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++++++ Griechischer Premier bietet Rücktritt an+++++

Erstellt von IZMIR ÜBÜL, 15.06.2011, 18:20 Uhr · 97 Antworten · 3.187 Aufrufe

  1. #1

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    ++++++ Griechischer Premier bietet Rücktritt an+++++

    Spektakuläre Wende in der griechischen Schuldenkrise: Regierungschef Georgios Papandreou hat laut Medienberichten angeboten, seinen Posten zu räumen. Damit will er den Weg für eine Einheitsregierung frei machen. In Athen kommt es weiter zu Ausschreitungen im Stadtzentrum.


    Athen - Steht Griechenland mitten in der Schuldenkrise auch noch ein Wechsel an der Regierungsspitze bevor? Ministerpräsident Georgios Papandreou hat nach Medienberichten seinen Rücktritt angeboten. Damit wolle er die Bildung einer Einheitsregierung vereinfachen, berichten das griechische Staatsfernsehen und die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.



    Der sozialistische Regierungschef hatte sich zuvor mit dem konservativen Antonis Samaras, dessen Partei Nea Dimokratia (ND) in der Opposition tonangebend ist, zu einem Gespräch über die mögliche Bildung einer Großen Koalition getroffen. Dies berichtet der staatliche Fernsehsender NET. "Es ist ein historisch kritischer Moment", sagte Papandreou zur finanziellen Lage des Landes.


    Es sollte eine kurzfristige Kooperation geben, die das Land in den nächsten Monaten durch die Krise führt, so Samaras. An der Spitze dieser Regierung dürfe aber nicht Papandreou stehen. Eine mögliche "Einheits"-Regierung solle alle nötigen und schmerzhaften Reformen durchsetzen, die notwendig sind, um weitere Milliardenhilfen von der EU und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) zu erhalten.

    Seit dem Vormittag hatten sich vor dem Parlament und in den umliegenden Seitenstraßen teils chaotische Szenen abgespielt. Rund 20.000 Personen hatten sich versammelt, um gegen den Sparkurs des Landes zu demonstrieren. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Der Wagen von Papandreou wurde von einem Hagel Orangen getroffen.

    Steine und Flaschen flogen aus den Reihen der Demonstranten in Richtung der Polizei, diese antwortete mit Tränengaspatronen. Die Menge auf dem zentralen Syntagma-Platz forderte in Sprechchören den Rücktritt der Regierung.

    Attacken auf das Finanzministerium

    Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge attackierten Demonstranten auch das Finanzministerium, demnach wurden Molotow-Cocktails auf das Gebäude geworfen. Auch in den Reihen der Protestierenden gab es Handgemenge: Dutzende vermummte Autonome und Rechtsextremisten lieferten sich Schlägereien im Zentrum Athens. Die beiden Gruppen gingen mit Latten und Schlagstöcken aufeinander los, berichtete das Fernsehen.

    Das öffentliche Leben im Land steht am Mittwoch weitgehend still. Wegen eines 24-stündigen Generalstreiks fallen Zugverbindungen, Fähren und die Athener Vorstadtbahn aus. Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken bleiben geschlossen. Die Tourismusbranche soll darunter jedoch nicht direkt leiden, die Fluglotsen nehmen nicht am Streik teil.

    Dem griechischen Journalistenverband zufolge wurde auch der Streik der Journalisten in Fernsehen und Rundfunk abgebrochen, um die Berichterstattung wieder aufzunehmen.

    Die Pläne von Ministerpräsident Georgios Papandreou sahen bisher zusätzliche Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vor, um den Haushalt um weitere 6,5 Milliarden Euro zu entlasten. Damit will die Regierung die Auszahlung der nächsten Kredittranche aus dem Hilfspaket von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank sichern, ohne dass die Zahlungsunfähigkeit droht.



    Ein neues Rettungspaket für Griechenland ist weiterhin in der Schwebe. Die Finanzminister der EU konnten in Gesprächen am Dienstagabend in Brüssel kein Ergebnis erzielen. Knackpunkt ist eine Beteiligung der Finanzwirtschaft an weiteren Hilfen.


    Streit über deutschen Kurs in der Griechenlandkrise

    Die Debatte um mögliche neue Hilfen für den maroden griechischen Staatshaushalt geht auch in Deutschland weiter. Der SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel hat die Pläne der Bundesregierung kritisiert. "Es reicht jetzt nicht aus, nur die Laufzeiten der Staatsanleihen ein wenig zu verlängern, wie die Kanzlerin es vorschlägt. Wenn wir Akzeptanz schaffen wollen, müssen wir einen harten Schuldenschnitt machen, bei dem die Gläubiger auf einen beträchtlichen Teil ihrer Forderungen verzichten", sagte er in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der "Zeit". Parallel hierzu müsse ein "nicht unerheblicher Teil der Kredite" in sogenannte Euro-Bonds, für die die Euro-Staaten gemeinsam bürgen würden, umgewandelt werden.

    Deutlicher Widerspruch kommt von FDP-Generalsekretär Christian Lindner: "Die Vorschläge von Gabriel sind brandgefährlich", sagte Lindner SPIEGEL ONLINE. Einerseits rede Gabriel mit seiner Forderung nach einem harten Schuldenschnitt eine für Steuerzahler, Arbeitsplätze, Sparguthaben und Lebensversicherungen unvorhersehbare Lage herbei. "Andererseits will er auch noch die Vergemeinschaftung der Schulden in Europa durch Euro-Bonds. Dadurch würde den Regierungen in Athen und anderswo der Reformdruck genommen. Bei der SPD passt nichts zusammen", so Lindner.

    Georgios Papandreou: Griechischer Premier bietet Rücktritt an - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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  2. #2
    Avatar von Гуштер

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    Wenn er zurücktritt, wird es ein Mitsotakis oder ein Karamanlis?


  3. #3
    Avatar von Dikefalos

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    Wohl kaum.Eher rechtsradikal.

  4. #4
    Avatar von De_La_GreCo

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    man spricht von einer nationalen regierung

    also die großen partein werden sich zu einer koalition zusammentun


    am besten alle politiker köpfen und gut ist

    lang genug haben diese schweine griechenland ausgebeutet


    nun privatisieren sie das gesamte land und verscherbeln unsere rohstoffe an irgendwelche ausländische firmen und wir sehn nur ein krümmel davon

    zum teufel mit diesen wixern


    raus die troika aus griechenland

  5. #5
    Avatar von Sinopeus

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    Das ganze Parlament sollte geschlossen zurücktreten und Politikverbot erhalten, damit neue Leute nachrücken können. Oberstes Kriterium: sie waren nie Mitglied einer Jugendorganisation irgendeiner Partei.
    Das wäre schon mal ein guter Anfang.

  6. #6
    economicos
    1. Neue Regierung
    2. Umschulden
    3. Klarheit=Rohstoffe,Privatisierung
    4. Reformen bearbeiten

  7. #7
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Das ganze Parlament sollte geschlossen zurücktreten und Politikverbot erhalten, damit neue Leute nachrücken können. Oberstes Kriterium: sie waren nie Mitglied einer Jugendorganisation irgendeiner Partei.
    Das wäre schon mal ein guter Anfang.
    Gute Idee, aber wäre das nicht ein Bruch im Clan-System Griechenlands?

  8. #8
    economicos
    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Gute Idee, aber wäre das nicht ein Bruch im Clan-System Griechenlands?
    Was für ein Clan-System? Als wäre jeder Grieche Beamte und in einem Clan...

  9. #9
    Avatar von Sinopeus

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    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Gute Idee, aber wäre das nicht ein Bruch im Clan-System Griechenlands?
    Ein Bruch mit allem, was im Schatten des Systems heimlich gewachsen ist. Nicht diese Politiker, nicht ihre Söhne, auch nicht ihre politischen Ziehsöhne sollen an die Macht.

    Griechenland muss "neu booten".

  10. #10
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Sinopeus Beitrag anzeigen
    Ein Bruch mit allem, was im Schatten des Systems heimlich gewachsen ist. Nicht diese Politiker, nicht ihre Söhne, auch nicht ihre politischen Ziehsöhne sollen an die Macht.

    Griechenland muss "neu booten".
    Wollen wir mal hoffen, dass in dem Land der Demokratie diese wieder Einzug findet. Irgendwann muss auch Schluss sein mit den Clans.

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