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„Großalbanien“ – mehr als ein Mythos?

Erstellt von Popeye, 13.03.2008, 16:55 Uhr · 56 Antworten · 2.702 Aufrufe

  1. #1
    Popeye

    „Großalbanien“ – mehr als ein Mythos?

    „Großalbanien“ – mehr als ein Mythos?

    Nach der Unabhängigkeit des Kosovo wachsen die Befürchtungen, die Albaner auf dem Balkan könnten nun ihre Vereinigung in einem gemeinsamen Staat anstreben.

    Sie trugen moderne Sturmgewehre. UÇPMB – „Befreiungsarmee von Preshevo, Medvedja und Bujanovac“ prangte auf den blutroten Abzeichen, die auf ihren pechschwarzen Uniformen und ihren ausgewaschenen Tarnjacken aufgenäht waren. Der südserbische Ort Konçul und die umliegenden Dörfer befanden sich im März 2001 fest in den Händen albanischer Rebellen unter Feldkommandeur Shefket Musliu. Als die Nato den serbischen Truppen erlaubte, erneut ins Grenzgebiet zum Kosovo einzurücken, brach der Aufstand aber rasch zusammen. Der Spuk war vorbei.


    Heute, sieben Jahre später, bemüht Serbien diese Gespenster der Vergangenheit wieder. Belgrad warnt, dass Albaner in Südserbien und Westmazedonien erneut zu den Waffen greifen könnten, um diese Gebiete mit dem unabhängigen Kosovo und Albanien zu vereinigen; zur Erfüllung eines alten nationalistischen Traumes: der Schaffung eines „Großalbanien“.
    Doch wie realistisch ist ein solches Szenario? Wie stark ist das Bedürfnis der Albaner Südosteuropas, sich – mit Gewalt oder friedlich – zu einem gemeinsamen Staat zusammenzuschließen?

    „Wir haben eigene Probleme“

    Fakt ist: Mit der Unabhängigkeit des Kosovo gibt es einen zweiten Staat, dessen Bevölkerung vorwiegend aus Albanern besteht. Doch schon die Frage, ob es ein „zweiter albanischer Staat“ ist, ist selbst unter den Albanern umstritten. „Das eine ist Kosovo, das andere sind wir“, hört man häufig von jenen aus Albanien – und mit umgekehrten Vorzeichen von den Kosovaren.
    „Wir haben genug eigene Probleme“, meint der Journalist Admirim aus der albanischen Hauptstadt Tirana. Albanien hat mit Armut und Arbeitslosigkeit zu kämpfen, da will man sich die politischen Zores Kosovos nicht auch noch einhandeln. Zudem hatte der stalinistischer Diktator Enver Hoxha Albanien nach dem Zweiten Weltkrieg isoliert: „Wir waren Jahrzehnte getrennt. Als die Grenzen wieder offen waren, bemerkten wir, wie verschieden wir sind“, erklärt ein Psychologe aus Tirana.
    Auch Professor Rexhep Ismajli, Präsident der Akademie der Wissenschaften und Künste im Kosovo, sieht in den Warnungen vor einem Großalbanien vor allem „Propaganda“. „Die Frage der Vereinigung aller Albaner in einem Staat stellt sich derzeit nicht“, meint Ismajli zur „Presse“. Die mazedonischen Albaner etwa hätten die Wahl getroffen, zusammen mit den Mazedoniern in einem gemeinsamen Staat zu leben. „Wichtig ist nur, dass sie in diesem Land alle Rechte haben“, meint der Wissenschaftler, der Anfang der Woche auf Einladung von Pro-Oriente an einer internationalen Fachtagung in Wien teilnahm.
    Wenn in Zukunft der Kosovo, Albanien und Mazedonien in EU und Nato integriert werden, stünden diesen Länder dann ohnehin große Kooperationsmöglichkeiten offen. „Eine Vereinigung in einem Staat würde damit sinnlos.“

    „Doppelte Sprache“

    Im Namensstreit Skopjes mit Griechenland seien die Albaner-Parteien auf Seiten der Regierung, sagt ein Experte in der mazedonischen Hauptstadt Skopje. „Das ist ein Zeichen, dass sie sich heute mit dem Staat identifizieren.“ Prishtina wiederum habe höchstes Interesse an einem stabilen Mazedonien, denn über das Nachbarland laufe die Hauptversorgungsroute.
    Fatos Lubonja, Publizist aus Tirana, sieht das anders: Zwar habe derzeit keine ernst zu nehmende Partei ein Programm für einen großalbanischen Staat. Doch im albanischen Bewusstsein gebe es sehr wohl den Wunsch nach Vereinigung. „Oft werden hier zwei Sprachen verwendet: eine für den internen Gebrauch und eine für den Dialog mit dem Westen.“
    International wird die Idee eines „Großalbanien“ nicht goutiert. So steht im Lösungsplan von UN-Vermittler Martti Ahtisaari, dass sich ein unabhängiger Kosovo keinem anderen Staat anschließen dürfe.
    Auch wenn Affinitäten für ein gemeinsames Land aller Albaner da sein mögen: In der Umsetzung würde das zu großen Schwierigkeiten führen. Denn was würde die neue Hauptstadt sein: Tirana, Prishtina oder Tetovo in Mazedonien? In Tirana würde man sich wohl kaum von den „Bergbewohnern“ aus dem Kosovo dreinreden lassen. Umgekehrt wolle die Elite in Prishtina ihre neue Macht sicher nicht mit der Elite in Tirana teilen, meint Verena Knaus von der European Stability Initiative: „Lieber ein großer Fisch in einem kleinen Teich, als ein kleiner Fisch in einem großen Teich.“



    In den Balkankriegen 1912/13wurden die albanisch besiedelten Gebiete des Osmanischen Reichs aufgeteilt: Es wurde ein neuer Staat Albanien geschaffen, der Kosovo kam aber zu Serbien. Im Zweiten Weltkrieg schufen Hitler-Deutschland und Italien ein Großalbanien, das Teile Jugoslawiens und Griechenlands umfasste. Der stalinistische Diktator Enver Hoxha beschränkte sich nach dem Krieg auf die Grenzen von 1913.


    „Großalbanien“ – mehr als ein Mythos? « DiePresse.com

  2. #2
    Avatar von Furyc

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    Zivi bili pa videli .... wir werden sehen wie sich Albanien und Kosovo entwickeln.

  3. #3
    Avatar von mrreli

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    82
    Zitat Zitat von NaleP Beitrag anzeigen
    Zivi bili pa videli .... wir werden sehen wie sich Albanien und Kosovo entwickeln.
    Ihr habt auch nie gedacht dass wir uns von euch ein für allemal trennen oder? Wo ist das Herz Serbiens?

  4. #4

    Registriert seit
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    11.391
    als würde das jemand verhindern können...

    wenn die kosovaren und albaner eine vereinigung wollen, dann kann das niemand verhindern.

    wir haben keinen vertrieben um ethnische mehrheiten zu bilden um danach ein gro-reich zu gründen.
    wenn schon, dann heißt es ein etnisches albanien.
    es würde nur gebiete umfassen, in denen jetzt die albaner die mehrheit stellen.

    (die grenzen würden lauten (preshev-medvexhé-bujanoc-Vranje- novi-pazar - Berane- plav-guci-tuz-ulqin)

  5. #5

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    40
    URIME!!!!!

  6. #6
    Avatar von Furyc

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    18.580
    Geiles Prinzip, wir ziehen jetzt Landesgrenzen neu und richten uns dabei danach wo welche ethnische Mehrheit wohnt. Super, die Welt würde dann ja zu einem gigantischen "Reise-nach-Jerusalem"-Spiel werden. Wird bestimmt spaßig. Wer bildet in den Vereinigten Staaten eigentlich die ethnische Mehrheit, das würde mich mal interessieren.
    Leute, eure Logik stinkt.

  7. #7
    Avatar von illyrian_eagle

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    6.793
    Zitat Zitat von Marko Boqari Beitrag anzeigen
    als würde das jemand verhindern können...

    wenn die kosovaren und albaner eine vereinigung wollen, dann kann das niemand verhindern.

    wir haben keinen vertrieben um ethnische mehrheiten zu bilden um danach ein gro-reich zu gründen.
    wenn schon, dann heißt es ein etnisches albanien.
    es würde nur gebiete umfassen, in denen jetzt die albaner die mehrheit stellen.

    (die grenzen würden lauten (preshev-medvexhé-bujanoc-Vranje- novi-pazar - Berane- plav-guci-tuz-ulqin)
    So ist es ..................

  8. #8

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    4.024
    Zitat Zitat von mrreli Beitrag anzeigen
    Ihr habt auch nie gedacht dass wir uns von euch ein für allemal trennen oder? Wo ist das Herz Serbiens?

    in der ukraine,wo es immer war.

  9. #9

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    40

  10. #10
    Avatar von KraljEvo

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    13.078
    In den Balkankriegen 1912/13wurden die albanisch besiedelten Gebiete des Osmanischen Reichs aufgeteilt: Es wurde ein neuer Staat Albanien geschaffen, der Kosovo kam aber zu Serbien. Im Zweiten Weltkrieg schufen Hitler-Deutschland und Italien ein Großalbanien, das Teile Jugoslawiens und Griechenlands umfasste. Der stalinistische Diktator Enver Hoxha beschränkte sich nach dem Krieg auf die Grenzen von 1913.
    ABER? ABER???? ABER!!!!!!!!!!?????

    Und die Serben sind Nationalisten

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