BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 20 von 28 ErsteErste ... 10161718192021222324 ... LetzteLetzte
Ergebnis 191 bis 200 von 277

Grossalbanien: Neues Spiel, die alten Spieler

Erstellt von Dardania, 20.07.2009, 12:31 Uhr · 276 Antworten · 10.083 Aufrufe

  1. #191

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    du musst bedenken, dass die Illyrer auch nur einen bestimmten prozentuellen Anteil eurer heutigen Ethnogenese ausmachen. außerdem muss dir klar sein, dass die Illyrer nicht gleich 1/100tel Sekunde nach dem Urknall plötzlich am Balkan aufgetaucht sind und somit irgendein Stück Erde zu 100% für sich beanspruchen dürfen. Auch die Illyrer sind irgendwann einmal eingewandert und haben anderer Völkerschaften teilweise vertrieben/ermordet und sind plündernd durch's Land gezogen. Einfach sich zufrieden geben mit dem, was man hat, sonst wird man noch größenwahnsinnig.
    Es geht hier nicht um eine prozentualiät, es geht hier um das ganze, der Wurzel und der Entwicklung, die albanische Sprache besitzt nur 20-30% wirklich authothonische Wurzeln, die restlichen sind alles Lehnwörter,dakish, altgriechisch, lateinisch, protobulgarisch, slawisch, osmanisch, serbisch, und nun einige Wörter English wie Pc, OK, Cool, etc.

    die albanische Sprache ist aus dem illyrischen entstanden, ohne das illyrische gäbe es kein albanisch, ganz einfach, das illyrische wiederum ist pelasgisch,

    albanisch ist eine pelasgo-illyrische Sprache, die Erhaltung der Sprache über Jahrtausende hinterlies seine Spuren, in form von Lehnwörter, welche die gesamte Geschichte des Balkans erzählen.

    Albanisch ist eine eigene Sprache und ist mit keiner Verwandt.

    Wir waren hier als die Zeit begann
    Und wir werden hier sein wen sie endet.

    bumbum

  2. #192

    Registriert seit
    09.03.2009
    Beiträge
    4.099
    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um eine prozentualiät, es geht hier um das ganze, der Wurzel und der Entwicklung, die albanische Sprache besitzt nur 20-30% wirklich authothonische Wurzeln, die restlichen sind alles Lehnwörter,dakish, altgriechisch, lateinisch, protobulgarisch, slawisch, osmanisch, serbisch, und nun einige Wörter English wie Pc, OK, Cool, etc.

    die albanische Sprache ist aus dem illyrischen entstanden, ohne das illyrische gäbe es kein albanisch, ganz einfach, das illyrische wiederum ist pelasgisch,

    albanisch ist eine pelasgo-illyrische Sprache, die Erhaltung der Sprache über Jahrtausende hinterlies seine Spuren, in form von Lehnwörter, welche die gesamte Geschichte des Balkans erzählen.

    Albanisch ist eine eigene Sprache und ist mit keiner Verwandt.

    Wir waren hier als die Zeit begann
    Und wir werden hier sein wen sie endet.

    bumbum
    nur ,wer war vor den ülülan auf der Balkanhalbinsel?

  3. #193

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Freund Balkanpower,

    mal ganz ehrlich, denkst DU, hätten während der Balkankriege Serbien, Bulgarien und Hellas das Osmanische Imperium nicht erfolgreich bekämpfen und besiegen können, also den Balkan vom Osmanat befreit, also denkst DU es hätte heute ein Albanien überhapt gegeben?

    Ist es nicht eher so, sieht man die reine und kühle Faktenlage, daß das erstmalig 1912 gegründete Albanien ausschließlich auf Leistungen Serbiens, Bulgariens und Hellas' aufgebaut wurde und seine Gründung und somit seine Existenz dem Sieg der drei erwähnten Länder Serbien, Bulgarien und Hellas verdankt, durchgeboxt von Italien und anderen, eigenen Interessen dienenden Mächten?

    Sollte man, das oben berücksichtigend, als Albaner nicht eher ein tägliches Danke an die Adresse der drei erwähnten Länder Serbien, Bulgarien und Hellas vorsprechen, daß es heute überhaupt ein Albanien gibt?
    Zitat Zitat von Dardania Beitrag anzeigen
    In Geschichte warst du wohl nie der beste.
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    vielleicht, erzähl mal,
    hat das nicht existierende "Albanien" gemeinsam mit Serbien, Bulgarien und Griechenland gegen das Osmanat gekämpft?
    Zitat Zitat von Dardania Beitrag anzeigen
    Es waren nicht die "Griechen" mit ihrer labilen Armee
    und auch nicht die Serben, die niemals eine Schlacht gewonnen haben.

    Naja belassen wir es dabei, denn du weisst es doch selber,
    dass Albanien dem Osmanischen okkupierer am meisten Resistenz geboten hat.

    Die Serben waren ja eine Zeit lang die engsten Verbündeten der Osmanen, daher kannst du solche unvollendete Tatsachen gar nicht in die Öffentlichkeit setzen.
    aha,
    es waren nicht die Griechen mit ihrer labilen Armee,
    es waren nicht die Serben, die niemals eine Schlacht gewonnen haben.

    Sage es uns,
    wir wollen dazulernen, wer in den Balkankriegen gegen das Osmanat gekämpft und diesen vom Balkan zurückdrängen konnte.

  4. #194
    phαηtom
    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um eine prozentualiät, es geht hier um das ganze, der Wurzel und der Entwicklung, die albanische Sprache besitzt nur 20-30% wirklich authothonische Wurzeln, die restlichen sind alles Lehnwörter,dakish, altgriechisch, lateinisch, protobulgarisch, slawisch, osmanisch, serbisch, und nun einige Wörter English wie Pc, OK, Cool, etc.

    die albanische Sprache ist aus dem illyrischen entstanden, ohne das illyrische gäbe es kein albanisch, ganz einfach, das illyrische wiederum ist pelasgisch,

    albanisch ist eine pelasgo-illyrische Sprache, die Erhaltung der Sprache über Jahrtausende hinterlies seine Spuren, in form von Lehnwörter, welche die gesamte Geschichte des Balkans erzählen.

    Albanisch ist eine eigene Sprache und ist mit keiner Verwandt.

    Wir waren hier als die Zeit begann
    Und wir werden hier sein wen sie endet.

    bumbum
    ich hätte gerne deine Bezugspunkte erfahren über die Verbindung zwischen Illyrisch und Pelasgisch.

  5. #195

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von Balkanmensch Beitrag anzeigen
    Freund Balkanpower,

    mal ganz ehrlich, denkst DU, hätten während der Balkankriege Serbien, Bulgarien und Hellas das Osmanische Imperium nicht erfolgreich bekämpfen und besiegen können, also den Balkan vom Osmanat befreit, also denkst DU es hätte heute ein Albanien überhapt gegeben?

    Ist es nicht eher so, sieht man die reine und kühle Faktenlage, daß das erstmalig 1912 gegründete Albanien ausschließlich auf Leistungen Serbiens, Bulgariens und Hellas' aufgebaut wurde und seine Gründung und somit seine Existenz dem Sieg der drei erwähnten Länder Serbien, Bulgarien und Hellas verdankt, durchgeboxt von Italien und anderen, eigenen Interessen dienenden Mächten?

    Sollte man, das oben berücksichtigend, als Albaner nicht eher ein tägliches Danke an die Adresse der drei erwähnten Länder Serbien, Bulgarien und Hellas vorsprechen, daß es heute überhaupt ein Albanien gibt?
    Du hast wirklich noch nie ein Buch gelesen..oder.., also im ernst, was du hier erzählst ist der grösste Blödsinn.

    Bulgarien Griechenland und Serbien Montenegro haben sich zusammengetan und die albanische Gebiete unter sich aufgeteilt, die mehrheit der Albaner lebten fortan in 4 verschiedene Länder, und in allen wurden sie fortan vertrieben, exikutiert, unterdrückt,terrorisiert, die Camen in Griechenland, die Griechen waren schlimmer als die Serben.

    Serbien ging ja mit seinen Truppen bis nach Nordalbanien und betrieb einen Genozid an den Albanern um einen Adriazugang zu erhalten. Die ganze Nish Region wurde bei der Okkupation 1881 von 100% Albaner auf 0% Albaner "gesäubert".

    Wäre es nach Bulgarien, Griechenland und Serbien Montenegro gegangen, würde Albanien heute etwa 60% kleiner sein, also 40% des heuten Territorium, somit wären dann 80% der Albaner ausserhalb Albaniens gelandet.

    Also der völlige Gegenteil deines Märchen.

    Ps. Bilde dich zuerst dann kannste zurückschreiben, ansonsten wirds einfach nur noch peinlicher.

    bumbum

  6. #196

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    Du hast wirklich noch nie ein Buch gelesen..oder.., also im ernst, was du hier erzählst ist der grösste Blödsinn.

    Bulgarien Griechenland und Serbien Montenegro haben sich zusammengetan und die albanische Gebiete unter sich aufgeteilt, die mehrheit der Albaner lebten fortan in 4 verschiedene Länder, und in allen wurden sie fortan vertrieben, exikutiert, unterdrückt,terrorisiert, die Camen in Griechenland, die Griechen waren schlimmer als die Serben.

    Serbien ging ja mit seinen Truppen bis nach Nordalbanien und betrieb einen Genozid an den Albanern um einen Adriazugang zu erhalten. Die ganze Nish Region wurde bei der Okkupation 1881 von 100% Albaner auf 0% Albaner "gesäubert".

    Wäre es nach Bulgarien, Griechenland und Serbien Montenegro gegangen, würde Albanien heute etwa 60% kleiner sein, also 40% des heuten Territorium, somit wären dann 80% der Albaner ausserhalb Albaniens gelandet.

    Also der völlige Gegenteil deines Märchen.

    Ps. Bilde dich zuerst dann kannste zurückschreiben, ansonsten wirds einfach nur noch peinlicher.

    bumbum
    Die Stunde des Sandmännchens ist doch schon vorbei, oder nicht?

    Serbien, Bulgarien und Hellas haben meines Wissens gegen einen Staat Albanien nicht vorgehen können, da es einen Staat Albanien nicht gab.
    Albanien existiert erst seit 1912, haben uns die Albaner gelehrt.

    Es gab das Osmanat, welches bekämpft und zurückgedrängt wurde, von

    - Serbien
    - Griechenland
    - Bulgarien.

    Bitte keine Phantastereien mehr.

  7. #197

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.262
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    ich hätte gerne deine Bezugspunkte erfahren über die Verbindung zwischen Illyrisch und Pelasgisch.
    Blickende Rat eines Leibniz, bei der Beurteilung des Albanischen die heimischen Elemente von den entlehnten zu sondern, vergeblich erteilt. — Im Unterordnungsverhältnisse zur eben erörterten Frage steht die andere, zu welcher der aus dem Idg. erwachsenen Sprachfamilien das Albanische in näherer Verwandtschaft stehe. Bopp beantwortet diese Frage in kritisch-vorsichtiger Weise, wenn er lehrt, die albanische Sprache “stehe in ihren Grundbestandteilen mit keiner der übrigen Sanskritschwestern unseres Erdteiles in einem engeren oder gar in einem Abstammungsverhältnis.” Bopp hatte mit dieser Ansicht in die Lehre seines glänzenden jüngeren Zeitgenossen Aug. Schleicher Bresche gelegt, der die albanische Sprache aus dem pelasgischen Familienpaar (griechisch, italisch) herzuleiten und sie des näheren der griechischen Familie beizuzählen suchte. Diese Lehre, die mehr zu geben schien als Bopps kritische Theorie, fand auch noch nach Veröffentlichung von Bopps Schrift Anklang. Selbst Männer, deren Verdienste um die Erforschung des Albanischen und besonders um die Kenntnis seiner sprachlichen Tatsachen nicht zu leugnen sind, wie der Österreicher Stier (KZ. 11, 253) und D. Camarda huldigten ihr (Saggio di grammatologia comparata sulla lingua alb., Livorno 1864). Daß durch Aufstellung des Begriffes der idg. Sprachen durch Bopp die Thunmann-Malte-Brunsche Ansicht von der illyrischen Herkunft des Albanischen nicht berührt war, ist klar. Und so fand diese aus der vorsprachwissenschaftlichen Zeit stammende Lehre auch weiterhin zahlreiche Anhänger, so bei den Historikern Niebuhr und Fallmerayer (Das albanische Element in Griechenland, Abh. d. bayr. Ak., HI. Kl., Bd. , bei den Philologen und Linguisten: Kopitar (Wiener Jahrbücher d. Liter., 46, 85), Benfey (Göttinger Gel. Anz. 1855, 539), Miklosich (Denkschr. d. Wiener Ak., Phil.-hist. Kl., 12, S. 4 ff.), Diefenbach (Völkerkunde Osteuropas, I, 72) und bei den speziellen Erforschern Albaniens wie Leake (Eesearches in Greece) und J. G. v. Hahn (Alban. Studien, Wien, 1853, l, 213 ff.
    Durch Heranziehung des in Inschriften erhaltenen Messapischen, eines nach Italien verpflanzten Zweiges des Alt illyrischen, vermochten, nachdem bereits Stier und G. Meyer in einzelnen Fällen den Weg gewiesen, S. Bugge (BB. 18, 193 ff.) und in besonders umfassender Weise P. Kretschmer (Einleit. i. d. Gesch. d. griech. Spr., S. 262 ff.) neue Beweisgründe für das Illyriertum der Albaner zu ermitteln. Kretschmer war es auch, der das Verhältnis des Albanischen zur Sprache der Veneter, eines nach antiker Tradition illyrischen Volksstammes, einer kritischen Prüfung unterzog und darnach dem Venetischen, namentlich wegen seiner Zugehörigkeit zu den Centum-Sprachen, die besondere Stellung eines nordillyrischen Dialekts gegenüber dem Südillyrischen (wozu auch das Albanische) zuwies, während Pedersen (KZ. 36, 300 f.) noch weiter geht und die Zugehörigkeit des Venetischen zum Illyrischen überhaupt, und wohl mit Recht bestreitet.
    Diese reichen in wesentlich frühere Zeiten. Schuchhardt, FuF. 9, 481 f. meint, Illyrier wären an der ersten Einwanderung der Griechen in Hellas, ja sogar an der prot-idg. Welle Griechenlands beteiligt gewesen; er erinnert an die Beibehaltung der mykenischen Bestattungssitten (tiefe Schachtgräber, goldene Masken, Brustdecken und Handschuhe) in Illyrien am Ochrida-See bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. (Fundort Trebeniste). Greifbar ist jedenfalls ihre Beteiligung an der dorischen Wanderung (um 1200). Eine der drei Phylen von Sparta hieß nämlich wie ein illyr. Stamm, und daß es unter den Spartanern auch Nichtgriechen gab, bestätigt der Name einer anderen Phyle, die also aus verschiedenen Stammesteilen zusammengesetzt war (vgl. v. Wilamo-witz, Hellenistische Dichtung II 1771). Eine glänzende Bestätigung dieses Nachweises erbrachten v. Blumenthals, Hesych-Studien’ (Stuttgart 1930, dazu IF. 49, 169 ff. und Gl. 18, 153 ff.), der eine stattliche Anzahl hylleischer Wörter feststellen konnte, an denen nämlich griechische Lautgesetze nicht eingewirkt hatten, die dafür illyrisches Lautgepräge aufweisen. Im Gefolge der dorischen Wanderung ließen sich die Illyrier wohl auch in Epirus nieder. Zeitlich paßt dazu, daß um 1000 v. Chr. die Illyrier aus Epirus über die Adria setzten und die Südostküste Italiens vom Garganus nach Süden in Besitz nahmen, was zuerst Heibig im berühmten Aufsatze ,Über die Herkunft der Japyger’ im ,Hermes’ 11, 1876, 257 ff. auf Grund der Übereinstimmungen in der Toponomastik dies- und jenseits der Adria erkannte, nachdem Mommsen in seinen ,Unteritalischen Dialekten’, Leipzig 1850, S. 85 ff. dem Messapischen einen eigenen und unabhängigen Platz zugewiesen hatte. Es waren, von Norden nach Süden vorgehend, die Stämme der Daunier, Peuketier, Kalabrer, Japyger, die wir auch am Balkan nachweisen können, dazu Splitter von Dardanern und Chaonern. Dagegen legten sich die Messapier (d. i. ,die Siedler zwischen zwei Wassern’, der Adria und dem Golf von Tarent), Sallentiner (die ,Meeranwohner’) und Poediculi (,die Siedler am Fuße’ des Apennin) diese Namen offenbar erst in der neuen Heimat zu. Sie waren es, die den Namen der Griechen von Dodona nach Italien hinüberbrachten, der später in römischem Munde als Grae-ci (mit dem ko-Suffix der italischen Völkernamen) zur Gesamtbezeichnung der Griechen wurde. Dazu stimmt die Tatsache, daß die ältesten griech. Kolonisten in Unter-Italien daselbst Messapier vorfanden, da sie die von diesen bereits besetzte italische Südostküste mieden. Auch manches illyr. Lehnwort dürfte den Römern von den Messa-piern zugekommen sein. Aber auch südlich von Epirus stießen die Illyrier nach Mittelgriechenland, wo die Akarnanen und Ätoler von den griech. Schriftstellern nicht als Vollgriechen angesehen werden, ja bis in den Peloponnes vor. R. v. Scala meinte in seiner Rektoratsrede ,Um-risse der ältesten Geschichte Europas’, Innsbruck 1908, die Illyrier hatten sich im Süden sogar bis Kreta und nach der Besetzung Süd-Italiens bis Sizilien ausgebreitet.
    “Griechische” Götter pelasgisch-illyrischem Ursprung?
    Die früheste schriftliche Erwähnung Dodonas findet sich in der Ilias. Hier gibt Achill dem Flehen des Patroklos nach und erklärt sich damit einverstanden, daß Patroklos als einer der fünf Führer mit den Myrmidonen gegen Hektor auszieht. Daraufhin begibt sich Achill wieder in sein Zelt bei den Schiffen und bereitet ein Trankopfer vor. Er spendet Wein und betet zu dem pelasgischen Zeus im winterlichen Dodona, wo am Boden die Selloi mit ungewaschenen Füßen lagern, daß sein Freund Patroklos unversehrt zu ihm zurückkehren solle.
    Die Anrufung des “Zeus, pelasgischer, weit ab wohnender Herr von Dodona” ist in der griechischen Literatur singulär. In der Ilias werden die Götter normalerweise mit den jeweiligen ihnen zugehörigen Attributen angerufen, ohne Nennung ihres Kultortes. So betet beispielsweise Agamemnon zu Zeus als “Zeus, erhabenster, größter, schwarzwolkiger, wohnend im Äther…” Achill wendet sich nicht an die Gottheit Zeus allgemein, sondern ruft eine ganz bestimmte Gottheit an. Durch die Zufügung “weitab wohnender Herr von Dodona” wird klar herausgestellt, daß sich der Gott nicht in seiner Nachbarschaft befindet.
    Viel diskutiert ist das Epitheton pelasgisch. Nicht nur dem dodonäischen Zeus ist es beigegeben, sondern es erscheint auch für Hera und ihre Hauptkultstätte in Argos. Von den Pelasgern, an deren Historizität grundsätzlich nicht zu zweifeln ist, hatten schon die ältesten Autoren nur noch vage Vorstellungen, wie bei Strabon nachzulesen ist. Folgt man den Ausführungen von F. Lochner-Hüttenbach, der sich mit der Herkunft und dem Wesen der Pelasger intensiv beschäftigte, so ist zu konstatieren, daß aus verschiedenen Gründen eine enge Verbindung mit den Illyrern zu sehen ist. Das Volk der Illyrer bestand aus vielen Einzelstämmen, wobei auch ein pelasgischer Stamm anzunehmen ist. Lochner-Hüttenbach geht davon aus, daß sie in früherer Zeit - einen näheren Zeitbegriff gibt er nicht an - im nordwestgriechischen Gebiet mit den Griechen in engeren Kontakt kamen. Später schob sich immer mehr der Gedanke an ein altes, vorindogermanisches Bevölkerungselement in der Vordergrund, und es kam zu einer Expansion des Ausdruckes “pelasgisch”.

  8. #198
    phαηtom
    Zitat Zitat von bumbum Beitrag anzeigen
    Blickende Rat eines Leibniz, bei der Beurteilung des Albanischen die heimischen Elemente von den entlehnten zu sondern, vergeblich erteilt. — Im Unterordnungsverhältnisse zur eben erörterten Frage steht die andere, zu welcher der aus dem Idg. erwachsenen Sprachfamilien das Albanische in näherer Verwandtschaft stehe. Bopp beantwortet diese Frage in kritisch-vorsichtiger Weise, wenn er lehrt, die albanische Sprache “stehe in ihren Grundbestandteilen mit keiner der übrigen Sanskritschwestern unseres Erdteiles in einem engeren oder gar in einem Abstammungsverhältnis.” Bopp hatte mit dieser Ansicht in die Lehre seines glänzenden jüngeren Zeitgenossen Aug. Schleicher Bresche gelegt, der die albanische Sprache aus dem pelasgischen Familienpaar (griechisch, italisch) herzuleiten und sie des näheren der griechischen Familie beizuzählen suchte. Diese Lehre, die mehr zu geben schien als Bopps kritische Theorie, fand auch noch nach Veröffentlichung von Bopps Schrift Anklang. Selbst Männer, deren Verdienste um die Erforschung des Albanischen und besonders um die Kenntnis seiner sprachlichen Tatsachen nicht zu leugnen sind, wie der Österreicher Stier (KZ. 11, 253) und D. Camarda huldigten ihr (Saggio di grammatologia comparata sulla lingua alb., Livorno 1864). Daß durch Aufstellung des Begriffes der idg. Sprachen durch Bopp die Thunmann-Malte-Brunsche Ansicht von der illyrischen Herkunft des Albanischen nicht berührt war, ist klar. Und so fand diese aus der vorsprachwissenschaftlichen Zeit stammende Lehre auch weiterhin zahlreiche Anhänger, so bei den Historikern Niebuhr und Fallmerayer (Das albanische Element in Griechenland, Abh. d. bayr. Ak., HI. Kl., Bd. , bei den Philologen und Linguisten: Kopitar (Wiener Jahrbücher d. Liter., 46, 85), Benfey (Göttinger Gel. Anz. 1855, 539), Miklosich (Denkschr. d. Wiener Ak., Phil.-hist. Kl., 12, S. 4 ff.), Diefenbach (Völkerkunde Osteuropas, I, 72) und bei den speziellen Erforschern Albaniens wie Leake (Eesearches in Greece) und J. G. v. Hahn (Alban. Studien, Wien, 1853, l, 213 ff.
    Durch Heranziehung des in Inschriften erhaltenen Messapischen, eines nach Italien verpflanzten Zweiges des Alt illyrischen, vermochten, nachdem bereits Stier und G. Meyer in einzelnen Fällen den Weg gewiesen, S. Bugge (BB. 18, 193 ff.) und in besonders umfassender Weise P. Kretschmer (Einleit. i. d. Gesch. d. griech. Spr., S. 262 ff.) neue Beweisgründe für das Illyriertum der Albaner zu ermitteln. Kretschmer war es auch, der das Verhältnis des Albanischen zur Sprache der Veneter, eines nach antiker Tradition illyrischen Volksstammes, einer kritischen Prüfung unterzog und darnach dem Venetischen, namentlich wegen seiner Zugehörigkeit zu den Centum-Sprachen, die besondere Stellung eines nordillyrischen Dialekts gegenüber dem Südillyrischen (wozu auch das Albanische) zuwies, während Pedersen (KZ. 36, 300 f.) noch weiter geht und die Zugehörigkeit des Venetischen zum Illyrischen überhaupt, und wohl mit Recht bestreitet.
    Diese reichen in wesentlich frühere Zeiten. Schuchhardt, FuF. 9, 481 f. meint, Illyrier wären an der ersten Einwanderung der Griechen in Hellas, ja sogar an der prot-idg. Welle Griechenlands beteiligt gewesen; er erinnert an die Beibehaltung der mykenischen Bestattungssitten (tiefe Schachtgräber, goldene Masken, Brustdecken und Handschuhe) in Illyrien am Ochrida-See bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. (Fundort Trebeniste). Greifbar ist jedenfalls ihre Beteiligung an der dorischen Wanderung (um 1200). Eine der drei Phylen von Sparta hieß nämlich wie ein illyr. Stamm, und daß es unter den Spartanern auch Nichtgriechen gab, bestätigt der Name einer anderen Phyle, die also aus verschiedenen Stammesteilen zusammengesetzt war (vgl. v. Wilamo-witz, Hellenistische Dichtung II 1771). Eine glänzende Bestätigung dieses Nachweises erbrachten v. Blumenthals, Hesych-Studien’ (Stuttgart 1930, dazu IF. 49, 169 ff. und Gl. 18, 153 ff.), der eine stattliche Anzahl hylleischer Wörter feststellen konnte, an denen nämlich griechische Lautgesetze nicht eingewirkt hatten, die dafür illyrisches Lautgepräge aufweisen. Im Gefolge der dorischen Wanderung ließen sich die Illyrier wohl auch in Epirus nieder. Zeitlich paßt dazu, daß um 1000 v. Chr. die Illyrier aus Epirus über die Adria setzten und die Südostküste Italiens vom Garganus nach Süden in Besitz nahmen, was zuerst Heibig im berühmten Aufsatze ,Über die Herkunft der Japyger’ im ,Hermes’ 11, 1876, 257 ff. auf Grund der Übereinstimmungen in der Toponomastik dies- und jenseits der Adria erkannte, nachdem Mommsen in seinen ,Unteritalischen Dialekten’, Leipzig 1850, S. 85 ff. dem Messapischen einen eigenen und unabhängigen Platz zugewiesen hatte. Es waren, von Norden nach Süden vorgehend, die Stämme der Daunier, Peuketier, Kalabrer, Japyger, die wir auch am Balkan nachweisen können, dazu Splitter von Dardanern und Chaonern. Dagegen legten sich die Messapier (d. i. ,die Siedler zwischen zwei Wassern’, der Adria und dem Golf von Tarent), Sallentiner (die ,Meeranwohner’) und Poediculi (,die Siedler am Fuße’ des Apennin) diese Namen offenbar erst in der neuen Heimat zu. Sie waren es, die den Namen der Griechen von Dodona nach Italien hinüberbrachten, der später in römischem Munde als Grae-ci (mit dem ko-Suffix der italischen Völkernamen) zur Gesamtbezeichnung der Griechen wurde. Dazu stimmt die Tatsache, daß die ältesten griech. Kolonisten in Unter-Italien daselbst Messapier vorfanden, da sie die von diesen bereits besetzte italische Südostküste mieden. Auch manches illyr. Lehnwort dürfte den Römern von den Messa-piern zugekommen sein. Aber auch südlich von Epirus stießen die Illyrier nach Mittelgriechenland, wo die Akarnanen und Ätoler von den griech. Schriftstellern nicht als Vollgriechen angesehen werden, ja bis in den Peloponnes vor. R. v. Scala meinte in seiner Rektoratsrede ,Um-risse der ältesten Geschichte Europas’, Innsbruck 1908, die Illyrier hatten sich im Süden sogar bis Kreta und nach der Besetzung Süd-Italiens bis Sizilien ausgebreitet.
    “Griechische” Götter pelasgisch-illyrischem Ursprung?
    Die früheste schriftliche Erwähnung Dodonas findet sich in der Ilias. Hier gibt Achill dem Flehen des Patroklos nach und erklärt sich damit einverstanden, daß Patroklos als einer der fünf Führer mit den Myrmidonen gegen Hektor auszieht. Daraufhin begibt sich Achill wieder in sein Zelt bei den Schiffen und bereitet ein Trankopfer vor. Er spendet Wein und betet zu dem pelasgischen Zeus im winterlichen Dodona, wo am Boden die Selloi mit ungewaschenen Füßen lagern, daß sein Freund Patroklos unversehrt zu ihm zurückkehren solle.
    Die Anrufung des “Zeus, pelasgischer, weit ab wohnender Herr von Dodona” ist in der griechischen Literatur singulär. In der Ilias werden die Götter normalerweise mit den jeweiligen ihnen zugehörigen Attributen angerufen, ohne Nennung ihres Kultortes. So betet beispielsweise Agamemnon zu Zeus als “Zeus, erhabenster, größter, schwarzwolkiger, wohnend im Äther…” Achill wendet sich nicht an die Gottheit Zeus allgemein, sondern ruft eine ganz bestimmte Gottheit an. Durch die Zufügung “weitab wohnender Herr von Dodona” wird klar herausgestellt, daß sich der Gott nicht in seiner Nachbarschaft befindet.
    Viel diskutiert ist das Epitheton pelasgisch. Nicht nur dem dodonäischen Zeus ist es beigegeben, sondern es erscheint auch für Hera und ihre Hauptkultstätte in Argos. Von den Pelasgern, an deren Historizität grundsätzlich nicht zu zweifeln ist, hatten schon die ältesten Autoren nur noch vage Vorstellungen, wie bei Strabon nachzulesen ist. Folgt man den Ausführungen von F. Lochner-Hüttenbach, der sich mit der Herkunft und dem Wesen der Pelasger intensiv beschäftigte, so ist zu konstatieren, daß aus verschiedenen Gründen eine enge Verbindung mit den Illyrern zu sehen ist. Das Volk der Illyrer bestand aus vielen Einzelstämmen, wobei auch ein pelasgischer Stamm anzunehmen ist. Lochner-Hüttenbach geht davon aus, daß sie in früherer Zeit - einen näheren Zeitbegriff gibt er nicht an - im nordwestgriechischen Gebiet mit den Griechen in engeren Kontakt kamen. Später schob sich immer mehr der Gedanke an ein altes, vorindogermanisches Bevölkerungselement in der Vordergrund, und es kam zu einer Expansion des Ausdruckes “pelasgisch”.
    ich hab sogar die Hälfte von dem wirren Mischmasch da gelesen.

  9. #199

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.510
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    ich hab sogar die Hälfte von dem wirren Mischmasch da gelesen.
    So eine ausführliche Antwort hast du nicht mal verdient, gestehe denn Verstanden.

  10. #200

    Registriert seit
    16.01.2009
    Beiträge
    17.122
    Zitat Zitat von Dardania Beitrag anzeigen
    So eine ausführliche Antwort hast du nicht mal verdient, gestehe denn Verstanden.
    Lol, das ist alles kopiert.

Ähnliche Themen

  1. Neues spiel mit Alexander dem Großen von SEGA vieleicht wie Medival 2
    Von Mazedonier/Makedonier im Forum PC, Internet, Games
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.08.2015, 16:19
  2. Neues Spiel
    Von Mr. Nice Guy im Forum Rakija
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 08.08.2010, 12:45
  3. Neues Spiel - Neuer Spaß
    Von Rrushja im Forum Humor - Vicevi
    Antworten: 371
    Letzter Beitrag: 03.04.2009, 17:48
  4. Neues Spiel: Bilder an User verschenken
    Von Brina25Ma im Forum Rakija
    Antworten: 57
    Letzter Beitrag: 13.07.2007, 22:58
  5. nix da mit grossalbanien..
    Von Vodka_i_Džin im Forum Politik
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 12.02.2007, 17:19