herbst 338 ein hellenisches Schiedsgericht installierte, das über diese Kontroversen entschied. Wahrscheinlicher ist jedoch die erstgenannte Deutung, da man davon ausgehen kann, daß die Nutznießer der Grenzänderungen sich das Neue noch einmal bestätigen ließen.
    Diese genannten kurz zusammengefaßten Aktivitäten Philipps gingen der Gründung des Korinthischen Bundes voraus. Die Gebietsänderungen werden im weiteren Verlauf der Hausarbeit im Bezug auf Bestimmungen und Aufgaben des Korinthischen Bundes noch an Bedeutung gewinnen. So sind sie wahrscheinlich ein Grund dafür, daß Sparta an der konstituierenden Sitzung nicht teilnahm. Außerdem lassen sie erkennen, daß Philipp sehr milde mit seinen Kriegsgegnern von Chaironeia verfahren ist:

    "... these diplomatic practies was one of the ways to make a king acceptable and, perhaps, to reduce the psychological barrier between the hegemonic leadership of a Macedonian king and that of a polis."

    Im Hinblick auf die Bestrebungen Philipps, der mit Persien Krieg führen wollte, war diese Feinfühligkeit gegenüber der Griechen, die er als Partner gewinnen versuchte, notwendig. Ohne die Griechen hätte Philipp einen Kampf gegen das Perserreich nicht riskieren können. Außerdem fehlte es ihm dann an dem nötigen Motiv für einen Angriff .
    Die meisten Gegner Philipps erkannten dennoch die Erfolglosigkeit eines "Aufbegehrens" gegen den Makedonen und lehnten sich seiner Politik an oder versuchten friedliche Arrangements zu treffen.
    Die Gründung des Korinthischen Bundes


    Im Sommer 337 versammelten sich die griechischen Staaten, möglicherweise in Abwesenheit Spartas, in Korinth:

    "Als in Athen Phyrinichus Archon war,... . In diesem Jahr strebte Phillip, Vorsteher von ganz Griechenland zu werden, nachdem er durch den Sieg bei Chaironeia kühner geworden war und die angesehensten Städte vor ihm sich fürchteten."

    Umstritten ist allerdings die Rolle Spartas bei den Friedensbemühungen. Zum einen ist es möglich, daß die Lakedeimonier gar nicht erst Gesandte nach Korinth schickten, zum anderen ist auch denkbar, daß die Spartaner dem allgemeinen Landfrieden nicht zustimmten. Mit großer Sicherheit ist festzustellen, daß neben den Athenern, Boiotiern und Peloponesiern auch die Polis Thrakiens, Inselstaaten des Ionischen Meeres und der Ägäis, die Thasier,
    Ambrokioten, die Phoker, die Lokrer, die Dolpher, die Perrhaiber, die Kephanllenier sowie die Thessaler und die Oitaier dem Korinthischen Bund beitraten. Athen scheint aber auch hier eine Sonderstellung eingenommen zu haben, die später noch erläutert werden wird.

    Der Korinthische Bund erreichte durch die hohe Mitgliederzahl eine Vereinigung, wie es sie in der griechischen Welt bis dahin noch nicht gegeben hatte. Philipps Beweggründe für den allgemeinen Landfrieden (koinh eirhnh)sind klar. Nur mit einen vereinten Griechenland konnte der makedonische König einen Krieg gegen Persien führen und erfolgreich zu Ende bringen. Dazu mußte er die Vorherrschaft in Griechenland gewinnen. Philipp scheint dieses Vorhaben,eine koinh eirhnh zu schließen und ihr ein Synhedrion beizugeben, gleich nach dem Sieg bei Chaironeia bekanntgegeben zu haben. Als diese Ziele Philipps in Athen bekannt wurden, kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Demades und Phokion. Phokion empfahl, die Forderungen Phillips anzunehmen, jedoch in eine koinh eirhnh solange nicht einzuwilligen, bis geklärt war, was der Makedone von ihnen verlangte.Damit stellte er sich gegen den Antrag des Demades, Athen solle schnellstmöglich am Synhedrion und damit am Bund der Hellenen teilnehmen:

    "... daß man das Wohl der Stadt Phokion anvertraute. Dieser hielt es für nötig, sich den Verfügungen Philippos zu unterwerfen und die sehr gemäßigten Bedingungen, die er vorschrieb, anzunehmen."

    Die Athener aber, verfolgt man Plutarchs Phokion Biographie weiter, ließen sich vom Antrag des Demades mehr überzeugen und erklärten ihren Beitritt zum Bund und Synhedrion, ohne vorher abzuschätzen, welche Lasten sie damit auf sich nehmen würden.
    Die Teilnahme am Kongreß in Korinth selbst war jedoch unumstritten in Athen, da man sich diesem Wunsche Philipps beugen mußte. Ein Ablehnen der Teilnahme am Kongreß hätte zu erneuten Spannungen zwischen Philipp und Attika geführt, da ihnen bereits im vorher geschlossenen Separatfrieden empfohlen worden war, an der koinh eirhnh teilzunehmen. Man kann mit relativer Sicherheit feststellen, daß Athen der koinh eirhnh bereits vor dem Kongreß in Korinth den Beitritt erklärte, obwohl sie wußten, daß dies mit Aufwendungen verbunden sein würde und die Pläne Philipps, einen Krieg gegen Persien zu führen, weitestgehend bekannt waren. Diese bereits o.g. Sonderstellung Athens ist bei der Gründung des Bundes zu berücksichtigen. Plutarch berichtet weiter:

    "... daß die Athener diesen Schritt bereuten, weil sie dem Philippos Galeeren und Reiter stellen mußten,... ."

    Philipp unterstützte jedoch den freiwilligen Beitritt Athens, indem er es zuließ, daß Sparta abseits blieb. Die Konstituierung des Korinthischen Bundes verlief in zwei Phasen. Zunächst trafen sich die Abgesandten der Griechen in Korinth, und Phillipp unterbreitete ihnen seine Vorstellungen und Forderungen. Nach anschließenden Diskussionen und eventuellen Abänderungsanträgen legten dann die Gesandten das fertige Vertragswerk in ihrer Heimat vor und ließen es bestätigen. Im Anschluß daran begaben sich die Delegierten erneut nach Korinth und bildeten das Synhedrion des Bundes. Die in Athen gefundene Inschrift des Gründungseides beweist, daß es einen Vertrag gab und dieser auch in aller Form beschworen wurde.

    " Ich schwöre bei Zeus ... und allen Göttern und Göttinnen. Ich werde festhalten am Bündnis und ich werde nicht brechen den Vertrag der mit Phillipp dem Makedonen besteht, ... ."

    Mit dem in Korinth beschlossenen allgemeinen Landfrieden ging möglicherweise noch eine Symmachie einher. Diese Vermutung wird unterstützt durch Arrians drittes Buch, wo er von einem Bündnis zwischen Griechen und Makedoniern berichtet. Er schreibt von Freilassungen von Griechen während der Feldzüge Alexanders, weil sie vor dem gemeinsamen Bündnis schon im Sold der Perser standen:

    "Frei ließ er ferner alle übrigen Griechen, welche schon vor dem mit den Makedoniern abgeschlossenen Frieden und Schutz – und Trutzbündnis im Solde der Persern gestanden waren, ... ."

    Demzufolge ist es möglich, daß neben dem Allgemeinen Landfrieden auch noch eine Symmachie beschlossen wurde. Vorstellbar ist, daß Phillipp während der Gründung des Korinthischen Bundes die Griechen zu einer Zusammenarbeit militärischer Art gegen Persien gewinnen konnte. Dazu findet man in Diodors Historischer Bibliothek folgenden Hinweis:

    "Er verbreitete das Gerücht, er wollte den Griechen zuliebe mit den Persern Krieg anfangen und Rache an ihnen nehmen für den Frevel, den sie an den Tempel verübt."

    Die Schändung der Tempelanlagen auf der Akropolis, welche nun bereits ein anderthalbes Jahrhundert zurücklag, würde diese Argumentationsweise begründen. Letztendlich muß das jedoch offen bleiben ,da es sich ja auch um eine Seperatvereinbarung einzelner Griechenverbände mit den Makedoniern handeln könnte.

    "Später brachte Phillipp, ..., diesen Grund für den Krieg mit den Persern war, daß er die Heiligtümer Griechenlands rächen wolle; nicht einmal wiederhergestellt werden dürften sie, haben die Griechen gemeint, damit die Nachwelt einen Beweis für das Verbrechen der Perser vor Augen hätte."

    Das würde auch die Möglichkeit einer Offensivsymmachie erklären. Juristisch würde sich das Kampfbündnis dann mit der kleinasiatischen Frage begründen lassen. Durch die im Vertrag ratifizierte Freiheit aller griechischen Polis, zu denen demnach auch die Kleinasiatischen gehören, kann ein Krieg mit Persien gerechtfertigt werden. Da die genannten Polis im Einflußbereich des persischen Großkönigs lagen, könnte ihnen nur im Krieg mit Persien die Freiheit wiedergegeben werden .
    Aufbau und Organisation des Friedensbundes

    Auch diese koinh eirhnh hatte den Hauptschwerpunkt darauf gelegt, die Hellenen mögen frei und autonom sein. Der Unterschied zu vorangegangenen Koine Eirene war, daß die kleinasiatischen Griechen mit einbezogen wurden:

    "Ferner findet sich gleich am Anfang des Vertrages die Bestimmung, daß die Hellenen frei und selbständig sein sollen."

    Weiterhin sollten die griechischen Städte tributfrei, jedoch Philipp Untertan zu Wasser und zu Lande sein. Außerdem wird im Vertragswerk für die Friedensteilnehmer der koinh eirhnh das freie Befahren des Meeres garantiert. Darüberhinaus beinhaltet der allgemeine Landfrieden noch, daß jeder militärische Angriff auf einen Friedensteilnehmer die Bundesexekution nach sich zog. Weiterhin geht man davon aus, daß das Bundessynhedrion eine Jurisdiktionskomponente besessen hat, welche Konflikte, die noch nicht in eine militärische Krise gipfelten, schlichten konnte. Jedoch wurden diese Konflikte nicht vom Synhedrion, welches ja politisch vorbelastet war, selbst entschieden, sondern an eine weitere Instanz delegiert. Die Entscheidung bedurfte dann einer Zustimmung der einzelnen
    Mitglieder. Die Schiedsgerichtsbarkeit des Korinthischen Bundes wurde jedoch wenig genutzt. Ein weiterer Kernpunkt ist der Schutz der inneren Verfassung der einzelnen Mitgliedsstaaten gegen einen etwaigen Umsturz sowie die Unantastbarkeit des Königshauses Philipps.

    "... mit keinen Mitteln und keiner Machenschaft, und ich werde nicht die Königsherrschaft des Phillipp und seiner Nachkommen stürzen, und nicht die Verfassungen, welche bestanden, bei einem jeden, als sie die Eide über den Frieden schworen... ."

    Gemeint sind die Verfassungen, die zum Vertragsschluß innerhalb der einzelnen Staaten aktuell waren und gegen einen inneren Umsturz gesichert werden sollten. Den Status quo zu erhalten, war ein weiterer Punkt. So mußte jeder Staat, der Exilierte beherbergte, und das waren insgesamt ca. 20000, welche potentielle "Unruhestifter" sein konnten, kontrollieren um gegebenenfalls einschreiten zu können. Somit wurde der innere Umsturz eines Staates als Feindesakt gegen die koinh eirhnh betrachtet. Neben den Umsturz sah man auch kriegerische Auseinandersetzungen als Feindesakte was die Bundesexekution nach sich ziehen konnte. Die Exekutionsklausel der koinh eirhnh hatte folgenden Inhalt: Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, anderen Mitgliedsstaaten die Opfer einer Aggression wurden, militärische Hilfe zu leisten und Friedensstörer als Feinde zu betrachten. Ein Hilfegesuch eines Mitgliedsstaates wurde dann vom Synhedrion beraten, und wenn es den Bundeskrieg beschloß, beauftragte es den Hegemon mit dessen Durchführung.
    Dadurch daß die koinh eirhnh die Autonomie aller griechischen Staaten sichern sollte, wurden auch die, die formell dem Bund nicht mit beigetreten waren, einbezogen. Dies bedeutet, daß die Sanktionsdrohung nicht nur die Mitgliedsstaaten , sondern auch die, die außerhalb der Vertragsgemeinschaft standen trifft, sofern sie die Autonomie verletzen sollten.

    " Es handelt also in einer koinh eirhnh derjenige vertragswidrig, der die Autonomie einer hellenischen Polis verletzt, sei er nun Teilnehmer der koinh eirhnh oder nicht."

    Der Hegemon war dafür zuständig, das Bundesaufgebot zu mobilisieren und wurde vom Synhedrion berufen. Dieser konnte dann Militärhilfe von den einzelnen Teilnehmerstaaten einfordern. Die militärische Belastung der einzelnen Mitglieder im Kriegsfall dürfte bereits zur Gründung des Bundes festgelegt worden sein. Die Anzahl der zu stellenden Kräfte setzt sich aus der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Staates zusammen. Rechnet man alles zusammen, so würde das zweihunderttausend Mann Infanterie und fünfzehntausend Mann Artillerie bedeuten. Auf Grund dieser Anzahl an Soldaten, die in der Praxis wohl nie alle eingesetzt wurden, errechnete sich der Schlüssel für die zu stellenden Militärleistungen.
    Das Amt des Hegemon ist wahrscheinlich zur ersten Sitzung des Bundes an Philipp auf Lebenszeit gegeben worden. Dafür spricht die Führerstellung Philipps nach Chaironeia . Nach Phillipps Tode wurde sein Sohn Alexander zum Hegemon berufen.
    Jedoch wollten die griechischen Staaten und damit das Synhedrion den Führeranspruch Alexanders erst nicht akzeptieren. Aber als dieser mit einer Armee in Boiotien auftauchte, lenkten die Griechen ein und erkannten ihn als den Hegemon an.

    "... Alexander solle unumschränkter Feldherr von Griechenland sein... ."

    Er erhielt außerdem den Titel "strategos autokrator" . Dies besagt daß er für strategische Änderungen im Kriegsfall oder Vertragsabschlüssen nicht erst die heimatlichen Behörden kontaktieren mußte. Im Verlauf des Perserkrieges war diese Sondervollmacht auch von enormer Wichtigkeit, da keine Möglichkeit bestand, vor größeren Entscheidungen Boten nach Korinth zu schicken.Zur Auslösung der Perserkrieges ist zu bemerken, daß Philipp und später sein Sohn Alexander, wahrscheinlich selbst Mitglied im Synhedrion waren und die Bundesexekution gegen Persien beantragte. Als Begründung dafür wurde die bereits o.g. Beschränkung der kleinasiatischen Griechen durch die Perser angegeben.
    Über das Synhedrion als eine der wichtigsten Instanzen neben dem Hegemon im Korinthischen Bund ist folgendes überliefert:
    Es tagte mindestens einmal im Jahr, meistens parallel zu den panhellenischen Spielen. Des weiteren gab es außerordentlich einberufene Sitzungen. Das Synhedrion setzte sich aus Vertretern der am Bund beteiligten griechischen Staaten zusammen. Es entschied über Streitigkeiten innerhalb des Bundes und konnte die Bundesexekution veranlassen. So zum Beispiel fällte es das harte Urteil über Theben.
    Ab 330 gaben die Quellen nur noch sehr wenig Aufschluß über die Tätigkeiten des Synhedrions und des Bundes. Wahrscheinlich liegt es daran, daß das Augenmerk der zeitgenössischen Historiker jetzt mehr auf den Kriegsschauplätzen außerhalb Griechenlands lag.


    Zusammenfassung

    Es sollen nun noch kurz die Aufgaben und Bestimmungen des Korinthischen Bundes zusammengefaßt werden.

    1. Die Autonomie der einzelnen Griechen wurde gefordert und größtenteils durchgesetzt.
    2. Der Status quo erreicht ,indem man bewaffnete Auseinandersetzungen innerhalb Griechenlands verbot.
    3. Mittels Schiedsgerichtsbarkeit bei Streitfällen konnten militärische Auseinandersetzungen verhindert werden.
    4. Den Friedenserhalt durch Bundesexekution (Beteiligung der Mitgliedsstaaten daran war obligatorisch) darf man als gesichert betrachten.
    5. Weiterhin schützten die Institutionen, die durch den allgemeinden Landfrieden entsanden,die inneren Verfassungen der Mitgliedsstaaten. Zu diesen zählen das Synhedrion und der Hegemon.
    6. Für den Perserkrieg bekam der jeweilige Hegemon (Phillipp oder Alexander) besondere Vollmachten(s.o.).
    7. Das Synhedrion war formal das Herzstück der koinh eirhnh, das alle teilnehmenden Staaten repräsentierte.

    Es tagte regelmäßig, sorgte für Urteile bei Auseinandersetzungen, beschloß den Bundeskrieg, veranlaßte die Bundesexekution durch den Hegemon und bestrafte Friedensstörer.


    Fehlerbetrachtung

    In dieser Hausarbeit wurden verschiedene Quellen zum Erarbeiten des Themas herangezogen. Dadurch muß auf verschiedene Dinge geachtet werden.
    Einerseits können bei Übersetzungen vom Griechischen ins Lateinische und dann ins Deutsche oder Englische Fehler auftreten, die Ereignisse dann verfälschen. Andererseits muß bei Plutarch beachtet werden, wenn er seine Phokion-Biographien mit Tendenz zu einem idealisierten Phokionbild schreibt, daß dadurch ein Teil der Objektivität verloren geht. Die Datierungen nach Diodor sind ein weitere Problemfall. So datiert er mit Hilfe der Jahresbeamten in Rom und Athen. Allerdings konnte man zum Teil aus anderen Quellen ersehen, daß die einzelnen Jahresbeamten nicht übereinstimmten. Ein weiteres Problem das beim Diodor auftritt ist,daß er seine Historische Bibliothek erst 300 Jahre nach den Ereignissen schreibt und sich selbst auch nur auf Quellen stützt.
    Weiterhin ist die Terminologie der Quellenschreiber zu beachten. So schreibt Arrian von einem Vertrag, der von den Makedoniern beschlossen wurde. Da Makedonien allerdings eine Monarchie war, hatte hier der König die Legislative .
    Diese Fehlermöglichkeiten sind zum Verständnis der Hausarbeit mit zu berücksichtigen.


    Quellen – und Literaturverzeichnis

    Polybios: Des Polybios Geschichte, übersetzt von A. Haakh, Berlin, 1855-1908
    Pausanias: Beschreibung von Griechenland, übersetzt von C.B. Siebelis, Stuttgart, 1827
    Diodor: Diodor`s historische Bibliothek, übersetzt von J.F. Wurm, Stuttgart, 1834
    Plutarch: Lebensbeschreibungen, übersetzt von Kaltwasser,München/Leipzig 1913
    Arrian: Taktik und Geschichte der Feldzüge Alexanders, übersetzt von C.H. Dörner, Stuttgart, 1863
    Cicero: Der Staat, übersetzt von K. Büchner, München , 1993
    Demosthenes: Demosthenes Werke, übersetzt von H.A. Pabst, Wien, 1839
    Inscriptiones Graecae: Gründungseid des Korinthischen Bundes, Übersetzt von Heisserer
    H. Bengtson: Griechische Geschichte ,(8.Aufl.), München, 1994
    W. Dahlheim: Die griechisch-römische Antike, (Bnd.1), Paderborn,1992
    M.Kossok (Hrsg.): Griechische Geschichte, Berlin, 1978
    M.Jehne: Koine Eirene, Stuttgart, 1994

  3. #323
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von Alexandrovi Beitrag anzeigen
    Stobi ist und war eine Makedonische Stadt und liegt heute noch in Makedonien (Nordmakedonien) genauso wie Heraklea (Bitola) liegt in den Staatsgrenzen Makedonien's Wehm willst du was erzählen!?
    Beton-Kopf,

    heute liegt zB. Halikarnassos in der Türkei. Sind Heraklit und Dionysos Türken?

    Du bist so eine Dumpfbacke...



    Hippokrates

  4. #324
    Avatar von Alexandrovi

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    Daumen hoch

    Bei Philips Tot erstickten Makedonische Soldaten einen griechischen aufstand Blutig.


  5. #325

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    Zitat Zitat von Alexandrovi Beitrag anzeigen
    Stobi ist und war eine Makedonische Stadt und liegt heute noch in Makedonien (Nordmakedonien) genauso wie Heraklea (Bitola) liegt in den Staatsgrenzen Makedonien's Wehm willst du was erzählen!?
    Stobi war eine stadt in paionien. wurde später von den makedonen erobert war aber keine ursprügliche makedonische stadt. nichtmal der name ist griechisch. Heraclea lyncestis aber war eine griechische stadt der makedonen. heute liegt dieser ort eben in fyrom. was solls. zu griechen werdet ihr trotzdem nicht.

  6. #326
    Avatar von H3llas

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    oh man, ich wahr essen, habe geduscht komme on, und es geht hier immer noch weiter.

  7. #327
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von Cyprus Beitrag anzeigen
    Stobi war eine stadt in paionien. wurde später von den makedonen erobert war aber keine ursprügliche makedonische stadt. nichtmal der name ist griechisch. Heraclea lyncestis aber war eine griechische stadt der makedonen. heute liegt dieser ort eben in fyrom. was solls. zu griechen werdet ihr trotzdem nicht.
    Jeder kann die Geschichte der von ihm erwähnten Städte selber nachschlagen. Wenn er der Meinung ist, das Heraclea Lyncestis eine slavische Stadt ist, ist ihm sowieso nicht mehr zu helfen.

    Die Ausgrabungsaufschriften dieser antiken griechischen Stadt können die Fyromer sowieso nicht lesen. Da steht bestimmt kein "Zdraba zdruba" drauf.



    Hippokrates

  8. #328
    Avatar von Alexandrovi

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    Zitat Als Philipp II. das alte Makedonien regierte (336 v.Chr.), war das Gebiet deines Staates (FYROM) NICHT Teil Makedoniens

    Zitat von Alexandrovi
    Stobi ist und war eine Makedonische Stadt und liegt heute noch in Makedonien (Nordmakedonien) genauso wie Heraklea (Bitola) liegt in den Staatsgrenzen Makedonien's Wehm willst du was erzählen!?
    Beton-Kopf,

    heute liegt zB. Halikarnassos in der Türkei. Sind Heraklit und Dionysos Türken?

    Du bist so eine Dumpfbacke...
    Ihr wisst doch selber nicht mehr was ihr schreibt verwirrend!!

  9. #329
    Avatar von Alexandrovi

    Registriert seit
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    Jeder kann die Geschichte der von ihm erwähnten Städte selber nachschlagen. Wenn er der Meinung ist, das Heraclea Lyncestis eine slavische Stadt ist, ist ihm sowieso nicht mehr zu helfen.
    Heraklea war schon immer makedonisch nicht Slawisch und auch nicht Griehis
    es gab bis 1832 nichts grichisches?

  10. #330
    Avatar von hippokrates

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Alexandrovi Beitrag anzeigen
    Ihr wisst doch selber nicht mehr was ihr schreibt verwirrend!!
    Waren die "vielen" Sätze zu viel für dich?



    Hippokrates

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