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Haftstrafen für Kriegsverbrecher - oder die serbische Opferrolle

Erstellt von Cobra, 17.06.2009, 05:40 Uhr · 81 Antworten · 4.676 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Cobra

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    08.06.2009
    Beiträge
    64.180

    Haftstrafen für Kriegsverbrecher - oder die serbische Opferrolle

    Das Bild des ausgemergelten Fikret Alic im Lager Omarska, 20km südwestlich von Prijedor,
    sorgte rund um die Welt für Schlagzeilen. Foto: tv-history.tv

    Am 6. Dezember 1992 berichtete die New York Times über einen Angriff in Prijedor im Mai 1992:
    "Als der Angriff begann, lotsten Serben aus dem Dorf die Panzer zu den Häusern von bestimmten Muslimen… und die Bewohner der Häuser wurden aufgefordert, herauszukommen und ihre Papiere zu zeigen. Viele davon wurden sofort exekutiert… Die Leichen wurden mit Lastwagen weggebracht, die Blutspuren hinterließen. Die, die nicht sofort ermordet wurden, brachte man in einem Konvoi nach Omarska, in ein serbisches Konzentrationslager."
    Was im Gebiet Prijedor geschah, gehörte zu den brutalsten Verbrechen des Krieges. Die Überlebenden wurden in drei Lager verbracht, viele ins Omarska-Lager, andere in die Lager Keraterm und Trnopolje. Nach massiven internationalen Protesten wurden die Lager im Herbst 1992 geschlossen.
    Prijedor liegt im Nordwesten der Republika Srpska, nicht weit der Grenze zu Kroatien. Vor dem Krieg hatte die Gemeinde 112.543 Einwohner – 44 Prozent Bosniaken, 42 Prozent Serben und 6 Prozent Kroaten.
    Lager Omarska, August 1992
    Omarska, zwanzig Kilometer südwestlich von Prijedor, ist eigentlich ein Betrieb zur Förderung und Verarbeitung von Eisenerzen. Im Mai 1992 wurde dieser Betrieb in eines der brutalsten Gefangenenlager Bosniens umgewandelt. Ca. 5.000 muslimische und katholische Zivilisten, 37 Frauen eingeschlossen, wurden in Omarska illegal als Gefangene gehalten. Offiziell wurde es als "Untersuchungszentrum" bezeichnet und die Gefangenen wurden von den bosnischen Serben "paramilitärischer Aktivitäten" beschuldigt.
    Folter, Hunger und unmenschliche Bedingungen waren hier Bestandteil des Alltags. An jedem beliebigen Tag konnten Duzende von Gefangenen getötet werden. Viele der Gräueltaten geschahen im berüchtigten "Weißen Haus", einer ehemaligen Erste-Hilfe-Station für Minenarbeiter. Täglich gab es Verhöre, oft mit Misshandlungen verbunden. Insbesondere politische und zivile Führer der muslimischen und kroatischen Bosnier, Intellektuelle, Reiche und Nicht-Serben, die als "Extremisten" deklariert wurden oder sich den bosnischen Serben widersetzt hatten, wurden herausgegriffen, um geschlagen und misshandelt zu werden. Oft endete dies mit dem Tod.
    Mujo – Satko Mujagic im Lager Omarska, 9. August 1992
    "In Omarska angekommen begriff man schnell, dass es nicht nur ein Gefängnis für Verhöre, sondern auch für Folter war; ein Konzentrationslager, in dem Zivilisten ohne Grund getötet und gefoltert wurden", schrieb der ehemalige Insasse Satko Mujagic – "Mujo". Er wurde im April 1992 mit seinem Vater nach Omarska gebracht.
    In einer persönlichen Bericht über das, was er "die Qual, das Böse und das Blutvergießen von Omarska" nennt, beschreibt Mujo, wie er den Willen zum Überleben behalten und eine fast tödliche Ruhr-Erkrankung überwand:
    "Es war in diesen heißen und blutigen Julitagen, als Mujo krank wurde und zurückbleiben und schlafen musste, während alle anderen rannten, um ihr Mittagessen, das einzige Essen am Tag, zu bekommen. An solch einem Tag erhielten Mujo und sein Vater Geld von seiner Mutter. Rückblickend entschied das ihr Schicksal. Mujos Vater begann, kleine Seifenstücke, Brot und Zigaretten zu kaufen. Es war riskant; wenn die Wärter herausfanden, dass er Geld hatte, hätte ihn das sein Leben kosten können. Mit der Hilfe seines Vaters begann Mujo sich langsam zu erholen… Seinen Vater durch den Nebel der Krankheit anblickend, träumte Mujo von der Freiheit. Weil sein Vater nicht aufgegeben hatte, beschloss Mujo, dass auch er nicht aufgeben durfte, obwohl der Tod anklopfte und seine Seele nehmen wollte. Obwohl Tod als der einzige mögliche Ausweg erschien, behielt Mujo den Willen zum Leben."

    Alida Vracic und Goran Tirak im ehemaligen Lager Omarska. © 2008 pre tv. All rights reserved.

    Das Lager wurde im späten August 1992 geschlossen, nachdem die Gräueltaten in Medienberichten des Newsday Reporters Roy Gutman aufgedeckt worden waren. Der Schrecken des Lagers wurde in erschütternden Fernsehberichten auf ITN, dem britischen Nachrichtenkanal, um die ganze Welt gesendet und von Ed Vulliamy vom britischen Guardian schriftlich dokumentiert:
    "Omarska war eine Monstrosität," berichtete Ed Vulliamy, "ein Inferno von Mord, Folter und Vergewaltigung. Es war ein Schandfleck für unser Jahrhundert." Später schrieb er:
    "Die Männer befanden sich in verschiedenen Stadien des menschlichen Verfalls und Leidens; die Knochen ihrer Ellbogen und Handgelenke traten hervor wie Teile von zackigen Steinen. Von den bleistiftstarken Stelzen zu denen ihre Arme abgemagert waren. Nichts ist vergleichbar mit dem Anblick eines Gefangenen, der sehnlichst sprechen und seine furchtbare Wahrheit, die so nah und auch so fern ist, mitteilen möchte, sich aber doch nicht traut. Ihr Zustand brennt, und sie sprechen nur mit ihrem schrecklichen Schweigen, und mit ihren Augen, in denen die völlige und pure Angst ohne Hoffnung brennt."
    (Ed Vulliamy, Seasons in Hell, 1994)
    Ed Vulliamy
    Andere Männer aus Prijedor wurden ins Lager Keraterm geschickt, eine ehemalige Keramikfabrik am östlichen Stadtrand von Prijedor. Das Lager, in dem bis zu 1.500 Menschen gefangen waren, existierte seit dem 24. Mai 1992. Laut einer von den Vereinten Nationen aufgenommenen Zeugenaussage waren:
    "… die Bedingungen in Keraterm (…) grauenhaft; Gefangene wurden in die [vier] Räume gezwängt, bis zu 570 in einem Raum – kaum Platz, um sich auf dem Betonboden niederzulegen. Gefangene wurden herausgerufen, mit Stangen und Stöcken malträtiert und gezwungen, sich gegenseitig zu schlagen. Einige derer, die aufgerufen wurden, kamen nie zurück."
    Weitere 4.000 ältere Männer, Frauen und Kinder waren in Trnopolje interniert. Das Lager war von einem Dorf mit dem gleichen Namen umgeben. Zuvor war Trnopolje ein mehrheitlich bosniakisches Dorf gewesen. Es war mit Stacheldraht umzäunt und mit Maschinengewehren umstellt. Es bestand aus einem Schulgebäude und anderen Gebäuden, die vorher als Gemeindezentrum und Theater gedient hatten. Gefangene wurden auch in Zelten gehalten. Als Omarska und Keraterm im August 1992 geschlossen wurden, wurden überlebende Gefangene nach Trnopolje gebracht.
    Trnopolje war auch ein Deportationszentrum. Deportierte Gefangene wurden oft zuerst gezwungen, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie "freiwillig" all ihre Besitzungen aufgaben. Anfang Oktober 1992 wurde auch Trnopolje offiziell geschlossen.
    Eine Reihe von Funktionären der Republika Srpska, die verantwortlich für die Lager waren, sind wegen Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen angeklagt worden. Einige wurden verurteilt, während andere beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag noch auf ihre Verhandlung warten. Drei Verdächtigte wurden vor kurzem von der Kammer für Kriegsverbrechen am Bosnischen Gerichtshofes in Sarajevo verurteilt.
    Die schuldigen Männer:
    Drei Männer wurden bereits vom ICTY in Den Haag für Verbrechen, die sie in den Lagern um Prijedor verübten, verurteilt:
    Milomir Stakic, ein Politiker aus Prijedor, wurde zu 40 Jahren Haftstrafe verurteilt.
    Dusko Sikirica, Kommandant des Keraterm-Lagers, erhielt 15 Jahre Gefängnis, nachdem er sich der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig erklärt hatte.
    Predrag Banovic, Wächter in Keraterm, verurteilt zu 8 Jahren Gefängnis, nachdem er sich in 25 Punkten der Anklage für schuldig erklärt hatte.
    Die folgenden drei Männer wurden im Mai 2008 von der Kammer für Kriegsverbrechen am bosnischen Staatsgerichtshof verurteilt.
    Zeljko Mejakic, verantwortlich für Omarska, wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt wegen "Mordes, widerrechtlichen Einsperrens von Gefangenen in den Lagern, Folter, sexuellen Missbrauchs, Verfolgung und anderer inhumaner Akte wie dem Halten von Gefangenen unter inhumanen Bedingungen, Quälereien, Erniedrigung und anderem psychologischem Missbrauch".
    Momcilo Gruban wurde als einer von drei Schichtführern der Wächter in Omarska zu 11 Jahren Haft für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.
    Dusko Knezevic wurde wegen Mord, Folter, anderen unmenschlicher Taten und sexueller Übergriffe in den Lagern Omarska und Keraterm zu 31 Jahren Haft verurteilt.

  2. #2
    Oro
    Avatar von Oro

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    1.969
    Heftig..
    Hoffentlich werden die Verantwortlichen dafür büssen.

    Echt unmenschlich

  3. #3
    Avatar von meko

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    voll gefakt die bilder!
    alle welt weiss doch das es gar kein zaun war und das alle herumspazieren konnten wie sie wollten.

    frag mastakiller!

  4. #4
    Dadi
    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    voll gefakt die bilder!
    alle welt weiss doch das es gar kein zaun war und das alle herumspatzieren konnten wie sie wollten.

    frag mastakiller!

    A jesi dosadan kao proljev...
    Mann lass deinen Zynismus in so einem Thread...

  5. #5
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    voll gefakt die bilder!
    alle welt weiss doch das es gar kein zaun war und das alle herumspatzieren konnten wie sie wollten.

    frag mastakiller!
    nemoj mi spaTzieren mit t! nema to to veze sa vrabcima

    aber ist klar, wie man sieht hatten sie auch genug zu essen

  6. #6
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von Dadi Beitrag anzeigen
    A jesi dosadan kao proljev...
    Mann lass deinen Zynismus in so einem Thread...
    ist keiner!

    diese leute werden dir das gleiche sagen.
    ich kenne leider den thread nicht mehr wo es mir länge x breite erklärt wurde von mastakiller und co.
    (obwohl mastakiller wusste ja nicht mal das es KZ´s in BiH gab).

    bitterer ernst

  7. #7
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von michelangelo Beitrag anzeigen
    nemoj mi spaTzieren mit t! nema to to veze sa vrabcima

    aber ist klar, wie man sieht hatten sie auch genug zu essen
    sori, ich hab gerade viele tz in den wörtern gehabt.
    passiert nicht wieder.

  8. #8

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    Zitat Zitat von michelangelo Beitrag anzeigen
    Das Bild des ausgemergelten Fikret Alic im Lager Omarska, 20km südwestlich von Prijedor,
    sorgte rund um die Welt für Schlagzeilen. Foto: tv-history.tv

    Am 6. Dezember 1992 berichtete die New York Times über einen Angriff in Prijedor im Mai 1992:
    "Als der Angriff begann, lotsten Serben aus dem Dorf die Panzer zu den Häusern von bestimmten Muslimen… und die Bewohner der Häuser wurden aufgefordert, herauszukommen und ihre Papiere zu zeigen. Viele davon wurden sofort exekutiert… Die Leichen wurden mit Lastwagen weggebracht, die Blutspuren hinterließen. Die, die nicht sofort ermordet wurden, brachte man in einem Konvoi nach Omarska, in ein serbisches Konzentrationslager."
    Was im Gebiet Prijedor geschah, gehörte zu den brutalsten Verbrechen des Krieges. Die Überlebenden wurden in drei Lager verbracht, viele ins Omarska-Lager, andere in die Lager Keraterm und Trnopolje. Nach massiven internationalen Protesten wurden die Lager im Herbst 1992 geschlossen.
    Prijedor liegt im Nordwesten der Republika Srpska, nicht weit der Grenze zu Kroatien. Vor dem Krieg hatte die Gemeinde 112.543 Einwohner – 44 Prozent Bosniaken, 42 Prozent Serben und 6 Prozent Kroaten.





    Lager Omarska, August 1992



    Omarska, zwanzig Kilometer südwestlich von Prijedor, ist eigentlich ein Betrieb zur Förderung und Verarbeitung von Eisenerzen. Im Mai 1992 wurde dieser Betrieb in eines der brutalsten Gefangenenlager Bosniens umgewandelt. Ca. 5.000 muslimische und katholische Zivilisten, 37 Frauen eingeschlossen, wurden in Omarska illegal als Gefangene gehalten. Offiziell wurde es als "Untersuchungszentrum" bezeichnet und die Gefangenen wurden von den bosnischen Serben "paramilitärischer Aktivitäten" beschuldigt.
    Folter, Hunger und unmenschliche Bedingungen waren hier Bestandteil des Alltags. An jedem beliebigen Tag konnten Duzende von Gefangenen getötet werden. Viele der Gräueltaten geschahen im berüchtigten "Weißen Haus", einer ehemaligen Erste-Hilfe-Station für Minenarbeiter. Täglich gab es Verhöre, oft mit Misshandlungen verbunden. Insbesondere politische und zivile Führer der muslimischen und kroatischen Bosnier, Intellektuelle, Reiche und Nicht-Serben, die als "Extremisten" deklariert wurden oder sich den bosnischen Serben widersetzt hatten, wurden herausgegriffen, um geschlagen und misshandelt zu werden. Oft endete dies mit dem Tod.





    Mujo – Satko Mujagic im Lager Omarska, 9. August 1992



    "In Omarska angekommen begriff man schnell, dass es nicht nur ein Gefängnis für Verhöre, sondern auch für Folter war; ein Konzentrationslager, in dem Zivilisten ohne Grund getötet und gefoltert wurden", schrieb der ehemalige Insasse Satko Mujagic – "Mujo". Er wurde im April 1992 mit seinem Vater nach Omarska gebracht.
    In einer persönlichen Bericht über das, was er "die Qual, das Böse und das Blutvergießen von Omarska" nennt, beschreibt Mujo, wie er den Willen zum Überleben behalten und eine fast tödliche Ruhr-Erkrankung überwand:
    "Es war in diesen heißen und blutigen Julitagen, als Mujo krank wurde und zurückbleiben und schlafen musste, während alle anderen rannten, um ihr Mittagessen, das einzige Essen am Tag, zu bekommen. An solch einem Tag erhielten Mujo und sein Vater Geld von seiner Mutter. Rückblickend entschied das ihr Schicksal. Mujos Vater begann, kleine Seifenstücke, Brot und Zigaretten zu kaufen. Es war riskant; wenn die Wärter herausfanden, dass er Geld hatte, hätte ihn das sein Leben kosten können. Mit der Hilfe seines Vaters begann Mujo sich langsam zu erholen… Seinen Vater durch den Nebel der Krankheit anblickend, träumte Mujo von der Freiheit. Weil sein Vater nicht aufgegeben hatte, beschloss Mujo, dass auch er nicht aufgeben durfte, obwohl der Tod anklopfte und seine Seele nehmen wollte. Obwohl Tod als der einzige mögliche Ausweg erschien, behielt Mujo den Willen zum Leben."

    Alida Vracic und Goran Tirak im ehemaligen Lager Omarska. © 2008 pre tv. All rights reserved.


    Das Lager wurde im späten August 1992 geschlossen, nachdem die Gräueltaten in Medienberichten des Newsday Reporters Roy Gutman aufgedeckt worden waren. Der Schrecken des Lagers wurde in erschütternden Fernsehberichten auf ITN, dem britischen Nachrichtenkanal, um die ganze Welt gesendet und von Ed Vulliamy vom britischen Guardian schriftlich dokumentiert:
    "Omarska war eine Monstrosität," berichtete Ed Vulliamy, "ein Inferno von Mord, Folter und Vergewaltigung. Es war ein Schandfleck für unser Jahrhundert." Später schrieb er:
    "Die Männer befanden sich in verschiedenen Stadien des menschlichen Verfalls und Leidens; die Knochen ihrer Ellbogen und Handgelenke traten hervor wie Teile von zackigen Steinen. Von den bleistiftstarken Stelzen zu denen ihre Arme abgemagert waren. Nichts ist vergleichbar mit dem Anblick eines Gefangenen, der sehnlichst sprechen und seine furchtbare Wahrheit, die so nah und auch so fern ist, mitteilen möchte, sich aber doch nicht traut. Ihr Zustand brennt, und sie sprechen nur mit ihrem schrecklichen Schweigen, und mit ihren Augen, in denen die völlige und pure Angst ohne Hoffnung brennt."


    (Ed Vulliamy, Seasons in Hell, 1994)







    Ed Vulliamy



    Andere Männer aus Prijedor wurden ins Lager Keraterm geschickt, eine ehemalige Keramikfabrik am östlichen Stadtrand von Prijedor. Das Lager, in dem bis zu 1.500 Menschen gefangen waren, existierte seit dem 24. Mai 1992. Laut einer von den Vereinten Nationen aufgenommenen Zeugenaussage waren:
    "… die Bedingungen in Keraterm (…) grauenhaft; Gefangene wurden in die [vier] Räume gezwängt, bis zu 570 in einem Raum – kaum Platz, um sich auf dem Betonboden niederzulegen. Gefangene wurden herausgerufen, mit Stangen und Stöcken malträtiert und gezwungen, sich gegenseitig zu schlagen. Einige derer, die aufgerufen wurden, kamen nie zurück."
    Weitere 4.000 ältere Männer, Frauen und Kinder waren in Trnopolje interniert. Das Lager war von einem Dorf mit dem gleichen Namen umgeben. Zuvor war Trnopolje ein mehrheitlich bosniakisches Dorf gewesen. Es war mit Stacheldraht umzäunt und mit Maschinengewehren umstellt. Es bestand aus einem Schulgebäude und anderen Gebäuden, die vorher als Gemeindezentrum und Theater gedient hatten. Gefangene wurden auch in Zelten gehalten. Als Omarska und Keraterm im August 1992 geschlossen wurden, wurden überlebende Gefangene nach Trnopolje gebracht.
    Trnopolje war auch ein Deportationszentrum. Deportierte Gefangene wurden oft zuerst gezwungen, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie "freiwillig" all ihre Besitzungen aufgaben. Anfang Oktober 1992 wurde auch Trnopolje offiziell geschlossen.
    Eine Reihe von Funktionären der Republika Srpska, die verantwortlich für die Lager waren, sind wegen Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen angeklagt worden. Einige wurden verurteilt, während andere beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag noch auf ihre Verhandlung warten. Drei Verdächtigte wurden vor kurzem von der Kammer für Kriegsverbrechen am Bosnischen Gerichtshofes in Sarajevo verurteilt.
    Die schuldigen Männer:
    Drei Männer wurden bereits vom ICTY in Den Haag für Verbrechen, die sie in den Lagern um Prijedor verübten, verurteilt:





    Milomir Stakic, ein Politiker aus Prijedor, wurde zu 40 Jahren Haftstrafe verurteilt.








    Dusko Sikirica, Kommandant des Keraterm-Lagers, erhielt 15 Jahre Gefängnis, nachdem er sich der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig erklärt hatte.








    Predrag Banovic, Wächter in Keraterm, verurteilt zu 8 Jahren Gefängnis, nachdem er sich in 25 Punkten der Anklage für schuldig erklärt hatte.



    Die folgenden drei Männer wurden im Mai 2008 von der Kammer für Kriegsverbrechen am bosnischen Staatsgerichtshof verurteilt.





    Zeljko Mejakic, verantwortlich für Omarska, wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt wegen "Mordes, widerrechtlichen Einsperrens von Gefangenen in den Lagern, Folter, sexuellen Missbrauchs, Verfolgung und anderer inhumaner Akte wie dem Halten von Gefangenen unter inhumanen Bedingungen, Quälereien, Erniedrigung und anderem psychologischem Missbrauch".








    Momcilo Gruban wurde als einer von drei Schichtführern der Wächter in Omarska zu 11 Jahren Haft für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.









    Dusko Knezevic wurde wegen Mord, Folter, anderen unmenschlicher Taten und sexueller Übergriffe in den Lagern Omarska und Keraterm zu 31 Jahren Haft verurteilt.





    Du bist das beste beispiel dafür wie Menschen auf "false flag operation`s" reinfallen und den medien und regirungen blind vertrauen.



    s.a. Unter falscher Flagge

  9. #9
    Avatar von meko

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    15.05.2007
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    10.778

  10. #10
    Dadi
    Zitat Zitat von meko Beitrag anzeigen
    ist keiner!

    diese leute werden dir das gleiche sagen.
    ich kenne leider den thread nicht mehr wo es mir länge x breite erklärt wurde von mastakiller und co.
    (obwohl mastakiller wusste ja nicht mal das es KZ´s in BiH gab).

    bitterer ernst

    Jemand der sowas behauptet ist ein perrverser Geisteskranker so einfach ist das...und da ich weiß da du sensibel bist was das Theam angeht hätte ich so ne zynische Scheiße nicht erwartet...dann schreib halt nix bevor du hier trollst...

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